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Februar 2004




Januar 2004 | Aktuell | März 2004



29.02.2004 Lyrik.Log Folge 55: Adrian Kasnitz
Ron Winklers Gedichtanthologie präsentiert diese Woche: Adrian Kasnitz, geboren 1974, lebt in Köln. Bisher sind von ihm zwei Bände mit Gedichten verlegt: lippenbekenntnisse (parasitenpresse, Köln 2000) und Reichstag bei Regen (lyrikedition 2000, München (2002).
/film/28.02.2004 Berlinale 2004Berlinale-Nachlese:
Monster (R: Patty Jenkins)
Nach dem Golden Globe und dem Silbernen Bären wird Charlize Theron sehr wahrscheinlich auch noch den Oscar für ihre Darstellung der Aileen Wuornos bekommen. Alle Bedingungen sind erfüllt: Eine gutaussehende junge Schauspielerin, die sowohl physisch (14 Kilo Zunahme, falsche Zähne, schreckliche Haare, fleckige Haut) als auch psychisch eine Tour de Force auf sich nahm, um eine mehrfache Mörderin darzustellen, welche nebenbei auch noch als Strassenhure arbeitet und in eine lesbische Liebesgeschichte verwickelt ist … [Thomas Vorwerk]
/film/27.02.2004 Berlinale 2004Berlinale-Nachlese:
Triple Agent (R: Eric Rohmer)
Rohmer, der 1983 für Pauline à la plage mal den Silbernen Bären bekam, gehört zu den französischen Altmeistern der Nouvelle Vague, die langsam wegsterben, Rohmer selbst ist auch schon 83 Jahre alt. Wie schon bei L'anglaise et le Duc, seinem überraschenden Kostümfilm, den aber kaum jemand sah, ließ sich Rohmer zu Triple Agent von einem Artikel inspirieren, der das Verschwinden zweier zwielichtiger politischer Gestalten im September 1937 in Paris beschrieb … [Thomas Vorwerk]
/musik/26.02.2004 Bum Khun Cha Youth: Unendliche Freiheit (12 Inch)
Linus Volkmann ist ein Mann mit vielen Talenten: Intro-Redakteur, Schriftsteller (Heimweh to Hell, Smells Like Niederlage) und ausserdem zusammen mit Ulrich Nachtigall Mitglied der Bum Khun Cha Youth … [Christina Mohr]
/film/26.02.2004 The Killing of a Chinese Bookie (R: John Cassavetes) (Wiederaufführung)
Nach A Woman under the Influence und Opening Night beendet der Peripher-Verleih mit The Killing of a Chinese Bookie seine kleine Cassavetes-Reihe, und der Bookie dürfte wohl der am schwierigsten zugängige der Filme Cassavetes aus der Zeit Mitte der Siebziger sein. Ein ganz anderer Rotlicht-Krimi … [Thomas Vorwerk]
/film/26.02.2004 B. Aires (Sólo por hoy) (R: Ariel Rotter)
Das Leben von fünf WG-Bewohnern in fünf Tagen in Buenes Aires: Vor Klapischs L'auberge espagnole entstanden, zeigt der Debütfilm, wie man es richtig macht, und wie bei dem deutschen Abschlußfilm Wir kommen Emotionen und Atmosphären rüber, und nicht nur schwache Scherze … [Thomas Vorwerk]
/film/26.02.2004 Jenseits aller Grenzen (Beyond Borders) (R: Martin Campbell)
Angelina Jolie als Gutmenschin, die die Pein der Welt besiegen will - und sich dabei in ihr gutaussehendes Vorbild verliebt. Ein schlaffer Aufguß von Casablanca - über lange 11 Jahre (oder 127 Minuten) verteilt auf Äthiopien, Kambodscha und Tschetschenien. Obszöner Höhepunkt der "Filmkunst": ein halbverhungertes Negerbaby aus dem Rechner … [Thomas Vorwerk]
/musik/25.02.2004 Thomas Venker: Ignoranz und Inszenierung. Schreiben über Pop.
Thomas Venker ist Chefredakteur des Popmagazins Intro und hat in diesem Buch Interviews und Artikel versammelt, die bereits in Intro erschienen sind. Trotz aller zum Teil nervigen Geschwätzigkeit und besserwisserischen Penetranz des Autors bietet das Buch interessante Gespräche mit Kelis, Moby, Greil Marcus, Pulp, Radiohead, und und und … [Christina Mohr]
/film/25.02.2004 Baby (R: Philipp Stölzl)
Die tragikomische Geschichte einer Zweckfamilie. Alice Dwyer als 15jährige Lilli verführt ihren Ziehvater Paul (Lars Rudolph), der echte Vater Frank (Filip Peeters) neigt leider zu cholerischen Anfällen - und dann ist da noch der farbige Pizzalieferant Tommy. Ein Film, der durch seine stolprige Art sympathisch wirkt. Wie die neugierige Lilli erkundet Videoclip-Regisseur Stölzl das Terrain und beschert uns positive wie peinliche Momente … [Thomas Vorwerk]
/film/25.02.2004 21 Gramm (21 Grams) (R: Alejandro González Iñárritu)
Nach Amores Perros versucht sich der brasilianische Regisseur Iñárritu nun in seinem US-Debüt wieder an einer vertrackt-fragmentarischen Erzählweise, die den Zuschauer wirklich fordert. Naomi Watts und Benicio del Toro bekamen für ihre Rollen sogar Oscar-Nominierungen, während der schon in Venedig für 21 Gramm ausgezeichnete Sean Penn mit Mystic River ein wirkliches As im Ärmel hatte, denn wirklich überzeugen kann dieser Film nur an der Oberfläche … [Thomas Vorwerk]
/film/23.02.2004 Erbsen auf halb 6 (R: Lars Büchel)
Im letzten Jahr lief in Deutschland der Schweizer Film Stille Liebe über ein stummes Pärchen an, jetzt folgt die Blinden-Variante des Themas. Vielleicht ein bißchen beeinflusst von einer der wenigen aus der Daredevil-Verfilmung im Gedächtnis verbliebenen Szenen findet auch hier der romantische Höhepunkt im strömenden Regen statt, wo die Blinden sich "hören" können, aber schon lange, bevor sich die beiden das erste Mal treffen, ist das Wasser das verbindende Element, nahezu unsichtbar, aber in der Lage, eine "fühlbare" Umwelt mehr als nur symbolisch aufzuzeigen … [Thomas Vorwerk]
/literatur/22.02.2004 S.U.B.H. präsentiert: Neue Kopien: Zeitschriften und Fanzines
Mit Kritiken zu Zirkular am Zeitstrand, BSchreibt, Phobi, Härter, Barnabas, Massenmörder züchten Blumen, Libus, Das Dosierte Leben u.v.m. Mit der Nummer 42 endet dieses Jahr die Herausgabe des Magazins S.U.B.H. und die Macher wenden sich neuen Aufgaben zu. satt.org wünscht alles Gute … [Andreas Reiffer]
22.02.2004 Lyrik.Log Folge 54: Marcel Beyer
Ron Winklers Gedichtanthologie präsentiert diese Woche: Marcel Beyer, geboren 1965, lebt in Dresden. Neben Prosa und Essays erschienen von ihm zuletzt die Gedichtbände Falsches Futter (Suhrkamp 1997) und Erdkunde (DuMont 2003).
/musik/21.02.2004 Interview: Dirk Darmstaedter & Bernd Begemann
Zwei Musiker aus Hamburg tun sich zusammen, interpretieren Songs von Jim Croce, Hank Williams, John Martin Sommers (aka John Denver), schreiben noch ein paar eigene und fertig ist "This Road Doesn’t Lead To My House Anymore". Vor ihrem Konzert im Frankfurter Cookys haben wir den beiden einige Fragen gestellt … [Christina Mohr/Petra Zimlich]
/film/19.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
Trilogie: Die Erde weint (Trilogia: to livadi pou dakrisi) (R: Theo Angelopoulos)
Noch grauer und noch langsamer beginnt Angelopoulos eine neue Trilogie (nach seinen Filmen um Die Wanderschauspieler von 1975), die das zwanzigste Jahrhundert poetisch zusammenfassen soll. Es beginnt 1919 in Odessa und reicht im ersten Teil bis ans Ende des zweiten Weltkriegs - und zum ersten Mal seit 1970 spielt bei Angelopoulos eine Frau die Hauptrolle …. [Andreas Platthaus]
/film/18.02.2004 Pieces of April - Ein Tag mit April Burns (R: Peter Hedges)
Peter Hedges, der Drehbuchautor von Gilbert Grape und About a Boy, betätigt sich hier erstmals als Regisseur, und ähnlich wie renommiertere Kollegen, die den selben Sprung wagten, konzentriert er sich mit einer unaufdringlichen Inszenierung vor allem darauf, seine Geschichte zu erzählen. Und die allein reicht eigentlich auch schon, um das Publikum in seinen Bann zu schlagen … [Thomas Vorwerk]
/literatur/18.02.2004 Literatur aus Automaten
Seit Dezember vertreibt der Verlag SuKuLTuR Lesehefte in Berliner Süßwarenautomaten. Derzeit (Stand: 18. Februar) wird die Leseheftreihe u. a. an einem Bahnhofsautomaten an der S-Bahn-Station Gesundbrunnen (Gleis B) vertrieben. Mit dem Programmleiter Marc Degens sprach Mandy Fox …
/kunst/17.02.2004 3. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst
An drei Orten, den Kunstwerken, dem Martin-Gropius-Bau und dem Kino Arsenal, hat die künstlerische Leiterin Ute Meta Bauer ihre Vision einer Biennale zeitgenössischer Kunst aus, über und auf Berlin bezogen in Szene gesetzt. Es ist die dritte Auflage und endlich hat die Veranstaltung das erreicht, was sie immer schon angestrebt hat … [Timo Berger]
/film/16.02.2004 Berlinale 2004Berlinale 2004: Abschlußbericht
Der große Gewinner bei der Preisverleihung dürfte der junge deutsche Verleih Timebandits sein. Mit vier Filmen auf der Berlinale vertreten, kann man sich über den Goldenen Bären (Gegen die Wand), den Panorama-Publikumspreis (Die Spielwütigen) und den Dialogue en Perspektive-Preis für einen Film aus der Reihe "Perspektive deutsches Kino" (Flammend' Herz) freuen. Wir gratulieren! … [Thomas Vorwerk]
/film/16.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
Ae Fond Kiss (R: Ken Loach)
Ken Loach, seit fast vierzig jahren auf detailliert beobachtete Sozialstudien mit unbekannten Darstellern abonniert, überrascht mit einem zwar für ihn typischen, aber stellenweise sehr beschwingten Liebesfilm zwischen einer irischen lehrerin und dem Sohn pakistanischer Einwanderer, der eigentlich am Valentinstag hätte laufen müssen … [Thomas Vorwerk]
/film/16.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
Maria full of Grace (Maria, llena eres de gracia) (R: Joshua Marston)
Eine Co-Produktion von Kolumbien und den USA zeigt in einem Regiedebüt des Amerikaners Marston das Schicksal der 17jährigen Drogenkurierin Maria (Silberner Bär für Catalina Sandino Moreno), hautnah und beeindruckend wie eine Weintraube, die man ungekaut die Speiseröhre herabwürgen soll … [Thomas Vorwerk]
/film/16.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
Morgengrauen (Om jag vänder mig om) (R: Björn Runge)
Wie der Titel schon andeutet, erzählt Morgengrauen von einem sehr eingeschränkten Zeitraum, währenddessen sich drei locker miteinander verknüpfte Episoden entfalten, die von Lügen, Selbsttäuschung und Veränderungen im Leben erzählen, bei denen die betrogenen und zurückgebliebenen mit der Sitaution fertigwerden müssen - oder selbst etwas ändern, sich von alten Klischees befreien müssen … [Thomas Vorwerk]
15.02.2004 Lyrik.Log Folge 53: Steffen Brenner
Ron Winklers Gedichtanthologie präsentiert diese Woche: Steffen Brenner, geboren 1975, lebt in Berlin. Veröffentlichungen in Zeitschriften (u.a. Sinn und Form, ndl) und Anthologien (u.a. Jahrbuch der Lyrik).
/film/14.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
Gegen die Wand (R: Fatih Akin)
Cahit ist ein perspektivenloser Alkoholiker in den Vierzigern, der sich durchs Einsammeln von Flaschen in der Hamburger "Fabrik" seinen Lebensunterhalt verdient. Der Film beginnt fast damit, daß Cahit mit seinem Auto schnurstracks gegen eine Wand knallt und dann in der psychiatrischen Abteilung die 20jährige Sibel kennenlernt, die sich offensichtlich auch gerade die Pulsadern aufgeschnitten hat. Doch dann wird aus dem Film ein Drahtseilakt zwischen depressiver Sozialstudie und romantischer Komödie. Bisher der beste Film im Wettbewerb … [Thomas Vorwerk]
/film/14.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
Die Nacht singt ihre Lieder (R: Romuald Karmakar)
Romuald Karmakar verfilmte ein norwegisches Theaterstück über die Hoffnungslosigkeit eines jungen Ehepaares, daß durch die Inszenierung eine eigentümliche Eigendynamik entwickelt, die dem Regisseur offenbar nicht ganz behagt … [Thomas Vorwerk]
/film/14.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Panorama):
Gettin' the Man's Foot outta your Baadasssss! (R: Mario Van Peebles)
Eine besondere Filmgeschichts-Rekonstruktion liefert Mario von Peebles, der in einer Mischung aus "Making of", Hommage und Mockumentary zeigt, wie der legendäre 1971er Film Sweet Sweetback's Baadasssss Song seines Vaters entstand, der radikal politische Vorläufer der Blaxploitation-Klassiker … [Thomas Vorwerk]
/film/13.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Forum):
A Wonderful Spell (Folle embellie) (R: Dominique Cabrera)
Mit einer erstklassigen Besetzung erzählt Dominique Cabrera (Milch der Zärtlichkeit) von der Flucht einiger Insassen einer französischen Nervenheilanstalt in den Wirren des gerade ausgebrochenen zweiten Weltkriegs. Ein sehr gut beobachteter und oft poetischer Film, der jedoch durch seine unkonventionelle Handlung nicht für jeden Zuschauer leicht zugänglich ist, was den Film nur noch interessanter macht … [Thomas Vorwerk]
/film/13.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
Red Lights (Feux rouges) (R: Cédric Kahn)
Nach Roberto Succo ist Cédric Kahns neuer Film abermals eine Mischung aus crime story und Road Movie, in der ein Paar die Hauptrolle spielt, noch dazu diesmal nach einer Vorlage von George Simenon. Allerdings bekommt der Film durch seinen Hauptdarsteller Jean-Pierre Darroussin und den Wochenendverkehr auf der Autobahn Frankreichs eine völlig andere Note … [Thomas Vorwerk]
/film/12.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
In deinen Händen (Forbrydelser) (R: Annette K. Olesen)
Nach unzähligen dänischen Komödien, die Schicksalsschläge in die Handlung einbauten (etwa Kleine Missgeschicke von der selben Regisseurin oder Italienisch für Anfänger mit der selben Hauptdarstellerin) kommt nun ein explizites feel bad movie ohne aufgesetztes Happy End - das aber dennoch überzeugt … [Thomas Vorwerk]
/film/12.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (14plus):
Nur noch Bea (Bare Bea) (R: Petter Næss)
Es ist kein Geheimnis, daß die Skandinavier im Bereich Kinder- und Jugendfilme führend sind. Was allerdings wie ein Geheimnis behandelt wird, ist das Detail, daß Petter Næss, der Regisseur des oscar-nominierten norwegischen Erfolgsfilms Elling, mit Bare Bea auch einen Film im 14plus-Wettbewerb eingereicht hat, der sich (mal wieder) mit dem "ersten Mal" beschäftigt - diesmal aber auf umwerfend witzige Weise … [Thomas Vorwerk]
/film/12.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Forum):
My Girl (Fan chan) (Thailand 2003)
Sechs junge thailändische Regisseure erzählen die nostalgisch angehauchte bittersüße Geschichte einer ersten Liebe - im zarten Alter von zehn Jahren. Im Gegensatz zum gleichnamigen Macauley Culkin-Vehikel baut der Film nicht nur auf der cuteness seines jungen Pärchens auf, sondern überzeugt durch die einfallsreiche Inszenierung und den manchmal etwas handfesten Humor … [Thomas Vorwerk]
/film/11.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
Unterwegs nach Cold Mountain (Cold Mountain) (R: Anthony Minghella)
Mit einem Paukenschlag wird auch dieses Jahr die Berlinale eröffnet. Nicole Kidman, Jude Law, Reneé Zellweger und Philip Seymour Hoffman in einem Bürgerkriegsdrama, das wahrscheinlich an Vom Winde verweht anknüpfen soll - aber mehr an Gangs of New York erinnert … [Thomas Vorwerk]
/film/10.02.2004 Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr (Il est plus facile pour un chameau …) (R: Valeria Bruni Tedeschi)
Bekannt als Schauspielerin in vielen französischen und italienischen Filmen arbeitete Bruni-Tedeschi bereits mit Regisseuren wie Patrice Chéreau, Claude Chabrol, Claire Denis oder Pascal Bonitzer und in Filmen wie Le Lait de la Tendresse Humaine, Rien à Faire oder La Seconda Volta. Für ihren ersten Film wählte sie eine autobiographisch angehauchte dramatische Komödie, oder vielleicht besser ein komisches Drama … [Thomas Vorwerk & Mélanie Chebance]
/film/10.02.2004 Das Haus am Fluss (Cold Creek Manor) (R: Mike Figgis)
Der Original- und deutsche Titel scheinen zu implizieren, daß man es wieder mit einer Geister-Villa zu tun haben könnte, in das auch hier eine Familie einzieht. Doch schon die Exposition des Films macht es klar, daß es den Filmemachern weitaus mehr um die charakterlichen Entwicklungen und häuslichen Probleme der Figuren geht als um billige Spuk-Effekte, und so gehören die ersten zehn Minuten des Films durchaus zu den besseren Momenten im Schaffen Mike Figgis … [Thomas Vorwerk]
/film/09.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Panorama):
Walk on Water (Lalecet al hamaim) (R: Eytan Fox)
Der alternative Eröffnungsfilm der Berlinale beweist mal wieder, daß das Panorama durchaus dem Wettbewerb das Wasser reichen kann. Eytan Fox (Yossi & Jagger) fasziniert mit einer Männerfreundschaft, einem Spionage-Thriller und einer Reise von der Türkei über Israel bis nach Deutschland … [Thomas Vorwerk]
/film/09.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb):
The Missing (R: Ron Howard)
Oscar-Gewinner Ron Howard (A Beautiful Mind) kreiert einen Voodoo-Western um eine kleine Familie, die gegen eine mordlustige Bande von Mädchenhändlern antreten muß, um die verschleppte Tochter zu retten. Nicht so reinrassig wie Weites Land, aber mindestens genauso spannend und schon wegen Cate Blanchett und Tommy Lee Jones sehenswert … [Thomas Vorwerk]
/film/09.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb, außer Konkurrenz):
Was das Herz begehrt (Something's Gotta Give) (R: Nancy Meyers)
Komödien-Spezialistin Nancy Meyers weiß, was Frauen wollen: den Hintern von Jack Nicholson, das Lächeln von Keanu Reeves und starke Frauen, die das gesamte Altersspektrum abstecken (Amanda Peet, Frances McDormand, Diane Keaton). Trotz Überlänge eine überraschend gelungene Liebeskomödie um Altersunterschiede und Seelenverwandte … [Thomas Vorwerk]
08.02.2004 Lyrik.Log Folge 52: Rotraud Sarker
Ron Winklers Gedichtanthologie präsentiert diese Woche: Rotraud Sarker, geboren 1942 in Detmold, lebt in der Nähe von London, England. Zuletzt erschien der Gedichtband Die Farben des Windes (Otto Müller Verlag, Salzburg 1994).
/film/07.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Forum):
One Missed Call (Chakushin Ari) (R: Takashi Miike)
Dein Handy meldet sich mit einem seltsamen Klingelton, du hast einen Anruf verpasst, der seltsamerweise von deinem eigenen Handy zu kommen scheint … und aus der Zukunft, es ist das Datum von übermorgen angezeigt. Neugierig rufst du deine Mailbox ab und hörst deine letzten Worte, gefolgt von einem markerschütternden Schrei … [Thomas Vorwerk]
/film/07.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Panorama):
Cub (Cachorro) (R: Miguel Albaladejo)
Der schwule Zahnarzt Pedro ist in Liebesdingen vor allem auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Als jedoch seine Schwester Violeta den Neffen Bernardo (11) für zwei Wochen bei ihm abgibt, um mit ihrer neuesten Flamme nach Indien zu fliegen, zeigt sich, daß Pedro sich bei seinen liebevollen Erziehungspflichten mehr Mühe macht, als bei seiner jetzt sehr eingeschränkt ausgelebten Sexualität … [Thomas Vorwerk]
/film/07.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Forum):
Goddess of Mercy (Yu guan yin) (R: Ann Hui)
Ann Hui, eine der bekanntesten und vielseitigsten Regisseurinnen aus China bietet in ihrem märchenhaften Melodram sozusagen die weibliche Sicht auf eine Hong-Kong-Action-Story, die im Kern eine Mischung aus King Vidors berühmten Western Duel in the Sun und der ebenfalls im Forum laufenden Infernal Affairs-Trilogie ist … [Thomas Vorwerk]
/film/07.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Panorama):
Lost in Time (Mon Bat Liu) (R: Derek Yee)
Siu Wai wartet darauf, daß ihr Verlobter, der in Hong Kong einen Mini-Bus fährt, sie an einer Endstation abholt. Er ist bereits verspätet, und geht auch nicht als Handy. Da bekommt sie beim Gespräch anderer Busfahrer mit, daß Ah Mans Bus in einen Unfall verwickelt wurde und eilt zum Krankenhaus. Bereits voller Sorge kommt dann aber doch der Rückruf Ah Mans, doch seltsamerweise sagt er nichts am Telefon. Während sie sich noch darüber wundert, eröffnet ihr ein Arzt, daß Ah Man nicht überlebt hat. Unmöglich, sie hat doch eben noch mit ihm telefoniert … [Thomas Vorwerk]
/film/07.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (14plus):
Jargo (R: Maria Solrun)
Jargo ist deutschstämmig und blond, aber in Saudi-Arabien aufgewachsen. Erst nach dem Selbstmord seines Vaters (Udo Kier) kehrt er zurück nach Berlin, wo er ganz nach dem Willen seines Vaters bis zu seinem 16. Geburtstag "ein Mann werden" will. Für Jargos Vater läuft das nicht nur über das "erste Mal" (in der Reihe 14plus wenig überraschend ein Dauerthema), sondern zum Beispiel auch über einen "guten Freund, der einem die Popel aus der Nase ziehen kann" … [Thomas Vorwerk]
/film/07.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Wettbewerb Kurzfilmprogramm 1 & „Mix"):
True (R: Tom Tykwer)
Tom Tykwers Kurzfilmbeitrag zur Kompilation Paris, je t'aime ist einer seiner persönlichsten Filme und erzählt vor dem Hintergrund einer Trennung die Geschichte einer Liebe, die vor dem geistigen Auge des blinden Thomas noch einmal vor seinem geistigen Auge abläuft. Die Francine (Ähnlichkeiten zu realen Namen scheinen nicht zufällig) wird von Natalie Portman gespielt … [Thomas Vorwerk]
/film/07.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Panorama):
Untold Scandal (Chosun nam nyo sang yeol jisa) (R: E J-Yong)
In mehr als 15 Jahren ist dies mindestens die fünfte Adaption von Les liaisons dangereuses, aber die einzige, die wirklich an die von Stephen Frears, Dangerous Liasons, heranreicht. Wenn man bedenkt, wen Frears damals alles an Superstars versammeln konnte, ist es schon eine wirkliche Auszeichnung, daß die hierzulande natürlich völlig unbeschriebenen koreanischen Darsteller mit den Schauspielleistungen durchaus mithalten können. Insbesondere Glenn Close und Keanu Reeves bekommen hier wirklich Konkurrenz, aber auch Bae Yong-Jun als die koreanische Version des Valmont kann es mit John Malkovich aufnehmen … [Thomas Vorwerk]
/film/06.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Retrospektive):
Zerschossene Träume (Badlands) (R: Terrence Malick)
Das nicht sehr umfangreiche Werk von Terrence Malick erscheint wie eine poetisierte Reflexion über Gewalt. Nachdem Malicks dritter Film, Der schmale Grad, 1999 in Berlin mit dem goldenen Bären ausgezeichnet wurde, und es dieses Jahr im Wettbewerb immerhin einen Film nach einem Buch von Malick gibt, verwöhnt uns die Retrospektive mit seinen zwei Werken aus den 70ern, die man nun endlich mal wieder (oder zum ersten Mal) auf der großen Leinwand sehen kann … [Thomas Vorwerk]
/film/05.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Panorama Dokumente):
Die Spielwütigen (R: Andres Veiel)
Bereits seit 1997 haben Andres Veiel (Black Box BRD) und sein Team das Auswahlverfahren, Studium und "danach" der Karriere von vier Schauspielstudenten (Constanze, Karina, Prodromos und Stephanie) an der renommierten Berliner "Hochschule für Schauspielkunst" (HfS) Ernst Busch begleitet und dokumentiert. Das Ergebnis ist weniger die Theater-Version von Deutschland sucht den Superstar, sondern eine spannende Studie über Schauspiellust und -frust … [Thomas Vorwerk]
/literatur/05.02.2004 Henrik Hieronimus: Morgens an irgendeinem Tag
In kurzen Erzählungen hat die gewöhnliche, alltägliche Wirklichkeit anscheinend selbst zum Stift gegriffen und frank und frei drauflos geplottet - ganz zu Recht trägt das Buch den Untertitel "Geschichten vom Leben". Und die sprachliche Klasse, die stilistische Güte und literarische Reife der entstandenen Prosa ist angesichts der Jugend des Autors schier unglaublich …[Marc Degens]
/film/04.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (14plus):
Scratch (Bagland) (R: Anders Gustafsson)
Die 17jährige Mille wird aufgerieben zwischen dem illegalen Lebensstil ihres phlegmatischen Freundes Kenny, einer Romanze mit dem schwarzen Hiphop-Sänger Sami, und der Alkoholkrankheit ihrer Mutter. Ein dänischer Debütfilm, der sehr schön aufzeigt, wie schwer es ist, die "richtigen" Entscheidungen zu fällen … [Thomas Vorwerk]
/film/03.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Forum):
A Tale of two Sisters (Janghwa, Hongnyeon) (R: Kim Jee-woon)
Es waren einmal zwei Schwestern. Die eine war etwas älter und hübscher, die andere etwas langsamer. Deren Vater hatte eine neue Frau angenommen, mit der sich die Kinder nicht gut verstanden. Während die eine Schwester unter unerklärbaren Alpträumen und Visionen litt und insbesondere Angst vor einem bestimmten Wandschrank hatte, schürte sich der Hass der anderen auf die Realität und insbesondere die Stiefmutter, der sie eigentlich alles zutraute … [Thomas Vorwerk]
/film/03.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Panorama):
Kick 'n' Rush (2 ryk og en aflevering) (R: Aage Rais-Nordentoft)
Aage Rais-Nordentoft errang 1996 auf dem Berliner Kinderfilmfest eine besondere Erwähnung der Jury mit seinem Spielfilmdebüt Anton, 2001 wurde er selbst ein Jurymitglied, und nun hat er mit seinem damaligen Kinderdarsteller Jacob Oliver Krarup einen Film über das Coming of Age in der kleinen dänischen Stadt Lystrup gedreht … [Thomas Vorwerk]
/literatur/03.02.2004 Tanja Dückers: Himmelskörper
„Ich lese keine Kritiken mehr“, sagt Tanja Dückers grinsend. Wir sitzen in einer Küche in Berlins Mitte und sprechen über ihren im Frühjahr 2003 erschienenen Roman „Himmelskörper“ und die Reaktionen darauf. Die Berliner Dichterin und Autorin Tanja Dückers im Gespräch …[Anne Kathrin Hahn]
/film/02.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Perspektive Deutsches Kino):
Muxmäuschenstill (R: Marcus Mittermeier)
Muxmäuschenstill offenbart, wie sich die BVG an harmlosen Graffitikünstlern rächt, stellt einer überführten Ladendiebin die passende Frage "War's das wert?" oder bietet uns den Trailer für www.denunziant.com. Ungefähr so "dokumentarisch" wie Jackass, aber viel politischer und witziger. Für Leute, die gern über die Missgeschicke anderer lachen - bis ihnen das Lachen im Halse stecken bleibt … [Thomas Vorwerk]
/film/02.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Perspektive Deutsches Kino):
Mitfahrer (R: Nicolai Albrecht)
Acht Leute, die in drei Autos von Köln, Kassel oder Wetzlar nach Berlin fahren. Fremde, die sich über eine Mitfahrerzentrale finden und auf der Fahrt langsam kennenlernen. Kontaktscheue Mauerblümchen, Aufdringliche Bademodenvertreter, Aufschneider, Leisetreter, defensive Fahrer. Die Möglichkeiten als Filmstoff sind eigentlich unermesslich, ein Wunder, daß sich noch niemand eines solchen Films, der sozusagen mehrere Episoden von Jim Jarmuschs Night on Earth zusammenführt, angenommen hat … [Thomas Vorwerk]
/film/02.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Kinderfilmfest):
Ich, César (Moi César, 10 ans 1/2, 1 m 39) (R: Richard Berry)
Der etwas pummelige César Petit verkörpert den Widerspruch seines Namens: Er will die Welt beherrschen, ist aber mit zehneinhalb noch zu klein dafür. Seine Eltern (und die Erwachsenen generell) behandeln ihn entweder wie ein Kleinkind oder weisen ihn darauf hin, daß er schon ein großer Junge sei und gewisse Aufgaben und Pflichten übernehmen müsse - immer je nachdem, was sie gerade von ihm wollen - was für sie sehr angenehm, für César aber sehr unfair ist … [Thomas Vorwerk]
/film/01.02.2004 Berlinale 2004Berlinale (Panorama):
Was nützt die Liebe in Gedanken (R: Achim von Borries)
Die Grundkonstellation erinnert stark an Bertoluccis The Dreamers, der gemeinerweise vier Wochen vorher startete: Ein Geschwisterpaar, dessen Eltern nicht zu Hause sind, lädt einen Freund ein, und die Folgen sind sogar noch desaströser.
1927, Steglitz: Günther liebt Hans, Paul liebt Günthers Schwester Hilde, und dummerweise liebt Hilde Hans, und Hildes schüchterne Freundin Elli liebt Paul. Nach einem berauschten Wochenende auf dem Land finden sich die fünf im Haus der Geschwister wieder, und Paul und Günther wollen gemeinsam Hans und Hilde erschießen, bevor sie sich selbst richten … [Thomas Vorwerk]
/gesellschaft/01.02.2004 Heike Wolter: Volk ohne Raum
Lebensraumvorstellungen im geopolitischen, literarischen und politischen Diskurs der Weimarer Republik. Eine Untersuchung auf der Basis von Fallstudien zu Leben und Werk Karl Haushofers, Hans Grimms und Adolf Hitlers … [Alexandra Gerstner]
/film/01.02.2004 Kitchen Stories (Salmer fra kjøkkenet) (R: Bent Hamer)
Das schwedische Forschungsinstitut für Heim und Haushalt will in den 50er Jahren mithilfe von norwegischen Freiwilligen die Gewohnheiten alleinstehender Männer in deren Küchen beobachten. Observateur Folke wird dem eigenwilligen Junggesellen Isak zugeteilt, und eine norwegische Männerfreundschaft wie bei Elling kann sich entwickeln … [Thomas Vorwerk]
/film/01.02.2004 The School of Rock (R: Richard Linklater)
Der vom Pech verfolgte Rock'n'Roller Dewey Finn (Jack Black) will zunächst durch einen erschlichenen Job als Ersatzlehrer den Mietanteil sichern, entschließt sich dann jedoch, zusammen mit den talentierten Dreikäsehochs seinen Traum vom Gewinnen des "Battle of the Bands" zu vollziehen. Trotz einer gewissen Schwäche der strengen Direktorin (Joan Cusack) für Rock endet sein Vorhaben aber spätestens im Eklat, wenn er beim Elternabend seiner Überzeugung mit den Worten "I want to touch them" Ausdruck verleiht. Bin gespannt auf die deutsche Synchronisation … [Thomas Vorwerk]
/film/01.02.2004 Sin Eater - Die Seele des Bösen (The Order/Sin Eater) (R: Brian Helgeland)
Nach Franka Potente, Til Schweiger oder Susan Stahnke versucht auch Benno Fürmann sein Glück mit einer US-Produktion - und macht dabei eine erstaunlich gute Figur. Allerdings gehört er auch zu den Hauptattraktionen dieser eher unfreiwillig komischen Aneinanderreihung von Versatzstücken eines bestimmten Horror-Subgenres. Von Oscar-Preisträger Brian Helgeland und seinen drei Lieblingsdarstellern aus Ritter aus Leidenschaft hatte man mehr erwartet … [Thomas Vorwerk]
/film/01.02.2004 Mission 3D (Spy Kids 3-D: Game Over) (R: Robert Rodriguez)
Innerhalb eines Jahres präsentiert Robert Rodriguez nach Irgendwann in Mexico nun auch den dritten Teil seiner anderen, noch erfolgreicheren Filmserie, und schon durch das fortschreitende Alter der Spy Kids könnte es sich auch hier um den Abschluß einer Trilogie handeln, für die wie Jaws und dem Terminator 3D-Technologie her muß, um noch mal ein bißchen aufzufallen, und die mittlerweile ebenfalls gewachsenen Zuschauer ins Kino zu locken … [Thomas Vorwerk]
01.02.2004 Lyrik.Log Folge 51: Sabina Naef
Ron Winklers Gedichtanthologie präsentiert diese Woche: Sabina Naef, 1974 in Luzern geboren, lebt in Zürich. 1998 erschien ihr erster Gedichtband Zeitkippe (Nimrod Verlag Zürich).

Januar 2004 | Aktuell | März 2004