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26.8.2008
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23. August bis 13. September
„Junk Word“ heißt die Comicseite der Wochenzeitung „Jungle World“. Seit Jahren begeistern dort ZeichnerInnen wie Andreas Michalke, 18metzger, Leo Leowald oder Minou Zaribaf mit ihren Strips. Seit letztem Jahr wird nun sogar im Frühjahr und im Herbst von „Jungle World“ die „MAMBA“ als unabhängige Comiczeitung herausgegeben. Im Tabloid-Zeitungsformat für € 1,- eine willkommene Abwechslung auf dem überteuerten Comicmarkt. In der Berliner Galerie „Neurotitan“ werden sieben ZeichnerInnen in einer großen Ausstellung zu sehen sein.
Neurotitan
Shop & Gallery
Rosenthalerstraße 39
10178 Berlin
Mo. - Sa.: 12 - 20.00 Uhr
So.: 14 -19.00 Uhr
»Neurotitan«
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Comics made in Germany – 60 Jahre Comics aus Deutschland Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig

13. Juni bis 6. September 2008
» weitere Informationen ...
Bill Willingham u. a.: Fables: 1001 Schneeweiße Nächte (Panini)
Bei „1001 Schneeweiße Nächte“ handelt es sich um eine Spin-Off-Serie, wie sie bei erfolgreichen Serien üblich ist. In der regulären „Fables“-Serie leben bekannte Märchenfiguren in einer heutigen Großstadt. Im bekannten Setting à la Shéhérazade ist es hier Snow White, die Geschichten aus der Frühzeit der Fables erzählt. Autor Bill Willingham scharte eine Großzahl an Illustratoren um sich und so erscheint jede Episode in einem unterschiedlichen Artwork. Das dabei die Qualität nicht immer gleich bleibend sein kann, ist logisch. Dennoch konnte der Band mehrere Eisner Awards im letzten Jahr einheimsen. » amazon
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Ulf K.: Hieronymus B. 1997-2007 (Edition 52)
„Hieronymus B. 1997-2007“ versammelt erstmals in einer bibliophilen Ausgabe alle Geschichten um den (im doppelten Sinne) kleinen Angestellten Hieronymus B. Ulf K. besticht vor allem als Vertreter einer Nouvelle Ligne Claire und ist diesbezüglich im deutschsprachigen Raum ein beinahe einzigartiges Phänomen. Denn Ulf’s Figuren sind zwar mit die eingängigsten und sympathischsten des deutschen Comicmarktes, aber ihre Rezeption beschränkt sich leider auf einen eher kleinen Kreis.
» amazon
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Aktuelle Beiträge:
Shaun Tan: Ein neues Land „Ein neues Land“ ist ein tolles Buch – ganz egal ob man es Bilderbuch, Comic oder Graphic Novel nennen will … [Felix Giesa]
Sind Comics billiger Schund und Graphic Novels teurer Luxus? Ein Kommentar. Bei Carlsen Comics erschien dieser Tage Shaun Tans „Ein neues Land“. Mit einem Preis von knapp € 30,- belegt das Album einen neuen Höhepunkt in der Preisentwicklung des Comicmarktes … [Felix Giesa]
Storm Band 23 – Der Nabel des doppelten Gottes 22 Alben der Reihe hat Don Lawrence gezeichnet, und wie bei vielen anderen Comicreihen, die so sehr vom Stil eines einzigen Künstlers geprägt und zum Erfolg gebracht wurden, steht natürlich die Frage im Raum, ob eine Fortsetzung mit einem anderen Zeichner wirklich möglich ist … [Stefan Pannor]
Cyril Pedrosa: Drei Schatten Dunkle Wälder, mittelalterliche Städte, die knarzenden Planken eines schweren Seglers und ein Schloss bilden die Settings jener Odyssee, auf die der kleine Joachim und sein Vater gehen, auf der Flucht vor den ominösen drei Schatten - dunkle, unkenntliche Wesenheiten, die offenbar nichts Gutes von Joachim wollen … [Stefan Pannor]
Film: The Dark Knight (R: Christopher Nolan) Als Unterhaltung auf hohem Niveau ist The Dark Knight meiner unmaßgeblichen Meinung nach die beste Superhelden-Comicverfilmung seit The Rocketeer … [Thomas Vorwerk]
Pomme d’amour – 7 Geschichten über die Liebe In der wunderschönen Anthologie „Pomme d’amour – 7 Geschichten über die Liebe“ schreiben ausnahmslos Frauen über das vermeintlich kitschigste Thema par excellence … [Felix Giesa]
Simon Oliver, Tony Moore: Exterminators Bd. 1: Käferkiller Aus der Beobachtung des ewigen Kampfes von Mensch und Kakerlake hat Simon Oliver seinen Plot für „Exterminators“ geschnitzt: eine überraschend perfide Saga über den ewigen Kampf zwischen militanten, paramilitärisch ausgerüsteten Kammerjägern auf der einen und sich zusammenrottenden Kakerlaken auf der anderen Seite … [Stefan Pannor]
Jiro Taniguchi: Die Sicht der Dinge Der renommierte Zeichner Jiro Taniguchi gilt als eine Ausnahme in der oft allzu schnellen Manga-Welt. Persönlich und sensibel beschreibt er Geschichten des Alltags und lässt dabei genügend Raum, um Emotionen entstehen zu lassen. Nach dem im letzten Jahr von der Kritik gefeierten Manga „Vertraute Fremde“ ist nun mit „Die Sicht der Dinge“ ein weiteres Meisterwerk aus der Feder des Tokioter Mangaka erschienen … [Christopher Pramstaller]
Der elterliche Alptraum: Cyril Pedrosa – Drei Schatten Cyril Pedrosa erzählt in „Drei Schatten“ vom Kampf des Elternpaares Lise und Louis gegen den unabwendbaren Verlust ihres Sohnes Joachim … [Felix Giesa]
Sara Varon: Robo und Hund Das Idyll der Freundschaft: alles gemeinsam tun, sich nicht streiten, Spaß haben. Aber so eine Freundschaft muss man erstmal finden. Ganz einfach für Hund, denn der bestellt sich seinen neuen besten Freund schlicht via Katalog und bekommt den sympathischen Robot mit dem abgerundeten Eimerkopf geliefert … [Stefan Pannor]
Rotopolpress aus Kassel In Kassel gibt es neben der Documenta und der Caricatura auch noch ganz andere Kunst. Nämlich sehr feine Comickunst. Die wird vom Rotopolpress Verlag veröffentlicht. Eine Verlagsvorstellung … [Felix Giesa]
Peter van Dongen: Rampokan Van Dongens Zweiteiler ist aufgrund seiner psychologischen und historischen Komplexität eine der wenigen Albenreihen, die tatsächlich den Titel des „Comicromans“ verdienen … [Stefan Pannor]
Die Große Erlangen Heftchen-Nachlese, zweiter Teil Die zweite Hälfte der großen Erlangen Heftchen-Nachlese, mit Comics von FAB, Andreas Eikenroth und den Epis … [Felix Giesa]
Michel Rabagliati: Pauls Ferienjob Es ist einer dieser Sommer, in denen sich so viel verändert. Die Initialzündung zum Erwachsenwerden. Michel Rabagliati zeichnet in seinem Coming-of-Age-Comic Pauls Sommer 1979 und seine Erfahrungen in einem Ferienlager nördlich von Montreal … [Christopher Pramstaller]
Nicolas Mahler: Van Helsing macht blau Der Band des österreichischen Zeichners, der absurderweise bereits vor einigen Jahren erstmals beim US-Verlag Top Shelf erschien, ehe er jetzt erstmals dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht wird, und das obwohl er praktisch ganz ohne Worte auskommt, ist eine charmante Hommage an die Helden der B-Filme und Serials der 30er und 40er Jahre … [Stefan Pannor]
Die Große Erlangen Heftchen-Nachlese, erster Teil Die erste Hälfte der großen Erlangen Heftchen-Nachlese, mit Comics von Jule K., Michelangelo Setola, Spong, Bernd Schmucker und den Moga Mobos … [Felix Giesa]
Ulrich Scheel: Die sechs Schüsse von Philadelphia Trotz einer wachsenden Zahl von ernstzunehmenden deutschen Comic-Eigenproduktionen gibt es nicht viele Comics über die DDR. Was in der Literatur bereits seit Jahren auf vielen Ebenen stattfindet, ist im Comic weitgehend brachland. „Die sechs Schüsse“ ist nun so ein DDR-Comic … [Stefan Pannor]
Comics made in Germany – 60 Jahre Comics aus Deutschland In der „Deutschen Nationalbibliothek“ in Leipzig läuft derzeit eine Ausstellung, welche die Entwicklung des Comics nach Ende des zweiten Weltkrieges in Deutschland nachzeichnet … [Felix Giesa]
Jean-Yves Ferri, Manu Larcenet: Die Rückkehr aufs Land Der recht schnell als Alter ego von Manu Larcenet zu erkennende Comiczeichner Larssinet zieht mit Frau, Katze und ganz viel Kram in ein idyllisches, aber auch zivilisationsverlassenes Haus tief in der Provence, was dann auch wörtlich zu nehmen ist. In Comicstrips von je einer Seite erzählt das Buch vom Aufeinanderprallen des großstadtgewöhnten Zeichners mit der Provinz und ihrer Natur, ihrer Technikferne und den verschrobenen bis bizarren Dorfbewohnern … [Stefan Pannor]
Ho Che Anderson: Martin Luther King So wie man Guevara mit dem vielfach vermarkteten Foto von Albert Korda verbindet, assoziiert man auch Martin Luther King nur mit einem winzigen Ausschnitt seines gesamten Seins. Die Worte „I have a dream ...“ markieren die Sternstunde des Bürgerrechtlers … [Stefan Pannor]
Alberto & Enrique Breccia, Héctor Oesterheld: Che – Eine Comic-Biografie Nicht jeder Historien-Comic hat den Vorteil der historischen Distanz. „Che“ erschien 1968, also nur ein Jahr nach Guevaras Ermordung. Es sei „ein Auftrag, den wir erfüllen mußten“ gewesen, schildert Enrique Breccia, der einzige noch lebende der drei beteiligten Künstler, die Intention des Werkes, aber auch den Geist, in dem es damals entstand … [Stefan Pannor]
Michel Rabagliati: Pauls Ferienjob Das beschauliche Buch lebt vor allem von der Art der Erzählung, von der romantischen Darstellung eines zugleich lärmigen wie beschaulichen, dreckigen wie schönen Idylls abseits der Zivilisation … [Stefan Pannor]
Erlangen 2008 – Abschließender Bericht Erlangen 2008 – Umfangreiche Fotostrecke Der „13. Internationale Comic-Salon Erlangen“ ist seit fast zwei Wochen gelaufen, ich denke zwar immer noch in Bildstreifen, aber wenigstens rede ich nicht mehr in Sprechblasen. Zeit also, abschließend über das Geschehen zu berichten und ein Fazit zu ziehen … [Felix Giesa]
Jason Lutes, Nick Bertozi: Houdini – König der Handschellen Den Namen des Magiers, der zeitlebens die Existenz von Magie bestritten hat, kennt man heute noch. Der vorliegende Comic erzählt nicht die vollständige Biografie des vor allem für seine Entfesselungsakte berühmten Künstlers, sondern beschränkt sich auf ein einzelnes Ereignis: Houdinis Sprung, fast nackt und mit Hand- und Fußschellen gefesselt, von der Harvard Bridge im Jahr 1908 … [Stefan Pannor]
Christophe Blain: Das Getriebe Blain entwirft mit dem Gigant-Schiff „Leviathan“ eine zeitlose, fast mythologische Welt - der historische Kontext des Buches ist nie ganz eindeutig zu entschlüsseln und läßt sich nur annähernd auf die Epoche der zwei Weltkriege festlegen … [Stefan Pannor]
Die „Max und Moritz-Gala“ auf dem „13. Internationalen Comic-Salon Erlangen“ Am 23. Mai wurde mit der Verleihung des „Max und Moritz-Preises“ in mittlerweile zehn Kategorien der Höhepunkt des diesjährigen Comic-Salons erreicht. Im anmutigen Ambiente des Erlangener Markgrafentheaters moderierte Dennis Scheck die Verleihung und führte durch den Abend … [Felix Giesa]
David Petersen: Mouse Guard Band 1 – Herbst 1152 Um den offensichtlichsten Vergleich gleich aus dem Weg zu bekommen, könnte man sagen, dass Mouse Guard für Comics und Mäuse sehr schnell eine Bedeutung einnehmen könnte, wie sie Richard Adams’ Watership Down für die Hasenliteratur vertritt … [Thomas Vorwerk]
Erlangen 2008 – Erster Zwischenbericht Am 22. Mai war es endlich wieder soweit – der „13. Internationale Comic-Salon Erlangen“ öffnete seine Pforten. satt.org war vor Ort und machte sich ein Bild vom umfangreichen Treiben … [Felix Giesa]
Christophe Badoux: Klee Paul Klee gehört zu den bedeutendsten deutschen Malern des 20. Jahrhunderts. Um sein Leben jungen Lesern in zeitgenössischer Form näher zu bringen, haben sich das „Zentrum Paul Klee“ und der Zeichner Christoph Badoux zusammengefunden, um den biographischen Comic „Klee“ entstehen zu lassen … [Christopher Pramstaller]
Grant Morrison, Frank Quitely: WE3 „WE3“ wirkt über weite Strecken beklemmend aufgrund der Konsequenz, mit der Tierversuche geschildert werden. Das Leiden der Tiere und das Drama allerdings bleibt über weite Strecken unterkühlt und wird zugunsten knalliger Verfolgungsjagden geopfert … [Stefan Pannor]
Anime! High Art – Pop Culture Frankfurt gilt gemeinhin nicht als Stadt des Comics. Umso überraschender ist es, wie intensiv sich verschiedene Frankfurter Museen in diesem Frühjahr mit Comic, Manga und Anime beschäftigen. Auch das Deutsche Filmmuseum trägt seinen Anteil trägt dazu bei. In der Sonderausstellung „ANIME! High Art-Pop Culture“ werden zeitgenössische und historische Erscheinungsformen rund um den japanischen Animationsfilm präsentiert … [Christopher Pramstaller]
Loisel, JB Djian, Mallié: Der große Tote Ein neuer Comic von Loisel ist ja immer ein Ereignis. Die von ihm mitverfasste Serie „Das Nest“ zählte zu den herausragendsten Neuerscheinungen 2007, von seinen anderen Großtaten wie „Peter Pan“ ganz zu schweigen. Loisel ist einer der wichtigsten Comickünstler der Gegenwart … [Stefan Pannor]
Der Fotograf. Band 1: In den Bergen Afghanistans Im Hochsommer 1986 bricht eine Hilfsgruppe von „Ärzte ohne Grenzen“ aus dem pakistanischen Peshawar auf, um 1000 Kilometer zu Fuß und zu Pferd durch das Gebirge nach Afghanistan zu gelangen. Begleitet werden sie dabei von dem französischen Fotografen Didier Lefèvre. Gemeinsam mit dem Comiczeichner Emmanuel Guibert hat er fast zwanzig Jahre später einen Comic daraus gemacht – und so einen Meilenstein des recht jungen Genres Comicjournalismus geschaffen … [Felix Giesa]
Grant Morrison: Invisibles – Revolution gefällig? In der Welt der Invisibles stimmt jede Verschwörungstheorie, jeder Internet-Tratsch. Es gibt groß angelegte Konspirationen, gelenkt von Außerirdischen, um die Weltherschaft zu erringen. Es gibt Gegen- und Gegen-Gegenverschwörungen. Japanische Firmen schalten ihre Angestellten mittels Strahlung gleich und Parlamentssitzungen sind in Wahrheit gigantische okkulte Orgien … [Stefan Pannor]
Graphic Novel: Between the punk and the curator "Graphic Novel" ist so etwas wie der neue Lieblingsbegriff der Comicverlage, wenn es darum geht, vermeintlich anspruchsvolle Comics für zumeist erwachsene Leser zu kategorisieren und anzupreisen. Aber was hat es mit dem Begriff an sich auf sich, wo kommt er her und welche Comics genau muss man als "Graphic Novel" bezeichnen und welche sind lediglich Trittbrettfahrer? [Felix Giesa]
Die Nominierungen des Max und Moritz-Preises 2008 So langsam aber sicher schickt das wichtigste Comicfestival im deutschsprachigen Raum seine Vorboten aus. Wenn am 22. Mai die Comicwelt nach Erlangen schaut, dann auch, weil dort traditionell der „Max und Moritz-Preis“ verliehen wird. Anfang letzter Woche wurden nun die Nominierungen bekannt gegeben … [Felix Giesa]
Isabel Kreitz: Die Sache mit Sorge Nicht zu Unrecht gilt Isabel Kreitz als eine der besten Comicerzählerinnen des Landes, die ihre Vielfältigkeit bereits vom Gagstrip bis zum Horror-Comic unter Beweis gestellt hat. „Die Sache mit Sorge“ ist selbst in ihrem ebenso umfangreichen wie großartigem Oeuvre ein neuer Höhepunkt … [Stefan Pannor]
Der arme Bastard Joe Matt Er ist einer der profiliertesten Zeichner der Alternativszene in den USA. Seine Comics zeichnen sich durch ein geradezu obszessives Bekenntnis zu seinen sexuellen Vorlieben aus. Ein offenherziges Interview mit Joe Matt …
Joe Matt: Peepshow Dass Comic-Autoren einen Hang zu autobiographischen Themen zeigen ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Selbstironie scheint dabei in vielen Fällen fast schon zum Berufsethos zu gehören und auch Joe Matt bringt viel davon auf den 168 Seiten seiner „Peepshow“ auf … [Christopher Pramstaller]
Leo Leowald: Raues Sitten – Das Babybuch Nein, er habe niemals Kinder haben wollen, beschwört Zeichner Leowald noch zu Beginn des Buches seine Leser. Aber das ist nur ein kurzer Prolog, und schon das Cover verrät ja, dass Leowald sich untreu geworden ist … [Stefan Pannor]
Die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 Seit letztem Jahr finden sich Comics auf den Nominierungslisten. Auf den ersten Blick ist dies für den Comicfreund sehr erfreulich! Doch bei genauerer Betrachtung offenbart sich ein Dilemma sowohl für den Jugendliteraturpreis als auch für den Comic in Deutschland … [Felix Giesa]
Olli Ferreira, René Roggmann: Daniel & Oleg. Du weißt, ich weiß. Wie sieht es aus im Hamburger Schanzen-Viertel, dem Place-to-be für alle Szenegänger des weiten Feldes Popkultur? Es ist ein hartes Pflaster, für jeden der mindestens konform, wenn nicht sogar geil sein will. „Daniel & Oleg. Du weißt, ich weiß“ ist eine popkulturelle Bestandaufnahme der Hamburger Popkultur und ganz nebenbei eines der feinsten Stücke des deutschsprachigen Indiecomics … [Felix Giesa]
Neo Tokyo3. Architektur in Manga und Anime In Manga und Anime werden utopische Zukunftsstädte zum Leben erweckt. Architektonische Konzepte, die Anfang der 1960er Jahre in Japan entwickelt wurden, finden sich zwei Dekaden später in der japanischen Popkultur wieder. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt hat sich diesem Phänomen angenommen und präsentiert in der Ausstellung „Neo Tokyo3. Architektur in Manga und Anime“ … [Christopher Pramstaller]
Bernd Pfarr: Sondermann Volker Reiche: Strizz - Das sechste Jahr Frankfurt, deine Buchhalter. In der von Künstlern wie von Banken überreichen Mainmetropole musste es natürlich früher oder später zum Clash kommen. Der Buchhalter, der vermutlich langweiligste Beruf des Landes, als Comicheld. Und nicht nur in einer, sondern gleich in zwei Reihen, die zudem auch noch beide zu den ganz großen Werken der hiesigen Comicproduktion gezählt werden müssen … [Stefan Pannor]
Buffy The Vampire Slayer: Die Rückkehr der Jägerin Zugegebenermaßen, lange Serien mit einem feststehenden Personeninventar sind nicht jedermanns Sache. Doch der bei Panini nun erschienene Sammelband der neuen „Buffy“-Serie ist anders. Anders, weil „Buffy“ sowieso immer schon anders war und anders, weil hier Serien-Vater Joss Whedon selbst die Fäden zieht … [Felix Giesa]
Die gesammelten Abenteuer des Großwesirs Isnogud „Kalif werden zu wollen anstelle des Kalifen“, das hatte der französische Volksmund zuletzt Sarkozy unterstellt, nur dass dort von Präsidentschaft die Rede war. Geschaft hat es Sarkozy trotzdem. Anders als jener hier das Stichwort gebende intrigante Großwesir, den René Goscinny und Jean Tabary 1961 erschaffen hatten … [Stefan Pannor]
Gipi: 5 Songs Der Band setzt die fiktive Musik der Gruppe graphisch direkt um, in zum Teil seitenlangen Sequenzen kraftvoller visueller Impressionen vom Instrumentenspiel. Dazwischen streut Gipi Eindrücke vom Alltag der Jungs … [Stefan Pannor]
Buffy – Die Rückkehr der Jägerin Sechs Jahre und 144 Folgen lang konnte man im Fernsehen den Aufstieg von Buffy Summers bewundern - vom blutjungen High-School-Girl zur erfahrenen, kaltschnäuzigen Dämonenjägerin. Fast fünf Jahre später greift Serienerfinder Joss Whedon seinen eigenen Handlungsfaden wieder auf, exklusiv in Comicform … [Stefan Pannor]
Alex Robinson: Ausgetrickst Da erscheint ein neuer Comic; man hat vor dem Erscheinen die Verlagsvorschau gelesen und dachte sich, dass wäre nichts für einen. Schön, wenn man dann doch begeistert ist. Mit „Ausgetrickst“ von Alex Robinson ist es mir genauso gegangen. Es folgt eine Begründung, warum der Band absolut lesenswert ist … [Felix Giesa]
Alison Bechdel: Fun Home Mit „Fun Home“ leistet Alison Bechdel eine unglaubliche Detektivarbeit im eigenen Leben, die weit über alle bisher erhältlichen autobiografischen Comics hinausgeht … [Stefan Pannor]
Patrick Wirbeleit, Kim Schmidt: Kleiner Thor Es scheint, als würde sich Kim Schmidt in seinen Comics immer weiter nördlich begeben. Nach den küstenfernen „Leichenwäscher Karl“-Strips und seinen „Unser Schumi“-Comics erschien vor drei Jahren der Band „Störtebecker“, der ihn zeichnerisch an die Ostsee versetzte. Mit „Kleiner Thor“ geht es noch ein Stück weiter, nach Skandinavien und zu den Wikingern … [Stefan Pannor]
Adrian Tomine – Siebzehn Jahre Comics – Ein Portrait
Die zeichnerische und künstlerische Entwicklung Adrian Tomines ist eine Besondere. Der 33-jährige US-Amerikaner erstellte bereits als Schüler Anfang der 1990er Jahre, in der DIY-Hochzeit des US-Comics, erste Arbeiten, die er in mühsamer Handarbeit am Kopiergerät vervielfältigte und an Mitschüler verteilte. Mit „Shortcomings“ erschien nun Tomines erste Graphic Novel, die zugleich die längste und komplexeste seiner Geschichten darstellt … [Christopher Pramstaller]
Ed Brubaker, Sean Philips: Criminal Band 1: Feigling „Criminal“ erzählt von Verbrechern. Fiktive kleine Epen aus der Großstadt über Taschendiebstahl und Drogenschmuggel, Korruption und Prostitution. Die Serie hat keinen roten Handlungsfaden. Ähnlich wie Millers „Sin City“ bildet sie einen Teppich aus vielen einzelnen Geschichten, die nur lose miteinander verknüpft sind. Ein Bild des Verbrechens quasi … [Stefan Pannor]
Lars Fiske & Steffen Kverneland: Olaf G. Ein Karikaturist, Cartoonist, Buchautor und Graphiker, der mit seinem Bleistift fünfzig der entscheidensten Jahre deutscher Geschichte begleitet hat. Der zu den bestbezahlten und berühmtesten Künstlern seiner Zeit gehörte, mit Hesse, Liebermann und Hamsun befreundet war. Gibt es einen besseren Stoff für einen Comic als gerade diese Lebensgeschichte eines Zeichners? [Stefan Pannor]
Kristina Künzel: dicke Luft Ohne viel Worte, durch einen kunstvollen Seitenaufbau und die spielerische Anordnung der meist randlosen Panels erzielt Künzel eine erzählerische Dynamik, die dem Band Leichtigkeit und Fahrt verleiht. Formal ist „dicke Luft“ meisterhaft … [Marc Degens]
Comics machen Schule. Möglichkeiten der Vermittlung von Comics im Schulunterricht Comics sind im deutschen Kulturbetrieb angekommen und werden sich im Laufe der Zeit dort auch etablieren. Um Heranwachsenden zu ermöglichen zukünftig an diesem Kulturbetrieb teilnehmen zu können, ist es für die öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen unumgänglich, grundlegende Eigenschaften des Comics zu vermitteln. Autor des Buches „Comics machen Schule“, Stefan Dinter, bekannt als Comiczeichner und Redakteur beim Zwerchfell Verlag, hat ein Jahr das Werkstattprojekt ,Wahlpflichtfach Comic’ in einer zwölften Klasse in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Stuttgart als Dozent betreut … [Felix Giesa]
Frank Le Gall: Spirou und Fantasio Spezial - Die Sümpfe der Zeit Man kann sich freuen, daß ein neuer „Spirou“ erschienen ist. Man kann sich freuen, daß ein neuer Comic von Frank Le Gall erschienen ist. Man kann sich - und das ist das allerschönste - freuen, daß beides zugleich geschehen ist … [Stefan Pannor]
Alison Bechdel: Fun Home Kiepenheuer & Witsch ist bekannt als Verlag, der es schafft Anspruchsvolles und Populäres unter einen Hut zu bringen. Quasi als Symbiose dieser Attribute schickte man sich an, ein populäres Feld mit anspruchsvollen Titeln zu besetzten und veröffentlichte Ende Januar diesen Jahres den ersten Comic im Hause. Alison Bechdel’s autobiographischer Comic „Fun Home“ ist solch ein Titel. Zur Buchpremiere am 23. Januar lud der Verlag zu einer Lesung mit dem Übersetzerteam Sabine Küchler und Denis Scheck ins Kölner Literaturhaus … [Felix Giesa]
Haimo Kinzler: Krigstein 1998 erhielt Haimo Kinzler völlig zu Recht den Max-&-Moritz-Preis als bester deutscher Künstler für seine Serie „Herr Wüttner & Frau Kleinschrott“, skurril-absurde Untermieterabenteuer aus dem Schwäbischen. Es scheint jedoch ein Fluch über diesem Preis zu liegen … [Stefan Pannor]
Alan Moores WildC.A.T.S. Moore, sonst eher bekannt für sein ernstes Comicschaffen („Watchmen“, „Swamp Thing“) lockerte seinen Ton und schuf eine witzige, selbstironische, teilweise poetische und zitatenreiche Saga um die WildC.A.T.S., deren Team er gleich als erstes um ein paar überaus kreativ gegen den Strich gebürstete Figuren bereicherte … [Stefan Pannor]
Olivier Ka, Alfred und Henri Meunier: Warum ich Pater Pierre getötet habe Autor Olivier Ka wurde im Alter von zwölf Jahren von seinem "Freund und Kumpel" Pater Pierre missbraucht. Die Geschehnisse hat er in einem Comic verarbeitet. Bei Carlsen liegt der letztes Jahr in Angoulême ausgezeichnete Band nun auf Deutsch vor … [Felix Giesa]
Miriam Katin: Allein unter allen In „Allein unter allen“ berichtet die jüdische Illustratorin Miriam Katin, wie sie als kleines Kind zusammen mit ihrer Mutter im Jahr 1944 vor dem Regime der Nazis aus Budapest floh. Nur grob schwarz-weiß skizziert sie, die Visagen teilweise ins Karikatureske überziehend, flüchtig die Geschehnisse und liefert dabei einen eindrucksvollen Einblick in die Geschehnisse im besetzten Ungarn … [Felix Giesa]
Roger Leloup: Yoko Tsuno - Die deutschen Abenteuer „Yoko Tsuno“, graphisch stark dem Geist von Ziehvater Hergé und dessen Ligne Claire verpflichtet, gilt heute als einer der kleineren Klassiker der europäischen Comics. Die Lektüre dieses ersten Bandes der von Carlsen Comics gestarteten Gesamtausgabe der Reihe macht auch klar warum … [Stefan Pannor]
Brian K. Vaughan, Niko Henrichon: Die Löwen von Bagdad Die Geschichte ist ruhig und in einem fast elegischen Rhythmus erzählt. Vaughans Charakterisierung seiner vier Hauptfiguren ist angemessen naiv. Die opulenten Zeichnungen von Niko Henrichon sind nichts weniger als wunderschön, in einer betörenden Vielfalt zumeist von Gelb- und Rottönen, und noch dazu anatomisch korrekt … [Stefan Pannor]
Zirp #3 Glücklicherweise erreichte mich aus Hamburg der dritte Teil von Till D. Thomas selbst verlegtem Comic „Zirp“. Auffällig für einen Mini-Comic dieser Machart ist, neben der professionellen Aufmachung, der feine Strich, der Thomas schon mehrfach einen Vergleich mit Daniel Clowes eingebracht hat … [Felix Giesa]
Hideo Azuma: Der Ausreißer Azuma erzählt, wie er, schwer gestresst und alkoholabhängig, alles hinschmeisst und beschliesst, als Penner im Park und vor der Stadt zu leben. Ohne Geld, ohne Papiere, ohne Rückzugsmöglichkeit. Azuma lebt von Müll, geklautem Essen, gefundenem Kleingeld und billigstem Fusel. Monatelang … [Stefan Pannor]
Neil Gaiman, John Romita Jr.: Eternals Geoff Johns, Dale Eaglesham.: Justice Society of America In kurzem Abstand sind in der letzten Zeit zwei Comics bei Panini erschienen, bei denen es sich anbietet sie gemeinsam zu besprechen – und das, obwohl es sich um einen DC- und einen Marvel-Titel handelt. Die „Eternals“ wurden in den 70er Jahren von Marvel-Ikone Jack „King“ Kirby kreiert und kämpfen sich seither immer wieder durch das Marvel-Universum. DC ist was Superheldenteams sogar Vorreiter, schließlich war die „Justice Society of America“ das erste Superheldenteam aller Zeiten … [Felix Giesa]
Guy Delisle: Shenzhen | Pjöngjang Das China, das Delisle entdeckt, ist dreckig, russig, eintönig, von der Moderne zugleich erschlagen und ihr hinterherhechelnd, klebend an Traditionen, die eher noch halbherzig erfüllt werden … [Stefan Pannor]
Die besten Comics des Jahres 2007 und ein paar Tipps für 2008 Eine Comic-Jahreshitliste bei satt.org ist schon etwas länger her. Mit dieser kleinen Übersicht soll dem nun Abhilfe geschaffen werden … [Felix Giesa]
Lewis Trondheim: Ausser Dienst Drei Monate nach einer selbstgewählten Auszeit als Comiczeichner und fünf Monate vor seinem vierzigsten Geburtstag beginnt Trondheim „Ausser Dienst“. Kein wirklicher Comic, sondern ein Tagebuch mit Gedanken und Gefühlen zum Älterwerden. Des Zeichners These: Comickünstler altern schlecht, schlechter als Künstler in anderen Metiers … [Stefan Pannor]
Die ruhmreichen Rächer & Thunderbolts Im Moment, nur im Moment, möchte ich nicht im Marvel-Universum leben. Es ist eine kalte, dunkle Welt geworden, jedenfalls in New York, Stammheimat der meisten Marvel-Helden. Nach den Ereignissen des Civil War besteht für alle Superhelden Registrierungspflicht - das heisst, sie müssen sich bei der Regierung melden, wenn sie weiter im Kostüm Schurken vermöbeln wollen. Wer sich nicht meldet, gilt als Krimineller, muss in den Untergrund gehen und mit Haftstrafen rechnen … [Stefan Pannor]
Serge Pellé, Sylvain Runberg: Orbital 1. Brüche Lebende Schiffe und kämpfende Diplomaten kennt man schon aus Science Fiction-Büchern und -Filmen. Und jetzt also „Orbital“: Die gigantische Raumstation ist der Ausgangspunkt für die Missionen der wehrhaften Diplomaten der IDA, die „Interplanetare Diplomatische Abteilung“, und Machtzentrum der 781 Rassen umfassenden Konföderation der Planeten … [Axel und Felix Giesa]
Wilhelm Busch und die Folgen
Ralf König: Hempels Sofa Müsste man sich wirklich auf die Suche nach einem Enkel Buschs im Geiste machen, bliebe wahrscheinlich sowieso nur Ralf König übrig. Der ist jetzt über 25 Jahre im Geschäft und hat nahezu ebensoviele Bücher in dieser Zeit publiziert. Buschs unernsten, derben, aber realistischen Moritaten kommt König vor allem in seinen Comicromanen nahe … [Stefan Pannor]
Akinsiku (Text) und Siku (Zeichnungen): Die Bibel Die Bibel als Comic? Selbstverständlich, kann hier nur die Antwort sein. Dennoch hat man im Zusammenhang mit Bibelbearbeitungen in Comicform immer ein reichlich ungutes Gefühl. Wie ist nun aber die im Ehapa-Verlag erschienene Bibel im Mangastil von Siku und Akinsiku zu bewerten? [Felix Giesa]
Dik Browne: Hägar der Schreckliche - Gesamtausgabe Sicher, er raubt, brandschatzt und mordet, aber er tut das mit dem Selbstverständnis eines Fabrikarbeiters, der früh zur Schicht geht. „Schrecklich“ ist er nur von acht bis fünf. Und ebenso sauer wie jeder andere Werktätige, wenn er morgens das Schiff zur Arbeit verpasst oder zu Feierabend das Essen nicht auf dem Tisch steht … [Stefan Pannor]
Omega the Unknown Omega ist ein ,caped crusader’, dessen Herkunft unbekannt ist. Sein Schicksal scheint jedoch auf das Engste mit dem des Jungen Alexander Island verwoben zu sein. In welcher Form, darüber lässt Autor Jonathan Lethem den Leser bisher allerdings im Dunkeln … [Felix Giesa]
Jiro Taniguchi: Die Stadt und das Mädchen | Vertraute Fremde | Gipfel der Götter In Japan gilt Jiro Taniguchi als westlich orientierter Künstler und als Manga-Star, der mit seinen Werken den Spagat zwischen Manga und europäischem Comic wagt. In Deutschland gilt er als nahezu unbekannt … [Stefan Pannor]
Zep: Scheibchenweise Nachdem Zep im Jahr 2004 für sein Werk den Großen Preis der Stadt Angoulême erhielt, schien es für ihn an der Zeit zu sein, eine erste Bilanz seiner bisherigen Existenz zu ziehen. In knappen Strips und Cartoons erhält der Leser einen Einblick in Leben und Sein des Zep … [Felix Giesa]
Dirk Schwieger: Moresukine. Wöchentlich aus Tokyo Dirk Schwieger lebte einige Zeit in Tokyo und hat während dieser Zeit ein Blog geführt. In diesem hat er dazu aufgerufen, ihm Aufträge zu erteilen, die mit seiner neuen Wahlheimat Japan zu tun haben und über die er eine Woche später in Comicform in seinem Blog berichten muss … [Felix Giesa]
David Kendall (Hrsg.): The Mammoth Book of Best War Comics Mit Alex Toth, Will Eisner, Archie Goodwin und anderen versammelt der Band einige der wichtigsten Comickünstler des 20. Jahrhunderts. Der Band umfasst über vier Jahrzehnte Comicschaffen. Es ist oft keine schöne Lektüre - aber eine gute … [Stefan Pannor]
Hideo Yamamoto: Homunculus. Bände 1-6 Nachdem Egmont die ausgezeichnete Serie „Shamo“ aufgrund eines Verlagswechsels in Japan aus dem Programm genommen hat, wurde nun mit „Homunculus“ eine neue, beeindruckende Serie im Erwachsenenbereich aufgenommen. Ein reicher Medizinstudent möchte die erste Trepanation zur Eröffnung des Schädels ins Japan durchführen … [Felix Giesa]
Scott McCloud: Comics machen „Ihr wollt also Comics machen?“ fragt Scott McCloud seine Leser gleich zu Beginn des Buches. Und sicher wird McCloud mit diesem Buch viele Comicaspiranten ansprechen. Mehr noch aber wird er jene Leser erreichen, die, als Macher oder Leser, das Medium verstehen wollen. Denn obwohl „Comics machen“ über weite Strecken von der Wahl der richtigen Perspektive und vom richtigen Zeichenstift handelt, ist es nicht annähernd einer der handelsüblicher Zeichenkurse … [Stefan Pannor]
Persepolis - Ein Film von Marjane Satrapi & Vincent Paronnaud Nun ist es ja ganz klar, daß das Medium Film anderen Gesetzen unterliegt als der Comic, doch wenn der Comicschöpfer selbst als Regisseur fungieren durfte, gab es bisher immer sehr werkgetreue Adaptionen wie bei Raymond Briggs (When the Wind blows), Katsuhiro Otomo (Akira) oder Frank Miller (Sin City). Marjane Satrapi hingegen begreift die Verfilmung als eigenständiges Werk und lässt Comic und Film jeweils für sich, mit teilweise unterschiedlichen Mitteln sprechen … [Thomas Vorwerk]
US-Indie Comics – Der andere US-Comicmarkt Neben den gemeinhin bekannten großen Comicverlagen DC, Marvel, Dark Horse und Image, gibt es in den USA zahlreiche Klein- und Kleinstverlage, die immer wieder durch die Veröffentlichung wahrer Kleinode der Comickunst auf sich aufmerksam machen. Eine kleine, keineswegs repräsentative, Umschau soll dieser Artikel liefern … [Felix Giesa]
Mawil: Action Sorgenkind Der neue Mawil ist da! ’Nuff said! [Felix Giesa]
Yann Krehl, Christian Nauck: Die Wellenläufer
Mike Cary, Glenn Fabry: Niemalsland Zwei weitere Adaptionen bekannter Fantasyromane, von denen ja bereits vorige Woche hier die Rede war. Wobei zumindest einer den bereits postulierten Regeln für solche Adaptionen weitgehend entspricht: relativ unbekannte Künstler setzen eine literarische Vorlage eins zu eins um … [Stefan Pannor]
Daniel Raeburn: Chris Ware Chris Ware gehört zu einem der innovativsten Comicschaffenden der vergangenen fünfzehn Jahre. Das hier besprochene Buch von Daniel Raeburn ist zwar bereits aus dem Jahr 2004, aber da Chris Ware in Deutschland bisher kaum rezipiert wurde, erscheint eine Besprechung dieses „Comic Genies“ und seiner Arbeit vielversprechend … [Felix Giesa]
Ben Avery, Mike Miller: Der Heckenritter
Tony Lee, Diverse: Schattenbeschwörer Es gibt bei US-Comics aktuell den Trend, Adaptionen zu erfolgreichen Fantasyromanen zu veröffentlichen. Ursache dürfte vor allem die verstärkte Ausrichtung der US-Verlage weg von den Comicshops und hin zum Buchhandel zum Buchhandelspublikum sein. Gesucht werden Themen, die typische Buchleser ansprechen, aber auch für Comicleser interessant sind … [Stefan Pannor]
Line Hoven: Liebe schaut weg In "Liebe schaut weg" wird die Geschichte der Familie Hoven ab Mitte der 1930er Jahre bis ca. 1980 erzählt. Zu einem Ausschnitt Zeitgeschichte wird der Comic dadurch, dass die Charaktere nicht glatt erscheinen. Gerade in ihrer inneren Gebrochenheit liegt die Stärke der Erzählung … [Felix Giesa]
Laska Grafix - Luzie aus der Hölle
Tobi Dahmen - Sperrbezirk Aufgrund des vielfältigen Engagements des Verlages Schwarzer Turm im Manga-Bereich sind die klassischen westlichen Comics bei diesem Kleinverlag etwas ins Hintertreffen geraten. Um so schöner, dass der Verlag in diesem Herbst zeitgleich zwei schmale Bändchen mit Indie-Perlen veröffentlichte … [Stefan Pannor]
Comic-Untergrund – Von Hamburg bis Hünfeld Wer nicht das Glück hat in Hamburg, Berlin oder ähnlichen Städten mit einer „größeren“ eigenen Comicszene zu leben und somit auch nicht an die vielen im Eigenverlag erschienen Comics der in diesen Szenen Aktiven seine Finger bekommt, der ist darauf angewiesen, dass manchmal ein Sammelband diese Leute zusammenbringt und überregional präsentiert. „Spring“ und „Panik Elektro“ sind zwei solche Titel und beide haben dieses Jahr wieder einmal einen Band veröffentlicht … [Felix Giesa]
Perry - Unser Mann im All Genie und Wahnsinn liegen zwar in Wirklichkeit seltener dicht beieinander, als das Sprichwort einen glauben machen will. Im Fall der „Perry - Unser Mann im All“-Comicreihe allerdings sind sie eine extrem enge Bindung eingegangen. „Perry“ ist so ziemlich der unwahrscheinlichste Comic, den man in der Comiclandschaft 2007 von irgendwem erwartet hätte … [Stefan Pannor]
Deutsche Comic-Hochschule?! Strichnin & Two Fast Colour Comics sind in der deutschen Hochschullandschaft nicht sonderlich häufig anzutreffen. Lediglich in Hamburg an der HAW werden systematisch Comics produziert. Überzeugen kann man sich von den Ergebnissen in der jährlich erscheinenden Anthologie "Orang". Umso erfreulicher ist, dass in diesem Sommer zwei Titel aus dem universitären Umfeld dazugekommen sind … [Felix Giesa]
Garth Ennis, Darick Robertson, Steve Dillon: The Boys | Preacher So richtig Beachtung fanden die „Boys“ in den Staaten erst, als es zum Eklat kam: Mitte des Jahres schmiss das DC-Sublabel Wildstorm die Serie ohne Vorankündigung aus dem Programm. Das Ende war abrupt, selbst schon angekündigte Ausgaben wurden gecancelt. Die Begründung: zu viel Gewalt, zu viel sinnlose Gewalt vor allem … [Stefan Pannor]
Der Sternwanderer (R: Matthew Vaughn) Comic- und Roman-Autor Neil Gaiman (Sandman, American Gods) fungiert neuerdings als Filmproduzent, und bevor wir sein von Robert Zemeckis verfilmtes Drehbuch der altenglischen Beowuld-Mär bestaunen dürfen, kommt hier die erste Verfilmung eines Gaiman-Romans über einen Knaben, der der Frau seiner Träume (Sienna Miller) einen herabgestürzten Stern verspricht, dann aber feststellen muß (oder darf), daß der Stern aussieht wie Claire Danes … [Thomas Vorwerk]
Asterix und seine Freunde - Hommage an Albert Uderzo Uderzo zu ehren ist sicher nicht die schlechteste aller Ideen. Der „Asterix“-Zeichner zählt weiterhin zu den wichtigsten Personen der europäischen Comicgeschichte, auch wenn er in den letzten Jahren durch die Produktion herausragend mieser neuer „Asterix“-Abenteuer kräftig an seinem Thron und dem seiner Figur gesägt hat … [Stefan Pannor]
Peter Puck: Rudi Seit 1985 erscheint Pucks Comicserie im Stuttgarter Stadtmagazin "Lift". Puck erzählt darin sarkastische Alltagsepisoden um den depressiven Ex-Punk Rudi und seinen Freundeskreis. Seit einiger Zeit erscheinen diese kurzen Abenteuer auch in großformatigen Alben, wunderbar koloriert und mit launischen Kommentaren des Künstlers zu den Episoden im Anhang … [Stefan Pannor]
©Tom: Touché 4500 Fast 5000 seiner „Touché“-Streifen hat Thomas Körner inzwischen veröffentlicht, dazu kommen unzählige Einzelbilder und Illustrationen. „Touché 4500“ ist der jüngste Band der handlichen Ziegelsteine … [Stefan Pannor]
Tsugumi Ohba, Takeshi Obata: Death Note Dieser Manga erzählt vom schmalen Grat zwischen idealistischer Überzeugung und fanatischer Verrohung. So dicht wie die Handlung sind auch die moralischen Fallstricke für den Leser gewoben. Zwölf Bände umfasst die Serie, die in Japan zu den erfolgreichsten der jüngeren Zeit gehört und mehrere Trick- und Realfilm-Versionen nach sich gezogen hat … [Stefan Pannor]
Reinhard Kleist: The Secrets of Coney Island Schon die dritte Comicveröffentlichung dieses Künstlers innerhalb eines Jahres nach „Cash – I See A darkness“ und dem jüngst erschienen „Elvis“-Comic. Das läßt Ermüdungserscheinungen befürchten, zumal bereits der Elvis-Band gewisse strukturelle und inhaltliche Schwächen zeigte … [Stefan Pannor]
Kevin Rubio, Lucas Marangon: Star Wars – Tag & Bink: Krawall im All Eine ironische, vielleicht sogar selbstironische Betrachtung des SW-Universums im Slapstickstil? Was, wenn nicht das, könnte dieses keimfreieste aller Epen vertragen? Selbst der furchtbare deutsche Untertitel – der so stumpf ist wie die gesamte Übersetzung dieses Bandes – konnte da erstmal nicht abschrecken … [Stefan Pannor]
Disneys Hall Of Fame Bd. 12: Floyd Gottfredson Bis 1975 zeichnete Gottfredson seinen Micky Maus, und in dieser Zeit schuf er für den Mäuserich das, was Barks für Donald Duck vollbrachte: ein eigenes Universum voller farbiger, markanter, wiederkehrender Charaktere … [Stefan Pannor]
Sakuran - Wilde Kirschblüte (R: Mika Ninagawa) Eine etwas andere Comic-Verfilmung: eine Kurtisanengeschichte aus der Edo-Zeit, der man den Fotografie-Hintergrund der Regisseurin Mika Ninagawa zu jedem Zeitpunkt ansieht. Ein Film wie ein prächtig anzuschauender “goldener Käfig” … [Thomas Vorwerk]
Christophe Arleston, Adrien Floch: Die Schiffbrüchigen von Ythaq "Die Schiffbrüchigen von Ythaq" glänzt nicht nur durch eine ausgesprochen farbige Kulisse – der Planet selbst ist ein buntes Vielvölkergemisch. Von der skurrilen Tierwelt ganz zu schweigen. Wann waren zuletzt extraterrestrische Hühner eine lebensbedrohliche Gefahr für einen Helden? [Stefan Pannor]
Brian Wood, Riccardo Burchielli: DMZ Bd. 1: Abgestürzt „DMZ“ spielt in einer nahen Zukunft, in der die USA durch einen Bürgerkrieg gespalten ist. Manhattan, genau zwischen den Kampfzonen gelegen, wurde zum Niemandsland erklärt, zur De-Militarisierten Zone. Die Stadtinsel ist verkommen, unregiert und unregierbar, abgeschnitten von allen Wirtschaftswegen herrscht das Faustrecht … [Stefan Pannor]
Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer (R: Tim Story) Der Humor, der im Vorläufer Fantastic Four noch ganz gut funktionierte, gerät hier zur Nummern-Show. Ben und Johnny geraten sich dauernd ins Gehege, tauschen zwischenzeitig sogar mal die Kräfte, und wenn wie üblich Stan Lee seinen kleinen Auftritt hat oder Jessica Alba als Invisible Girl ihre obligatorische Nacktszene absolviert, wirkt dies nur noch wie ein Antiklimax, ein Storypunkt, der dienstbeflissen abgehakt werden muss … [Thomas Vorwerk]
Reinhard Kleist, Titus Ackermann u.a.: Elvis – Die illustrierte Biografie Der Schritt zu einer Comicadaption des berühmtesten Hüftschwingers aller Zeiten war allzu naheliegend, nachdem Reinhard Kleist im Vorjahr mit viel künstlerischem und kommerziellem Erfolg bereits das Leben Johnny Cashs als Comic adaptiert hatte. Aber war er auch nötig? [Stefan Pannor]
Bruno Le Floc'h: Der Leuchtturm Deutlich verspätet wird Bruno Le Floc'h für den deutschen Markt entdeckt. Der Franzose produziert seit 1976 Comics, daneben verdient er sein Geld als Werbegrafiker (u.a. für Woody Allens Produktionen) und Storyboard-Artist (u.a. für Alain Resnais). Grafisch verbindet er Hergé mit Hugo Pratt – und das ist eine ausgesprochen reizvolle Mischung … [Stefan Pannor]
Pierre Christin, André Juillard: Lenas Reise Mit fast journalistischer Klarheit schildern die beiden seit Jahrzehnten versierten Comickünstler Christin und Juillard die große Tour einer Frau durch das Hinterland des ehemaligen Stalinismus abseits gängiger Tourismusrouten. Weniger ein Thriller als viel mehr ein Zeitbild von bestechender Klarheit und grafischer Finesse … [Stefan Pannor]
Stan Lee & John Romita Sr.: Spider-Man: Die Comicstrips In zwei Bänden erscheint dieser beinahe übersehene Klassiker des Superhelden-Genres neu, sie beinhalten sämtliche Strips des Teams Lee/ Romita, darunter auch unveröffentlichte frühe Versuche. Mit dem Wort, mit dem Lee lange Zeit seine Kolumnen beendete: „Excelsior!“ [Stefan Pannor]
Gerlinde Althoff & Christoph Heuer: Der erste Frühling Der Alltag der letzten Kriegstage ist hart, Fanatismus, Fatalismus und Verzweiflung machen sich ebenso breit wie wachsender Widerstand, vor allem aber Chaos. „Der erste Frühling“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Klaus Kordon … [Stefan Pannor]
Warren Ellis & Diverse: Global Frequency - Planet in Flammen Vor einigen Jahren zählte Warren Ellis einmal zu den grossen Hoffnungen des US-Comics, und das nur wegen einer einzigen Serie: „Transmetropolitan“ war ein William-Gibson-meets-Hunter-S.-Thompson-Gemisch, Cyberpunk und Gonzo-Journalismus, rotzig, ordinär, sentimental, clever und witzig … [Stefan Pannor]
Fil: Didi & Stulle im Schwitzkasten | Didi: No More Mister Nice Guy Fil, der Head Honcho der Berliner Comicszene und vielleicht Deutschlands derzeit bester Comicmacher, ist ein überregional erstaunlich wenig besungener Künstler. In Berlin, wo er nicht nur seit Jahren im Stadtmagazin „zitty“ veröffentlicht, sondern auch regelmässig als Solokünstler auftritt und zeitweilig auch einen eigenen Verlag betrieb, verkauft der Zeichner von seinen Alben mehr Exemplare als die meisten deutschen Zeichner bundesweit … [Stefan Pannor]
Kurt Busiek & Brent Anderson: Astro City – Der gefallene Engel Autor Kurt Busiek und sein Zeichnerpartner Brent Anderson drehen in dieser Geschichte aus der Rattenperspektive die große Runde von den Slums bis zu den Villen, von den kleinen Gaunern bis zu den grossen Rettungsengeln von Astro City. Und beleuchten die verschiedenen Formen der Comicbösartigkeit. Ein Lehrstück in Perspektive und wie sie selbst altbekannte Geschichten wieder interessant machen kann … [Stefan Pannor]
Dupuy & Berberian: Monsieur Jean: Bestandsaufnahmen Dupuy & Berberian erzählen von einer Welt aus Romantik und Möbelhaushölle, sozialem Aufstieg, Abstieg und Fall, Bindungs- wie Verlassensangst. Exemplarisch zirkeln ihre Figuren – Künstler, Bohemiens, Yuppies und Penner – ihre persönlichen Kreise von Himmel und Hölle ab, die sich immer wieder berühren und durchdringen. Und messen dabei ihren Lebenswert anhand von Alltäglichkeiten wie einem Bett und einem nachgelassenen Weinkorken … [Stefan Pannor]
Hellblazer - Hölle auf Erden „Hellblazer“ ist mit fast 20 Jahren Laufzeit nicht nur die langlebigste Serie des DC-Sublabels Vertigo, sondern – beinahe zwangsläufig – auch jene mit dem grössten Fundus an Höhe- und Tiefpunkten. Auf Deutsch war davon wenig zu bemerken. Die fast zehn Jahre beim Kleinverlag Schreiber & Leser erscheinende Edition der Serie beschränkte sich größtenteils auf herausragende Episoden um den Geisterjäger John Constantine … [Stefan Pannor]
Boselli, Colombo, Majo, Rossi: Dampyr „Fumetti neri“ nennt sich die in Italien weit verbreitete Spielart des schwarz-weissen Horrorcomics. Meist sind die Geschichten ausgesprochen trivial und entfernen sich nicht vom üblichen Schema des guten Helden gegen eine ewig erzböse Übermacht. Natürlich gibt es, wie bei den Pulp-Novels und Romanheften, auch bei den Fumetti Ausnahmen … [Stefan Pannor]
Auf den Spuren von Hergé: 2 sekundärliterarische Werke zum 100. Geburtstag Es gibt einen Ort hochkomprimierter Zeitgeschichte in Europa, der bislang kaum historische Anerkennung gefunden hat – das Archiv des Comiczeichners Hergé. Dieses Archiv bildete das Rückgrat für die Produktion der Comicserie „Tim & Struppi“. „Tintin & Milou“, wie die Serie im Original heisst, ist der Ursprung aller europäischen Comicproduktionen, mit weltweit über 150 Millionen verkauften Exemplaren … [Stefan Pannor]
Calle Claus: Findrella Auf 140 Seiten erzählt Claus die Geschichte der titelgebenden Findrella, einer ganz normalen Meerjungfrau-Schülerin irgendwo zu Beginn der Pubertät. Gern wäre sie etwas selbstbewusster, etwas hübscher, etwas reifer – Eigenschaften, die ihre beste Freundin erfüllt … [Stefan Pannor]
Volker Reiche: Strizz – Das fünfte Jahr Wohltuend vermeidet Reiche jeden Zeigefinger. Er politisiert, aber polemisiert nicht. In klugen, vor allem aber witzigen Dialogen bringt er durch seine vielzähligen unterschiedlichen Figuren die aktuellen politischen Meinungen in Deutschland zum Ausdruck. Das ist dann oft so viel Material, sind so viele kluge Gedanken, dass man einen Jahresband der Serie unmöglich am Stück lesen kann … [Stefan Pannor]
Flix: Heldentage Flix' voluminöser Strip-Sammelband ist das Tagebuch eines Jahres, und allein aufgrund des Konzeptes entzieht es sich den üblichen Bewertungsmaßstäben … [Stefan Pannor]
Spider-Man 3 (R: Sam Raimi) Wenn Peter Parker sein neues schwarzes Spider-Man-Kostüm anzieht, verändert er sich, ähnlich wie wir dies in The Mask (1994), einer der unterschätztesten Comicverfilmungen aller Zeiten, erlebt haben. Er wird zum Wolf. Er kauft sich einen schwarzen Anzug, baggert wildfremde Frauen auf dem Bürgersteig an, wird zum Poser und bekommt Dialogzeilen wie “Thanks, hot legs”. Und was sagt seine Tante May dazu? “I don’t understand … Spider-Man doesn’t kill people …” … [Thomas Vorwerk]
52 Größtenteils vier, zeitweise aber deutlich mehr, Handlungsstränge beleuchten das komplette DC-Universum. Die Helden – vorrangig solche aus der zweiten Liga – werden in einer grossen Hatz auf Rätsel und Antworten selbst in die entferntesten Ecken des Superhelden-Imperiums geschickt … [Stefan Pannor]
Jean-David Morvan, Philippe Buchet: Wolverine: Saudade DC und Marvel arbeiten schon lange global, beschäftigen neben den üblichen einheimischen Talenten auch südamerikanische Billigkünstler und japanische Stars gleichermaßen. Die Idee einer rein in Europa produzierten Superhelden-Reihe auf bekannten Konzepten ist somit naheliegend. Zumal so manch ein Verkaufsverantwortlicher bei DC und Marvel neidisch auf die Verkaufszahlen von Comics speziell in Italien und Frankreich schielen dürfte … [Stefan Pannor]
Paul Hornschemeier: Komm zurück, Mutter Thomas Tennant lebt nach dem Tod seiner Mutter gemeinsam mit dem Vater allein im Haus der nun zerstörten Familie. Es ist eine Geschichte des Verfalls: die Wohnung verkommt, der Vater kapselt sich mehr und mehr von der Realität ab und der Sohn verzückt sich in Hoffnungen, seine Mutter würde nur ein grosses, langes Versteckspiel betreiben … [Stefan Pannor]
300 (R: Zack Snyder) Comic-Verfilmungen boomen momentan, und seit Sin City boomen Verfilmungen nach Frank Miller besonders. 300 ist eine ähnlich werkgetreue Umsetzung wie Sin City, und wenn man bedenkt, daß diesmal weder ein besonders bekannter Regisseur dahintersteht, noch der Film die geballte Schauspiel-Star-Power von Sin City im Rücken hat, so sind der frühe Kult um den Film - und die US-amerikanischen Einspielergebnisse - ein kleines Phänomen … [Thomas Vorwerk]
Brian K. Vaughan, Tony Harris: Ex Machina - Die Ersten Hundert Tage „Ex-Superheld wird Bürgermeister von New York“ ist die Prämisse von „Ex Machina“. Und das klingt erstmal gar nicht aufregend. Was Vaughan dann aber daraus macht, ist ein sehr faszinierendes Hinabsteigen in die Niederungen der Lokalpolitik der Gegenwart. Und da wird es durchaus spannend … [Stefan Pannor]
Donjon Der 1998 begonnene Comiczyklus „Donjon“ ist schon heute ein Meilenstein der Comicliteratur – und das nicht nur wegen seines beträchtlichen Umfangs. Auf fünf Serien mit insgesamt weit über dreihundert Bänden, die auf drei Zeitebenen spielen, ist das Projekt angelegt, in dessen Mittelpunkt das Geschehen um den „Donjon“, eine Art Monsterpark für Abenteurer und Glücksritter steht … [Marc Degens]
Josef Rother & Eckart Breitschuh: Argstein Die Idee ist simpel, aber wirkungsvoll: „Stell dir vor, wir machen einen Comic 'Hellboy trifft den Förster vom Silberwald'!“. So soll es Autor Josef Rother zu Eckart Breitschuh gesagt haben. Der Rest ist … nun, nicht Geschichte, aber Geschichten … [Stefan Pannor]
Jeff Smith: Shazam! The Monster Society of Evil „Shazam!“ ist schon deshalb ein aufsehenerregender Comic, weil er von Jeff Smith stammt. Smith hatte in den 90er Jahren mit seiner Serie „Bone“ den US-Independent-Comic fast im Alleingang revolutioniert … [Stefan Pannor]
Morvan, Munuera: Spirou & Fantasio - Spirou in Tokio Achdé, Gerra: Lucky Luke – Die Daltons in der Schlinge Vom einstigen Flaggschiff hat sich „Spirou“ inzwischen zum Sorgenkind der frankobelgischen Comicszene entwickelt. Der 1938 kreierte Comic wurde nach dem zweiten Weltkrieg durch die bahnbrechende Arbeit Franquins zu einer der erfolgreichsten und wichtigsten Comicserien aller Zeiten. Ganz anders dagegen der neue „Lucky Luke“-Band vom Team Achdé & Gerra … [Stefan Pannor]
Welt im Spiegel - Spiegelwelten Oft hat man ja nicht viel zu lachen, es sei denn ein Cartoonist nimmt sich der Welt in Wort und Bild an … [Sigrid Gaisreiter]
Arvid Nelson, Eric J: Rex Mundi Ähnlich wie in „Watchmen“ wird hier mit viel Liebe zum Detail eine Parallelwelt entworfen, die dem Leser andrenfalls weitgehend unverständlich bliebe. Parallelen zur Gegenwart – etwa, dass das Motiv für den heraufdämmernden Krieg die Ölvorräte im Osten sind – sind dabei sicher beabsichtigt … [Stefan Pannor]
Frank Miller: 300 | Sin City In „300“ kommen Millers erzählerische und zeichnerische Qualitäten, die schon „Sin City“ auszeichneten, voll zur Geltung – zu einem Meisterwerk wird „300“ aber durch die einzigartige Farbgebung seiner Ehefrau Lynn Varley. Aquarellierte Landschaften, schwere Erdtöne, Blutkleckse … [Marc Degens]
Kris Oprisko, Gabriel Hernandez: Clive Barkers 'Der Dieb der Zeit' Gleich vorweg: Clive Barker hatte mit diesem Projekt nichts zu tun. Der britische Autor, anfangs berühmt für seine expliziten Darstellungen von Gewalt und Sex, inzwischen aber mehr der romantischen Seite der Phantastik zugetan, lieferte nur die Romanvorlage, die dann von Kris Oprisko zu einem Comicskript umgesetzt wurde … [Stefan Pannor]
Brian K. Vaughan, Pia Guerra: Y - The Last Man Nach langer Pause in Deutschland fand auch diese Serie ein zweites Heim bei Panini. Fast zu spät – in den USA wird in wenigen Monaten "Y – The Last man" planmässig mit Kapitel 60 beendet. Hierzulande sind wir immer noch im ersten Drittel … [Stefan Pannor]
Bill Willingham, Lan Medina: Fables 1 – Legenden im Exil Eine der reizvollsten Seiten der Serie ist das Mit-, Neben- und Gegeneinander der Figuren. Eine Art gigantisches Crossover der Welt der Gebrüder Grimm, aber auch unzähliger anderer Märchenerzähler und Sagensammler, ein Meta-Märchen, in dem eines der drei kleinen Schweine beim Bösen Wolf auf der Couch pennt, weil dieser mal sein Haus umgepustet hat … [Stefan Pannor]
Frederik Peeters: Blaue Pillen Viele, vor allem deutsche, autobiografische Comickünstler suchen die Distanz in der Selbstironie und im Scherz. Bei einem Thema wie dem von Peeters „Blaue Pillen“ verbietet sich das weitgehend. Es geht um das Zusammenleben mit einer HIV-infizierten Partnerin und deren ebenfalls erkranktem Sohn … [Stefan Pannor]
Ed Brubaker, Dustin Nguyen: Authority: Revolution Eigentlich wollen die Helden ja nur die Welt verbessern – mit umweltfreundlicher Technologie und Völkerverständigung. Aber auch mit Druck, mit Gewalt. Brubaker geht hier einmal mehr der Frage nach, welchen Wert die Freiheit hat bzw. was wichtiger ist: allgemeines Wohlergehen oder individuelle Freiheit … [Stefan Pannor]
Alain Ayroles, Jean-Luc Masbou: Mit Mantel und Degen 7 - Der Chimärenjäger Vor über 10 Jahren begannen Ayroles & Masbou ihre wunderbare Abenteurer-Farce. Ein farbenprächtiges, absurdes Garn um zwei Schwerthelden zur Zeit des Barock, die während einer Schatzsuche nicht nur an schöne Frauen, Piraten und wilde Berber geraten, sondern am Ende gar zum Mond fahren … [Stefan Pannor]
Andreas Michalke: Bigbeatland Michalkes Figuren bewegen sich in einem stark politischen Umfeld. Die zersplitterte, eigensinnige linke Szene zwischen Punk und Antifa bilden das Millieu. Tages- bzw. Wochenanktuelle Ereignisse werden hier entsprechend stark reflektiert. Deutschland zwischen Irakeinsatz und Merkelwahl sind Thema und Umfeld der Kurzgeschichten … [Stefan Pannor]
Joann Sfar, Lewis Trondheim u.a.: Donjon Monster Dieser Donjon ist bevölkert mit jeder Art von Monster, unzähligen dusseligen Magiern und bekloppten Helden. Ein hochkonzentriertes Vielvölkergemisch der Fantasy, ein unzerstörbarer Turm von Babel. Drei parallel laufende Serien um den gewaltigen Kerker der Monster, jede 100 Bände lang, sollen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Donjon schildern … [Stefan Pannor]
Frank Le Gall: Theodor Pussel Bd. 12: Eifersucht Der Weg war schon immer das Ziel in den Abenteuern von Theodor Pussel. Nicht die bösen Schurken, die grossen Schätze und derlei Ingredenzien der Abenteuercomics, denen der Dünkirchener natürlich auch begegnet, spielen die Hauptrolle. Sondern die große Fahrt, das Unterwegs-Sein, das Sein an sich. Und die Angst, dass diese Fahrt einmal endet … [Stefan Pannor]
Jeff Smith: Bone Jeff Smiths Knubbelwesen sind hierzulande keine Unbekannten mehr. Bereits von 1994 bis 2004 veröffentlichte der Carlsen-Verlag die komplette Reihe inklusive diverser Specials. Allerdings in eher unhandlicher Aufmachung und (für damalige Verhältnisse) relativ teuer … [Stefan Pannor]
Jahresrückblick Warum über neue Platten immer nur schreiben? Ab jetzt wird es in lockerer Reihenfolge einen kleinen Comicstrip geben, der unter dem Motto "ansonsten" in vier Bildern alles über eine ausgewählte Platte sagt - oder auch nicht alles, aber Neugierde wird auf jeden Fall geweckt! Im vierten Teil: Der musikalische Jahresrückblick … [Wolfgang Buechs]
Jim Davis: Garfield-Gesamtausgabe Wo Garfield drauf steht, ist auch Garfield drin. Anders gesagt: Jim Davis verzichtet auf ein übermässig grosses Figurenpersonal. Es sind die immergleichen vier bis fünf Hauptfiguren, die den Strip seit Jahren bevölkern. Auch tiefschürfende philosophische Erkenntnisse sind Davis' Sache nicht. Garfield ist wirklich nur ein Strip über einen Kater und sein Herrchen. Nicht mehr, nicht weniger … [Stefan Pannor]
Charles M. Schulz: Die Peanuts-Werkausgabe Seit 2004 erscheinen in den USA bei Fantagraphics Einzelbände, die sämtliche Peanuts-Strips in chronologischer Reihenfolge und sorgfältig aufbereitet präsentieren. Der Hamburger Carlsen-Verlag übernimmt diese Ausgabe glücklicherweise eins zu eins. 12 Jahre lang, wenn alles gut geht, dann liegt der grosse Traum des grossen Charles Schulz von seinen kleinen Peanuts komplett auf deutsch vor … [Stefan Pannor]
Joan Sfar: Pascin Sfar will Geschichten erzählen, und das tut er. Ohne Rücksicht auf Realität hetzt er seinen Pascin durch die Gassen und Betten des Montmartre, lässt ihn trinken, philosophieren, vögeln. Da ist es bald egal, ob das Erzählte echt ist … [Stefan Pannor]
Melvins: Senile Animal digirevs kurze Plattenkritik in Comicform … [Wolfgang Buechs]
Flitter: Kleiner als das Leben - Größer als die Realität „Flitter ist dem Erzählen in Bildern gewidmet“, schreibt Herausgeber Kai Pfeiffer im ersten Vorwort dieser neuen Anthologiereihe, die ihren Schwerpunkt komplett auf deutsche Zeichner setzt. Ein löbliches Unterfangen. Viel zu lange war insbesondere der ernsthafte deutsche Comic untergraben von einem Comicverständnis, dass der Grafik mehr Bedeutung einräumte als dem Narrativen … [Stefan Pannor]
Reinhard Kleist: Cash – I see a darkness Was bleibt eigentlich noch zu Johnny Cash zu sagen? Spätestens seit er 2003 starb, hat sich um den grossartigen Countrysänger eine Industrie entwickelt, die in Sachen Output, meistenteils Resteverwertung und Merchandise, sogar die Beatles schlägt. Dabei ist dieser recht umfangreiche Comicroman eines der wenigen Produkte, denen man sogar abnimmt, aus Begeisterung und Liebe vom Künstler produziert worden zu sein … [Stefan Pannor]
Flix: Mädchen „Mädchen“ ist, ebenso wie der Vorgänger „Sag was“ eine konsequente Fortschreibung von „Held“. Wieder geht es um Felix, Flix' alter ego, der als Künstler in Berlin in wechselnden Beziehungskisten lebt. So weit, so echt. Aber ist das Geschilderte noch autobiografisch? Zweifel sind angebracht, Flix selbst schweigt sich im Buch dazu aus … [Stefan Pannor]
E. C. Segar: Popeye Was der Mare-Buchverlag hier wagt, ist nichts weniger als Pionierarbeit und ein Anschwimmen gegen den Strom. „Popeye“ ist ein voluminöser Prachtband, dem man in Gestaltung, Übersetzung, Lettering und Druckqualität die Liebe zum Objekt anmerkt … [Stefan Pannor]
Hal Foster: Prinz Eisenherz Gesamtausgabe Foster schöpft aus dem Vollen. Nicht nur anatomisch korrekte Kampfstudien, sondern auch atemberaubend schöne, abwechslunsgreiche Landschaften, unglaublich clevere Perspektiven, perfekt ausgewogene detailreiche Einzelbilder. Auch die kreative Seitengestaltung, die allem dargestellten den nötigen Raum liess, war ihrer Zeit weit voraus … [Stefan Pannor]
Brian Fies: Mutter hat Krebs Mal melancholisch, mal depressiv, mal voll galligem Humor schildert der Autor und Zeichner ganz normale Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen, die vor einer der größtmöglichen Katastrophen im Leben stehen. Die Echtheit des Erzählten ist seine Stärke. Fies verzichtet auf falschen Pathos oder eine übergreifende Dramaturgie mit Moral am Schluss. Tagebücher haben keine Moral … [Stefan Pannor]
Morris, Vittorio Leonardo: Rantanplan Strips 1: Hundeleben Die Comics von Lucky Luke, dem Cowboy, der schneller schiesst als sein Schatten, können durchaus als ewigjunge Klassiker gelten. Rantanplan, der dümmste Hund diesseits des Pecos darin eine der besten und beliebtesten Figuren. Doch wie schlägt er sich in einer eigenen Serie? [Stefan Pannor]
Justin Timberlake: Futuresex / Lovesounds digirevs kurze Plattenkritik in Comicform … [Wolfgang Buechs]
Conan Bd. 1: Die Tochter des Frostriesen Dies ist die erste werkgetreue Comicadaption der Geschichten und Kurzromane um den unbesiegbaren Cimmerier. Kurt Busiek, als Autor sonst eher für seine einfühlsamen Superhelden-Geschichten bekannt (Astro City), legt sich voll ins Zeug. In einer bunten farbigen Sprache erzählt er Howards Original-Episoden neu. Passend dazu die Wahl von Cary Nord als Zeichner … [Stefan Pannor]
International Pony: Mit Dir sind wir vier Warum über neue Platten immer nur schreiben? Ab jetzt wird es in lockerer Reihenfolge einen kleinen Comicstrip geben, der unter dem Motto "ansonsten" in vier Bildern alles über eine ausgewählte Platte sagt - oder auch nicht alles, aber Neugierde wird auf jeden Fall geweckt! Los geht’s mit International Pony, "Mit Dir sind wir vier"; mehr Comics gibt’s bei digirev.de … [Wolfgang Buechs]
Superman Returns (R: Bryan Singer) Gespräch in einem Baseball-Stadion: "Was ist denn das? Ein Vogel?" - "Ich glaube, es ist ein Flugzeug …" - "Beinahe richtig. Es ist Superman, der einem Flugzeug beim Landen hilft …" (keine Dialoge aus Superman Returns) … [Thomas Vorwerk]
Alison Bechdel: Fun Home. A Family Tragicomic Seit 1983 zeichnet Alison Bechdel die inzwischen in über fünfzig Zeitungen abgedruckte Comicserie „Dykes to Watch Out For“, einen Strip über den Alltag eines lesbischen Freundeskreises. Nun liegt mit dem autobiographischen „Fun Home“ Bechdels bisheriges Meisterstück vor … [Marc Degens]
Jacques Tardi: 120, Rue de la Gare Auf dem 12. Internationalen Comic-Salon in Erlangen erhielt Jacques Tardi für sein Lebenswerk den Max-und-Moritz-Preis, die bedeutendste Auszeichnung für Comicschaffende im deutschsprachigen Raum. Mit „120, Rue de la Gare“ legt die Edition Moderne eines seiner Meisterwerke neu auf … [Marc Degens]
Volker Reiche: Strizz. Das vierte Jahr Wie in einer guten Fernsehserie hat man nach einigen Folgen das Gefühl, alle zu kennen. Sie beginnen seltsam real zu werden, eben wie die ein wenig komischen Nachbarn von nebenan … [Edda Gerstner]
Asterix – Chronik eines angekündigten Untergangs Der 33. Asterix-Band wird nicht eben erfreulich aufgenommen. Das ist kein Wunder, denn die Erwartungen der Fans sind im Grunde unmöglich zu erfüllen. Zugleich aber zerstört Albert Uderzo systematisch die Funktionen, die den Erfolg der Reihe mit ausmachen … [Jörg Digmayer]
Daniel Bosshart: Alberto Irgendwo in einem Café sitzt ganz allein ein nicht mehr ganz junger Mann, vielleicht Ende zwanzig, Anfang dreißig. Ihn treibt die Frage um, was er aus seinem Leben machen soll: materiellen Dingen nachstreben, gesellschaftlicher Anerkennung, oder "ist es nicht wichtiger, sich von allem zu lösen, um zu erfahren, um was es eigentlich geht?" … [Jörg Digmayer]
Sampayo, Igort: Fats Waller Thomas "Fats" Waller war ein begnadeter Jazz-Pianist. Seine Melodien waren Hits, die größten und berühmtesten Zeitgenossen in den dreißiger Jahren scharten sich um ihn, und selbst die Koryphäen der klassischen Moderne, wie Igor Strawinsky, bewunderten sein kompositorisches Können und sein virtuoses Klavierspiel. Dieses abenteuerliche Leben haben Carlos Sampayo (Szenario) und Igort (Zeichnungen) in Comic-Form gegossen … [Jörg Digmayer]
Interview mit Andreas Platthaus
zur 20teiligen FAZ-Comic-Reihe FAZ-Feuilletonist Andreas Platthaus ist spätestens durch seine Ventil-Reihe auch satt.org-Lesern bekannt, doch neben Comic-Kritiken und verwandten Sachbüchern (Im Comic vereint, Die Welt des Walt Disney) ist er nun auch an der Veröffentlichung von Primärtexten beteiligt, der seit drei Wochen erscheinenden FAZ-Comic-Reihe "Klassiker der Comic-Literatur". Grund genug für ein kleines Interview … [Thomas Vorwerk]
Georges Abolin, Olivier Pont, Jean-Jacques Chagnaud: Jenseits der Zeit Dass ein Album wie "Jenseits der Zeit" überhaupt in Deutschland erscheinen kann, darf als Sensation gelten. Schön, daß man sich nicht mehr sicher sein kann, bestimmte Dinge niemals auf dem deutschen Markt zu sehen … [Andreas Platthaus]
Baru: Wut im Bauch "Wut im Bauch" ist das künstlerisch perfekteste aller Baru-Alben, eine Augenorgie, ein Blickableiter. Erzählerisch aber muß die noch ausstehende Fortsetzung erst noch einlösen, was die Graphik bereits erreicht hat … [Andreas Platthaus]
David B.: Babel Die geringe Präsenz von David B. in deutschen Verlagsprogrammen und Buchregalen ist ein Skandal, denn mittlerweile ist klar, daß der 1959 in Nîmes als David Beauchard geborene Zeichner zu den wichtigsten Vertretern einer Revolution des Erzählens im Comic zählt … [Andreas Platthaus]
Neil Gaiman, P. Craig Russell: Mordmysterien Die Behauptung, Neil Gaiman habe schon inspirierter geschrieben als im Falle von "Mordmysterien" ist nicht besonders gewagt. Das hätte auch Carlsen merken können, aber die Versuchung, einen der namhaftesten Comicszenaristen über diesen Umweg ins Programm zu bekommen, dazu noch ergänzt um die Zeichnungen eines Mainstream-Stars wie P. Craig Russell, war doch zu verführerisch … [Andreas Platthaus]
Max Andersson / Lars Sjunnesson: Bosnian Flat Dog Endlich eine neue, längere Geschichte des schwedischen Wahlberliners Max Andersson, der Anfang der 90er Jahre mit "Pixy" seine bisher schönste und bizarrste Psycho-Orgie angerichtet hatte! Zusammen mit Lars Sjunnesson hat Andersson drei Jahre am vorliegenden Bosnien-Trip gezeichnet. Der Comic verarbeitet dabei ein kriegsversehrtes Reiseerlebnis … [Helene Hecke]
Moebius, Stéphane Cattaneo: Beautiful Life Das Experiment eines gemeinsamen Stummcomics ist geglückt, und so hat der frisch gegründete Pariser Zanpano-Verlag mit dem Album einen blendenden Start erwischt … [Andreas Platthaus]
Manu Larcenet: Der alltägliche Kampf Mehr als dreißig Comicalben hat Larcenet seit 1994 illustriert und zum Teil auch geschrieben. Dies ist seine erste Soloarbeit, die auf Deutsch vorliegt, und die 2004 auf dem Festival in Angoulême als bestes Album ausgezeichnet wurde … [Marc Degens]
Will Eisner (191Juli 2005) Will Eisner ist einer der bedeutendsten und einflußreichsten Comicmacher und -vermittler, und Namenspatron der seit 1988 jährlich verliehenen wichtigsten amerikanischen Comic-Auszeichnung. Am Montag ist Will Eisner im Alter von 87 Jahren nach einer Herzoperation gestorben … [Marc Degens]
Reinhard Kleist, Tobias O. Meissner: Berlinoir (1 & 2) In der Comicreihe "Berlinoir" werden die Menschen nach Blutgruppen klassifiziert. Reinhard Kleist zeichnet das düstere Bild einer Stadt, die von Vampiren beherrscht wird. Es ist ein altes Thema – In Kleists Comic jedoch phantastisch gewendet: hier leben nun nicht mehr die Blutsauger im Verborgenen, sondern ihre widerständigen Opfer müssen sich im Untergrund organisieren – jenseits des sterblichen Sektors … [Helene Hecke]
Craig Thompson: Carnet de Voyage Dieses Reisetagebuch dokumentiert den 2004 absolvierten Europabesuch Thompsons, in dessen Verlauf er auch Marokko bereiste, wo er mit der Recherche für "Habibi" begann. Doch die meiste Zeit verbrachte er auf Promotiontour für "Blankets". Aufenthalte als Gast bei den Kollegen Blutch und Lewis Trondheim und Treffen mit Charles Berberian, Paul Pope oder Charles Burns (um nur einige zu nennen) bei Festivals gewähren Thompson Einblicke in Arbeitsweisen und Lebensstile, die ihm nicht immer ganz geheuer erscheinen … [Andreas Platthaus]
Seth: „Clyde Fans“ und „Eigentlich ist das Leben schön" Wenn man in der Öffentlichkeit Comics liest, sind alle Zehnjährigen deine Freunde. Aber wenn man einem Zehnjährigen etwas erklären will, muss man es selbst erst mal richtig verstanden haben. Seth Comics eignen sich dazu überhaupt nicht … [Helene Hecke]
Strobo 5 Kurzkritiken zu Roy & Al(Ralf König), Sushi entdecken – Fernöstliches leicht gemacht (I. Kreutz/ J. Iwamoto) und Karl – Das Erbe (Apitz/ Kunkel) … [Uwe Lochmann]
Adrian Tomine: Sommerblond In drei Kurzgeschichten stellt Adrian Tomine seinen Lesern echte Loser vor. Die Protagonisten sind nicht hübscher gezeichnet, als nötig. Sie sind nicht lustig. Sie erleben Demut nicht als Charakterveredelung. Und irgendwie fehlt auch das Happy End. Wo aber der Zeichner den Alltag mit solch scharfem Seziermesser in Stücke schneidet, wird "Comic" zur Literatur. Hier sind sich alle Kritiker einig … [Helene Hecke]
Art Spiegelman: In the Shadows of No Towers Das neue Buch Spiegelmans liefert den seltenen Glücksfall einer Symbiose von Theorie und Praxis. Und das rare Beispiel einer Selbsttherapierung, die von Erfolg gekrönt war. Die Arbeit an "In the Shadows of No Towers" hat nicht nur Spiegelman gerettet, sondern auch seine Ehe – und vielleicht die Zukunft des gesamten Metiers. Viel geringer sollte man die Leistung dieses Buches nicht einschätzen … [Andreas Platthaus]
Strobo 4 Kurzkritiken zu Kurt Cobain – Godspeed, Hikaru no GO und Alles über Comics … [Uwe Lochmann]
Craig Thompson: Blankets Wir schreiben das Jahr 1993 in Wisconsin, USA. Der Höhepunkt des Grunge ist bereits vorüber, doch in dem Kaff, in dem Craig mit seiner Familie auf dem Land lebt, hält man Kurt Cobain immer noch für einen Freak. Man fühlt sich beim Lesen wie Marcel Proust beim Verspeisen seiner in Lindenblütentee getränkten Brioche: Craig Thompson erzählt meisterlich vom Erwachsenwerden … [Tina Manske]
Strobo 3 Kurzkritiken zu 100 % Marvel - 1602, Adam - Das Leben beginnt um 6.40 Uhr!, .hack // Legend Of The Twilight, Ein Fall für Inspektor Canardo – Unschuldig!, Kaffee mit Milch und Piraten Bd. 1: Eine neue Welt … [Uwe Lochmann]
Ausstellung: The Duck Family Unter dem Titel "The Duck Family" widmet das Ernst Barlach Museum in Wedel bei Hamburg noch bis zum 8. August drei der besten und einflußreichsten Disney-Comiczeichnern eine Ausstellung: Carl Barks, Al Taliaferro und Floyd Gottfredson. Der Titel der Ausstellung ist allerdings irreführend, da der letztgenannte Comicmacher nicht als Entenzeichner, sondern als der "Mouse-Man" berühmt wurde … [Marc Degens]
Bernd Pfarr (1958-2004) Der Maler Bernd Pfarr wurde 1958 in Frankfurt am Main geboren und studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Jetzt ist er tot … [Christian Bartel]
Jeff Smith: Bone #55 Die zweite große US-Independent-Comicserie, die nach Dave Sims Cerebus in diesem Jahr abgeschlossen wurde, ist Jeff Smiths Bone. Im direkten Vergleich gegen die 300 Ausgaben Cerebus in knapp über 25 Jahren erscheinen die 55 Bone-Hefte in etwa der halben Zeit zwar etwas mager, aber der Erfolg von Bone gerade auch im Ausland lässt dafür Cerebus weit hinter sich … [Thomas Vorwerk]
Panel – Ambixious Comix #24 Wer braucht schon Comic-Magazine? Der Markt ist ja nicht sehr groß für "Ambixious Comix" in Deutschland. Dennoch danken es junge, aufstrebende Zeichner, dass es so etwas wie das "Panel" überhaupt noch gibt. Mit Preisen überhäuft, aber finanziell immer am Selbstkostenlimit, findet man hier neue Talente … [Hannelore Balz]
Comic-Salon Erlangen 2004 Es ist eine gute Zeit für gute Comics.
Vom 10. – 13. Juni 2004 fand in Erlangen der alle 2 Jahre ausgerichtete 11. Internationale Comic-Salon statt. satt.org war vor Ort … [Marc Degens]
Joe Sacco: Palästina Joe Sacco zeichnet mit "Palästina" die Verhältnisse in den besetzten Gebieten. Er verlässt dabei eingetretene Pfade – sowohl in geographischer als auch in künstlerischer Hinsicht. Ein dokumentarischer Comic? Eine journalistische Reportage in gezeichneten Bildern? Das war etwas ganz Neues bei der englischen Erstausgabe vor 10 Jahren. Nun liegt endlich eine sehr gelungene deutsche Übersetzung vor … [Helene Hecke]
Neil Gaiman: Die Bücher der Magie 1 Ein Junge mit übergroßer Brille, der aussieht wie ein Geek, eine Eule als
gute Seele und eine Begabung zum Übernatürlichen: Man könnte denken, hier habe sich einer an den Harry-Potter-Trend angehängt. Wäre da nicht die Tatsache, dass "Die Bücher der Magie" von Neil Gaiman schon in den frühen 90er Jahren entstanden, als Mrs. Rowling noch nicht die reichste Frau Großbritanniens, sondern ein rechtes Landei war … [Tina Manske]
Teufel und Pistolen 1-8 Die monatlich erscheinende Heftchenreihe "Teufel und Pistolen" wurde von der Gruppe Berlin Comix initiiert, dahinter verbirgt sich die Ateliergemeinschaft der Comiczeichner Fil, Mawil, Andreas Michalke und Reinhard Kleist inklusive dem quirligen comicschaffenden Oliver Naatz … [Marc Degens]
Henner Löffler: Wie Enten hausen. Die Ducks von A bis Z. "Wie Enten hausen" ist ein Fanbuch im negativen Sinne, das als Nachschlagewerk aufgrund der fehlenden Übersichtlichkeit kaum etwas taugt. Das Buch ist teuer, das Vorwort ein Ärgernis, der Inhalt größtenteils belanglos und nicht auf der Höhe der Zeit … [Marc Degens]
Andreas Platthaus' Ventil Nummer 7 Bisweilen ist es das Gesamtprogramm eines Verlags, der einzelne Titel erst besonders interessant macht, weil es Konstellationen schafft, in denen Comics neue Bedeutung erlangen können. Ulf K, Tobias O. Meißner, Reinhard Kleist und Uli Oesterle bei der Edition 52 … [Andreas Platthaus]
Strobo 2 Kurzkritiken zu Held, 3500 Touché, Fistful of Blood, Battle Angel Alita, Asterix und Lucky Luke … [Uwe Lochmann]
Joann Sfar: Le Chat du Rabbin 3: L’Exode Zu den denkbar reizvollen, aber leider unmöglichen Vorhaben eines passionierten Comiclesers müßte es gehören, sämtliche Arbeiten von Joann Sfar zu verfolgen. Diese Kolumne wird sich in Zukunft darum bemühen, zumindest einen Überblick über das aktuelle Schaffen des zweifellos derzeit besten europäischen Szenaristen und eines der begabtesten französischen Zeichner zu verschaffen … [Andreas Platthaus]
Ralf König: Sie dürfen sich jetzt küssen Seit fünfzehn Jahren sind Konrad und Paul nun ein Paar. Wir Leser durften die bewegte Lebens- und Beziehungsgeschichte der beiden bereits in mehreren Comics von Ralf König verfolgen. Nun nimmt der Meister der Kartoffelnasenschwulen also die Homo-Ehe aufs Korn … [Jörg Digmayer]
The Sandman: Endless Nights Neil Gaimans lang angekündigte Rückkehr zum Sandman-Comic: Sieben neue Geschichten zu den sieben "Endless" werden von sieben (nach Gaimans Ermessen) außergewöhnlichen Zeichnern illustriert … [Thomas Vorwerk]
Strobo 1 Kurzkritiken zu Tochter von Basilis, Erwachen, I*O*N, The Path und Berlin … [Uwe Lochmann]
Art Spiegelman: Küsse aus New York Nach einem bereits recht interessanten Vorwort von Paul Auster kommentiert Spiegelman höchstpersönlich seine Karriere als Cover-Lieferant für den New Yorker und seine langwährenden Kämpfe mit der Chefredakteurin Tina Brown, die dann wie bei einer Kapitulation dem Heft auch früher als Spiegelman den Rücken kehrte … [Thomas Vorwerk]
James Kochalka - ein Portrait In knapp einem Jahrzehnt hat Kochalka annähernd fünfzig Comichefte und –bücher geschrieben und gezeichnet, seit 1998 führt er zudem ein tägliches Comic-Tagebuch, arbeitet für den Cartoonsender Nickelodeon, gestaltet Webseiten, malt Bilder, und unterrichtet eine Collegekunstklasse. Ja, und natürlich darf man nicht übersehen, daß er auch noch ein relativ erfolgreicher Rocksänger ist, der im amerikanischen College-Radio Kultstatus genießt … [Marc Degens]
Alan Moore, David Lloyd: V wie Vendetta Der Tilsner-Verlag legt die Messlatte verdammt hoch. Ausgerechnet den hundertsten Geburtstag von George Orwell hat man in Bad Tölz zum Anlass genommen, um den Klassiker "V wie Vendetta" von Alan Moore und David Lloyd neu aufzulegen, in Großformat, in einem Band und - dem Original getreu - in schwarz-weiß … [Jörg Digmayer]
Derek Kirk Kim: Same Difference and Other Stories Derek Kirk Kim ist ein Amerikaner koreanischer Abstammung, der hier seine Internetcomics (kann man alles auch auf seiner Website www.smallstoriesonline.com begutachten) in Druckform zusammenfasst. Das Herzstück der Sammlung ist definitiv das 80seitige "Same Difference", die Geschichte zweier Freunde beiderlei Geschlechts … [Thomas Vorwerk]
Anke Feuchtenberger, Katrin de Vries: Die Hure H Diceindustries: Rimini Redux Seit Dirk Rehm wieder als Verleger zu Reprodukt zurückgekehrt ist, hat sich die Publikationsfrequenz neuer Alben merklich erhöht, und mit beiden Alben beweist der Berliner Kleinverlag eindrucksvoll, daß ihm an der Förderung der deutschen Comicszene gelegen ist … [Andreas Platthaus]
James Kochalka: Monkey vs. Robot and the Crystal of Power Aus Gründen, die ich immerhin teilweise nachvollziehen kann, ist "Monkey vs. Robot" bisher der größte Erfolgsschlager aus dem Hause Kochalka, und das hat den begnadeten Zeichner wohl dazu bewogen, ein Sequel zu schreiben … [Thomas Vorwerk]
Ahne, Atak: Atak vs. Ahne Auch die fünfte Veröffentlichung des Avant-Verlags ist wieder ein echter Hit. In ungewöhnlichen Querformat und mit Ringbindung findet man hier liebevoll aufbereitet die gesammelten Zeitungs-Strips von Ahne und Atak … [Thomas Vorwerk]
Jason: Hey, warte mal … Als der Norweger Jason 1998 seine ersten Comicfolgen mit den undefinierbaren schlappohrigen Wesen schrieb und zeichnete, nahm er in seiner Arbeit doch zuverlässig alle Muster der ausgehenden neunziger Jahre auf: Autobiographie, Zeichenstil à la arte povera, Weltschmerz. Bisweilen vermag solcher Eklektizismus schöne Resultate zu zeitigen, doch Jasons Buch ist denkbar simpel geraten … [Andreas Platthaus]
Yoann, Vermot-Desroches, Sfar, Trondheim: Donjon Monsters 5,6 Etwas wie "Donjon" kann nur in einem Land entstehen, das comicverrückt ist – also in Japan oder Frankreich. "Donjon" vereint japanischen Umfangswahnsinn mit französischer Erzählhybris: Der Zyklus ist auf fünf Serien verteilt, die auf drei Zeitebenen spielen und eine Unzahl von Figuren versammeln … [Andreas Platthaus]
Diverse: Bizarro Comics Softcover Die Idee, aufstrebende Independent- und "Alternative"-Comiczeichner Geschichten mit ihren Lieblings-DC-Superhelden erdenken und zeichnen zu lassen, ist schon clever genug. Daß es den Machern aber auch noch gelungen ist, unterschiedlichste Werke durch eine Rahmenhandlung direkt zu einem (entfernten) Teil des DC Universums zu machen, ist schon geradezu genial … [Thomas Vorwerk]
Emmanuel Moynot: L'Enfer du jour Dass solche Comics in Frankreich mehrfach aufgelegt werden, dass an ihnen überhaupt zwölf Jahre gearbeitet werden kann, das belegt besser als alle umständlichen Erörterungen den Unterschied zwischen einer Comicnation und einem Comicentwicklungsland … [Andreas Platthaus]
Igort: 5 ist die perfekte Zahl Die dritte Veröffentlichung des ambitionierten Berliner Avant Verlag erscheint als internationale Koproduktion zeitgleich in sechs Ländern. Igort, der ein Jahrzehnt ausschließlich in Japan arbeitete, kommt als gereifter Künstler zurück … [Thomas Vorwerk]
Moebius: Zeichenwelt. In dem jüngst in der von Hans Magnus Enzensberger herausgegebenen "Anderen Bibliothek" erschienenen Buch wird in erster Linie dem Zeichner und Künstler Moebius gehuldigt. Es ist ein prachtvoller Band mit mehr als 250, zum Teil farbigen Abbildungen. Vorgeführt und erläutert wird Moebius’ "Zeichenwelt" von Andreas Platthaus, einem hervorragend ausgewiesenen Kenner der Materie … [Marc Degens]
Ehapa auf neuen Wegen Vor einiger Zeit saßen in Stuttgart beim Ehapa-Verlag ambitionierte Verlagsmenschen, die den deutschen Comicmarkt aus seinem Dornröschenschlaf wecken wollten. Nun hat Georg F. W. Tempel einen neuen Verlagskurs angekündigt … [Jörg Digmayer]
Mawil: Wir können ja Freunde bleiben Ein viel häßlicherer Umschlag ist kaum vorstellbar. Ein viel besseres deutsches Comicalbum aber auch nicht. Und das will in Zeiten von Ulf K., Anke Feuchtenberger, Kat Menschik, Tim Dinter, Ole Könnecke oder Atak immerhin schon etwas heißen … [Andreas Platthaus]
Die zwanzig besten Comics 2002 Andreas Platthaus listet seine persönlichen Favoriten des Jahres 2002 …
Thomas Ott: t.o.t.t. Totenköpfe und Skelette, Schlachter und Schlächter, sezierte oder abgetrennte Organe. Vergleichbar makabre Vorlieben kennt man von Max Andersson oder Charles Burns, doch Otts Werk, von dem hier ein Durchschnitt durch die Jahre 198Mai 2001 präsentiert wird, zeichnet sich noch dadurch aus, daß er auf Sprechblasen und größtenteils Schrift überhaupt verzichtet … [Thomas Vorwerk]
Joann Sfar: Le Chat du Rabbin Joann Sfar ist vermutlich der fleißigste Comicautor der Welt: Mit gerade mal dreißig Jahren hat er schon ein kaum überschaubares Werk vorgelegt und arbeitet an mehreren, teils auf einigen Umfang angelegten Serien gleichzeitig … [Ekkehard Knörer]
Interview: Jason Lutes Eigentlich wollte ich das Interview per E-Mail führen, von New York, wo ich gerade war, im April 2001, nach Seattle, wo Lutes lebt. Aber dann kam er zu einer Lesung in Jim Hanley's Universe, den besten Comic-Laden der Stadt. Da trafen wir uns, zum Interview gingen wir die Straße rüber in ein Café in den Passagen des Empire State Building … [Ekkehard Knörer]
Faerie Continuity On Neil Gaiman's adaptation of William Shakespeare's play A Midsummer Night's Dream into comic form and the influence on his comic book series The Sandman …
[Thomas Vorwerk]
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