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29. Oktober 2014






Aktuelle Kinostarts:
(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

2. Oktober:
Hüter der Erinnerungen - The Giver
(Phillip Noyce)

9. Oktober:
Jack
(Edward Berger)
The Salvation
(Kristian Levring)
Wish I was here
(Zach Braff)

16. Oktober:
20,000 Days on Earth
(Iain Forsyth & Jane Pollard)
The Cut
(Fatih Akin)
Das große Museum
(Johannes Holzhausen)

23. Oktober:
Am Sonntag bist du tot
(John Michael McDonagh)

30. Oktober:
5 Zimmer Küche Sarg
(Taika Waititi & Jemaine Clement)
Pride
(Matthew Warchus)
Zwei Tage, eine Nacht
(Jean-Pierre & Luc Dardenne)

6. November:
Das grenzt an Liebe
(Rob Reiner)
Mr. Turner
(Mike Leigh)
Plötzlich Gigolo
(John Turturro)

13. November:
Bevor der Winter kommt
(Philippe Claudel)
Mommy
(Xavier Dolan)

20. November:
Einer nach dem anderen
(Hans Petter Moland)
Höhere Gewalt
(Ruben Östlund)
Die Legende der Prinzessin Kaguya
(Isao Takahata)


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Film des Monats

Pride (Matthew Warchus)Pride (Matthew Warchus)

»Pride« ist in zweifacher Weise ein politischer Film. In dem es um Konflikte geht. Doch wie bei einer Schluckimpfung werden die Themen massenkompatibel durch die Erzählform, eine konventionell wirkende Komödie. Süß, nahrhaft und gesund, was will man mehr?
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Kino-Tipp Berlin

Wild Child: Retrospektive Isild Le BescoWild Child:
Retrospektive
Isild Le Besco
(Kino Arsenal, 18. – 31. Oktober)


Isild Le Besco ist eine tolle (und sehr sinnliche) Schauspielerin, doch wie ihre Kolleginnen Sarah Polley, Mia Wasikowska oder Karoline Herfurth ist sie nebenbei auch Regisseurin. Und bei der Filmreihe im Arsenal sollte man sie vor allem in dieser Rolle entdecken.
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Film des Monats September:
Walking on Sunshine (Max Giwa & Dania Pasquini)Walking on Sunshine (Max Giwa & Dania Pasquini)

Ein sommerliches Musical um Liebe, junge hübsche Menschen und die Hits der 1980er. Normalerweise viel zu »low brow« für uns und unsere Leser, aber hin und wieder funktioniert auch verordnete Fröhlichkeit und man darf Filme ja nicht generell verurteilen, nur weil es um luxuriöse Scheinwelten und keine dringenderen Probleme als »die große Liebe« oder den Bettkollegen für heute Nacht geht. Der Filmredakteur schwört, dass ihm das glücksduselige Gedudel besser gefiel als Petzold, Kore-Eda und Cronenberg.
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Film des Monats August:
Sag nicht wer du bist (Xavier Dolan)Sag nicht wer du bist (Xavier Dolan)

Regie, Buch, Schnitt, Kostüme, Hauptdarsteller: das 25jährige kanadische Regie-Wunderkind Xavier Dolan (Laurence Anyways) zeichnet sich nicht durch Zurückhaltung oder Bescheidenheit aus. Aber seine trotzigen und rotzigen Filme mit Kanten und Ecken faszinieren trotz seines Hangs zur Prätentiösität.
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Film des Monats Juli:
Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (Don McKellar)Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (Don McKellar)

Don McKellar ist ein kanadisches Multitalent. Ob als Schauspieler (Scott Pilgrim), als Drehbuchautor (Blindness) oder hin und wieder auch als Regisseur (Childstar). Leider schaffen es nicht alle seine Filme zum deutschen Kinostart, daher ist es umso dringlicher, ihn zu unterstützen. Und man wird reich belohnt dafür. Denn selbst konservativer Mainstream kann wirklich Freude bereiten, wenn man es richtig macht.
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Film des Monats Juni:
Boyhood (Richard Linklater)Boyhood
(Richard Linklater)


Der beste Film des Monats ist zwar klar Maman und ich, aber Boyhood ist hier der Film, den man vermutlich gesehen haben muss, wenn man mitreden will, weil die Idee dahinter (unabhängig davon, ob sie perfekt umgesetzt werden konnte) so kolossal ist. Und so selten verwirklicht. Aber wer sich einen Gefallen tun will, schaut einfach beide.
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Film des Monats Mai:
Enemy (Denis Villeneuve)Enemy
(Denis Villeneuve)


Nach Incendies und Prisoners hat ein weiterer Film der kanadischen Regiehoffnung Denis Villeneuve es durch den eigentlich auf DVDs spezialisierten Capelight-Verleih auf deutsche Kinoleinwände geschafft, und das ist inmitten vieler überflüssiger Streifen, die Kinosäle blockieren, ein Grund zum Feiern. Ein Kino der Blicke, der Atmosphäre, des Visuellen, der Architektur. Frei nach dem Roman eines Nobelpreisträgers, mit einem der wichtigsten Motive der (phantastischen) Filmgeschichte und großartiger Besetzung. Zusammen mit Her der zweite überragende Höhepunkt des Kinojahres – und das noch einige Wochen vor dem Bergfest.
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Film des Monats April:
Museum Hours (Jem Cohen)Museum Hours
(Jem Cohen)


Nach Ship bun bereits der zweite Film des Monats 2014, der vermutlich nur ein sehr eingeschränktes Publikum erreichen wird. Doch Kino darf nicht nur von Besucherzahlen bestimmt werden, sondern von Erfahrungen und Erlebnissen. Ein Film, der den Wunsch entstehen lässt, mal wieder ins Museum zu gehen. Oder sich nach dem Kino mal angeregt zu unterhalten. Und nicht nur »Aber am geilsten war, als der LKW explodierte …«
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Film des Monats März:
Her (Spike Jonze)Her (Spike Jonze)

Nach zwei Charlie-Kaufman-Scripts und der Adaption eines Kinderbuchs hat Spike Jonze für seinen vierten Spielfilm erstmals das Drehbuch selbst geschrieben – und wurde dafür auch gleich mit einem Golden Globe und Oscar belohnt. Selten war ein Science-Fiction-Film so nah an der Gegenwart und eine absurd wirkende Liebesgeschichte so gut durchdacht.
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Film des Monats Februar:
Ship bun (Lee Yong-seung)Ship bun (Lee Yong-seung, Forum)

Als »Film des Monats« zeichnen wir nur ungern einen Berlinale-Film aus, weil das immer so elitär wirkt, Leser in Karlsruhe fühlen sich so schnell mal ausgebootet. Aber das reguläre Angebot im Februar war so jämmerlich, da musste man ein Zeichen setzen.
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Film des Monats Januar:
12 Years a Slave (Steve McQueen)12 Years a Slave
(Steve McQueen)


Steve McQueen wurde bei seinen ersten beiden Spielfilmen noch nicht ganz ernst genommen, doch inzwischen wurde aus dem »Künstler« ein veritabler Regiekünstler, der auch mit einem Riesenbudget und einem politisch relevanten Kostümfilm mit Starbesetzung mit Leichtigkeit fertig wird. Noch zwei, drei solche Filme, und der »andere« Steve McQueen aus der Filmbranche (der hellhäutige Actionstar aus den Siebzigern) könnte auf die Nummer zwei abrutschen.
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Film des Monats Dezember:
Inside Llewyn Davis (Joel & Ethan Coen)Inside Llewyn Davis
(Joel & Ethan Coen)


Was sind die Stärken der Coen-Brüder, die bereits seit drei Jahrzehnten ihre ganz persönliche Nische im Weltkino kultivieren? Ausgefeilte, prägnante Dialoge, etwas andere Period Pieces, ein außergewöhnliches Gespür fürs Casting, skurrile Nebenfiguren, absurde kleine Geschichten, ein versiertes Stützen auf Eckpfeiler der Film- und Literaturgeschichte? All dies und noch viel mehr, wie ihr neuer Film abermals beweist.
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3D-Film des Jahres

Get a Horse! (Lauren MacMullan)Get a Horse!
(Lauren MacMullan)


Wie zuletzt Day and Night nutzt auch dieser Film die Möglichkeiten des 3D-Kinos, um auf zwei Realitätsebenen zu spielen. Dabei wird aus der rasanten Disney-Variation von The Purple Rose of Cairo ein kleines Mausterwerk, das nebenbei auch noch die filmhistorischen Anfänge des Studios aus den späten 1920ern abfeiert.
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DVD des Monats
(Ausnahmerubrik)

Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)

DVDs werden auf satt.org nur sehr selten besprochen. Dieser Film war ursprünglich für eine Kino­aus­wer­tung vor­gese­hen, der Film­redakteur war so fasziniert, dass er den Streifen tatsächlich zweimal im Kino sah und ganz genau hinschaute. Quasi mit der Lesebrille. Denn die wichtigsten Requisiten des Films sind Bücher, und wer je aufmerksam das Bücher­regal eines Freundes inspizierte, könnte daran interessiert sein, sich auch im literarischen Reichtum des Regisseurs Josh Boone zu verlieren.
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Film des Monats November:
Jung und schön (François Ozon)Jung und schön
(François Ozon)


Ähnlich wie Cinq fois deux ist Jeune & jolie wieder ein kaleidoskop-ähnliches Gebilde, das in Schlüsselmomenten etwas über einen längeren Zeitraum aussagen will. Diesmal ein in vier Jahreszeiten aufgeteiltes Schuljahr, bei dem handverlesene Songs von Françoise Hardy jeweils noch eine zusätzliche Interpretationsebene anbieten. Ozon dazu: »Jede Jahreszeit beginnt mit dem Blickwinkel einer anderen Figur: Sommer ist Isabelles Bruder, Herbst ihr Kunde, Winter ihre Mutter und Frühling ihr Stiefvater.«
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Film des Monats Oktober:
Drecksau (Jon S. Baird)Drecksau
(Jon S. Baird)


Die Verfilmung von Irvine Welshs Trainspotting begründete einst die Karrieren von Danny Boyle und Ewan McGregor. Nach Ecstasy (straight to DVD) folgt nun Filth, der vielleicht nicht mit der filigranen Flashback-Struktur des »großen Bruders« mithalten kann, aber durch andere clevere Ideen und einer Kompromisslosigkeit gepaart mit politisch unkorrektem Humor ein ähnlicher Klassiker werden könnte. Und zumindest James McAvoy einen tüchtigen Karriereschub geben sollte.
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Film des Monats September:
Albert Nobbs (Rodrigo Garcia)Albert Nobbs
(Rodrigo Garcia)


Die Heterosexuellen haben es gut. Kaum ein Mensch würde auf die Idee kommen, einen Film zu drehen, der für die Rechte der Heten eintritt. Alle anders orientierten, die vielleicht nicht dauernd nur »herkömmliche« Romanzen mit dem putzigen Alibi-Schwulen in der Nebenrolle sehen wollen, bekommen hingegen in ihrer Sparte größtenteils »Kämpfer-Filme« vorgesetzt, was auch irgendwann langweilig wird. Auch Albert Nobbs (Glenn Close) kämpft, aber nur für den eigenen persönlichen kleinen Traum, nicht für die Rechte aller anderen unterdrückten und geknechteten. Und das ist (zur Abwechslung) auch mal gut so.
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Film des Monats August:
Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)

Zu Zeiten von Jerry Lewis war Humor eine farbenfroh lackierte Schachtel, aus der ein gut geölter Kasper herausschnellte. Inzwischen ist diese Box ziemlich abgegriffen, hat etwas Rost angesetzt, und die Metall-Spirale des »Jack in the Box« wirkt eher wie Stacheldraht, den jemand als Lockenwickler benutzen wollte. Eine mitunter zähe, schmutzige und durchaus auch gefährliche Angelegenheit. Doch hin und wieder tritt dann jemand den Beweis an, dass die alte Schachtel doch noch funktioniert. Auf andere Weise, aber mit dem erwünschten Resultat.
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Film des Monats Juli:
Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)

Diese Art von Independent-Filmen kämpft um ihr Überleben, während man Millionen für Totgeburten wie The Lone Ranger oder After Earth ausgibt. Etwas süßlich, aber voller wichtiger Einsichten und vermittelbarer Emotionen. Wer im Leben nur eine Henry-James-Verfilmung sehen will, dem schlagen wir What Maisie knew vor.
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Film des Monats Juni:
Laurence Anyways (Xavier Dolan)Laurence Anyways
(Xavier Dolan)


Früher war die Französische Filmwoche mitten im heißesten Sommer. Jetzt sind die dort gezeigten Filme ein halbes Jahr später (im Sommer) Film des Monats. Unser Tip: 168 Minuten in einem gut klimatisierten Kino diesen heißen Film schauen …
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Film des Monats Mai:
Die wilde Zeit (Olivier Assayas)Die wilde Zeit
(Olivier Assayas)


Der Film mit dem Originaltitel Après Mai (dt.: Nach dem Mai), was sich auf die französische Version der 1968er-»Revolution« bezieht, startet in Deutschland bereits am vorletzten Tag dieses Monats. Er spielt nicht etwa im Juni '68, sondern erst Anfang der Siebziger. Unsere Rezension entstand schon im Umfeld der »französischen Filmwoche« und ist eher kurz ausgefallen, großartig ist der Film ungeachtet dessen.
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Film des Monats April:
Oslo, 31. August (Joachim Trier)Oslo, 31. August
(Joachim Trier)


Samantha aus Sex and the City, betrachtet mit den Augen Schopenhauers. Wie in Reprise geht es auch im neuen Film von Joachim Trier um die kritische Durchleuchtung eines hippen Lebensentwurfs. Und um einen Tag im Leben eines Drogenabhängigen. Einsatz verschiedener Materialien, Kadrierung, Schauspiel (mit 20%iger Entgleisung der Gesichtszüge): die Meisterschaft ist mannigfaltig.
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Film des Monats März:
Take this Waltz (Sarah Polley)Take this Waltz
(Sarah Polley)


Sarah Polley wirkte einst wie ein jüngeres alter ego der Regisseurin Isabel Coixet (My Life without Me, The Secret Life of Words), mittlerweile ist sie selbst ins Regiefach gewechselt, und die beinahe gleichaltrige Michelle Williams könnte jetzt Polleys Schülerin sein, die vielleicht in zehn Jahren einen ähnlichen Weg einschlägt und einer jungen aufstrebenden Newcomerin Filmrollen auf den Leib schreibt. Eines steht fest: die Welt braucht mehr Filmregisseurinnen, und die hier angedeutete Stabübergabe würde man gerne für Jahrzehnte beobachten.
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Film des Monats Februar:
Sightseers (Ben Wheatley)Sightseers
(Ben Wheatley)


Im Urlaub darf man manche Dinge nicht machen, weil sie den Urlaub verderben könnten. Streitigkeiten unter Liebenden, Misstrauen, ausartende Zivilcourage, Dognapping – und natürlich Blutvergießen und Mord. Für manche Filme sind es aber gerade diese kleinen Details, die zu einem Gelingen beitragen. »So. You had a nice holiday?« – »I had a brilliant holiday!«
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Film des Monats Januar:
Frankenweenie (Tim Burton) Frankenweenie
(Tim Burton)


Tim Burton ist einerseits einer der unbeständigsten Regisseure, die man sich vorstellen kann, und mitunter bringt er schlimmen Mist ins Kino, aber wenn man für jede Alice in Wonderland als Belohnung einen Frankenweenie bekommt (ob wir von Burton oder Burton von Disney), dann geht das schon so in Ordnung. Wie ein Eisbecher mit heißen Himbeeren, nachdem man 40 m² Schnee schippen musste.
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Film des Monats Dezember:
7 Psychos (Martin McDonagh) 7 Psychos
(Martin McDonagh)


Seven Psychopaths funktioniert unter anderem auch wie ein Abzählreim, der auf zumeist originelle Weise die vermeintlichen Titelhelden vorstellt. Psychopath Nummer 1 tötet zwei Killer auf einer Brücke, die sich vor Ausführung ihres Jobs auf ziemlich stumpfsinnige Art über Details streiten. Die taratinoeske Grundstimmung des Films besteht also von Beginn an …
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Film des Monats November:
In ihrem Haus (François Ozon) In ihrem Haus
(François Ozon)


Es ist kein Geheimnis, dass François Ozon in den letzten Jahren ziemlich nachgelassen hat. Doch mit Dans la maison kehrt er wieder zur früheren Meisterschaft zurück, der Film ist sogar eine Art Gegenstück zu Swimming Pool, was das Wechselspiel zwischen Fiktion, Illusion und Realität angeht. Nur gibt es diesmal statt einer Krimiautorin einen Französischlehrer und statt eines Bikini-Mädchens einen Schüler.
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Film des Monats Oktober:
Robot & Frank (Jake Schreier) Robot & Frank (Jake Schreier)

Seit Star Wars ist Science Fiction im Medium Film vor allem eskapistisches Spektakel, gelegentliche Ausnahmen wie Blade Runner bestätigen nur die Regel. Doch in den letzten paar Jahren gab es neben dem grenzdebilen dreidimensionalen Popcorn-Mist auch einige Old-School-Sci-Fi-Filme, die Hoffnung verheißen. Nach Wall·E und Moon ist Robot & Frank ein weiterer. Und ein Film, den man auch Leuten empfehlen kann, die sich für SF keinen Deut interessieren.
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Film des Monats September:
Und nebenbei das große Glück (James Huth) Und nebenbei das große Glück (James Huth)

Während überall der neue Haneke abgefeiert oder zumindest diskutiert wird, erfreut sich der sonst so snobistische satt.org-Filmredakteur an einer Rom-Com ganz nach amerikanischem Strickmuster, ohne Tiefgang oder ernstzunehmende soziale Probleme. Kann ein solch eskapistisches »Glück« Film-des-Monats-technisch wirklich eine Alternative zu Hanekes Liebe sein?
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Film des Monats August:
Merida - Legende der Highlands (Mark Andrews, Brenda Chapman) Merida - Legende der Highlands (Mark Andrews, Brenda Chapman)

Trotz guter Arbeiten wird die Sequel-Häufigkeit bei Pixar langsam zum Abtörner, und umso mehr freut man sich, wenn die Computertrickser mal wieder ein komplett neues Meisterwerk aus dem Hut zaubern. Diesmal (erstmals!) mit einer weiblichen Hauptfigur, aber diese innerhalb eines größtenteils männlich konnotierten Umfelds: Barbaren und Bären, Bogenschießen und - na gut! - auch eine Königin und eine Hex-, äh, Holzschnitzerin!
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Film des Monats Juli:
Karen llora en un bus (Gabriel Rojas Vera) Karen llora en un bus (Gabriel Rojas Vera)

Karen hat nach zehn Jahren Ehe ihren Mann verlassen. Es gab keinen richtigen Knackpunkt, eigentlich haben sie nie richtig zusammengepasst, und irgendwann hat sie dann ihren Mut zusammengenommen und ist gegangen. Die Geschichte ist universell, könnte ebenso im Ruhrgebiet oder in Australien spielen, in diesem Fall ist aber Kolumbien der Ort des Geschehens.
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Film des Monats Mai:
Die Farbe des Ozeans (Maggie Peren) Die Farbe des Ozeans (Maggie Peren)

Das deutsche Kino, wie es viele Kritiker lieben (Berliner Schule, Andreas Dresen), hat es manchmal schwer, ein Publikum zu finden. Die Farbe des Ozeans schlägt die Brücke zwischen Anspruch und Qualität einerseits und dem Zugang des »ganz normalen« Zuschauers andererseits. Zwar geht es hier um Politik, aber es geht auch um Gefühle. Und somit scheint es mir möglich, dass sowohl der Akademiker als auch die Kassiererin bei Edeka (nicht, dass die nicht auch Akademikerin sein könnte) von diesem Film angerührt werden.
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Film des Monats April:
My Week with Marilyn (Simon Curtis) My Week with Marilyn (Simon Curtis)

Dem Mysterium Monroe versucht man in allen Kunstformen näherzukommen. Von Nicolas Roeg bis Joyce Carol Oates, von Andy Warhol bis Sonic Youth. In diesem Biopic nach den Tagebüchern von Colin Clark steht die Kunst nicht im Vordergrund, aber der Film erzählt kunstvoll (und unterstützt durch Michelle Williams) seine kleine Geschichte voller Mysterien.
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Film des Monats März:
Take Shelter – Ein Sturm zieht auf (Jeff Nichols) Take Shelter – Ein Sturm zieht auf (Jeff Nichols)

So wie Carrietta N. White (Sissy Spacek) in der Schulbibliothek nachschaut, was Telekinese ist, und Rosemary Woodhouse (Mia Farrow) in einer Bücherei recherchiert, welche Mieter vor ihr in dem Haus wohnten, das sie seit neuestem bewohnt, so informiert sich auch Curtis LaForche (Michael Shannon) darüber, welche psychische Fehlfunktion ihm das Leben schwer macht. Immerhin hat Curtis Glück, dass er nicht das Zentrum eines Horrorfilms ist und sein Schicksal nicht ähnlich biblisch unterfüttert ist.
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Film des Monats Februar:
Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre & Luc Dardenne) Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre & Luc Dardenne)

Bei der Deutschland-Premiere des neuen Dardenne-Films wurden die Brüder dazu befragt, warum das gespaltene Verhältnis zum Vater immer wieder ein Thema in ihrem Werk ist. Sie gaben zu, dass ihnen das Thema wichtig ist, wollten aber die eigenen Familienverhältnisse nicht »kaputtanalysieren« lassen (paraphrasiert). Applaus dafür und für diesen Film.
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Film des Monats Januar:
Drive (Nicolas Winding Refn) Drive (Nicolas Winding Refn)

»Wir schließen diesen Deal ab, wir schütteln die Hände, und Du beginnst den Rest Deines Lebens. Was Deine Träume betrifft, Hoffnungen für die Zukunft: Die wirst Du auf Eis legen müssen. Für den Rest Deines Lebens wirst Du höllisch aufpassen müssen...« Driver (Ryan Gosling) ist ein Fahrer, Bernie (Albert Brooks) ein Gangster. Beide sind Meister ihres Faches, und dieser Film entscheidet sich darüber, wer von den beiden im Töten (und Überleben) mehr Professionalität an den Tag legt.
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Film des Monats Dezember:
Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín) Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín)

Wie bei einem Countdown der besten Filme eines ziemlich mauen Filmjahrs fing der Dezember mit Jane Eyre an, steigerte sich dann mit The Ides of March, und bringt am letztmöglichen Starttermin noch einen Film, der zu den Besten des Jahres gezählt werden muss. Wer eine Jahresliste der besten Filme aufstellen will, muss jetzt noch mal raus, wenn er oder sie den Gewinner des Publikums-Preises nicht schon beim Berlinale-Panorama gesehen hat.
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Film des Monats November:
Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten) Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten)

Echtes »Film des Monats«-Material ist auch Submarine, doch der hatte schon im Februar den Titel inne. Stattdessen der neue Film von Hendrik Handloegten (Liegen lernen), der sich in eine (recht neue) Tradition stellt mit Lola rennt, The Butterfly Effect und The Time Traveller’s Wife. Die schönste Zeitreisen-Romanze seit Robert Duncan McNeill und Sarah Silverman in Future’s End (Star Trek Voyager).
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Film des Monats Oktober:
Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar) Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)

Bei der Wahl des »Film des Monats« für den Oktober hätte eigentlich Tyrannosaur siegreich sein müssen, der Film hat als ganzes noch eine Spur besser funktioniert als La piel que habito. Aber Tyrannosaur spricht nur ein eingeschränktes Publikum an, während den Almodóvar eigentlich jeder sehen sollte.
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Film des Monats September:
Cairo Time (Ruba Nadda) Cairo Time
(Ruba Nadda)


Liebesfilme wurden traditionell auf einen Kuss und / oder eine Hochzeit hin inszeniert. Heutzutage landen die Liebenden meistens nach zwanzig Minuten im Bett und müssen sich dann den Rest des Films wieder zusammenraufen. Doch so wie in Girl with a Pearl Earring das Durchpieksen eines Ohrläppchen quasi eine Defloration symbolisiert, so nimmt in Cairo Time eine geteilte Wasserpfeife den Platz eines Kusses ein. Und die zart angedeutete Liebesgeschichte ist nur ein Aspekt dieses außergewöhnlichen Films.
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Film des Monats August:
Super 8 (J.J. Abrams) Super 8
(J.J. Abrams)


J.J. Abrams entwickelt sich zum Steven Spielberg unserer Tage, und als Ehrerbietung liefert er einen Film ab, der das Spielbergeske des ersten Blockbuster-Jahrzehnts des Herrn hinter Indiana Jones, Jurassic Park und E.T. besser zusammenfasst und kristallisiert als Chris Columbus oder Roland Emmerich es mit tausend Kameras und tausend jahren schaffen könnten.
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Film des Monats Juli:
Nader und Simin - Eine Trennung (Asghar Farhadi) Nader und Simin - Eine Trennung
(Asghar Farhadi)


Schon für seinen letzten Film wurde Asghar Farhadi auf der Berlinale 2009 mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Diesmal gab es nicht nur den Goldenen Bären, sondern auch noch die beiden Darstellerpreise - jeweils für die weiblichen bzw. männliche Hälfte des Ensembles. Jury-Leistungen sind oft fragwürdig, diesmal waren mit der Entscheidung überdurchschnittlich viele Kritiker und Kinogänger zufrieden. Unbedingt hingehen und selbst entscheiden.
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Film des Monats Juni:
Arrietty - Die wundersame Welt der Borger Arrietty - Die wundersame Welt der Borger
(Hiromasa Yonebayashi)


Die Buchvorlage von Mary Norton wurde bereits einmal mit John Goodman verfilmt, doch erst Hayao Miyazaki als Drehbuchautor und »Planer« weiß den Stoff (unter der Regie eines jungen Ghibli-Kollegen) wirklich zum Leben zu erwecken. Wahrscheinlich der spannendste und anrührendste Abenteuerfilm des Jahres - und das längst nicht nur für Kinder.
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Film des Monats April:
Brighton Rock (Rowan Joffe) Brighton Rock
(Rowan Joffe)


Vor seinem Kino-Regiedebüt schrieb Rowan Joffe (der Sohn von Roland Joffé) unter anderem die Drehbücher zu Pawel Pawlikowskis Last Resort und Anton Corbijns The American. Brighton Rock kombiniert Elemente dieser zwei Filme und zeugt von einem echten Auteur.
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Film des Monats März:
In einer besseren Welt (Susanne Bier) In einer besseren Welt (Susanne Bier)

And the winner is: Susanne Bier aus Dänemark (Oscar und Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film). Sie war bereits zuvor einmal für den Oscar nominiert, und mit ihren internationalen, aber dennoch sehr dänischen Filmen hat sie ihn definitiv verdient. Sie und ihr langjähriger Drehbuch-Kollaborateur Anders Thomas Jensen sind seit Lars von Trier und Dogma das beste aus dem Nachbarstaat im Norden.
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Film des Monats Februar:
Submarine (Richard Ayoade, Forum) Submarine
(Richard Ayoade, Forum)


Ein Film zum Verlieben. Und zum Kichern und Lachen, zum Staunen und Wiedererkennen. Zum Soundtrack-hinterher-runterladen. Zum Nochmal-Nachschauen, woher man eigentlich Paddy Considine und Noah Taylor kennen sollte. Zum Vorfreuen auf weitere Filme dieses Regisseurs. Kurzum: Ein Film zum Erwachsenwerden. Auch für Erwachsene.
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Film des Monats Januar:
Heartless (R: Philip Ridley) Heartless
(R: Philip Ridley)


Nach Jaco Van Dormaels Mr. Nobody ist Heartless von Philip Ridley innerhalb eines Jahres das zweite Comeback eines Regie-Wunderkinds vergangener Jahrzehnte, das man bereits für immer verloren wähnte. Die Begeisterung hängt erneut auch mit dem früheren Werk des Regisseurs zusammenhängt, in diesem Fall also dem überragenden The Reflecting Skin (dt.: Schrei in der Stille, 1990), dessen Themen sich größtenteils in Heartless wiederfinden.
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Film des Monats Dezember:
Ein Mann von Welt (R: Hans Petter Moland) Ein Mann von Welt (R: Hans Petter Moland)

Stellan Skarsgård spielt einen nach 12 Jahren freigelassenen Knacki, der in seinem neugewonnenen Leben andere Prioritäten setzen möchte als sich an dem Verräter zu rächen. Ein Pressekollege verließ der Vorführung vorzeitig, erklärte den Film zu »zynischem, menschenverachtenden Mist«. Doch wer Menschen verachtet, zeichnet seine Figuren nicht so liebevoll. The next best thing, solange Aki Kaurismäki nicht mal wieder einen Spielfilm präsentiert.
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Film des Monats November:
Still Walking (R: Hirokazu Kore-Eda) Still Walking (R: Hirokazu Kore-Eda)

Zum zweiten Mal in diesem Jahr eine sommerliche japanische Familiengeschichte (nach Summer Wars), und auch Hirakazo Kore-Eda reiht sich nach Nobody Knows in die Riege jener Regisseure, die schon mehrfach einen »Film des Monats« beistiften durften.
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Film des Monats Oktober:
Gainsbourg (R: Joann Sfar) Gainsbourg (R: Joann Sfar)

Wenn man ein Haus betritt, eine Katze kommt einem entgegen, und diese spricht »Mademoiselle bittet sie in den Salon. Ich habe heute abend frei.«, dann befindet man sich im Debütfilm des Comic-Künstlers Joann Sfar, der generell nichts gegen traditionelle Biopics hat, das Genre aber mit einer überbordenden Fantasie zu bereichern weiß.
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Film des Monats September:
Fish Tank (R: Andrea Arnold) Fish Tank (R: Andrea Arnold)

Die Handkamera fängt einerseits ähnlich wie bei den Brüdern Dardenne oder ähnlichen Filmen über die gewaltbereite urbane Jugend (Regarde-moi, Sebbe) ungeschönt die Machtkämpfe, Beleidigungen und Verletzungen ein, wie sie bei intimeren Szenen plötzlich Zeitlupe und warme Farben nutzt.
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Film des Monats August:
Summer Wars Summer Wars (R: Mamoru Hosoda)

Bis zu David Finchers »Facebook-Film« The Social Network ist es noch zwei Monate hin, hier ein etwas verspielteres Anime zum Thema, das den Kampf einer ganz normalen Familie gegen den Angriff eines Internet-Terroristen schildert. Eine gute Erinnerung daran, dass man niemandem seine Passwörter anvertraut. Schon gar nicht irgendwelchen seelenlosen Programmen ...
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3D-Film des Jahres:
Day and Night (R: Teddy Newton)
Day and Night (R: Teddy Newton)


Der neue Sechsminüter von Pixar steckt die ganzen Spektakelfilme mit Leichtigkeit in die Tasche. Hier eröffnet 3D tatsächlich zusätzliche Dimensionen, und zwar nicht nur optisch/physisch, sondern auch, was die Metaebene und die innovative Nutzung dieser Technologie angeht. Nicht für Harry Potter, sondern für solche Geniestreiche wurde das 3D-Kino erfunden.
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Film des Monats Juli:
Mr. Nobody (R: Jaco Van Dormael) Mr. Nobody (R: Jaco Van Dormael)

Mr. Nobody bietet unwiederbringliche große Kinomomente, wie man sie manchmal in einem ganzen Kinojahr kaum zusammenbekommt. Und Regisseur Jaco van Dormael ist dabei ein Meister aller filmsprachlichen Mittel.
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Film des Monats Juni:
Für immer Shrek (R: Mike Mitchell) Für immer Shrek (R: Mike Mitchell)

Zwei (allerdings sehr unterschiedliche) Animationsfilme hintereinander als "Filme des Monats" gab es bei satt.org auch noch nicht, aber der Juni 2010 ist ein extrem schlaffer Kinomonat, und der vierte Shrek-Film war wirklich eine positive Überraschung. Im Juli gibt es dann wieder einen Realfilm, fest versprochen ...
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Film des Monats Mai:
Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson) Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson)

Wer das Bonus-Material auf der DVD von Team America: World Police gesehen hat, weiß, dass die Inszenierung realer Explosionen inmitten von Miniaturwelten immens faszinierend sind. Stop-Motion-Explosionen aus gefärbter Watte sind aber auch nicht zu verachten.
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Film des Monats April:
Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga) Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga)

Atom Egoyans Chloe war eigentlich eine Spur besser, aber gerade beim Film des Monats will man ja auf neue Talente hinweisen, und nicht immer den selben Quark (soll heißen: die selben, längst bekannten Filmemacher) wiederkäuen.
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Film des Monats März:
Die Fremde (R: Feo Aladag, Panorama) Die Fremde (R: Feo Aladag, Panorama)

Ich bin nicht besonders nahe am Wasser gebaut, und habe in den letzten fünf Jahren und 1000 Kinobesuchen vielleicht zwei- oder dreimal andeutungsweise feuchte Augen gehabt, aber hier habe ich geheult, und ich schäme mich dafür nicht.
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Film des Monats Februar:
Up in the Air (R: Jason Reitman) Up in the Air (R: Jason Reitman)

Jason Reitman, Sohn von Ivan “Ghostbusters” Reitman, hatte schon mit seinem dritten Spielfilm Juno mehr als nur einen Achtungserfolg. Mit Up in the Air kommt er jetzt ganz hoch hinaus. Einer von vielen Filmen des neuen (deutschen) Filmjahrs, die Leute bestrafen, die im Kino nicht abwarten können, bis der Abspann zuende ist. (Am 11. 2. starten zwei weitere.)
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Film des Monats Januar:
Ein Sommer in New York - The Visitor (R: Tom McCarthy) Ein Sommer in New York - The Visitor (Tom McCarthy)

Wie damals John Cassavetes muss sich Tom McCarthy zwischendurch als Schauspieler sein Geld beim „Feind“ (zum Beispiel für Roland Emmerich in 2012) verdienen, damit er weiter als Regisseur arbeiten kann. Noch ist er als Regisseur nicht so gut wie Cassavetes, aber der Qualitätsunterschied zum üblichen Hollywood-Quatsch ist ganz ähnlich.
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Film des Monats Dezember:
Wo die wilden Kerle wohnen (R: Spike Jonze) Wo die wilden Kerle wohnen (R: Spike Jonze)

Bei allem Respekt für Zombieland mussten wir hier die Vorzüge des Internets gegenüber Printmedien nutzen und den Film des Monats nochmal ändern. Where the Wild Things Are ist nicht unbedingt ein Film, den man mit der ganzen Familien schauen sollte – aber gleichzeitig ein Film, der Heranwachsende und schon zur vollen Größe aufgeblasene Zuschauer gleichermaßen verzücken wird. Nur nicht unbedingt gleichzeitig, denn es geht hier nicht um pädogogische Richtungshinweise, sondern um persönliches Reifen.
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Film des Monats November:
Ganz nah bei Dir (R: Almut Getto) Ganz nah bei Dir (R: Almut Getto)

Auch eine Romantic Comedy kann hin und wieder filmisch voll überzeugen. Dass dieser Beweis nicht aus Hollywood kommt, ist wenig überraschend. Doch dass man ausgerechnet in einem deutschen Film die rigiden Regeln dieses Genres zwar akzeptiert, aber mit einer spielerischen Leichtigkeit irgendwo im Hintergrund abstellt, ist eine echte Offenbarung.
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Film des Monats Oktober:
Shotgun Stories (R: Jeff Nichols) Shotgun Stories (R: Jeff Nichols)

Der fünfte Film des Berliner fugu-Filmverleihs, und bereits der dritte “Film des Monats”. Man könnte hier Vetternwirtschaft vermuten, doch der Fachbegriff ist “Qualität”. Michael Shannon trifft Terence Malick trifft William Shakespeare!
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Film des Monats September:
Schande (R: Steve Jacobs) Schande
(R: Steve Jacobs)


Kurz nach District 9 nun ein Film, der sich weitaus ernsthafter um die Probleme in Afrika beschäftigt. Der dort lebende Literatur-Nobelpreisträger J. M. Coetzee schrieb einen sehr bitteren Roman, und die Verfilmung ist zwar auch nicht gerade leicht verdaulich, aber durch einige winzige Kniffe gelang es der Drehbuchautorin Anna Maria Monticelli, den Zuschauer nicht ganz so niedergeschlagen das Kino verlassen zu lassen wie den Leser ...
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3D-Film des Jahres:
Oben (R: Pete Docter) Oben
(R: Pete Docter)


Es gab schon mal zwei “Filme des Monats”, aber man will es ja nicht einreißen lassen. Disgrace ist schon noch eine Spur großartiger als der neue Pixar-Film, aber da beide momentan zum besten halben Dutzend Filme dieses Jahres zählen, will man ihn auch nicht unter den Tisch fallen lassen. Der mit Abstand beste Grund, sich ganz konkret um eine 3D-Vorstellung zu kümmern ...
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Film des Monats August:
Hunger (R: Steve McQueen) Hunger (R: Steve McQueen)

Filme von dieser Qualität und Kom­pro­miss­losigkeit kommen nur alle Jubeljahre in die Kinos, und auch, wenn die geringe Kopienzahl es schwierig machen wird, sollte man diesen Film unbedingt im Kino sehen. Als Zuschauer ist man im positiven Sinne "gefangen", man "hungert" nach mehr, ja, trotz der oft extremen Bilder will man den Film am liebsten gleich noch mal sehen, um auf wirklich alles zu achten ...
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Film des Monats Juli:
BirdWatchers - Das Land der roten Männer (R: Marco Bechis) BirdWatchers - Das Land der roten Männer (R: Marco Bechis)

Das Kino sollte immer auch ein Ort der Entdeckungen bleiben - und nicht nur ein Ort der Sequels und Remakes. Ein brasilianischer Film eines italienischen Regisseurs über einen Indianerstamm, deren Angehörige die wenigsten von uns je zu Gesicht bekommen werde - aber ein Film, der weitaus mehr mit unserem alltäglichen Leben zu tun hat als Transformers III oder Ice Age VII.
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Film des Monats Juni:
Alle anderen (R: Maren Ade) Alle anderen
(R: Maren Ade)


Der Sommer ist da! Draußen ist es zwar noch etwas regnerisch, aber zumindest im Kino ist Urlaubslaune. Maren Ades Alle anderen wurde bereits auf der Berlinale mit zwei Hauptpreisen versehen, auch wenn die Aufnahme bei der Kritik eher zwiespältig war. Jetzt kann sich jeder selbst ein Bild machen, solange die Badeseen noch keine ernsthafte Konkurrenz für die Lichtspielhäuser darstellen …
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Film des Monats Mai:
Sunshine Cleaning (R: Christine Jeffs) Sunshine Cleaning (R: Christine Jeffs)

"Kleine" Filme sterben in den USA immer mehr aus. Alles muss der Super-Hype sein, mit Top-Stars und am Start-Wochenende auf Platz 1 der Charts. Dass drei Wochen später niemand mehr über Star Trek oder Illuminati spricht, ist uninteressant, solange die Kohle im Geldspeicher liegt und der Hauptdarsteller auch im nächsten Teil wieder mitspielt. Sunshine Cleaning ist ein Film wie aus einer besseren Zeit, als das Drehbuch noch wichtiger für den Film war als die Internet-Seite. Ein Kleinod, das den wenigen Zuschauern, die der Film finden wird, dafür eindeutig stärker ans Herz wachsen wird.
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Film des Monats April:
This Charming Girl (Lee Yoon-ki) This Charming Girl (Lee Yoon-ki)

In einem der schwächsten Kinomonate der letzten Jahre ist der beste Film (im direkten Vergleich eine Klasse für sich) bereits fast fünf Jahre alt, und die Kritik ist seit vier Jahren online. Was aber ebenso wie die späteren, schwächeren Filme des Regisseurs nichts an der Qualität des Films ändert. Asiatisches Kino jenseits von Geistererscheinungen und Samurai-Cyborgs.
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Film des Monats März:
Gran Torino (R: Clint Eastwood) Gran Torino (R: Clint Eastwood)

Clint Eastwood ist wahrscheinlich der größte Western-Held nach John Wayne. Da Eastwood sich seit längerem auch als Regisseur bewährt hat, gelang ihm nun ein Film, der sogar an Waynes mit Abstand besten Film erinnert, The Searchers. Und das Beste: Es ist nicht mal ein Western.
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Film des Monats Februar:
The Wrestler (R: Darren Aronofsky) The Wrestler (R: Darren Aronofsky)

Wie der nächste “Film des Monats”, der bereits eine Woche später startet, profitiert auch The Wrestler von einem cleveren Regisseur und einer Rolle, die dem betagten Hauptdarsteller auf den Leib geschneidert wurde. Im Februar sind Hauptdarsteller und Regisseur nur nicht dieselbe Person. Und beide sind verglichen mit Clint Eastwood echte Underdogs.
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Film des Monats Januar:
Der fremde Sohn (R: Clint Eastwood)Der fremde Sohn (R: Clint Eastwood)

Ich führe gern Buch darüber, welche Regisseure bereits mehrere „Filme des Monats“ inszeniert haben. Bei Clint Eastwood sah es für einige Stunden so aus, als wären zwei „Filme des Monats“ aus aufeinanderfolgenden Monaten sein Werk, doch dann wurde der Kinostart von Gran Torino auf März verschoben.
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Film des Monats Dezember:
Australia (R: Baz Luhrmann) Australia
(R: Baz Luhrmann)


Der neue Film von Baz Luhrmann ist eine altmodische Kombination der Handlung von Howard Hawks' Red River mit den Hauptfiguren aus John Hustons The African Queen – nur in Australien spielend und entsprechend mit Hugh Jackman und Nicole Kidman besetzt. Und erstaunlicherweise funktioniert das sogar! "Lady! This ain't trotting in Kensington Gardens!"
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Film des Monats November:
New York für Anfänger (R: Robert B. Weide) New York für Anfänger (R: Robert B. Weide)

Statt auf die mehrfache Nennung eines Regisseurs bei “Filmen des Monats” hinzuweisen, ist es diesmal recht aussagekräftig, dass die britische Comedy-Hoffnung Simon Pegg zum zweiten Mal nach “Hot Fuzz” die Hauptrolle in einem “Film des Monats” innehat ...
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Film des Monats Oktober (II):
Die Stadt der Blinden (R: Fernando Meirelles) Die Stadt der Blinden (R: Fernando Meirelles)

Die Gefahr, dass es passiert, ist eigentlich jeden Monat gegeben, und es gab sicher schon Monate, in denen der satt.org-Filmredakteur kurz darüber nachgedacht hat. Doch am 9. Oktober 2008 passierte es erstmals, dass nach Online-Stellen des “Film des Monats” (am Abend des 8. Oktober zu Lornas Schweigen) ein anderer in diesem Monat anlaufender Film gesichtet wurde, der es mindestens genausosehr verdient hatte, mit diesem Prädikat ausgezeichnet zu werden. Und da das Internet zwar im Gegensatz zu Printmedien die Chance offenbart, den einen “Film des Monats” sang- und klanglos wieder verschwinden zu lassen, solche “Geschichtsklitterung” aber nicht unser Ding ist, gibt es in diesem Monat halt zwei “Filme des Monats”. Wie Donald Duck sagen würde: “Das ist meine Lotterie. Da kann ich machen, was ich will!”
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Film des Monats Oktober (I):
Lornas Schweigen (R: Jean-Pierre & Luc Dardenne) Lornas Schweigen (R: Jean-Pierre & Luc Dardenne)

Das Schweigen als innerer Zustand der nicht ausgesprochenen Gedankengänge überträgt sich sowohl auf den Zuschauer als auch auf die Ausdrucksform des Films, sie sich diesmal über ein Stilmittel definiert, das auch zuvor bei den Brüdern Anwendung fand, sich hier aber unübersehbar in den Vordergrund spielt: Die Ellipse.
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Film des Monats September:
Wall·E (Andrew Stanton) WALL·E
(R: Andrew Stanton)


Die konsistente Qualität bei Pixar beschert uns auch in diesem Jahr einen Animationsfilm als "Film des Monats", Wall·E ist aber außerdem auch ein mehr als überdurchschnittlicher SF-Film, der geschickt auf den Klassikern der späten 1960er und 70er aufbaut, und dessen zweite, nicht im Werbematerial herausposaunte Hälfte gerade auch ein Erwachsenenpublikum begeistern dürfte.
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Film des Monats August:
Couscous mit Fisch (R: Abdellatif Kechiche) Couscous mit Fisch (R: Abdellatif Kechiche)

Vor dreieinhalb Jahren war schon sein L’esquive “Film des Monats”, und der dritte Film des in Tunis geborenen Abdellatif Kechiche konnte sich ähnlich überzeugend gegen die Konkurrenz durchsetzen. Vier Césars für den besten Film, die beste Regie, das beste Buch und die beste Nachwuchsschauspielerin (Hafsia Herzi).
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Film des Monats Juli:
Red Road (R: Andrea Arnold) Red Road (R: Andrea Arnold)

Dänische Filmemacher scheinen Regeln zu lieben ...
Lone Scherfig, die Regisseurin von Italienisch für Anfänger, hat sich zusammen mit Anders Thomas Jensen, einem der besten dänischen Drehbuchautoren (bei Adams Äpfel führte er außerdem Regie) zusammengetan und einen neuen Regelkatalog für ein auf drei Filme angelegtes Projekt namens "Advance Party" erstellt ...
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Film des Monats Juni:
All the Boys love Mandy Lane (R: Jonathan Levine) All the Boys love Mandy Lane
(R: Jonathan Levine)


Der “beste” Film dieses Kinojunis war wahrscheinlich Woody Allens Cassandra’s Dream, doch immer nur den Altmeistern huldigen ist langweilig, und so wurde kurzerhand ein durchaus zwiespältiges Regiedebüt zum “Film des Monats” erklärt, denn ab und zu will man ja auch ein bißchen provozieren - und auf Filme hinweisen, die ansonsten übersehen worden wären!
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Film des Monats Mai:
Paranoid Park (R: Gus van Sant) Paranoid Park
(R: Gus van Sant)


Mit seinem abermals wie Elephant in Cannes ausgezeichneten neuen Film reiht sich Gus van Sant in die exklusive Riege der mehrfach für "Filme des Monats" verantwortlichen Regisseure ein. Statt eines Zeitungsausschnitts ist diesmal ein Roman die Vorlage, doch die Stilmittel sind ähnlich (aber dennoch experimentell und innovativ) wie in seiner "Todes"-Trilogie
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Film des Monats April:
Abgedreht (R: Michel Gondry) Abgedreht
(R: Michel Gondry)


Der Monolith aus Kubricks 2001 wird zum Kühlschrank, Robocop zu einer Art Sperrmüllsammlung, in der irgendwo Jack Black umherstakst. Der ewig zwölfjährige Michel Gondry macht sich seine (Film-)Welt wiedewiedewie sie ihm gefällt...
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Film des Monats März:
Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel)Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel)

Wenn in Luis Bunuels La chien andalou ein Augapfel mit einer Rasierklinge durchschnitten wird, gehört dies zu den immer wieder zitierten Momenten der Filmgeschichte. In Julien Schnabel Le scaphandre et le papillon gibt es eine fast noch traumatischere Szene: Aus der subjektiven Sicht eines fast komplett gelähmten Schlaganfall-Opfers erleben wir, wie eines der Augen zugenäht wird. Und dies ist nur eine vieler großartiger Ideen des dafür bereits mehrfach ausgezeichneten Regisseur Julian Schnabel (Basquiat, Before Night Falls).
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Film des Monats Februar:
No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen)No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen)

Die Coen-Brüder melden sich nach einigen auffallend kommerziellen und nicht immer voll überzeugenden Arbeiten mit ihrem besten Film seit Fargo zurück. Eine Art Neo-Western, bei dem die Oscar-Auszeichnung als "Bester Film" etwas überrascht hat (positiv überrascht, wohlgemerkt!), weil der Film seine Geschichte so gänzlich jenseits der üblichen Mainstream-Parameter erzählt.
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Film des Monats Januar:
Control (Anton Corbijn)Control (R: Anton Corbijn)

Statt von Ruhm und Prestige ist das Leben von Joy-Divison-Sänger Ian Curtis von Frustration, Selbstzweifeln und epileptischen Anfällen geprägt, sein Ende wirkt so unabwendbar wie selten in einem Biopic, und die gesamte dräuende Atmosphäre des Films ist eine gelungene Fortführung des musikalischen Werkes (“I feel they’re closing in, day in, day out ...”).
Control ist Pflichtprogramm nicht nur für Musik-Fans, sondern auch für Cineasten.
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Aktuelle Beiträge:

Zwei Tage, eine Nacht (Jean-Pierre & Luc Dardenne)Zwei Tage, eine Nacht
(Jean-Pierre & Luc Dardenne)

In ihrem zweiten »Sommerfilm« (der erste war »Der Junge auf dem Fahrrad«) haben die Dardenne-Brüder erneut einen echten Star besetzt. Nach Cécile de France diesmal Oscar-Gewinnerin Marion Cotillard, die in einem grellbunten billigen Kaufhaustop um ihren Job kämpft. Nicht ihre strahlendste Rolle, aber vielleicht ihr bester Film.

Pride (Matthew Warchus)Pride (Matthew Warchus)
»Lesbians and Guys support the miners« – eine politische Bewegung in der Mitte der 1980er wird hier zum Hintergrund einer clever geschriebenen Komödie, die sich für den Filmredakteur anhört wie ein Duett von Billy Bragg und Morrissey.

Wild Child: Retrospektive Isild Le BescoWild Child:
Retrospektive Isild Le Besco
(Kino Arsenal, 18. – 31. Oktober)

Wer Isild Le Besco nicht kennt und in der zweiten Oktoberhälfte in Berlin ist, sollte unbedingt mal wieder ins Arsenal gehen. Dort kann man nicht nur eine sperrige Wildkatze von Schauspielerin kennenlernen, sondern auch eine ambitionierte Regisseurin mit einem zwar überschaubaren, aber fordernden Œuvre.

20.000 Days on Earth (Iain Forsyth, Jane Pollard)20.000 Days on Earth
(Iain Forsyth, Jane Pollard)

Im Filmgeschäft ist Nick Cave einigermaßen beschäftigt mit Drehbüchern, Filmmusiken und hin und wieder auch einem kleinen Auftritt. Aber diesmal hat er sich mit einigen Handlangern zusammen einfach mal gleich ein filmisches Denkmal gesetzt, dass mit einem Dokumentarfilm so viel gemeinsam hat wie Goofy mit einem Hund.

Jack (Edward Berger)Cinemania 120:
Schwarzweiß und stumm

Fünf Kinostarts und ein Pilotfilm: The Cut (Fatih Akin), Das grosse Museum (Johannes Holzhausen), Hüter der Erinnerungen – The Giver (Phillip Noyce), I Origins (Mike Cahill), Wish I was here (Zach Braff) und Gotham (Bruno Heller).

Jack (Edward Berger)Jack (Edward Berger)
Auch Jean-Pierre Léaud hat mal klein angefangen. »Jack« (Ivo Pietzcker) ist ein 10jähriger, der an Antoine Doinel erinnert – nur halt 50 Jahre später, in den Straßen von Berlin und mit einem kleinen Bruder, auf den er mitaufpasst. Der unauffälligste deutsche Berlinale-Wettbewerbsbeitrag 2014. Und klar der beste.

The Salvation (Kristian Levring)The Salvation (Kristian Levring)
Eine florierende Bank inmitten des Verfalls. Mads Mikkelsen in einem alttestamentarischen Rache-Western, der auch noch politisch ist und Eva Green, Mikael Persbrandt und Jonathan Pryce vorweisen kann. Könnte ein Instant-Klassiker sein, wenn man Filme heute leider nicht ganz anders drehen würde als zu Zeiten von John Ford und Sergio Leone.

Monatsquiz auf satt.orgsatt.org-Monatsquiz
Jauchzet und frohlocket. Über 30 DVDs tummeln sich inzwischen im Pott des großen satt.org-Film-Quiz. Löse das Rätsel und gehöre schon bald zu den glücklichen Gewinnern altertümlicher Datenträger, vollgestopft bis zum Rand mit ausgesuchten Perlen internationalen Filmschaffens. Collect them all.

Like Father, like Son (Hirokazu Kore-Eda)Like Father, like Son (Hirokazu Kore‑Eda)
Ryota, ein erfolgreicher Architekt, erfährt, dass der Junge, den er seit sechs Jahren für seinen eigenen hielt, nach der Geburt im Spital vertauscht wurde. Man weiß noch nicht recht, wie man reagieren soll, doch man nimmt erstmal Kontakt auf mit dem anderen Elternpaar, um den jeweils »richtigen« Sohn zu inspizieren. Aber den, mit dem man sechs Jahre lang verbracht hat, will man natürlich auch nicht einfach in eine fremde Familie abgeben …

Walking on Sunshine (Max Giwa & Dania Pasquini)Walking on Sunshine (Max Giwa & Dania Pasquini)
Apulien. Urlaubsstimmung. Zwei Schwestern und der Verlobte der einen, der die große Sommerliebe der anderen war. Wer's nicht gesehen hat, mag zweifeln, aber dies ist eine der großen positiven Kinoüberraschungen des Jahres. Auch ohne profunde Themen, oscarprämierte Darsteller und Regisseure, denen man vertraut. Der Film zu den letzten Sonnenstrahlen des Jahres.

Gemma Bovery (Anne Fontaine) Gemma Bovery (Anne Fontaine)
Dass Gemma Bovery etwas mit einem Klassiker der Literaturgeschichte (Flaubert!) zu tun haben könnte, dürfte manchem Filmfreund auffallen, dass die Titelfigur den selben Vornamen wie die Hauptdarstellerin hat (Arterton!), womöglich auch noch. Aber dass dies die ziemlich gelungene Adaption eines Klassikers von 1999 (Posy Simmonds!) ist, könnte manchem entgehen. Was in den meisten Kritiken zum Film vermutlich in drei Sätzen abgehandelt werden wird, wird hier ausreichend gewürdigt und analysiert.

Maps to the Stars (David Cronenberg)Maps to the Stars (David Cronenberg)
Als »Sunset Boulevard« herauskam, war Gloria Swanson 67 Jahre alt, David Cronenberg hingegen 7. Als Robert Altmans »The Player« in die Kinos kam, war Altman 67 – und Mia Wasikowska zweieinhalb. Eine tiefere Einsicht wird diese Zahlenspielerei nicht mit sich bringen, aber der Vollständigkeit halber muss noch erwähnt werden, dass David Cronenberg aktuell 71 ist und Julianne Moore dieses Jahr 54 wird.

Cinemania-LogoCinemania 119: Illegal Rebound
Lola auf der Erbse (Thomas Heinemann), Mit ganzer Kraft – Hürden gibt es nur im Kopf (Nils Tavernier), A Most Wanted Man (Anton Corbijn), Phoenix (Christian Petzold), Shirley – Visionen der Realität (Gustav Deutsch), Sin City 2: A Dame to Kill for (Robert Rodriguez & Frank Miller), SuperMensch – Wer ist Shep Gordon? (Mike Myers).

Monatsquiz auf satt.orgsatt.org-Monatsquiz
Das Guardians-Gewinnspiel ist noch nicht vorbei, da beginnt schon ein neues Quiz, bei dem (zirka) 20 DVDs verlost werden. Diesmal muss man anhand von Bildausschnitten Filme erkennen, und alle Filme haben eine Kritik auf satt.org, auf der man die entsprechenden Bilder sogar sehen kann. Das KANN doch nicht so schwer sein, oder?

Guardians of the Galaxy (James Gunn)Guardians of the Galaxy (James Gunn)
Endlich mal ein Marvelfilm, bei dem es nicht um die dickste phallusähnliche Waffe geht, sondern um Händchenhalten, Streicheleinheiten und Kuschelrock. Na gut, das glaubt mir kein Waschbär. Aber man trifft sich irgendwo in der Mitte zwischen Ballerspektakel und Friedensbotschaften für das alltägliche Leben.

Gewinnspiel zu »Guardians of the Galaxy«Gewinnspiel zu »Guardians of the Galaxy«
Guardians of the Galaxy-Gewinnspiel: deutsch- und englischsprachige US-Comics mit den Guardians, Adam Warlock, Deathlok, Thanos usw. – außerdem Fan-Pakete mit Poster, hübsch verpackten Stickern und einem Schlüsselring – also nichts wie hin!

»Guardians of the Galaxy«Guardians of the Galaxy:
Zwei Comics im Vergleich

Wer nicht abwarten kann, bis der Film kommt oder nach dem Film Lust auf mehr hat, erfährt hier einiges über die Panini-Veröffentlichungen zu »Guardians of the Galaxy«, die man auch gewinnen kann. Mit Iron Man, Thanos, Angela, Nebula und Peter Quills Vater.

Sag nicht wer du bist (Xavier Dolan)Sag nicht wer du bist (Xavier Dolan)
Die Verfilmung eines theatralen Kammerspiels wird bei Xavier Dolan zu einem filmischen Kabinettstückchen. Er lässt sich nicht gemächlich in eine narrative Zelle sperren, sondern nutzt filmsprachliche Mätzchen und erzählerische Ellipsen, um der Geschichte Raum zum Atmen zu geben.

Lucy (Luc Besson)Cinemania 118: Collateral Clownfish
Doktorspiele (Marco Petry), Ein Augenblick Liebe (Lisa Azuelas), Jimmy's Hall (Ken Loach), Lucy (Luc Besson), Night Moves (Kelly Reichardt) & Wolfskinder (Rick Ostermann). Sechs unterschiedlich große Enttäuschungen.

Planet der Affen: Revolution (Matt Reeves)Planet der Affen: Revolution (Matt Reeves)
Wenn man das abstrakte Konzept der Zukunft begriffen hat, ist man längst kein dummer Affe mehr. Wenn man indes keinen Raum mehr für Vertrauen sieht, verliert man seine Menschlichkeit. Sting sang einst »The Russians love their children too«. Das gilt auch im Gaza-Streifen oder in diesem Film.

Sequels: Heidi IIBesser als Titanic IV
Angeregt durch 22 Jump Street hat sich der Filmredakteur ein paar Gedanken darüber gemacht, wie man Sequels benennen kann, ohne zu langweilen. Also nicht immer Heidi II, Rocky III, Titanic IV und Henry V. Der Text selbst wurde auch so lang wie ein Dreiteiler …

Der Erfinder des Senkbleis ist unbekanntSchillernd in bunten Farben – Illustrierter assoziativer Schüttelreim zwischen Weimar und Schwarzenbach
Inspiriert durch die Sichtung eines aktuellen Kinofilms steigerte sich der Filmredakteur in eine assoziative Raserei, die seine ganz persönliche literarische Herkunft repräsentiert. Manchmal ist es nur ein schmaler Grat zwischen einer Blasen schlagenden Phantasie und der Verkäsung des Gehirns.

22 Jump Street (Phil Lord, Christopher Miller)22 Jump Street (Phil Lord, Christopher Miller)
Eine »Bromance«, die Zusammenführung der Worte »Bro« (kurz für Brother) und »Romance«, beschreibt eine nichtsexuelle Beziehung zwischen zwei Männern, die aber immer wieder durch Anspielungen etc. in einen Liebeskontext gebracht wird. Wenn also Ernie Bert Blumen schenkt, Batman mit Robin in die Oper geht oder Felix und Oscar sich aus irgendwelchen Gründen das Bett teilen müssen …

Wie der Wind sich hebt (Hayao Miyazaki)Feuerwerk am helllichten Tage (Diao Yinan)
Auf der Berlinale ausgezeichnet als bester Film und für den besten Schauspieler Liao Fan, ist der Film, der im Februar noch auf den internationalen Titel »Black Coal, Thin Ice« hörte, ein sperriges Stück Leinwandzauber, das den Erwartungen an einen brutalen Kriminalfall ODER eine politisch relevante nationale Zustandsschilderung, die sich gegen die chinesische Zensur durchsetzen muss, nicht unbedingt entspricht.

Wie der Wind sich hebt (Hayao Miyazaki)Wie der Wind sich hebt (Hayao Miyazaki)
Bei seiner vermutlich letzten Regiearbeit hat sich Animations-Altmeister Hayao Miyazaki noch mal einiges vorgenommen. Unter anderem wohl auch, noch einigen Leuten gewaltig auf die Füße zu treten und sich durch eine gewisse Unbelehrbarkeit auszuzeichnen. Der Film ist trotz einiger grenzwertiger Unkorrektheiten toll. Und sein vielleicht persönlichster.

Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (Don McKellar)Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (Don McKellar)
Dieses neufundländische Küstenkaff hat alles: Kricket, Jazz und asiatische Küche. Zumindest will dies der Bürgermeister (Brendan Gleeson) einem zwangsversetzten Arzt (Taylor Kitsch) weismachen. Qualitätsgarantie nicht nur bei Remakes: wenn der Film beim ersten Mal Spaß macht, man sich aber bei der Zweitsichtung regelrecht verliebt.

Much Ado about NothingCinemania 117: Stairway to Shakespeare
Fünf Filme, die nichts mit Fußball zu tun haben: Mistaken for Strangers (Tom Berninger), Monsieur Claude und seine Töchter (Philippe de Chauveron), Sunshine on Leith (Dexter Fletcher), Viel Lärm um Nichts (Joss Whedon) und Wir sind die Neuen (Ralf Westhoff).

Mädelsabend – Nüchtern zu schüchtern! (Steven Brill)Mädelsabend – Nüchtern zu schüchtern! (Steven Brill)
Als Ergänzung zum »Mädelsabend« eine Nachhilfestunde in Englisch. Wer sich mit teilweise frauenfeindlichen Dating-Fachbegriffen wie »tramp stamp«, »wingman« und natürlich dem »walk of shame« schon auskennt, darf sich in der Bibliothek still beschäftigen.

No Turning Back (Steven Knight)No Turning Back (Steven Knight)
Ein Road Movie als Kammerspiel: Ein Mann (Tom Hardy), sein Auto und seine Freisprechanlage, zerrissen zwischen drei Pflichten, die er nicht gleichzeitig erfüllen kann. Regisseur Steven Knight vernachlässigt entsprechend visuelle Aufgaben und konzentriert sich vor allem auf die Dialogarbeit, unser Text liefert naheliegende Interpretationsansätze. »When it comes, you pump it.«

Dr. Jekyll & Mr. Hyde»Let's Misbehave! Hollywood vor dem Hays-Code 1930–1934« im Arsenal
»Let's Misbehave« lautet das Motto einer Filmreihe mit 30 US-amerikanischen frühen Tonfilmen, in denen Schnapsschmuggler und leichte Mädchen noch ihren Spaß haben durften (und das Publikum nebenbei), ehe dann genau reglementiert wurde, was moralisch vertretbar und pädagogisch wertvoll ist. Filmgeschichtlich sehr interessant und einfach ein Heidenspaß!

HarmsCinemania 116: Harte Kerle tanzen im Wüstenwind
Verglichen mit anderen Cinemanias ist die Qualität von fünf Sechstel der Filme diesmal durchaus akzeptabel: Chasing the Wind (Rune Denstad Langlo), Harms (Nikolai Müllerschön), Still (Matti Bauer), Violette (Martin Provost), Wolf Creek 2 (Greg McLean), Wüstentänzer (Richard Raymond).

Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Josh Boone)Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Josh Boone)
Dass der Filmredakteur auf die Schlümpfe steht, hat er ja schon im letzten Sommer zugegeben. Aber hier folgt ein längerer Text zu einem Film, den er sozusagen »durch die Schlumpfbrille« gesehen hat. Alles, was sie schon immer über Schlumpfeis wissen wollten und nicht zu fragen wagten …

Best of Arab Cinema»Best of Arab Cinema«
im Berliner Kino Arsenal

Platz 1: Effendis gegen Grabräuber, Meuchelmörder lauern überall. Platz 2: Wenn Quasimodo und Ed Gein einen gemeinsamen Sohn hätten, den man glatt adoptieren würde. Platz 9: Gegen die Marseillaise und für alternative Nutzung von BHs. Acht der neun anerkannt besten arabischen Filme laufen vom 13. bis 18. Juni im Berliner Arsenal.

Boyhood (Richard Linklater)Boyhood (Richard Linklater)
Auf der Kino-Leinwand mitanzusehen, wie jemand älter wird (beispielsweise Jean-Pierre Leaud oder Drew Barrymore), ist meist ein Prozess, der sich über etliche Jahre hinzieht. Richard Linklater bietet mit »Boyhood« mal die kondensierte Fassung, ein Jahrzehnt in weniger als drei Stunden.

Edge of Tomorrow (Doug Liman)Edge of Tomorrow (Doug Liman)
Im Invasionskrieg gegen die Aliens sind Deutschland und Frankreich bereits verloren, aber kann Tom Cruise zumindest Emily Blunt retten? Oder den dicklichen Tony Way, der in diesem Film, der wie ein Computerspiel ohne Zwischenspeicher aufgebaut ist, immer wieder von einem fetten Fluggerät erschlagen wird? Live. Die. Reset. Und täglich grüßt die Normandie.

Die zwei Gesichter des Januar (Hossein Amini)Die zwei Gesichter des Januar (Hossein Amini)
Patricia Highsmith hat u.a. schon Alfred Hitchcock und Claude Chabrol mit ihren Romanen inspiriert. An diesen Vorbildern hat sich auch der Regieneuling Hossein Amini orientiert und schuf einen mediterranen Psycho-Thriller mit Ödipus-Anklängen und einem »leicht fauligen Beigeschmack«.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Bryan Singer)X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Bryan Singer)
Kann Wolverine (Hugh Jackman) durch eine Zeitreise die Welt retten? Kann man Raven (Jennifer Lawrence) davor retten, eine kaltblütige Killerin zu werden? Die einfachste Frage im Zusammenhang mit »X-Men: Days of Future Past« ist folgende: Kann Bryan Singer wieder brillieren wie einst? Aber sowas von!

Enemy (Denis Villeneuve)Enemy (Denis Villeneuve)
Unerklärliche Phänomene, Halluzinationen, Doppelgänger – das sind seit jeher die Säulen des phantastischen Films, auch wenn es aktuell einen Trend gibt, bodenständige, realistisch anmutende Probleme mit alptraumhaften Elementen zu vermischen, wie zuletzt recht genial in Jeff Nichols' »Take Shelter« umgesetzt. »Enemy« mit Jake Gyllenhaal in einer Doppelrolle ist DER Film, den man in diesem Quartal nicht verpassen sollte!

Meteora (Spiros Stathoulopoulos)Cinemania 115: Bei aller Liebe
Der Frühling kommt so langsam in die Gänge, und passend dazu sechs Filme, die sich etwas zähflüssig um das Thema Liebe drehen: Angélique (Ariel Zeïtoun), Liebe im Gepäck (David E. Talbert), Love & Engineering (Tonislav Hristov), Meteora (Spiros Stathoulopoulos), Einmal Hans mit scharfer Soße (Buket Alakus), Words and Pictures (Fred Schepisi).

Good Vibrations (Lisa Barros D'Sa, Glenn Leyburn)Good Vibrations (Lisa Barros D'Sa, Glenn Leyburn)
Wenn Donald Duck ein Mensch wäre, mit realen Problemen wie politischen Unruhen, brutalen Skinheads, einer scheiternden Ehe und einem Glasauge – dann könnte er Terri Hooley heißen. Bei der Verkehrskontrolle eines kleinen Tourbusses in der Nähe von Belfast: »You're telling me some of those people are protestants and some catholics?« – »It never occured to me to ask them …«

Labor Day (Jason Reitman)Labor Day (Jason Reitman)
Traumatische Erlebnisse, die zusammenschweißen; erzieherisches Feingefühl; kulinarische Metaphern; daumenbreit aufs Brot geschmierte Sinnlichkeit; und harmonische Tanzschritte in der Sommerhitze: Irgendwie zeichnet es Regisseur Jason Reitman auch aus, wie er hier ganz darin aufgeht, einen echten »Frauenfilm« zu erschaffen.

Beziehungsweise New York (Cédric Klapisch)Beziehungsweise New York (Cédric Klapisch)
Der Verwirrungszustand von Xavier (Romain Duris) war immer ein zentraler Teil dieser Filmreihe, doch diesmal ist sein wahnwitziges Unternehmen, seiner Exfrau nach New York hinterher zu reisen, um nicht den Kontakt zu den gemeinsamen Kindern zu verlieren, tatsächlich eine nachvollziehbare Motivation, auf der Regisseur Klapisch die obligatorischen Komplikationen folgen lassen kann.

Muppets Most WantedCinemania 114: Körperflüssigkeiten
Vielleicht muss man heutzutage als Kinogänger die stoische Restwürde eines Chauffeurs aufweisen, der auf den Hinweis »This is a bag full of vomit!« trocken antwortet »It's not my first.« Wiederzufinden in einem dieser Filme: Ai Weiwei The Fake Case (Andreas Johnsen), Für immer Single? (Tom Gormican), Irre sind männlich (Anno Saul), Muppets Most Wanted (James Bobin), Die Schadenfreundinnen (Nick Cassavetes), Watermark (Jennifer Baichwal, Edward Burtynsky).

Tao Jie – Ein einfaches Leben (Ann Hui)Tao Jie – Ein einfaches Leben (Ann Hui)
Fugu, der beste Filmverleih Deutschlands hat wieder ein kleines, unscheinbares Kleinod ausfindig gemacht, der trotz Auszeichnung in Venedig 2011 (beste Darstellerin: Deanie Ip) sonst vielleicht nicht einmal einen DVD-Start beschert bekommen hätte. Also: Ab ins fsk oder ein vergleichbares Kino eures Vertrauens und staunen und fühlen. Nach Lektüre weiß man auch, wen man gegebenenfalls mitnehmen könnte ins Kino …

MietrebellenMietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt (Gertrud Schulte Westenberg, Matthias Coers)
»Treffen sich ein Politiker, ein Investor und ein Spekulant im Bordell …« Nein, dieser allgemein bekannte und etwas gehässige Witz wird im Film »Mietrebellen« nicht erzählt. Aber in dem »historischen Dokument« geht es eindeutig nicht um Objektivität oder das harte Leben der Vermieter, sondern um den Widerstand gegen die grassierende Gentrifizierung mit ihren menschenunwürdigen Folgen.

SpideyThe Amazing Spider-Man 2:
Rise of Electro (Marc Webb)

Das olle Voltaire-Sprichwort »With great power comes great responsibility« kennen vermutlich mehr Leute aus dem Zusammenhang mit Spider-Man. Im neuen Film beweisen die Macher, dass sie andere Aspekte als wichtiger empfinden. Beispielsweise »fun« und »playfulness«. Böh!

Spuren (John Curran)Spuren (John Curran)
Robyn Davidson (Mia Wasikowska) hasst es, wenn man sie »camel lady« nennt: »It makes me sound like I'm a crazy woman.« Bei dieser Kritik haben der Autor und sein treuer HTML-Sklave sich mal einer Herausforderung gestellt und etwas (zumindest für satt.org) neues ausprobiert. Wir hoffen, es gefällt …

Museum Hours (Jem Cohen)Museum Hours (Jem Cohen)
»Museum Hours« – der Titel ist Programm, sollte aber nur jene abschrecken, denen eh nicht mehr zu helfen ist. Ein Film über die Kunst und das Leben, über Totenschädel, Stilleben, Zigarettenkippen und Bierdosen. Und Wien, eine Stadt ohne Frühling.

Cinemania-LogoCinemania 113: »Whan that Aprill with his shoures soote«
Zwei eigentümliche Schwangerschaften, zwei Geburtstage (25 & 60), zwei Morde an Geschwistern und drei Verkehrsunfälle. Verteilt auf sechs Filme: Auge um Auge (Scott Cooper), Ida (Pawel Pawlikowski), The Invisible Woman (Ralph Fiennes), Miss Sixty (Sigrid Hoerner), Molière auf dem Fahrrad (Philippe Le Guay), Sunny Days (Nariman Turebayev).

Stories we tell (Sarah Polley)Stories we tell (Sarah Polley)
Nach Away from her und Take this Waltz der dritte Langfilm der regieführenden Schauspielerin Sarah Polley. Und erstmals sieht man sie dabei hin und wieder auch vor der Kamera, denn sie interviewt die eigene Familie, um mehr über ihre zu früh verstorbenen Mutter Diane herauszubekommen.

Her (Spike Jonze)Her (Spike Jonze)
Samantha hat ein ähnliches Problem wie die »kleine Meerjungfrau«. Sie möchte mit ihrem Angebeteten (Joaquin Phoenix) spazieren gehen oder tanzen. Dazu fehlen ihr aber nicht nur die Beine, sondern der komplette Körper, denn sie ist nur ein sehr fortschrittliches Computerprogramm, eine Stimme (Scarlett Johannsson). Aber diese App kann weitaus mehr als »Siri« …

The Return of the First Avenger (Anthony & Joe Russo)The Return of the First Avenger (Anthony & Joe Russo)
Vielsagende Dialogzeilen: »I told you S.H.I.E.L.D. doesn't negotiate.« Oder »The price of freedom is high, it always has been, but I'm ready to pay it.« Und natürlich: »Hey Cap, how do we know the bad guys from the good guys?« – »If they're shooting at you, they're bad!«

Die schöne Krista (Antje Schneider)Die schöne Krista (Antje Schneider)
»They gotta be feminine and stylish« fasst ein Juror es zusammen – und die Schnittkante zeigt dazu die Titelheldin beim Pinkeln. In diesem Film geht es nicht nur um die Absurditäten bei Landwirtschaftsschauen, sondern um die Kluft zwischen schönem Schein und oft unausgesprochenen Problemen. Vordergründig plätschert es, aber man muss genau hinschauen.

Kreuzweg (Dietrich Brüggemann)Kreuzweg (Dietrich Brüggemann)
Das inzwischen eingespielte Autorenpaar Dietrich und Anna Brüggemann erhielt für diese durchaus kritische Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche einen »Silbernen Bären« – doch teilweise ist das Buch eine Spur zu clever und der Film zu durchkomponiert. Die Kritik ist übrigens eher für »nach dem Film« konzipiert.

AntboyCinemania 112:
Donnerstag, der Dreizehnte

Vier eher maue Kinostarts vom 13. März, eine »Preview of coming unattractions« und ein wirklich gelungener Kinderfilm: Antboy (Ask Hasselbalch), Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand (Felix Herngren), Non-Stop (Jaume Collet-Serra), Shanghai Shimen Road (Haolun Shu), Vampire Academy (Mark Waters) und Veronica Mars (Rob Thomas).

Beltracchi – Die Kunst der Fälschung (Arne Birkenstock)Beltracchi – Die Kunst der Fälschung (Arne Birkenstock)
Eine größenwahnsinnige Selbstdarstellung, ein Werbefilm für eine veränderte Marktsituation – aber auch ein ungemein unterhaltsamer Dokumentarfilm. Über den Arbeitsalltag eines Kunstfälschers. Aufbereitet vom Sohn seines Verteidigers.

Saving Mr. Banks (John Lee Hancock)Saving Mr. Banks (John Lee Hancock)
Nach »Me and Orson Welles« und »My Week with Marilyn« erneut ein »Ich kannte einen Superstar«-Biopic, bei dem aber seltsamerweise Walt Disney nicht einmal im Titel vorkommt. Oder Mary Poppins, P.L. Travers und die großartigen Sherman-Brüder.

BerlinaleCinemania 111:
Berlinale 2014, die fünfte

Aloft (Claudia Llosa, Wettbewerb), La belle et la bête / Die Schöne und das Biest (Jean Cocteau, Retrospektive respektive Christophe Gans, Wettbewerb außer Konkurrenz), Amma & Appa (Franziska Schönenberger, Jayakrishnan Subramanian, Perspektive Deutsches Kino), Kalle Kran (Johan Hagelbäck, Generation Kplus Kurzfilm), A Long Way Down (Pascal Chaumeil, Berlinale Special).

BerlinaleCinemania 110:
Berlinale 2014, die vierte

En du elsker / Someone you love (Pernille Fischer Christensen, Berlinale Special), Särtulis / Rotstift (Dace Ridüze, Generation Kplus Kurzfilme), She's lost Control (Anja Marquardt, Forum), Snowpiercer / Seolguk-yeolcha (Bong Joon-ho, Forum), Sprout / Spross (Yoon Ga-eun, Generation Kplus Kurzfilm), Tape_13 (Axel Stein, Perspektive Deutsches Kino).

BerlinaleCinemania 109:
Berlinale 2014, die dritte

George Clooney auf den Spuren von John Sturges, ein argentinisches Mädchen auf den Spuren seines Vaters, ein Audiokommentar zu einem alten Fußballspiel, ein erstaunlich gelungener Episodenfilm und ein Wettbewerbsbeitrag, den vermeintlich nur der satt.org-Filmredakteur mochte.

BerlinaleCinemania 108:
Berlinale 2014, die zweite

Weitere Berlinale-Kritiken: The Grand Budapest Hotel (Wes Anderson, Wettbewerb), Kumiko, the Treasure Hunter (David Zellner, Forum), Sto spiti / At Home (Athanasios Karanikolas, Forum), Things People Do (Saar Klein, Panorama), What we do in the Shadows (Taika Waititi & Jemaine Clement, Generation 14plus).

Berlinale»Stop the fucking movie!«
Tumult im Berlinale-Palast

Ich sitze im Berlinale-Palast gerne nahe des rechten Seitenausgang in der dritten Etage, weil man da ein bisschen Licht zum Schreiben hat, Platz, um seine Tasche und den (aktuell glücklicherweise nicht) Wintermantel abzustellen. Der Platz ist nicht optimal (ein Scheinwerfer ragt ein wenig in den Bildrand), aber mir gefällt’s.

RoboCop (José Padilha)RoboCop (José Padilha)
Der neue RoboCop findet sich wieder in einer unheiligen Dreieinigkeit: Batman aka Michael Keaton, Dracula aka Gary Oldmann und Freddie Krüger aka Jackie Earle Haley. Wer solche Vertrauenspersonen hat, sollte an allem und jedem zweifeln. »Conciousness is nothing more than the process of information – we're gonna fix him!«

Dallas Buyers Club (Jean-Marc Vallée)Dallas Buyers Club (Jean-Marc Vallée)
Cowboys und Sex: Eine langjährige Affäre mit der Academy of Motion Pictures and Sciences. 1969: Midnight Cowboy wird als bester Film, für die beste Regie und das beste Drehbuch ausgezeichnet, Dustin Hoffman und Jon Voight verlieren gegen John Wayne. 2005/2006: Brokeback Mountain: Beste Regie, bestes Drehbuch, beim Film übergangen, Ledger und Gyllenhaal haben auch kein Glück. Doch diesmal sind die Schauspieler dran …

Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag (Jimmy Hayward)Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag (Jimmy Hayward)
Halloween ist die Zeit des großen Kürbis, das ist allgemein bekannt. Wer hingegen glaubt, Thanksgiving sei der Feiertag, an dem sich die US-amerikanische Familie trifft, um einen großen Vogel aufzuschneiden, der kennt den großen Truthahn noch nicht. Ein Hoch auf Zeitreisefilme!

Jörg Buttgereits Captain Berlin #1Jörg Buttgereits Captain Berlin #1
Der multimediale »Trashkünstler mit Anspruch« Jörg Buttgereit hat seinen ureigenen Superhelden »Captain Berlin« jetzt endlich auch in einem Comicheft verewigt. Wenn der sich mit Adolf Hitler boxt, ist das spannender als Superman gegen Muhammed Ali!

BerlinaleCinemania 107:
Berlinale 2014, die erste

Ein ABC an Berlinale-Tips und -Warnungen: American Hustle (David O. Russell, Berlinale Special), The Better Angels (A.J. Edwards, Panorama), Calvary (John Michael McDonagh, Panorama), Oshidori utagassen / Singing Lovebirds (Masahiro Makino, Retrospektive) und Tante Hilda! (Jacques-Rémy Girerd & Benoît Chieux, Generation Kplus).

BerlinaleShip bun (Lee Yong-seung, Forum)
Eine komplexe Geschichte schnörkel- und fehlerlos erzählt. Auch in Südkorea ist ein Praktikum oft ein Sprungbrett für die Karriere, das zu einem schmerzhaften Flachköpper führen kann. Kein »Mobbing-Drama«, sondern eine gut beobachtete Charakterstudie.

Le Passé – Das Vergangene (Asghar Farhadi)Le Passé – Das Vergangene (Asghar Farhadi)
Eine Frau (Bérénice Bejo, hierfür preisgekrönt in Cannes), zwei Männer, drei Kinder. Mindestens eine Scheidung, und dann irgendwie noch zwei Frauen. Pubertäre Rebellion gegen den »aktuellen« Stiefvater, semi-detektivische Entwirrung komplizierter Tatumstände, Probleme beim Loslassen und beim Eingestehen von Fehlern. Der neue Asghar Farhadi (Nader & Simin).

Anchorman 2Cinemania 106: Forbidden Achselstein
Fünf Januar-Starts: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Adam McKay), Hannas Reise (Julia von Heinz), I, Frankenstein (Stuart Beattie), Nicht mein Tag (Peter Thorwarth) und Le Week-end (Roger Michell).

Nebraska (Alexander Payne)Nebraska (Alexander Payne)
Das man aus der winzigsten Prämisse noch einen großartigen Film machen kann, beweist diesmal »Nebraska«. Ein Abenteuer, das jeder von uns beim täglichen Öffnen des Briefkastens durchleben könnte. Sträflich missachtet bei der Golden-Globe-Verleihung (war fünf mal nominiert, verlor u.a. gegen Alfonso, Leonardo, Spike und Jennifer).

12 Years a Slave (Steve McQueen)12 Years a Slave (Steve McQueen)
»I apologize for my appearance, but I had a difficult time this past few years.« Die ganze Geschichte des Mr. Solomon Northup (nach dem Buch von selbigen) erzählt Steve McQueens »12 Years a Slave«, der am Montag den Golden Globe als »Bester Film (Drama)« gewann.

Fack ju GöhteDas Filmjahr 2013 im Rückblick
Jahreslisten-Zeit. Wer hat es diesmal geschafft? Das Coming-Out der Eiskönigin? Das Regiedebüt von Joseph Gordon-Levitt? Der Weltuntergang mit Riesendödel? Eine großartige Literaturverfilmung? Vorwerks Liste, mit auffallend viel Disney, Griechenland und LGBT.

Das erstaunliche Leben des Walter MittyCinemania 105: Tagediebe und Kreaturen der Nacht
Rezensionen zu Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (Ben Stiller), Una noche – Eine Nacht in Havanna (Lucy Mulloy), Only Lovers Left Alive (Jim Jarmusch) und Les salauds – Dreckskerle (Claire Denis).

Soundtrack: Frozen – Die EisköniginSoundtrack: Frozen – Die Eiskönigin
Filmredakteur Vorwerk nahm seine Rezension des Disney-Soundtracks zur »Eiskönigin« (OT: Frozen) zum Anlass, eine queere Deutung einiger Themen zu unternehmen. Open the closet door and embrace the snow! Snowmen love warm hugs. [Thomas Vorwerk]

Belle & Sebastian (Nicolas Vanier)Belle & Sebastian (Nicolas Vanier)
Ein Film für Groß und Klein, mit einer tiefen Freundschaft zwischen Junge und Hund und vielschichtigen Grautönen in Moralfragen. In manchen Situationen sind selbst Lügen, Wildern und Plündern (aus dem LKW der Deutschen) vertretbar, während Befehle der »Erziehungsberechtigten« zumindest hinterfragt werden sollten.

Howard Hawks-RetrospektiveHoward Hawks-Retrospektive
Howard Hawks! 20 Filme, darunter: The Big Sleep! Bringing up Baby! Red River! His Girl Friday! I Was a Male War Bride! Scarface! Hatari! Gentlemen Prefer Blondes! Monkey Business! Rio Bravo! To Have and Have Not! Und drei Rezensionen, zu Twentieth Century, Only Angels Have Wings und The Road to Glory!

Blau ist eine warme FarbeComic & Film:
Blau ist eine warme Farbe

Die besten Literaturverfilmungen finden medienspezifisch eigene Wege und entfernen sich dabei auch mal von der Vorlage, was Freunde des Ursprungsmaterials mitunter erzürnt. In diesem Sinne ist »Blau ist eine warme Farbe« wie Kubricks »The Shining«: Kechiches Verfilmung hat gänzlich andere Stärken (und auch ein paar Schwächen) wie Julie Marohs nun auch auf Deutsch erhältlicher Comic.

Workers (José Luis Valle) Workers (José Luis Valle)
»Und der Arbeiter, der zwölf Stunden webt, spinnt, bohrt, dreht, baut, schaufelt, Steine klopft, trägt usw. – gilt ihm dieses zwölfstündige Weben, Spinnen, Bohren, Drehen, Bauen, Schaufeln, Steinklopfen als Äußerung seines Lebens, als Leben?« (Karl Marx)

Oldboy (Spike Lee)Oldboy (Spike Lee)
In 25th Hour ging es um den letzten Tag vor einer Haftstrafe, in Inside Man um ein selbstgewähltes Gefängnis und in diesem Remake von Park Chan-wooks modernem Rache-Klassiker ist die Motivation für die Entlassung entscheidender als ein zwanzigjähriges Wegschließen von Josh Brolin. Liegt in diesem wiederkehrenden Thema die Botschaft von Spike Lees seltsamer Projektwahl versteckt?

Carrie (Kimberly Peirce)Carrie (Kimberly Peirce)
Warum »Old School« einfach mehr rockt. Trotz Judy Greer. Ein ziemlich ins Detail gehender Vergleich zwischen Stephen King, Brian De Palma und Kimberly Peirce. Unschuld, Mutterliebe, CGI, Splitscreen, high-tech bullying, full frontal nudity und political correctness.

Inside Llewyn Davis (Joel & Ethan Coen))Inside Llewyn Davis
(Joel & Ethan Coen)

Der interpretatorisch komplexeste Film der Coen-Brüder seit Barton Fink. Die authentischste Musikerbiographie seit Walk Hard – The Dewey Cox Story. Und beinahe genau so witzig. In der Titelrolle: Oscar Isaac, vielleicht die Entdeckung der Saison, als musikalische Streunekatze.

Blancanieves – Ein Märchen von Schwarz und Weiss (Pablo Berger)Blancanieves – Ein Märchen von Schwarz und Weiss (Pablo Berger)
Regisseur Pablo Berger: »Ich hatte acht Jahre an meinem Projekt gearbeitet, die Finanzierung stand, und wir waren kurz davor zu drehen. Und dann hörte ich vom großen Erfolg von The Artist [Cannes 2011]. Also der formale Überraschungseffekt war weg, Stummfilm und Schwarzweiß waren nichts Neues mehr. Das war wie ein Kübel kaltes Wasser auf den Kopf.«

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (Jennifer Lee, Chris Buck)Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (Jennifer Lee, Chris Buck)
Wenn in einem Disney-Film jemand langsam einfriert, kann man sich darauf verlassen, dass die Lippen als letzte erkalten. Denn wo sonst soll »Prince Charming« seinen »true love's kiss« hinsetzen? Doch diese Woche ist an der Märchenfront einiges anders …

Get a Horse! (Lauren MacMullan)Get a Horse! (Lauren MacMullan)
Obwohl in diesem Disney-Kurzfilm vor allem Mäuse, Katzen, Kühe und Pferde unterwegs sind, sieht der Filmredakteur doch wieder nur Schweinereien und schreibt einen Text über Russ-Meyer-Proportionen und einen voyeuristischen Lustmolch mit einer sehr visuellen Erektionsstörung.

Maman und ich (Guillaume Gallienne)Cinemania 104 – Wink mit dem Zaunpfahl
Basisinformationen zur 13. französischen Filmwoche und Rezensionen zu Alois Nebel (Tomás Lunák), Blue Jasmine (Woody Allen), Ganz weit hinten (Nat Faxon & Jim Rash), Goodbye Morocco (Nadir Moknèche), Maman und ich (Guillaume Gallienne), Machete Kills (Robert Rodriguez) und Der Mohnblumenberg (Goro Miyazaki).

Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)
Früher gab es in den Filmen von Woody Allen immer intellektuell-liberale Bücherregale zu bestaunen. In seinem neuesten Film stehen sieht man nur ein paar Videospiele neben der Wodkaflasche liegen. Und nein, dies ist kein Text, der in die falsche Spalte verrutscht ist, der Wahnsinn hat Methode.

Venus im Pelz (Roman Polanski)Venus im Pelz (Roman Polanski)
»Kindermisshandlung ist nur ein Problem der Scheiß-Gesellschaft.« In seiner Sacher-Masoch-Bearbeitung bietet Polanski viel Stoff für vermeintliche Skandalmeldungen. Doch eigentlich steht die angebotene PR-Leistung ganz im Dienste eines kleinen, aber genialen Theaterstücks.

Captain Phillips (Paul Greengrass)Captain Phillips (Paul Greengrass)
Nicht nur die Untergebenen von »Captain Phillips« (Tom Hanks auf dem Weg zum nächsten Oscar?) beschweren sich, dass sie zu wenig bezahlt bekommen, um gegen Piraten zu kämpfen. Auch die Piraten selbst sind unzufrieden: »It was supposed to be easy. I get ship, ransom. Nobody gets hurt.« Der Film spielt übrigens in diesem Jahrhundert und kommt ohne Johnny Depp aus.

Jenseits der Hügel (Cristian Mungiu)Jenseits der Hügel (Cristian Mungiu)
Noch überraschender und intensiver als im Fall von Iran und Griechenland hat sich die rumänische Nationalfilmographie innerhalb kürzester Zeit dem aufmerksamen Blick des Weltkinos gestellt, mit einem sehr humanistischen Kern und einem filmsprachlichen Selbstbewusstsein. Innerhalb des Landes ist Cristian Mungiu der prominenteste Filmemacher …

Jung und schön (François Ozon)Jung und schön (François Ozon)
Wer in einem Film über Prostitution und sexuelles Erwachen den Einstieg über filmhistorische Zitate aus John Carpenters Halloween und Friedrich Wilhelm Murnaus Nosferatu ebnet, steckt offensichtlich noch voller überraschender Ideen. Ozon ist wieder da!

Wrong (Quentin Dupieux)Wrong (Quentin Dupieux)
Die interessierte Presse durfte dieses DVD-Release schon beim Fantasy-Filmfest begutachten. Eine von zwei DVDs bzw. BluRays im November, die definitiv einen Kinostart verdient hätte. Der beste Film dieses Jahres, bei dem der Regisseur mit Vornamen »Quentin« heißt.

Fack ju Göhte (Bora Dagtekin)Fack ju Göhte (Bora Dagtekin)
Eine Pennäler-Komödie mit Katja Riemann, Uschi Glas und jeder Menge sehr gewollt erscheinender Rechtschreipfehler – das klingt eigentlich eher abtörnend. Doch das Ziel einer Komödie ist ja, das Publikum zum Lachen zu bringen. Und in dieser Hinsicht ist hier nicht nur das »Klassenziel erreicht«, sondern man befindet sich eindeutig im Bereich, wo ein simples »befriedigend« der Leistung nicht gerecht werden würde.

Thor: The Dark Kingdom (Alan Taylor)Thor: The Dark Kingdom (Alan Taylor)
Die als Mannschaft auftretenden Marvel-Filme nähern sich in ihrer Regelmäßigkeit dem Heftchen-Output des Comicverlags. Selbst, wenn man die S.H.I.E.L.D.-Fernsehserie außen vor lässt, gibt es aktuell jedes Jahr zwei Filme, was auch schon bis 2015 (Avengers 2 und Ant-Man) durchgeplant scheint. Mal sehen, was zuerst abbricht: Der Zuschauerzuspruch oder der Qualitätsanspruch.

Ich fühl mich Disco (Alex Ranisch)Ich fühl mich Disco (Alex Ranisch)
Der Beweis, dass man, um mit US-amerikanischen Erfolgskomödien mitzuhalten, nicht Nora Tschirner und Til Schweiger besetzen muss, sondern einfach ein bisschen Mut und Ehrlichkeit auf die Leinwand bringen muss. Und trotz holprigem Budget wird man an diesen Film noch denken, wenn man vom letzten Apatow nur noch eine vage Erinnerung hat.

Cinemania-LogoCinemania 102 – Whiteout
Rezensionen zu Alphabet (Erwin Wagenhofer), Im weißen Rössl – Wehe, Du singst! (Christian Theede), Jackpot (Magnus Martens), Das kleine Gespenst (Alain Gsponer), Runner Runner (Brad Furman) und Scherbenpark (Bettina Blümner).

Alles eine Frage der Zeit (Richard Curtis)Alles eine Frage der Zeit (Richard Curtis)
Richard Curtis hat begriffen, dass das Drehbuchschreiben wie eine Zeitreise ist. man kann immer wieder zurück auf Seite 17 (oder 2), um etwas zu verändern. Im günstigeren Fall, um es zu verbessern. Und so arbeiten Curtis (und sein Filmheld Domhnall Gleeson) an der großen Liebe – und dem perfekten Liebesfilm. »Give me the little bugger, let's see if she bounces.«

Unter dem Regenbogen - Ein Frühjahr in Paris (Agnès Jaoui)Unter dem Regenbogen - Ein Frühjahr in Paris (Agnès Jaoui)
Die Filme von Jaoui und Bacri verlassen die vertrauten Gefilde. Man verläuft sich im Wald, trifft auf einen bösen Wolf, muss sich mit einer schönheitsfixierten Stiefmutter rumärgern, nach dem Prinzenball den Träger eines Schuhs finden und bekommt dann zu allem Übel auch noch vor einer Hellseherin das eigene Todesdatum verraten. Keine Angst, es mag sich so anhören, aber es gibt keine übernatürlichen Elemente in dieser märcheninspirierten leichten Komödie.

Austenland (Jerusha Hess)Austenland (Jerusha Hess)
Das Team hinter Napoleon Dynamite und Nacho Libre darf jetzt Jane Austen durch den Wolf drehen? Und Stephenie »Twilight« Meyer produzierte? Das Resultat ist weitaus unterhaltsamer (und intelligenter) als man annehmen würde. Und komplett vampirfrei!

Drecksau (Jon S. Baird)Drecksau (Jon S. Baird)
»Filth« oder »Drecksau« ist nicht der beste Film des Jahres, auch nicht der zweitbeste. Aber zusammen mit »Spring Breakers« gehört er in die seltene Kategorie »Muss man gesehen haben«. Ein Film wie ein rotnasiger Clown, der einem in den Unterleib tritt.

Cinemania-LogoCinemania 10/3 – Kinofeiertag
Eine Kinoreise vom Hunsrück ins All – mit gänzlich unterschiedlichen Helden wie Niki Lauda, Liberace und Jean-Sol Partre. Rezensionen zu Filmen, die man am 3. Oktober feiern sollte: Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht (Edgar Reitz), Gravity (Alfonso Cuarón), Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (Steven Soderbergh), Rush (Ron Howard) und Der Schaum der Tage (Michel Gondry).

Not fade away (David Chase)Not fade away (David Chase)
In weniger als zwei Stunden versucht Sopranos-Schöpfer David Chase, eine Geschichte zu erzählen, die man auch auf zwei Staffeln einer Fernsehserie hätte verteilen können. Vielleicht ist hier ja mal zur Abwechslung die Zukunft des Fernsehens das Kino.

Albert Nobbs (Rodrigo Garcia)Albert Nobbs (Rodrigo Garcia)
Albert Nobbs (Glenn Close) hat bescheidene Ambitionen. Einen kleinen Tabakladen mit einer Wohnung dahinter, eine liebevolle Frau, die hinter der Theke stehen kann. Immerhin konnte Hauptdarstellerin, Koproduzentin und Ko-Autorin Glenn Close ihren Wunsch erfüllen, diese Geschichte auf die Leinwand zu bringen.

Riddick (David Twohy)Riddick (David Twohy)
Vin Diesel versuchte sich einst als James-Bond-Ersatz »Triple X«. Im dritten Film der Riddick-Serie gelingt es ihm immerhin, eine jahrzehntelange Tradition schlimmer Chauvi-Allüren, in denen Frauen die Halbwertzeit essbarer Unterwäsche nur selten überschritten, mit Leichtigkeit in den zappendüsteren Schatten zu stellen. Dafür aus dem Schaumbad von Howard Wolowitz aufgetaucht: Katee Sackhoff.

Die schönen Tage (Marion Vernoux)Die schönen Tage (Marion Vernoux)
Regisseurin Marion Vernoux ist vor allem bekannt für die Verfilmung einer der schönsten Dreiecksgeschichten der jüngeren Literaturgeschichte: Julian Barnes' »Talking it over« (dt.: Darüber reden), bei der ihre Filmfassung den Titel des Buchsequels vorwegnahm: »Love etc.« Anderthalb Jahrzehnte später ist ein anderer Dreiecksroman dran …

R.E.D. 2 – Retired Extremely Dangerous (Dean Parisot)R.E.D. 2 – Retired Extremely Dangerous (Dean Parisot)
»What are you doing kissing this guy?« – »Well, I didn't want to kill him.« – »What kind of logic is that?« Hier und da durchbricht Red 2 die üblichen Actionfilm-Klischees und das Ergebnis ist mitunter faszinierend.

Cinemania-LogoCinemania 101: Hühnerdiebe, Teufelspakte und Undercover-Dramen
Sieben neue Filme: Der Kongress (Ari Folman), 00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse (Helge Schneider), Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum (David Soren), 2 Guns (Baltasar Kormákur), Ummah – unter Freunden (Cüneyt Kaya), Voll und ganz und mittendrin (Steph Green), Geburtstag (Denis Dercourt).

König von Deutschland (David Dietl)König von Deutschland (David Dietl)
Siebziger-Jahre-Paranoia-Kino als eine Komödie mit Olli Dittrich verkleidet. Kann das funktionieren? Mit Veronica Ferres und Peter Illmann? Das Genre-Halbblut hat zwar einige Makel, kann sich aber mit stolzer Brust neben seine Eltern stellen. Wie Debüt-Regisseur David Dietl neben seinen Vater, der auch mal ein Hoffnungsträger war.

Shadow Dancer (James Marsh)Shadow Dancer (James Marsh)
Gleich zwei irische Ko-Produktionen starten diese Woche (Kritik zur anderen wird im Cinemania nachgeliefert). Wobei beide trotz kleinen Verleihfirmen durchaus Appeal für ein großes Publikum hätten. Wer George Clooney als The American mochte, könnte Shadow Dancer als etwas anderes Date Movie testen. Das Tempo ist etwas schneller, der Body Count auf dem Niveau von Romeo & Julia. England und Nordirland, »two countries, both alike in dignity« - kann das gut gehen?

Elysium (Neill Blomkamp)Elysium (Neill Blomkamp)
Matt Damon wirkt in seiner allzu amerikanisch wirkenden Heldenrolle wie eine der für ein politisch fragwürdiges Hollywood typischen Figuren, die jeweils für die Gleichberechtigung verschiedener Minderheiten stehen, obwohl sie gar nicht dazugehören, nach dem Motto »Man braucht einen Weißen / Hetero / Mann, um für die Rechte der Farbigen / Schwulen / Frauen zu kämpfen.«

The Bling Ring (Sofia Coppola)The Bling Ring (Sofia Coppola)
Paris Hilton hat nicht nur einen kurzen Gastauftritt, man drehte auch in ihrem Haus. Die Galerie von Titelbildern, die unzähligen Kissen mit ihrem Konterfei in Siebdruck, das »Nightclub-Zimmer« und der riesige begehbare Schuhschrank – das alles hätte mit aufwendigem Production-Design niemals absurder aussehen können als in der freiwilligen Zurschaustellung.

Gloria (Sebastian Lelio)Gloria (Sebastian Lelio)
Ein weiterer Beitrag zum Thema Altern in Würde, dem diesjährigen Favoriten im europäischen Autorenkino. Zur Abwechslung mal aus Chile. Außerdem: die hässlichste Katze der Welt und wie man sie inszeniert wie ein Goya-Gemälde.

Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)
Der Weltuntergang steht bevor, entgegen alle bisherigen Überzeugungen sucht man sein Heil nun doch noch im Gebet. Doch wer mal Gottes Mail-Box gesehen hat, weiß, dass es sich anbietet, eine griffige Betreffzeile zu formulieren: »Dear God [...] it's me, Jonah Hill... from Moneyball

Trance – Gefährliche Erinnerung (Danny Boyle)Trance – Gefährliche Erinnerung (Danny Boyle)
Was ist von international erfolgreichen Regisseuren noch zu erwarten, nachdem sie mal die Eröffnungsshow der Olympischen Spiele inszenieren durften? Nach Zhang Yimou nun Danny Boyle.

Wolverine: Weg des Kriegers (James Mangold)Wolverine: Weg des Kriegers (James Mangold)
Als Comicheld hat man es nicht leicht, Pazifist zu sein. Man wird aus den heimatlichen Wäldern, wo man in Einklang mit der Natur lebte, in eine fremdländische Millionenmetropole gelotst, und Heerscharen von Ninjas und Yakuza haben dort nichts dringlicheres vor, als dir in die Adamantiumkrallen zu springen. »Is that all the men you brought?«

Cinemania-LogoCinemania 100: Keine Jubelnummer
So schmeckt der Sommer, Teil 2. Kritiken zu Drei Stunden (Boris Kunz), La Grande Bellezza – Die große Schönheit (Paolo Sorrentino), Pacific Rim (Guillermo del Toro), Paulette (Jérôme Enrico), Virgin Tales (Mirjam von Arx) und We steal Secrets – Die WikiLeaks Geschichte (Alex Gibney).

Cinemania-LogoCinemania 99:
Inge, Jonah und die Kopten

Acht Sommer-Kinostarts und eine nicht mehr ganz taufrische DVD: Adieu Paris (Franziska Buch), The Call – Leg nicht auf (Brad Anderson), Fuck for Forest (Markus Marczak), Jonah Hex (Jimmy Hayward), Die Jungfrau, die Kopten und ich (Namir Abdel Messeeh), Papadopoulos & Söhne (Marcus Markou), 7 Tage in Havanna (Laurent Cantet, Benicio del Toro, Julio Medem, Gaspar Noé, Elia Suleiman, Juan Carlos Tabio, Pablo Trapero), Systemfehler – Wenn Inge tanzt (Wolfgang Groos), Die Unfassbaren – Now you see me (Louis Leterrier).

Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)
Schon 1897 erschien Henry James' Roman What Maisie knew, der auch heutzutage (wie in dieser ins heutige New York übertragenen Verfilmung) noch die Probleme, mit denen man als Scheidungskind konfrontiert wird, zielsicher beschreibt. In der besten aller Welten schaut ein Paar, das kurz vor der Scheidung steht, diesen Film, und überlegt es sich vielleicht nochmal …

His & Hers (Ken Wardrop)His & Hers (Ken Wardrop)
68 Frauen aus den »Irish Midlands« sprechen über ihre Väter, Söhne, Brüder, Liebhaber und Männer – daraus entsteht eine Art Liebesgeschichte als zeitliches Panorama, vom Baby bis zur Greisin. Filmisch sehr ansprechend und auch voller emotionaler Momente, ein schöner Dokumentarfilm, der es mit Verspätung in die deutschen Kinos schaffte.

World War Z (Marc Forster)World War Z (Marc Forster)
Ob romantische Komödien, Shakespeare-Updates oder Jane-Austen-Romane: Mit der bewährten Zutat »Zombies« lässt sich heute alles besser verkaufen. Warum also nicht auch eine Kombination aus politisch angehauchten Katastrophenszenario mit einem Familiendrama? Ein beherzter Schritt für die filmgeschichtliche Evolution der lebenden Toten.

Joël Séria, Und erlöse uns nicht von dem BösenKatastrophen einer Pubertät. Bücher von Corinna Engel & Christian Kaiser, Erlend Erichsen sowie ein wiederveröffentlichter Film von Joël Séria
Die schrecklichen Kinder: Zwei Bücher und ein Film führen ihre Helden in dunkle, gewalttätige Welten. Anja, die an ihrer Schule Opfer von Mobbingattacken wird; Runar und „Vinterblod“, die in die Black Metal-Subkultur abtauchen und sich Eltern und Freunden entfremden; die teuflischen Klosterschülerinnen Anne und Lore, die die Lektüre von Lautréamonts Gesängen des Maldodor und Baudelaires Blumen des Bösen beim Wort nehmen und literarische und pubertäre Phantasien auf grausam-tödliche Weise in der Wirklichkeit erproben. Dominik Irtenkauf über Seelenvernichter, Nationalsatanisten und Teufelsbraten.

Die Monster Uni (Dan Scanlon)Die Monster Uni (Dan Scanlon)
»We scare because we care« – dieser Slogan des bekannten Energiekonzerns könnte dem Prequel von Monsters Inc. das Genick brechen, denn zwischenzeitig sieht es wirklich so aus, als wäre das Happy End nur durch das Erschrecken eines Kindes möglich. Insgeheim dreht sich der Film vor allem darum, dieses Problem zu umgehen.

Man of Steel (Zack Snyder)Man of Steel (Zack Snyder)
War es reiner Zufall, dass Pro 7 am Montag jene Folge von The Big Bang Theory zeigte, in der man sich als Justice League of America verkleidete und Pennys geistig minderbemittelter Stecher Zack als Superman auftrat? Unterhaltsamer als das neueste Comic-Spektakel war das allemal.

Seelen (Andrew Niccol)Seelen (Andrew Niccol)
Der erklärte Twilight-Hasser Vorwerk war zur neuen Stephenie-Meyer-Verfilmung. Und hat sich seltsamerweise gut unterhalten gefühlt. Manche Filme muss man küssen, um von ihnen geohrfeigt zu werden …

After Earth (M. Night Shyamalan)After Earth (M. Night Shyamalan)
Deutschland hat Til Schweiger und seine Töchter, die USA müssen mit Will Smith und seinem »Karate Kid« Jaden vorlieb nehmen, der hier unter der Regie eines handverlesenen Regisseurs ein »zweistündiges Auditing vor CGI-Kulisse« (Andreas Borcholte in »Der Spiegel«) erlebt. Zum Fürchten öde.

Cinemania-LogoCinemania 98: Mayday, Mayday
Vier aktuelle Kinostarts und zwei Filme, die zumindest in je einem Kino präsentiert wurden: Algebra in Love (Whit Stillman), Canim Kreuzberg (Asli Özarslan & Canan Turan), Mutter und Sohn (Calin Peter Netzer), No Place on Earth – Kein Platz zum Leben (Janet Tobias), To the Wonder (Terrence Malick), Das Weiterleben der Ruth Klüger (Renata Schmidtkunz).

Playoff (Eran Riklis) | Die Lebenden (Barbara Albert)Playoff (Eran Riklis)
Die Lebenden (Barbara Albert)

Zwei Filme nicht-deutscher Inszenierung befassen sich an diesem Starttermin mit deutscher Vergangenheit. Also kommt es zu einem Showdown. Die Österreicherin Barbara Albert mit »Die Lebenden« gegen den aus Israel stammenden Eran Riklis mit »Playoff«. Ähnliche Ansätze, ähnliche Probleme, aber ein klarer Gewinner.

Evil Dead (Fede Alvarez)Evil Dead (Fede Alvarez)
Diesmal ohne Bleistift, dafür aber mit elektrischem Fleischmesser, Spiegelscherben, Vorschlaghammer, Motorsäge, fettem Budget, Lou Taylor Pucci, Jane Levy und Blutregen. Ko-Produzent Sam Raimi: »I dare you to see it …«

Now you don't.Now you don't.
Wenn man zum ersten Mal von einem Film hört, dann ist das, als wenn man zum ersten Mal eine Person sieht, die vielleicht die Liebe des Lebens werden könnte. Aber meistens wird man enttäuscht …

Stoker – Die Unschuld endet (Park Chan-wook)Stoker – Die Unschuld endet (Park Chan-wook)
Ein Production Design, für das selbst Tim Burton töten würde, eine feinsäuberlich abgestimmte Tonspur und jede Menge Close-Ups, Parallelmontagen, Split Screens, Freeze Frames und Match-Cuts. Kurzum: Eine Lektion in Sachen Möglichkeiten des Medium Film. Nur schade, dass die Geschichte zwar spannend, aber im Nachhinein ziemlich Banane ist.

Saiten des Lebens (Yaron Zilberman)Saiten des Lebens (Yaron Zilberman)
Shakespeares Macbeth wusste um den Stand des aktuellen US-Kinos: »a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing«. In diesem Film geht es zwar auch um »Schall und Wahn«, aber ohne fliegende Supersoldaten in 3D. Ein Streichquartett: der eine bläst aus dem letzten Loch (Christopher Walken), der andere will die erste Geige spielen (Philip Seymour Hoffman) – und es endet nicht mit einem Paukenschlag.

Frieda Grafe – 30 FilmeWie Film Geschichte anders schreibt: Frieda Grafe – 30 Filme
Vom 24. bis 28. April im Berliner Arsenal-Kino: die ersten zehn von dreißig Filmen, die die legendäre Filmkritikerin Frieda Grafe einst aussuchte. Nicht die langweiligen Kanon-Streifen, die man schon mitbeten kann, sondern einiges an Überraschungen.

Das hält kein Jahr..! (Dan Mazer)Das hält kein Jahr..! (Dan Mazer)
Wo andere Filme abblenden, Hochzeit mit Happy End, setzt hier die Handlung erst ein. Nat, Tochter aus bestem Hause, verfolgt zielstrebig eine Karriere als Geschäftsfrau. Zu Hause wartet Josh, verträumter Schluffi und minderproduktiver Schriftsteller, auf eine Frau, mit der er herumalbern kann. [Friederike Kapp]

Eine Dame in Paris (Ilmar Raag)Eine Dame in Paris (Ilmar Raag)
Was soll man von einem Film halten, der als »imdb-Keywords« einzig »Croissant« und »elderly people« vorweisen kann? In diesem Fall schon eine Menge mehr, denn die Hauptdarstellerinnen Laine Mägi und Jeanne Moreau sind eine angenehme Abwechslung zu den üblichen Stars von »Tantenfilmen« wie Judi Dench, Maggie Smith oder Helen Mirren.

Cinemania-LogoCinemania 97:
April is the cruellest month

Fünf aktuelle Kinostarts: Beerland (Matt Sweetwood), Charlies Welt - Wirklich nichts ist wirklich (Roman Coppola), Georg Baselitz (Evelyn Schels), Der Tag wird kommen (Gustave de Kervern & Benoît Delépine) und Rendezvous in Belgrad (Bojan Vuletic).

Oslo, 31. August (Joachim Trier)Oslo, 31. August (Joachim Trier)
Es gibt weitaus mehr Gründe, diesen Film zu lieben, aber in dieser Kritik wird es an zwei Punkten festgemacht. Wer The Big Lebowski, Elephant oder Forbidden Planet mag, sollte zumindest diese Kritik überfliegen. Ob deswegen auch der Film gefällt, muss man selbst eruieren.

Cinemania-LogoCinemania 96:
Kuckuckseier im Osterkorb

Vier aktuelle Kinostarts: Dead Man Down (Niels Arden Oplev), Hai-Alarm am Müggelsee (Leander Haußmann & Sven Regener), Heute bin ich blond (Marc Rothemund) & Mitternachtskinder (Deepa Mehta).

Spring Breakers (Harmony Korine)Spring Breakers (Harmony Korine)
Neongrüne Bikinis und Gesichtsmasken in Pink. Mit einem kleinen Einhorn drauf. Spring Breakers ist vielleicht auch ein »fashion statement«. Aber vor allem ein Film darüber, wie man viele neue Freunde findet. Die alle so ungemein nett und entgegenkommend sind. Frei ab 12 Jahren, wahrscheinlich waren bei der FSK-Prüfung gerade einige im Urlaub.

Unter Menschen (Christian Rost, Claus Strigel)Unter Menschen (Christian Rost, Claus Strigel)
Stell dir vor, du erwachst in einer Kiste. Immerhin so hoch, dass du stehen kannst. Man behandelt dich gut: Täglich bekommst du durch eine Klappe dein Essen. Jahrzehnte vergehen. Dein Aufenthalt dient einem höheren Zweck. Aber das kannst du nicht wissen. (Promo-Teaser)

The Girl (Julian Jarrold)»Just like Arbogast on the top two stairs« – »Hitchcock« (Sacha Gervasi) & »The Girl« (Julian Jarrold)
Zwei Filme über die Dreharbeiten drei aufeinanderfolgender Hitchcock-Filme: Psycho, The Birds und Marnie. In Hitchcock geht es auch sehr um Mrs. Hitchcock, Alma Reville (Helen Mirren), in The Girl um Tippi Hedren (Sienna Miller). Wer ist der bessere Sir Alfred? Anthony Hopkins oder Toby Jones?

Critics in loveCritics in love: Michelle Williams
In Take this Waltz spielt sie die Hauptrolle, als Glinda in Oz bekleidet sie eine wichtige Nebenrolle. Grund genug, mal auf ein paar andere Schmuckstücke aus der Filmographie von Michelle Williams aufmerksam zu machen …

Die fantastische Welt von Oz (Sam Raimi)Die fantastische Welt von Oz (Sam Raimi)
Weltrekord? Es gab ja schon Sequels nach 23 (Psycho II) bzw. 25 Jahren (The Color of Money), aber ein Prequel nach 74 Jahren? Wow! Die ursprünglichen Darsteller waren leider nicht verfügbar, um ihre jüngeren Versionen darzustellen, und so gibt es James Franco als jungen »Wizard of Oz«, Michelle Williams als »Glinda« - und wer die »Wicked Witch« hier spielt, soll wohl ein Geheimnis sein …

Take this Waltz (Sarah Polley)Take this Waltz (Sarah Polley)
Vollblutkomiker Seth Rogen und Sarah Silverman in einer Liebeskomödie? Könnte ein Schenkelklopfer sein. Ist aber ein bezaubernder, warmer Film mit großartigen Darstellern und einer Sarah Polley, die jetzt auch als Regisseurin kein »Geheimtip« mehr ist, sondern eine feste Größe.

berlinaleCinemania 95 : Berlinale-Rest und reguläre Kinostarts
Die letzten drei Berlinale-Filme, zwei reguläre Kinostart (mit Schnittmenge) und ein DVD-Release: Frances Ha (Noah Baumbach, Panorama), Hyde Park am Hudson (Roger Michell), Klein-Lulu (Seymour Kneitel, Izzy Sparber, DVD-Release), The Look of Love (Michael Winterbottom, Berlinale Special), The Master (Paul Thomas Anderson), Night Train to Lisbon / Nachtzug nach Lissabon (Bille August, Wettbewerb außer Konkurrenz).

Hänsel und Gretel: Hexenjäger (Tommy Wirkola)Hänsel und Gretel: Hexenjäger (Tommy Wirkola)
Weiter geht es mit der Märchenfilm-Welle. Wer dachte, dass Snow White & the Huntsman sich schon recht weit von der Grimmschen Vorlage entfernt, sollte erst mal diese Action-Horror-Western-Mixtur erleben, bei der Hänsels Diabetes infolge von Zwangsmästung noch zu den originalgetreusten Ideen gehört.

Sightseers (Ben Wheatley)Sightseers (Ben Wheatley)
Wie schreibt man einen Teaser, wenn man in der Kritik bemängelt, dass man schnell mehr über den Film weiß, als einer perfekten, unvoreingenommen Sichtung dienlich sein kann? Ich weiß es auch nicht.

berlinaleBerlinale 2013, die sechste
The Croods 3D (Kirk DeMicco, Chris Sanders, Wettbewerb außer Konkurrenz), Dark Blood (George Sluizer, Wettbewerb außer Konkurrenz), Echolot (Athanasios Karanikolas, Forum), Elle s'en va / On the Way (Emmanuelle Bercot, Wettbewerb) und Nugu-ui ttal-do anin Haewon / Nobody's Daughter Haewon (Hong Sangsoo, Wettbewerb).

Warm Bodies (Jonathan Levine)Warm Bodies (Jonathan Levine)
Isaac Marions Roman Warm Bodies nutzt zwar zum Leserfang ein Stephenie-Meyer-Zitat, ist aber mehr als nur »Twilight mit Zombies«. Immerhin knüpft man auch an einen RICHTIGEN Literaturklassiker an. Und die Verfilmung ist sogar noch besser als das Buch!

berlinaleCinemania 93: Berlinale 2013, die fünfte
Before Midnight (Richard Linklater, Wettbewerb außer Konkurrenz), Die mit dem Bauch tanzen (Carolin Genreith, Perspektive Deutsches Kino), Epizoda u zivotu beraca zelieza / An Episode in the Life of an Iron Picker (Danis Tanovic, Wettbewerb), Prince Avalanche (David Gordon Green, Wettbewerb), Side Effects (Steven Soderbergh, Wettbewerb). [Friederike Kapp | Thomas Vorwerk]

berlinaleCinemania 92: Berlinale 2013, die vierte
Chiralia (Santiago Gil, Perspektive Deutsches Kino), Gold (Thomas Arslan, Wettbewerb), I Used to be Darker (Matt Porterfield, Forum), Meine Schwestern (Lars Kraume, Panorama), Das merkwürdige Kätzchen (Ramon Zürcher, Forum), The Necessary Death of Charlie Countryman (Fredrik Bond, Wettbewerb) und A Single Shot (David M. Rosenthal, Forum).

berlinaleCinemania 91: Berlinale 2013, die dritte
Sechs Filme aus sechs Ländern, gedreht auf vier Kontinenten, gezeigt in einer Stadt: Boven is het still / Oben ist es still (Nanouk Leopold, Panorama), Fynbos (Harry Patramanis, Forum), La maison de la radio (Nicolas Philibert, Panorama), Promised Land (Gus Van Sant, Wettbewerb), Something in the Way (Teddy Soeriaatmadja, Panorama) & Will you still love me tomorrrow? (Arvin Chen, Panorama). [Sven Schlünzig | Thomas Vorwerk]

Parker (Taylor Hackford)Parker (Taylor Hackford)
Wer niemals von Richard Stark oder Donald E. Westlake gehört hat, könnte annehmen, dass die Spielregeln von Jason Statham in Parker denen ähneln, die er auch als Transporter mehrfach demonstriert hat. Aber das beweist nur, dass eine Reihe von drei mittelprächtigen Actionfilmen (lassen wir die Fernsehserie mal beiseite) im kulturellen Bewusstsein der westlichen Zivilisation halt mehr Eindruck schinden als 24 das gesamte Genre beeinflussende Parker-Kriminalromane.

berlinaleCinemania 90: Berlinale 2013, die zweite
Computer-Geeks, Old-Style-Zombies, Lederschwule, verrückte Nazi, Crossdressing und die mexikanische Version des Gangsta-Rap. Sechs weitere Berlinale-Kritiken: Computer Chess (Andrew Bujalski, Forum), Hitler's Madman (Douglas Sirk, Retrospektive), Interior. Leather Bar. (Travis Mathews & James Franco, Panorama), Narco Cultura (Shaul Schwarz, Panorama), Peter (Hermann Kosterlitz, Retrospektive) & Upstream Color (Shane Carruth, Panorama).

berlinaleCinemania 89: Berlinale 2013, die erste
Erste Berlinale-Tips: Joseph Gordon-Levitts Regiedebüt Don Jon's Addiction (eine Romantic Comedy über Pornosucht, mit Scarlett Johansson), Elelwani, eine südafrikanische Emanzipationsgeschichte, die zu Beginn etwas an Jane Austen erinnert, I kóri (The Daughter), ein Vertreter des neuen griechischen Kinos, Dokumentarfilmer Epstein und Friedman liefern einen Biopic-Spielfilm über Linda Lovelace (gespielt von Amanda Seyfried), und der Generation-KPlus-Eröffnungsfilm Nono, het zigzag kind (mit Burghard Klaußner und Isabella Rosselini).

Play (Ruben Östlund)Play (Ruben Östlund)
»Jeder, der so blöd ist und fünf Schwarzen sein Handy zeigt, ist selbst schuld.« Jugendkriminalität, Rassismus, Zivilcourage, Gesetzeslücken und ob man sie schließen sollte: Play ist ein Politikum und ein Aufreger. Aber auch ein verdammt guter Film, den der fugu-Filmverleih in Schweden entdeckt hat …

Cinemania-LogoCinemania 88: Kinostarts Januar 2013
Sechs recht unterschiedliche Januar-Kinostarts zusammengefasst in einem Cinemania: Blank City, House at the End of the Street, The Loneliest Planet, Die Männer der Emden, Mavericks - Lebe deinen Traum und Schlussmacher.

Frankenweenie (Tim Burton)Frankenweenie (Tim Burton)
In Tim Burton erstem Stop-Motion-Langfilm ging es um Halloween-Monster, die Weihnachten terrorisieren, im zweiten um eine verunglückte Hochzeit mit einer Leiche, und im dritten um einen reanimierten besten Freund, der aus einem beschaulichen Städtchen ein Katastrophengebiet macht. Da soll noch einer sagen, Burton biete uns und unseren Kindern keine Abwechslung!

Django Unchained (Quentin Tarantino)Django Unchained
(Quentin Tarantino)

»Our mutual friend has a flair for the dramatic.« Quentin Tarantino macht mal wieder, was er am besten kann. Doch er konnte es schon besser …

Cinemania-LogoCinemania 87: Französische Filmwoche, Teil 2
Die zweite Hälfte der Kritiken zur zwölften Französischen Filmwoche, diesmal mit: Après Mai, Camille redouble, Laurence Anyways, Der Mondmann, My Way - Ein Leben für den Chanson, Le tableau und Willkommen in der Bretagne.

Top-Filme 2012Top 20 Filme 2012 (von satt.org-Filmredakteur Thomas Vorwerk)
Filmschaffende, die mehrfach in der Top 20 des Jahres auftauchen: Carey Mulligan, Michael Shannon, sowie außer Konkurrenz Hayao Miyazaki.

Silver Linings (David O. Russell)Silver Linings (David O. Russell)
Der erste Film des Jahres ist vielleicht noch nicht der sprichwörtliche silberne Streifen am Horizont, aber er stimmt eher versöhnlich aufs Filmjahr 2013. »Let's be positive!«



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