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15. April 2014






Aktuelle Kinostarts:
(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

13. März:
Non-Stop
(Jaume Collet-Serra)
Shanghai Shimen Road
(Haolon Shu)
Vampire Academy
(Mark Waters)
Veronica Mars
(Rob Thomas)

20. März:
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(Felix Herngren)
Kreuzweg
(Dietrich Brüggemann)
Die schöne Krista
(Antje Schneider)

27. März:
Antboy
(Ask Hasselbalch)
Her
(Spike Jonze)
The Return of the First Avenger
(Anthony & Joe Russo)
Stories we tell
(Sarah Polley)

3. April:
Auge um Auge
(Scott Cooper)
A Long Way Down
(Pascal Chaumeil)
Molière auf dem Fahrrad
(Philippe Le Guay)
Snowpiercer
(Bong Joon-ho)
Sunny Days
(Nariman Turebayev)

10. April:
Ida
(Pawel Pawlikowski)
Museum Hours
(Jem Cohen)
Spuren
(John Curran)

17. April:
The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
(Marc Webb)

24. April:
Für immer Single?
(Tom Gormican)
The Invisible Woman
(Ralph Fiennes)
Irre sind männlich
(Anno Paul)
Mietrebellen
(Gertrud Schulte Westenberg, Matthias Coers)
Miss Sixty
(Sigrid Hoerner)
Tao jie – Ein einfaches Leben
(Ann Hui)

1. Mai:
Beziehungsweise New York
(Cédric Klapisch)
Muppets Most Wanted
(James Bobin)
Die Schöne und das Biest
(Christophe Gans)

8. Mai:
Ai Weiwei The Fake Case
(Andreas Johnsen)
Good Vibrations
(Lisa Barros D'Sa, Glenn Leyburn)
Labor Day
(Jason Reitman)

15. Mai:
Watermark
(Jennifer Baichwal, Edward Burtynsky)

22. Mai:
Enemy
(Denis Villeneuve)
Words and Pictures
(Fred Schepisi)
X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
(Bryan Singer)

29. Mai:
Die zwei Gesichter des Januar
(Hossein Amini)

5. Juni:
Maman und ich
(Guillaume Gallienne)



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Film des Monats

Museum Hours (Jem Cohen)Museum Hours
(Jem Cohen)


Nach Ship bun bereits der zweite Film des Monats 2014, der vermutlich nur ein sehr eingeschränktes Publikum erreichen wird. Doch Kino darf nicht nur von Besucherzahlen bestimmt werden, sondern von Erfahrungen und Erlebnissen. Ein Film, der den Wunsch entstehen lässt, mal wieder ins Museum zu gehen. Oder sich nach dem Kino mal angeregt zu unterhalten. Und nicht nur »Aber am geilsten war, als der LKW explodierte …«
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Film des Monats März:
Her (Spike Jonze)Her (Spike Jonze)

Nach zwei Charlie-Kaufman-Scripts und der Adaption eines Kinderbuchs hat Spike Jonze für seinen vierten Spielfilm erstmals das Drehbuch selbst geschrieben – und wurde dafür auch gleich mit einem Golden Globe und Oscar belohnt. Selten war ein Science-Fiction-Film so nah an der Gegenwart und eine absurd wirkende Liebesgeschichte so gut durchdacht.
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Film des Monats Februar:
Ship bun (Lee Yong-seung)Ship bun (Lee Yong-seung, Forum)

Als »Film des Monats« zeichnen wir nur ungern einen Berlinale-Film aus, weil das immer so elitär wirkt, Leser in Karlsruhe fühlen sich so schnell mal ausgebootet. Aber das reguläre Angebot im Februar war so jämmerlich, da musste man ein Zeichen setzen.
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Film des Monats Januar:
12 Years a Slave (Steve McQueen)12 Years a Slave
(Steve McQueen)


Steve McQueen wurde bei seinen ersten beiden Spielfilmen noch nicht ganz ernst genommen, doch inzwischen wurde aus dem »Künstler« ein veritabler Regiekünstler, der auch mit einem Riesenbudget und einem politisch relevanten Kostümfilm mit Starbesetzung mit Leichtigkeit fertig wird. Noch zwei, drei solche Filme, und der »andere« Steve McQueen aus der Filmbranche (der hellhäutige Actionstar aus den Siebzigern) könnte auf die Nummer zwei abrutschen.
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Film des Monats Dezember:
Inside Llewyn Davis (Joel & Ethan Coen)Inside Llewyn Davis
(Joel & Ethan Coen)


Was sind die Stärken der Coen-Brüder, die bereits seit drei Jahrzehnten ihre ganz persönliche Nische im Weltkino kultivieren? Ausgefeilte, prägnante Dialoge, etwas andere Period Pieces, ein außergewöhnliches Gespür fürs Casting, skurrile Nebenfiguren, absurde kleine Geschichten, ein versiertes Stützen auf Eckpfeiler der Film- und Literaturgeschichte? All dies und noch viel mehr, wie ihr neuer Film abermals beweist.
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3D-Film des Jahres

Get a Horse! (Lauren MacMullan)Get a Horse!
(Lauren MacMullan)


Wie zuletzt Day and Night nutzt auch dieser Film die Möglichkeiten des 3D-Kinos, um auf zwei Realitätsebenen zu spielen. Dabei wird aus der rasanten Disney-Variation von The Purple Rose of Cairo ein kleines Mausterwerk, das nebenbei auch noch die filmhistorischen Anfänge des Studios aus den späten 1920ern abfeiert.
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DVD des Monats
(Ausnahmerubrik)

Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)

DVDs werden auf satt.org nur sehr selten besprochen. Dieser Film war ursprünglich für eine Kino­aus­wer­tung vor­gese­hen, der Film­redakteur war so fasziniert, dass er den Streifen tatsächlich zweimal im Kino sah und ganz genau hinschaute. Quasi mit der Lesebrille. Denn die wichtigsten Requisiten des Films sind Bücher, und wer je aufmerksam das Bücher­regal eines Freundes inspizierte, könnte daran interessiert sein, sich auch im literarischen Reichtum des Regisseurs Josh Boone zu verlieren.
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Film des Monats November:
Jung und schön (François Ozon)Jung und schön
(François Ozon)


Ähnlich wie Cinq fois deux ist Jeune & jolie wieder ein kaleidoskop-ähnliches Gebilde, das in Schlüsselmomenten etwas über einen längeren Zeitraum aussagen will. Diesmal ein in vier Jahreszeiten aufgeteiltes Schuljahr, bei dem handverlesene Songs von Françoise Hardy jeweils noch eine zusätzliche Interpretationsebene anbieten. Ozon dazu: »Jede Jahreszeit beginnt mit dem Blickwinkel einer anderen Figur: Sommer ist Isabelles Bruder, Herbst ihr Kunde, Winter ihre Mutter und Frühling ihr Stiefvater.«
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Film des Monats Oktober:
Drecksau (Jon S. Baird)Drecksau
(Jon S. Baird)


Die Verfilmung von Irvine Welshs Trainspotting begründete einst die Karrieren von Danny Boyle und Ewan McGregor. Nach Ecstasy (straight to DVD) folgt nun Filth, der vielleicht nicht mit der filigranen Flashback-Struktur des »großen Bruders« mithalten kann, aber durch andere clevere Ideen und einer Kompromisslosigkeit gepaart mit politisch unkorrektem Humor ein ähnlicher Klassiker werden könnte. Und zumindest James McAvoy einen tüchtigen Karriereschub geben sollte.
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Film des Monats September:
Albert Nobbs (Rodrigo Garcia)Albert Nobbs
(Rodrigo Garcia)


Die Heterosexuellen haben es gut. Kaum ein Mensch würde auf die Idee kommen, einen Film zu drehen, der für die Rechte der Heten eintritt. Alle anders orientierten, die vielleicht nicht dauernd nur »herkömmliche« Romanzen mit dem putzigen Alibi-Schwulen in der Nebenrolle sehen wollen, bekommen hingegen in ihrer Sparte größtenteils »Kämpfer-Filme« vorgesetzt, was auch irgendwann langweilig wird. Auch Albert Nobbs (Glenn Close) kämpft, aber nur für den eigenen persönlichen kleinen Traum, nicht für die Rechte aller anderen unterdrückten und geknechteten. Und das ist (zur Abwechslung) auch mal gut so.
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Film des Monats August:
Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)

Zu Zeiten von Jerry Lewis war Humor eine farbenfroh lackierte Schachtel, aus der ein gut geölter Kasper herausschnellte. Inzwischen ist diese Box ziemlich abgegriffen, hat etwas Rost angesetzt, und die Metall-Spirale des »Jack in the Box« wirkt eher wie Stacheldraht, den jemand als Lockenwickler benutzen wollte. Eine mitunter zähe, schmutzige und durchaus auch gefährliche Angelegenheit. Doch hin und wieder tritt dann jemand den Beweis an, dass die alte Schachtel doch noch funktioniert. Auf andere Weise, aber mit dem erwünschten Resultat.
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Film des Monats Juli:
Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)

Diese Art von Independent-Filmen kämpft um ihr Überleben, während man Millionen für Totgeburten wie The Lone Ranger oder After Earth ausgibt. Etwas süßlich, aber voller wichtiger Einsichten und vermittelbarer Emotionen. Wer im Leben nur eine Henry-James-Verfilmung sehen will, dem schlagen wir What Maisie knew vor.
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Film des Monats Juni:
Laurence Anyways (Xavier Dolan)Laurence Anyways
(Xavier Dolan)


Früher war die Französische Filmwoche mitten im heißesten Sommer. Jetzt sind die dort gezeigten Filme ein halbes Jahr später (im Sommer) Film des Monats. Unser Tip: 168 Minuten in einem gut klimatisierten Kino diesen heißen Film schauen …
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Film des Monats Mai:
Die wilde Zeit (Olivier Assayas)Die wilde Zeit
(Olivier Assayas)


Der Film mit dem Originaltitel Après Mai (dt.: Nach dem Mai), was sich auf die französische Version der 1968er-»Revolution« bezieht, startet in Deutschland bereits am vorletzten Tag dieses Monats. Er spielt nicht etwa im Juni '68, sondern erst Anfang der Siebziger. Unsere Rezension entstand schon im Umfeld der »französischen Filmwoche« und ist eher kurz ausgefallen, großartig ist der Film ungeachtet dessen.
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Film des Monats April:
Oslo, 31. August (Joachim Trier)Oslo, 31. August
(Joachim Trier)


Samantha aus Sex and the City, betrachtet mit den Augen Schopenhauers. Wie in Reprise geht es auch im neuen Film von Joachim Trier um die kritische Durchleuchtung eines hippen Lebensentwurfs. Und um einen Tag im Leben eines Drogenabhängigen. Einsatz verschiedener Materialien, Kadrierung, Schauspiel (mit 20%iger Entgleisung der Gesichtszüge): die Meisterschaft ist mannigfaltig.
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Film des Monats März:
Take this Waltz (Sarah Polley)Take this Waltz
(Sarah Polley)


Sarah Polley wirkte einst wie ein jüngeres alter ego der Regisseurin Isabel Coixet (My Life without Me, The Secret Life of Words), mittlerweile ist sie selbst ins Regiefach gewechselt, und die beinahe gleichaltrige Michelle Williams könnte jetzt Polleys Schülerin sein, die vielleicht in zehn Jahren einen ähnlichen Weg einschlägt und einer jungen aufstrebenden Newcomerin Filmrollen auf den Leib schreibt. Eines steht fest: die Welt braucht mehr Filmregisseurinnen, und die hier angedeutete Stabübergabe würde man gerne für Jahrzehnte beobachten.
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Film des Monats Februar:
Sightseers (Ben Wheatley)Sightseers
(Ben Wheatley)


Im Urlaub darf man manche Dinge nicht machen, weil sie den Urlaub verderben könnten. Streitigkeiten unter Liebenden, Misstrauen, ausartende Zivilcourage, Dognapping – und natürlich Blutvergießen und Mord. Für manche Filme sind es aber gerade diese kleinen Details, die zu einem Gelingen beitragen. »So. You had a nice holiday?« – »I had a brilliant holiday!«
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Film des Monats Januar:
Frankenweenie (Tim Burton) Frankenweenie
(Tim Burton)


Tim Burton ist einerseits einer der unbeständigsten Regisseure, die man sich vorstellen kann, und mitunter bringt er schlimmen Mist ins Kino, aber wenn man für jede Alice in Wonderland als Belohnung einen Frankenweenie bekommt (ob wir von Burton oder Burton von Disney), dann geht das schon so in Ordnung. Wie ein Eisbecher mit heißen Himbeeren, nachdem man 40 m² Schnee schippen musste.
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Film des Monats Dezember:
7 Psychos (Martin McDonagh) 7 Psychos
(Martin McDonagh)


Seven Psychopaths funktioniert unter anderem auch wie ein Abzählreim, der auf zumeist originelle Weise die vermeintlichen Titelhelden vorstellt. Psychopath Nummer 1 tötet zwei Killer auf einer Brücke, die sich vor Ausführung ihres Jobs auf ziemlich stumpfsinnige Art über Details streiten. Die taratinoeske Grundstimmung des Films besteht also von Beginn an …
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Film des Monats November:
In ihrem Haus (François Ozon) In ihrem Haus
(François Ozon)


Es ist kein Geheimnis, dass François Ozon in den letzten Jahren ziemlich nachgelassen hat. Doch mit Dans la maison kehrt er wieder zur früheren Meisterschaft zurück, der Film ist sogar eine Art Gegenstück zu Swimming Pool, was das Wechselspiel zwischen Fiktion, Illusion und Realität angeht. Nur gibt es diesmal statt einer Krimiautorin einen Französischlehrer und statt eines Bikini-Mädchens einen Schüler.
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Film des Monats Oktober:
Robot & Frank (Jake Schreier) Robot & Frank (Jake Schreier)

Seit Star Wars ist Science Fiction im Medium Film vor allem eskapistisches Spektakel, gelegentliche Ausnahmen wie Blade Runner bestätigen nur die Regel. Doch in den letzten paar Jahren gab es neben dem grenzdebilen dreidimensionalen Popcorn-Mist auch einige Old-School-Sci-Fi-Filme, die Hoffnung verheißen. Nach Wall·E und Moon ist Robot & Frank ein weiterer. Und ein Film, den man auch Leuten empfehlen kann, die sich für SF keinen Deut interessieren.
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Film des Monats September:
Und nebenbei das große Glück (James Huth) Und nebenbei das große Glück (James Huth)

Während überall der neue Haneke abgefeiert oder zumindest diskutiert wird, erfreut sich der sonst so snobistische satt.org-Filmredakteur an einer Rom-Com ganz nach amerikanischem Strickmuster, ohne Tiefgang oder ernstzunehmende soziale Probleme. Kann ein solch eskapistisches »Glück« Film-des-Monats-technisch wirklich eine Alternative zu Hanekes Liebe sein?
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Film des Monats August:
Merida - Legende der Highlands (Mark Andrews, Brenda Chapman) Merida - Legende der Highlands (Mark Andrews, Brenda Chapman)

Trotz guter Arbeiten wird die Sequel-Häufigkeit bei Pixar langsam zum Abtörner, und umso mehr freut man sich, wenn die Computertrickser mal wieder ein komplett neues Meisterwerk aus dem Hut zaubern. Diesmal (erstmals!) mit einer weiblichen Hauptfigur, aber diese innerhalb eines größtenteils männlich konnotierten Umfelds: Barbaren und Bären, Bogenschießen und - na gut! - auch eine Königin und eine Hex-, äh, Holzschnitzerin!
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Film des Monats Juli:
Karen llora en un bus (Gabriel Rojas Vera) Karen llora en un bus (Gabriel Rojas Vera)

Karen hat nach zehn Jahren Ehe ihren Mann verlassen. Es gab keinen richtigen Knackpunkt, eigentlich haben sie nie richtig zusammengepasst, und irgendwann hat sie dann ihren Mut zusammengenommen und ist gegangen. Die Geschichte ist universell, könnte ebenso im Ruhrgebiet oder in Australien spielen, in diesem Fall ist aber Kolumbien der Ort des Geschehens.
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Film des Monats Mai:
Die Farbe des Ozeans (Maggie Peren) Die Farbe des Ozeans (Maggie Peren)

Das deutsche Kino, wie es viele Kritiker lieben (Berliner Schule, Andreas Dresen), hat es manchmal schwer, ein Publikum zu finden. Die Farbe des Ozeans schlägt die Brücke zwischen Anspruch und Qualität einerseits und dem Zugang des »ganz normalen« Zuschauers andererseits. Zwar geht es hier um Politik, aber es geht auch um Gefühle. Und somit scheint es mir möglich, dass sowohl der Akademiker als auch die Kassiererin bei Edeka (nicht, dass die nicht auch Akademikerin sein könnte) von diesem Film angerührt werden.
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Film des Monats April:
My Week with Marilyn (Simon Curtis) My Week with Marilyn (Simon Curtis)

Dem Mysterium Monroe versucht man in allen Kunstformen näherzukommen. Von Nicolas Roeg bis Joyce Carol Oates, von Andy Warhol bis Sonic Youth. In diesem Biopic nach den Tagebüchern von Colin Clark steht die Kunst nicht im Vordergrund, aber der Film erzählt kunstvoll (und unterstützt durch Michelle Williams) seine kleine Geschichte voller Mysterien.
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Film des Monats März:
Take Shelter – Ein Sturm zieht auf (Jeff Nichols) Take Shelter – Ein Sturm zieht auf (Jeff Nichols)

So wie Carrietta N. White (Sissy Spacek) in der Schulbibliothek nachschaut, was Telekinese ist, und Rosemary Woodhouse (Mia Farrow) in einer Bücherei recherchiert, welche Mieter vor ihr in dem Haus wohnten, das sie seit neuestem bewohnt, so informiert sich auch Curtis LaForche (Michael Shannon) darüber, welche psychische Fehlfunktion ihm das Leben schwer macht. Immerhin hat Curtis Glück, dass er nicht das Zentrum eines Horrorfilms ist und sein Schicksal nicht ähnlich biblisch unterfüttert ist.
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Film des Monats Februar:
Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre & Luc Dardenne) Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre & Luc Dardenne)

Bei der Deutschland-Premiere des neuen Dardenne-Films wurden die Brüder dazu befragt, warum das gespaltene Verhältnis zum Vater immer wieder ein Thema in ihrem Werk ist. Sie gaben zu, dass ihnen das Thema wichtig ist, wollten aber die eigenen Familienverhältnisse nicht »kaputtanalysieren« lassen (paraphrasiert). Applaus dafür und für diesen Film.
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Film des Monats Januar:
Drive (Nicolas Winding Refn) Drive (Nicolas Winding Refn)

»Wir schließen diesen Deal ab, wir schütteln die Hände, und Du beginnst den Rest Deines Lebens. Was Deine Träume betrifft, Hoffnungen für die Zukunft: Die wirst Du auf Eis legen müssen. Für den Rest Deines Lebens wirst Du höllisch aufpassen müssen...« Driver (Ryan Gosling) ist ein Fahrer, Bernie (Albert Brooks) ein Gangster. Beide sind Meister ihres Faches, und dieser Film entscheidet sich darüber, wer von den beiden im Töten (und Überleben) mehr Professionalität an den Tag legt.
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Film des Monats Dezember:
Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín) Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín)

Wie bei einem Countdown der besten Filme eines ziemlich mauen Filmjahrs fing der Dezember mit Jane Eyre an, steigerte sich dann mit The Ides of March, und bringt am letztmöglichen Starttermin noch einen Film, der zu den Besten des Jahres gezählt werden muss. Wer eine Jahresliste der besten Filme aufstellen will, muss jetzt noch mal raus, wenn er oder sie den Gewinner des Publikums-Preises nicht schon beim Berlinale-Panorama gesehen hat.
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Film des Monats November:
Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten) Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten)

Echtes »Film des Monats«-Material ist auch Submarine, doch der hatte schon im Februar den Titel inne. Stattdessen der neue Film von Hendrik Handloegten (Liegen lernen), der sich in eine (recht neue) Tradition stellt mit Lola rennt, The Butterfly Effect und The Time Traveller’s Wife. Die schönste Zeitreisen-Romanze seit Robert Duncan McNeill und Sarah Silverman in Future’s End (Star Trek Voyager).
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Film des Monats Oktober:
Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar) Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)

Bei der Wahl des »Film des Monats« für den Oktober hätte eigentlich Tyrannosaur siegreich sein müssen, der Film hat als ganzes noch eine Spur besser funktioniert als La piel que habito. Aber Tyrannosaur spricht nur ein eingeschränktes Publikum an, während den Almodóvar eigentlich jeder sehen sollte.
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Film des Monats September:
Cairo Time (Ruba Nadda) Cairo Time
(Ruba Nadda)


Liebesfilme wurden traditionell auf einen Kuss und / oder eine Hochzeit hin inszeniert. Heutzutage landen die Liebenden meistens nach zwanzig Minuten im Bett und müssen sich dann den Rest des Films wieder zusammenraufen. Doch so wie in Girl with a Pearl Earring das Durchpieksen eines Ohrläppchen quasi eine Defloration symbolisiert, so nimmt in Cairo Time eine geteilte Wasserpfeife den Platz eines Kusses ein. Und die zart angedeutete Liebesgeschichte ist nur ein Aspekt dieses außergewöhnlichen Films.
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Film des Monats August:
Super 8 (J.J. Abrams) Super 8
(J.J. Abrams)


J.J. Abrams entwickelt sich zum Steven Spielberg unserer Tage, und als Ehrerbietung liefert er einen Film ab, der das Spielbergeske des ersten Blockbuster-Jahrzehnts des Herrn hinter Indiana Jones, Jurassic Park und E.T. besser zusammenfasst und kristallisiert als Chris Columbus oder Roland Emmerich es mit tausend Kameras und tausend jahren schaffen könnten.
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Film des Monats Juli:
Nader und Simin - Eine Trennung (Asghar Farhadi) Nader und Simin - Eine Trennung
(Asghar Farhadi)


Schon für seinen letzten Film wurde Asghar Farhadi auf der Berlinale 2009 mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Diesmal gab es nicht nur den Goldenen Bären, sondern auch noch die beiden Darstellerpreise - jeweils für die weiblichen bzw. männliche Hälfte des Ensembles. Jury-Leistungen sind oft fragwürdig, diesmal waren mit der Entscheidung überdurchschnittlich viele Kritiker und Kinogänger zufrieden. Unbedingt hingehen und selbst entscheiden.
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Film des Monats Juni:
Arrietty - Die wundersame Welt der Borger Arrietty - Die wundersame Welt der Borger
(Hiromasa Yonebayashi)


Die Buchvorlage von Mary Norton wurde bereits einmal mit John Goodman verfilmt, doch erst Hayao Miyazaki als Drehbuchautor und »Planer« weiß den Stoff (unter der Regie eines jungen Ghibli-Kollegen) wirklich zum Leben zu erwecken. Wahrscheinlich der spannendste und anrührendste Abenteuerfilm des Jahres - und das längst nicht nur für Kinder.
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Film des Monats April:
Brighton Rock (Rowan Joffe) Brighton Rock
(Rowan Joffe)


Vor seinem Kino-Regiedebüt schrieb Rowan Joffe (der Sohn von Roland Joffé) unter anderem die Drehbücher zu Pawel Pawlikowskis Last Resort und Anton Corbijns The American. Brighton Rock kombiniert Elemente dieser zwei Filme und zeugt von einem echten Auteur.
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Film des Monats März:
In einer besseren Welt (Susanne Bier) In einer besseren Welt (Susanne Bier)

And the winner is: Susanne Bier aus Dänemark (Oscar und Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film). Sie war bereits zuvor einmal für den Oscar nominiert, und mit ihren internationalen, aber dennoch sehr dänischen Filmen hat sie ihn definitiv verdient. Sie und ihr langjähriger Drehbuch-Kollaborateur Anders Thomas Jensen sind seit Lars von Trier und Dogma das beste aus dem Nachbarstaat im Norden.
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Film des Monats Februar:
Submarine (Richard Ayoade, Forum) Submarine
(Richard Ayoade, Forum)


Ein Film zum Verlieben. Und zum Kichern und Lachen, zum Staunen und Wiedererkennen. Zum Soundtrack-hinterher-runterladen. Zum Nochmal-Nachschauen, woher man eigentlich Paddy Considine und Noah Taylor kennen sollte. Zum Vorfreuen auf weitere Filme dieses Regisseurs. Kurzum: Ein Film zum Erwachsenwerden. Auch für Erwachsene.
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Film des Monats Januar:
Heartless (R: Philip Ridley) Heartless
(R: Philip Ridley)


Nach Jaco Van Dormaels Mr. Nobody ist Heartless von Philip Ridley innerhalb eines Jahres das zweite Comeback eines Regie-Wunderkinds vergangener Jahrzehnte, das man bereits für immer verloren wähnte. Die Begeisterung hängt erneut auch mit dem früheren Werk des Regisseurs zusammenhängt, in diesem Fall also dem überragenden The Reflecting Skin (dt.: Schrei in der Stille, 1990), dessen Themen sich größtenteils in Heartless wiederfinden.
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Film des Monats Dezember:
Ein Mann von Welt (R: Hans Petter Moland) Ein Mann von Welt (R: Hans Petter Moland)

Stellan Skarsgård spielt einen nach 12 Jahren freigelassenen Knacki, der in seinem neugewonnenen Leben andere Prioritäten setzen möchte als sich an dem Verräter zu rächen. Ein Pressekollege verließ der Vorführung vorzeitig, erklärte den Film zu »zynischem, menschenverachtenden Mist«. Doch wer Menschen verachtet, zeichnet seine Figuren nicht so liebevoll. The next best thing, solange Aki Kaurismäki nicht mal wieder einen Spielfilm präsentiert.
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Film des Monats November:
Still Walking (R: Hirokazu Kore-Eda) Still Walking (R: Hirokazu Kore-Eda)

Zum zweiten Mal in diesem Jahr eine sommerliche japanische Familiengeschichte (nach Summer Wars), und auch Hirakazo Kore-Eda reiht sich nach Nobody Knows in die Riege jener Regisseure, die schon mehrfach einen »Film des Monats« beistiften durften.
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Film des Monats Oktober:
Gainsbourg (R: Joann Sfar) Gainsbourg (R: Joann Sfar)

Wenn man ein Haus betritt, eine Katze kommt einem entgegen, und diese spricht »Mademoiselle bittet sie in den Salon. Ich habe heute abend frei.«, dann befindet man sich im Debütfilm des Comic-Künstlers Joann Sfar, der generell nichts gegen traditionelle Biopics hat, das Genre aber mit einer überbordenden Fantasie zu bereichern weiß.
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Film des Monats September:
Fish Tank (R: Andrea Arnold) Fish Tank (R: Andrea Arnold)

Die Handkamera fängt einerseits ähnlich wie bei den Brüdern Dardenne oder ähnlichen Filmen über die gewaltbereite urbane Jugend (Regarde-moi, Sebbe) ungeschönt die Machtkämpfe, Beleidigungen und Verletzungen ein, wie sie bei intimeren Szenen plötzlich Zeitlupe und warme Farben nutzt.
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Film des Monats August:
Summer Wars Summer Wars (R: Mamoru Hosoda)

Bis zu David Finchers »Facebook-Film« The Social Network ist es noch zwei Monate hin, hier ein etwas verspielteres Anime zum Thema, das den Kampf einer ganz normalen Familie gegen den Angriff eines Internet-Terroristen schildert. Eine gute Erinnerung daran, dass man niemandem seine Passwörter anvertraut. Schon gar nicht irgendwelchen seelenlosen Programmen ...
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3D-Film des Jahres:
Day and Night (R: Teddy Newton)
Day and Night (R: Teddy Newton)


Der neue Sechsminüter von Pixar steckt die ganzen Spektakelfilme mit Leichtigkeit in die Tasche. Hier eröffnet 3D tatsächlich zusätzliche Dimensionen, und zwar nicht nur optisch/physisch, sondern auch, was die Metaebene und die innovative Nutzung dieser Technologie angeht. Nicht für Harry Potter, sondern für solche Geniestreiche wurde das 3D-Kino erfunden.
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Film des Monats Juli:
Mr. Nobody (R: Jaco Van Dormael) Mr. Nobody (R: Jaco Van Dormael)

Mr. Nobody bietet unwiederbringliche große Kinomomente, wie man sie manchmal in einem ganzen Kinojahr kaum zusammenbekommt. Und Regisseur Jaco van Dormael ist dabei ein Meister aller filmsprachlichen Mittel.
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Film des Monats Juni:
Für immer Shrek (R: Mike Mitchell) Für immer Shrek (R: Mike Mitchell)

Zwei (allerdings sehr unterschiedliche) Animationsfilme hintereinander als "Filme des Monats" gab es bei satt.org auch noch nicht, aber der Juni 2010 ist ein extrem schlaffer Kinomonat, und der vierte Shrek-Film war wirklich eine positive Überraschung. Im Juli gibt es dann wieder einen Realfilm, fest versprochen ...
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Film des Monats Mai:
Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson) Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson)

Wer das Bonus-Material auf der DVD von Team America: World Police gesehen hat, weiß, dass die Inszenierung realer Explosionen inmitten von Miniaturwelten immens faszinierend sind. Stop-Motion-Explosionen aus gefärbter Watte sind aber auch nicht zu verachten.
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Film des Monats April:
Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga) Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga)

Atom Egoyans Chloe war eigentlich eine Spur besser, aber gerade beim Film des Monats will man ja auf neue Talente hinweisen, und nicht immer den selben Quark (soll heißen: die selben, längst bekannten Filmemacher) wiederkäuen.
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Film des Monats März:
Die Fremde (R: Feo Aladag, Panorama) Die Fremde (R: Feo Aladag, Panorama)

Ich bin nicht besonders nahe am Wasser gebaut, und habe in den letzten fünf Jahren und 1000 Kinobesuchen vielleicht zwei- oder dreimal andeutungsweise feuchte Augen gehabt, aber hier habe ich geheult, und ich schäme mich dafür nicht.
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Film des Monats Februar:
Up in the Air (R: Jason Reitman) Up in the Air (R: Jason Reitman)

Jason Reitman, Sohn von Ivan “Ghostbusters” Reitman, hatte schon mit seinem dritten Spielfilm Juno mehr als nur einen Achtungserfolg. Mit Up in the Air kommt er jetzt ganz hoch hinaus. Einer von vielen Filmen des neuen (deutschen) Filmjahrs, die Leute bestrafen, die im Kino nicht abwarten können, bis der Abspann zuende ist. (Am 11. 2. starten zwei weitere.)
    » ausf. Kritik


Film des Monats Januar:
Ein Sommer in New York - The Visitor (R: Tom McCarthy) Ein Sommer in New York - The Visitor (Tom McCarthy)

Wie damals John Cassavetes muss sich Tom McCarthy zwischendurch als Schauspieler sein Geld beim „Feind“ (zum Beispiel für Roland Emmerich in 2012) verdienen, damit er weiter als Regisseur arbeiten kann. Noch ist er als Regisseur nicht so gut wie Cassavetes, aber der Qualitätsunterschied zum üblichen Hollywood-Quatsch ist ganz ähnlich.
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Film des Monats Dezember:
Wo die wilden Kerle wohnen (R: Spike Jonze) Wo die wilden Kerle wohnen (R: Spike Jonze)

Bei allem Respekt für Zombieland mussten wir hier die Vorzüge des Internets gegenüber Printmedien nutzen und den Film des Monats nochmal ändern. Where the Wild Things Are ist nicht unbedingt ein Film, den man mit der ganzen Familien schauen sollte – aber gleichzeitig ein Film, der Heranwachsende und schon zur vollen Größe aufgeblasene Zuschauer gleichermaßen verzücken wird. Nur nicht unbedingt gleichzeitig, denn es geht hier nicht um pädogogische Richtungshinweise, sondern um persönliches Reifen.
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Film des Monats November:
Ganz nah bei Dir (R: Almut Getto) Ganz nah bei Dir (R: Almut Getto)

Auch eine Romantic Comedy kann hin und wieder filmisch voll überzeugen. Dass dieser Beweis nicht aus Hollywood kommt, ist wenig überraschend. Doch dass man ausgerechnet in einem deutschen Film die rigiden Regeln dieses Genres zwar akzeptiert, aber mit einer spielerischen Leichtigkeit irgendwo im Hintergrund abstellt, ist eine echte Offenbarung.
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Film des Monats Oktober:
Shotgun Stories (R: Jeff Nichols) Shotgun Stories (R: Jeff Nichols)

Der fünfte Film des Berliner fugu-Filmverleihs, und bereits der dritte “Film des Monats”. Man könnte hier Vetternwirtschaft vermuten, doch der Fachbegriff ist “Qualität”. Michael Shannon trifft Terence Malick trifft William Shakespeare!
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Film des Monats September:
Schande (R: Steve Jacobs) Schande
(R: Steve Jacobs)


Kurz nach District 9 nun ein Film, der sich weitaus ernsthafter um die Probleme in Afrika beschäftigt. Der dort lebende Literatur-Nobelpreisträger J. M. Coetzee schrieb einen sehr bitteren Roman, und die Verfilmung ist zwar auch nicht gerade leicht verdaulich, aber durch einige winzige Kniffe gelang es der Drehbuchautorin Anna Maria Monticelli, den Zuschauer nicht ganz so niedergeschlagen das Kino verlassen zu lassen wie den Leser ...
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3D-Film des Jahres:
Oben (R: Pete Docter) Oben
(R: Pete Docter)


Es gab schon mal zwei “Filme des Monats”, aber man will es ja nicht einreißen lassen. Disgrace ist schon noch eine Spur großartiger als der neue Pixar-Film, aber da beide momentan zum besten halben Dutzend Filme dieses Jahres zählen, will man ihn auch nicht unter den Tisch fallen lassen. Der mit Abstand beste Grund, sich ganz konkret um eine 3D-Vorstellung zu kümmern ...
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Film des Monats August:
Hunger (R: Steve McQueen) Hunger (R: Steve McQueen)

Filme von dieser Qualität und Kom­pro­miss­losigkeit kommen nur alle Jubeljahre in die Kinos, und auch, wenn die geringe Kopienzahl es schwierig machen wird, sollte man diesen Film unbedingt im Kino sehen. Als Zuschauer ist man im positiven Sinne "gefangen", man "hungert" nach mehr, ja, trotz der oft extremen Bilder will man den Film am liebsten gleich noch mal sehen, um auf wirklich alles zu achten ...
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Film des Monats Juli:
BirdWatchers - Das Land der roten Männer (R: Marco Bechis) BirdWatchers - Das Land der roten Männer (R: Marco Bechis)

Das Kino sollte immer auch ein Ort der Entdeckungen bleiben - und nicht nur ein Ort der Sequels und Remakes. Ein brasilianischer Film eines italienischen Regisseurs über einen Indianerstamm, deren Angehörige die wenigsten von uns je zu Gesicht bekommen werde - aber ein Film, der weitaus mehr mit unserem alltäglichen Leben zu tun hat als Transformers III oder Ice Age VII.
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Film des Monats Juni:
Alle anderen (R: Maren Ade) Alle anderen
(R: Maren Ade)


Der Sommer ist da! Draußen ist es zwar noch etwas regnerisch, aber zumindest im Kino ist Urlaubslaune. Maren Ades Alle anderen wurde bereits auf der Berlinale mit zwei Hauptpreisen versehen, auch wenn die Aufnahme bei der Kritik eher zwiespältig war. Jetzt kann sich jeder selbst ein Bild machen, solange die Badeseen noch keine ernsthafte Konkurrenz für die Lichtspielhäuser darstellen …
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Film des Monats Mai:
Sunshine Cleaning (R: Christine Jeffs) Sunshine Cleaning (R: Christine Jeffs)

"Kleine" Filme sterben in den USA immer mehr aus. Alles muss der Super-Hype sein, mit Top-Stars und am Start-Wochenende auf Platz 1 der Charts. Dass drei Wochen später niemand mehr über Star Trek oder Illuminati spricht, ist uninteressant, solange die Kohle im Geldspeicher liegt und der Hauptdarsteller auch im nächsten Teil wieder mitspielt. Sunshine Cleaning ist ein Film wie aus einer besseren Zeit, als das Drehbuch noch wichtiger für den Film war als die Internet-Seite. Ein Kleinod, das den wenigen Zuschauern, die der Film finden wird, dafür eindeutig stärker ans Herz wachsen wird.
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Film des Monats April:
This Charming Girl (Lee Yoon-ki) This Charming Girl (Lee Yoon-ki)

In einem der schwächsten Kinomonate der letzten Jahre ist der beste Film (im direkten Vergleich eine Klasse für sich) bereits fast fünf Jahre alt, und die Kritik ist seit vier Jahren online. Was aber ebenso wie die späteren, schwächeren Filme des Regisseurs nichts an der Qualität des Films ändert. Asiatisches Kino jenseits von Geistererscheinungen und Samurai-Cyborgs.
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Film des Monats März:
Gran Torino (R: Clint Eastwood) Gran Torino (R: Clint Eastwood)

Clint Eastwood ist wahrscheinlich der größte Western-Held nach John Wayne. Da Eastwood sich seit längerem auch als Regisseur bewährt hat, gelang ihm nun ein Film, der sogar an Waynes mit Abstand besten Film erinnert, The Searchers. Und das Beste: Es ist nicht mal ein Western.
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Film des Monats Februar:
The Wrestler (R: Darren Aronofsky) The Wrestler (R: Darren Aronofsky)

Wie der nächste “Film des Monats”, der bereits eine Woche später startet, profitiert auch The Wrestler von einem cleveren Regisseur und einer Rolle, die dem betagten Hauptdarsteller auf den Leib geschneidert wurde. Im Februar sind Hauptdarsteller und Regisseur nur nicht dieselbe Person. Und beide sind verglichen mit Clint Eastwood echte Underdogs.
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Film des Monats Januar:
Der fremde Sohn (R: Clint Eastwood)Der fremde Sohn (R: Clint Eastwood)

Ich führe gern Buch darüber, welche Regisseure bereits mehrere „Filme des Monats“ inszeniert haben. Bei Clint Eastwood sah es für einige Stunden so aus, als wären zwei „Filme des Monats“ aus aufeinanderfolgenden Monaten sein Werk, doch dann wurde der Kinostart von Gran Torino auf März verschoben.
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Film des Monats Dezember:
Australia (R: Baz Luhrmann) Australia
(R: Baz Luhrmann)


Der neue Film von Baz Luhrmann ist eine altmodische Kombination der Handlung von Howard Hawks' Red River mit den Hauptfiguren aus John Hustons The African Queen – nur in Australien spielend und entsprechend mit Hugh Jackman und Nicole Kidman besetzt. Und erstaunlicherweise funktioniert das sogar! "Lady! This ain't trotting in Kensington Gardens!"
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Film des Monats November:
New York für Anfänger (R: Robert B. Weide) New York für Anfänger (R: Robert B. Weide)

Statt auf die mehrfache Nennung eines Regisseurs bei “Filmen des Monats” hinzuweisen, ist es diesmal recht aussagekräftig, dass die britische Comedy-Hoffnung Simon Pegg zum zweiten Mal nach “Hot Fuzz” die Hauptrolle in einem “Film des Monats” innehat ...
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Film des Monats Oktober (II):
Die Stadt der Blinden (R: Fernando Meirelles) Die Stadt der Blinden (R: Fernando Meirelles)

Die Gefahr, dass es passiert, ist eigentlich jeden Monat gegeben, und es gab sicher schon Monate, in denen der satt.org-Filmredakteur kurz darüber nachgedacht hat. Doch am 9. Oktober 2008 passierte es erstmals, dass nach Online-Stellen des “Film des Monats” (am Abend des 8. Oktober zu Lornas Schweigen) ein anderer in diesem Monat anlaufender Film gesichtet wurde, der es mindestens genausosehr verdient hatte, mit diesem Prädikat ausgezeichnet zu werden. Und da das Internet zwar im Gegensatz zu Printmedien die Chance offenbart, den einen “Film des Monats” sang- und klanglos wieder verschwinden zu lassen, solche “Geschichtsklitterung” aber nicht unser Ding ist, gibt es in diesem Monat halt zwei “Filme des Monats”. Wie Donald Duck sagen würde: “Das ist meine Lotterie. Da kann ich machen, was ich will!”
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Film des Monats Oktober (I):
Lornas Schweigen (R: Jean-Pierre & Luc Dardenne) Lornas Schweigen (R: Jean-Pierre & Luc Dardenne)

Das Schweigen als innerer Zustand der nicht ausgesprochenen Gedankengänge überträgt sich sowohl auf den Zuschauer als auch auf die Ausdrucksform des Films, sie sich diesmal über ein Stilmittel definiert, das auch zuvor bei den Brüdern Anwendung fand, sich hier aber unübersehbar in den Vordergrund spielt: Die Ellipse.
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Film des Monats September:
Wall·E (Andrew Stanton) WALL·E
(R: Andrew Stanton)


Die konsistente Qualität bei Pixar beschert uns auch in diesem Jahr einen Animationsfilm als "Film des Monats", Wall·E ist aber außerdem auch ein mehr als überdurchschnittlicher SF-Film, der geschickt auf den Klassikern der späten 1960er und 70er aufbaut, und dessen zweite, nicht im Werbematerial herausposaunte Hälfte gerade auch ein Erwachsenenpublikum begeistern dürfte.
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Film des Monats August:
Couscous mit Fisch (R: Abdellatif Kechiche) Couscous mit Fisch (R: Abdellatif Kechiche)

Vor dreieinhalb Jahren war schon sein L’esquive “Film des Monats”, und der dritte Film des in Tunis geborenen Abdellatif Kechiche konnte sich ähnlich überzeugend gegen die Konkurrenz durchsetzen. Vier Césars für den besten Film, die beste Regie, das beste Buch und die beste Nachwuchsschauspielerin (Hafsia Herzi).
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Film des Monats Juli:
Red Road (R: Andrea Arnold) Red Road (R: Andrea Arnold)

Dänische Filmemacher scheinen Regeln zu lieben ...
Lone Scherfig, die Regisseurin von Italienisch für Anfänger, hat sich zusammen mit Anders Thomas Jensen, einem der besten dänischen Drehbuchautoren (bei Adams Äpfel führte er außerdem Regie) zusammengetan und einen neuen Regelkatalog für ein auf drei Filme angelegtes Projekt namens "Advance Party" erstellt ...
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Film des Monats Juni:
All the Boys love Mandy Lane (R: Jonathan Levine) All the Boys love Mandy Lane
(R: Jonathan Levine)


Der “beste” Film dieses Kinojunis war wahrscheinlich Woody Allens Cassandra’s Dream, doch immer nur den Altmeistern huldigen ist langweilig, und so wurde kurzerhand ein durchaus zwiespältiges Regiedebüt zum “Film des Monats” erklärt, denn ab und zu will man ja auch ein bißchen provozieren - und auf Filme hinweisen, die ansonsten übersehen worden wären!
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Film des Monats Mai:
Paranoid Park (R: Gus van Sant) Paranoid Park
(R: Gus van Sant)


Mit seinem abermals wie Elephant in Cannes ausgezeichneten neuen Film reiht sich Gus van Sant in die exklusive Riege der mehrfach für "Filme des Monats" verantwortlichen Regisseure ein. Statt eines Zeitungsausschnitts ist diesmal ein Roman die Vorlage, doch die Stilmittel sind ähnlich (aber dennoch experimentell und innovativ) wie in seiner "Todes"-Trilogie
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Film des Monats April:
Abgedreht (R: Michel Gondry) Abgedreht
(R: Michel Gondry)


Der Monolith aus Kubricks 2001 wird zum Kühlschrank, Robocop zu einer Art Sperrmüllsammlung, in der irgendwo Jack Black umherstakst. Der ewig zwölfjährige Michel Gondry macht sich seine (Film-)Welt wiedewiedewie sie ihm gefällt...
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Film des Monats März:
Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel)Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel)

Wenn in Luis Bunuels La chien andalou ein Augapfel mit einer Rasierklinge durchschnitten wird, gehört dies zu den immer wieder zitierten Momenten der Filmgeschichte. In Julien Schnabel Le scaphandre et le papillon gibt es eine fast noch traumatischere Szene: Aus der subjektiven Sicht eines fast komplett gelähmten Schlaganfall-Opfers erleben wir, wie eines der Augen zugenäht wird. Und dies ist nur eine vieler großartiger Ideen des dafür bereits mehrfach ausgezeichneten Regisseur Julian Schnabel (Basquiat, Before Night Falls).
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Film des Monats Februar:
No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen)No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen)

Die Coen-Brüder melden sich nach einigen auffallend kommerziellen und nicht immer voll überzeugenden Arbeiten mit ihrem besten Film seit Fargo zurück. Eine Art Neo-Western, bei dem die Oscar-Auszeichnung als "Bester Film" etwas überrascht hat (positiv überrascht, wohlgemerkt!), weil der Film seine Geschichte so gänzlich jenseits der üblichen Mainstream-Parameter erzählt.
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Film des Monats Januar:
Control (Anton Corbijn)Control (R: Anton Corbijn)

Statt von Ruhm und Prestige ist das Leben von Joy-Divison-Sänger Ian Curtis von Frustration, Selbstzweifeln und epileptischen Anfällen geprägt, sein Ende wirkt so unabwendbar wie selten in einem Biopic, und die gesamte dräuende Atmosphäre des Films ist eine gelungene Fortführung des musikalischen Werkes (“I feel they’re closing in, day in, day out ...”).
Control ist Pflichtprogramm nicht nur für Musik-Fans, sondern auch für Cineasten.
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Aktuelle Beiträge:

SpideyThe Amazing Spider-Man 2:
Rise of Electro (Marc Webb)

Das olle Voltaire-Sprichwort »With great power comes great responsibility« kennen vermutlich mehr Leute aus dem Zusammenhang mit Spider-Man. Im neuen Film beweisen die Macher, dass sie andere Aspekte als wichtiger empfinden. Beispielsweise »fun« und »playfulness«. Böh!

Spuren (John Curran)Spuren (John Curran)
Robyn Davidson (Mia Wasikowska) hasst es, wenn man sie »camel lady« nennt: »It makes me sound like I'm a crazy woman.« Bei dieser Kritik haben der Autor und sein treuer HTML-Sklave sich mal einer Herausforderung gestellt und etwas (zumindest für satt.org) neues ausprobiert. Wir hoffen, es gefällt …

Museum Hours (Jem Cohen)Museum Hours (Jem Cohen)
»Museum Hours« – der Titel ist Programm, sollte aber nur jene abschrecken, denen eh nicht mehr zu helfen ist. Ein Film über die Kunst und das Leben, über Totenschädel, Stilleben, Zigarettenkippen und Bierdosen. Und Wien, eine Stadt ohne Frühling.

Cinemania-LogoCinemania 113: »Whan that Aprill with his shoures soote«
Zwei eigentümliche Schwangerschaften, zwei Geburtstage (25 & 60), zwei Morde an Geschwistern und drei Verkehrsunfälle. Verteilt auf sechs Filme: Auge um Auge (Scott Cooper), Ida (Pawel Pawlikowski), The Invisible Woman (Ralph Fiennes), Miss Sixty (Sigrid Hoerner), Molière auf dem Fahrrad (Philippe Le Guay), Sunny Days (Nariman Turebayev).

Stories we tell (Sarah Polley)Stories we tell (Sarah Polley)
Nach Away from her und Take this Waltz der dritte Langfilm der regieführenden Schauspielerin Sarah Polley. Und erstmals sieht man sie dabei hin und wieder auch vor der Kamera, denn sie interviewt die eigene Familie, um mehr über ihre zu früh verstorbenen Mutter Diane herauszubekommen.

Her (Spike Jonze)Her (Spike Jonze)
Samantha hat ein ähnliches Problem wie die »kleine Meerjungfrau«. Sie möchte mit ihrem Angebeteten (Joaquin Phoenix) spazieren gehen oder tanzen. Dazu fehlen ihr aber nicht nur die Beine, sondern der komplette Körper, denn sie ist nur ein sehr fortschrittliches Computerprogramm, eine Stimme (Scarlett Johannsson). Aber diese App kann weitaus mehr als »Siri« …

The Return of the First Avenger (Anthony & Joe Russo)The Return of the First Avenger (Anthony & Joe Russo)
Vielsagende Dialogzeilen: »I told you S.H.I.E.L.D. doesn't negotiate.« Oder »The price of freedom is high, it always has been, but I'm ready to pay it.« Und natürlich: »Hey Cap, how do we know the bad guys from the good guys?« – »If they're shooting at you, they're bad!«

Die schöne Krista (Antje Schneider)Die schöne Krista (Antje Schneider)
»They gotta be feminine and stylish« fasst ein Juror es zusammen – und die Schnittkante zeigt dazu die Titelheldin beim Pinkeln. In diesem Film geht es nicht nur um die Absurditäten bei Landwirtschaftsschauen, sondern um die Kluft zwischen schönem Schein und oft unausgesprochenen Problemen. Vordergründig plätschert es, aber man muss genau hinschauen.

Kreuzweg (Dietrich Brüggemann)Kreuzweg (Dietrich Brüggemann)
Das inzwischen eingespielte Autorenpaar Dietrich und Anna Brüggemann erhielt für diese durchaus kritische Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche einen »Silbernen Bären« – doch teilweise ist das Buch eine Spur zu clever und der Film zu durchkomponiert. Die Kritik ist übrigens eher für »nach dem Film« konzipiert.

AntboyCinemania 112:
Donnerstag, der Dreizehnte

Vier eher maue Kinostarts vom 13. März, eine »Preview of coming unattractions« und ein wirklich gelungener Kinderfilm: Antboy (Ask Hasselbalch), Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand (Felix Herngren), Non-Stop (Jaume Collet-Serra), Shanghai Shimen Road (Haolun Shu), Vampire Academy (Mark Waters) und Veronica Mars (Rob Thomas).

Beltracchi – Die Kunst der Fälschung (Arne Birkenstock)Beltracchi – Die Kunst der Fälschung (Arne Birkenstock)
Eine größenwahnsinnige Selbstdarstellung, ein Werbefilm für eine veränderte Marktsituation – aber auch ein ungemein unterhaltsamer Dokumentarfilm. Über den Arbeitsalltag eines Kunstfälschers. Aufbereitet vom Sohn seines Verteidigers.

Saving Mr. Banks (John Lee Hancock)Saving Mr. Banks (John Lee Hancock)
Nach »Me and Orson Welles« und »My Week with Marilyn« erneut ein »Ich kannte einen Superstar«-Biopic, bei dem aber seltsamerweise Walt Disney nicht einmal im Titel vorkommt. Oder Mary Poppins, P.L. Travers und die großartigen Sherman-Brüder.

BerlinaleCinemania 111:
Berlinale 2014, die fünfte

Aloft (Claudia Llosa, Wettbewerb), La belle et la bête / Die Schöne und das Biest (Jean Cocteau, Retrospektive respektive Christophe Gans, Wettbewerb außer Konkurrenz), Amma & Appa (Franziska Schönenberger, Jayakrishnan Subramanian, Perspektive Deutsches Kino), Kalle Kran (Johan Hagelbäck, Generation Kplus Kurzfilm), A Long Way Down (Pascal Chaumeil, Berlinale Special).

BerlinaleCinemania 110:
Berlinale 2014, die vierte

En du elsker / Someone you love (Pernille Fischer Christensen, Berlinale Special), Särtulis / Rotstift (Dace Ridüze, Generation Kplus Kurzfilme), She's lost Control (Anja Marquardt, Forum), Snowpiercer / Seolguk-yeolcha (Bong Joon-ho, Forum), Sprout / Spross (Yoon Ga-eun, Generation Kplus Kurzfilm), Tape_13 (Axel Stein, Perspektive Deutsches Kino).

BerlinaleCinemania 109:
Berlinale 2014, die dritte

George Clooney auf den Spuren von John Sturges, ein argentinisches Mädchen auf den Spuren seines Vaters, ein Audiokommentar zu einem alten Fußballspiel, ein erstaunlich gelungener Episodenfilm und ein Wettbewerbsbeitrag, den vermeintlich nur der satt.org-Filmredakteur mochte.

BerlinaleCinemania 108:
Berlinale 2014, die zweite

Weitere Berlinale-Kritiken: The Grand Budapest Hotel (Wes Anderson, Wettbewerb), Kumiko, the Treasure Hunter (David Zellner, Forum), Sto spiti / At Home (Athanasios Karanikolas, Forum), Things People Do (Saar Klein, Panorama), What we do in the Shadows (Taika Waititi & Jemaine Clement, Generation 14plus).

Berlinale»Stop the fucking movie!«
Tumult im Berlinale-Palast

Ich sitze im Berlinale-Palast gerne nahe des rechten Seitenausgang in der dritten Etage, weil man da ein bisschen Licht zum Schreiben hat, Platz, um seine Tasche und den (aktuell glücklicherweise nicht) Wintermantel abzustellen. Der Platz ist nicht optimal (ein Scheinwerfer ragt ein wenig in den Bildrand), aber mir gefällt’s.

RoboCop (José Padilha)RoboCop (José Padilha)
Der neue RoboCop findet sich wieder in einer unheiligen Dreieinigkeit: Batman aka Michael Keaton, Dracula aka Gary Oldmann und Freddie Krüger aka Jackie Earle Haley. Wer solche Vertrauenspersonen hat, sollte an allem und jedem zweifeln. »Conciousness is nothing more than the process of information – we're gonna fix him!«

Dallas Buyers Club (Jean-Marc Vallée)Dallas Buyers Club (Jean-Marc Vallée)
Cowboys und Sex: Eine langjährige Affäre mit der Academy of Motion Pictures and Sciences. 1969: Midnight Cowboy wird als bester Film, für die beste Regie und das beste Drehbuch ausgezeichnet, Dustin Hoffman und Jon Voight verlieren gegen John Wayne. 2005/2006: Brokeback Mountain: Beste Regie, bestes Drehbuch, beim Film übergangen, Ledger und Gyllenhaal haben auch kein Glück. Doch diesmal sind die Schauspieler dran …

Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag (Jimmy Hayward)Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag (Jimmy Hayward)
Halloween ist die Zeit des großen Kürbis, das ist allgemein bekannt. Wer hingegen glaubt, Thanksgiving sei der Feiertag, an dem sich die US-amerikanische Familie trifft, um einen großen Vogel aufzuschneiden, der kennt den großen Truthahn noch nicht. Ein Hoch auf Zeitreisefilme!

Jörg Buttgereits Captain Berlin #1Jörg Buttgereits Captain Berlin #1
Der multimediale »Trashkünstler mit Anspruch« Jörg Buttgereit hat seinen ureigenen Superhelden »Captain Berlin« jetzt endlich auch in einem Comicheft verewigt. Wenn der sich mit Adolf Hitler boxt, ist das spannender als Superman gegen Muhammed Ali!

BerlinaleCinemania 107:
Berlinale 2014, die erste

Ein ABC an Berlinale-Tips und -Warnungen: American Hustle (David O. Russell, Berlinale Special), The Better Angels (A.J. Edwards, Panorama), Calvary (John Michael McDonagh, Panorama), Oshidori utagassen / Singing Lovebirds (Masahiro Makino, Retrospektive) und Tante Hilda! (Jacques-Rémy Girerd & Benoît Chieux, Generation Kplus).

BerlinaleShip bun (Lee Yong-seung, Forum)
Eine komplexe Geschichte schnörkel- und fehlerlos erzählt. Auch in Südkorea ist ein Praktikum oft ein Sprungbrett für die Karriere, das zu einem schmerzhaften Flachköpper führen kann. Kein »Mobbing-Drama«, sondern eine gut beobachtete Charakterstudie.

Le Passé – Das Vergangene (Asghar Farhadi)Le Passé – Das Vergangene (Asghar Farhadi)
Eine Frau (Bérénice Bejo, hierfür preisgekrönt in Cannes), zwei Männer, drei Kinder. Mindestens eine Scheidung, und dann irgendwie noch zwei Frauen. Pubertäre Rebellion gegen den »aktuellen« Stiefvater, semi-detektivische Entwirrung komplizierter Tatumstände, Probleme beim Loslassen und beim Eingestehen von Fehlern. Der neue Asghar Farhadi (Nader & Simin).

Anchorman 2Cinemania 106: Forbidden Achselstein
Fünf Januar-Starts: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Adam McKay), Hannas Reise (Julia von Heinz), I, Frankenstein (Stuart Beattie), Nicht mein Tag (Peter Thorwarth) und Le Week-end (Roger Michell).

Nebraska (Alexander Payne)Nebraska (Alexander Payne)
Das man aus der winzigsten Prämisse noch einen großartigen Film machen kann, beweist diesmal »Nebraska«. Ein Abenteuer, das jeder von uns beim täglichen Öffnen des Briefkastens durchleben könnte. Sträflich missachtet bei der Golden-Globe-Verleihung (war fünf mal nominiert, verlor u.a. gegen Alfonso, Leonardo, Spike und Jennifer).

12 Years a Slave (Steve McQueen)12 Years a Slave (Steve McQueen)
»I apologize for my appearance, but I had a difficult time this past few years.« Die ganze Geschichte des Mr. Solomon Northup (nach dem Buch von selbigen) erzählt Steve McQueens »12 Years a Slave«, der am Montag den Golden Globe als »Bester Film (Drama)« gewann.

Fack ju GöhteDas Filmjahr 2013 im Rückblick
Jahreslisten-Zeit. Wer hat es diesmal geschafft? Das Coming-Out der Eiskönigin? Das Regiedebüt von Joseph Gordon-Levitt? Der Weltuntergang mit Riesendödel? Eine großartige Literaturverfilmung? Vorwerks Liste, mit auffallend viel Disney, Griechenland und LGBT.

Das erstaunliche Leben des Walter MittyCinemania 105: Tagediebe und Kreaturen der Nacht
Rezensionen zu Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (Ben Stiller), Una noche – Eine Nacht in Havanna (Lucy Mulloy), Only Lovers Left Alive (Jim Jarmusch) und Les salauds – Dreckskerle (Claire Denis).

Soundtrack: Frozen – Die EisköniginSoundtrack: Frozen – Die Eiskönigin
Filmredakteur Vorwerk nahm seine Rezension des Disney-Soundtracks zur »Eiskönigin« (OT: Frozen) zum Anlass, eine queere Deutung einiger Themen zu unternehmen. Open the closet door and embrace the snow! Snowmen love warm hugs. [Thomas Vorwerk]

Belle & Sebastian (Nicolas Vanier)Belle & Sebastian (Nicolas Vanier)
Ein Film für Groß und Klein, mit einer tiefen Freundschaft zwischen Junge und Hund und vielschichtigen Grautönen in Moralfragen. In manchen Situationen sind selbst Lügen, Wildern und Plündern (aus dem LKW der Deutschen) vertretbar, während Befehle der »Erziehungsberechtigten« zumindest hinterfragt werden sollten.

Howard Hawks-RetrospektiveHoward Hawks-Retrospektive
Howard Hawks! 20 Filme, darunter: The Big Sleep! Bringing up Baby! Red River! His Girl Friday! I Was a Male War Bride! Scarface! Hatari! Gentlemen Prefer Blondes! Monkey Business! Rio Bravo! To Have and Have Not! Und drei Rezensionen, zu Twentieth Century, Only Angels Have Wings und The Road to Glory!

Blau ist eine warme FarbeComic & Film:
Blau ist eine warme Farbe

Die besten Literaturverfilmungen finden medienspezifisch eigene Wege und entfernen sich dabei auch mal von der Vorlage, was Freunde des Ursprungsmaterials mitunter erzürnt. In diesem Sinne ist »Blau ist eine warme Farbe« wie Kubricks »The Shining«: Kechiches Verfilmung hat gänzlich andere Stärken (und auch ein paar Schwächen) wie Julie Marohs nun auch auf Deutsch erhältlicher Comic.

Workers (José Luis Valle) Workers (José Luis Valle)
»Und der Arbeiter, der zwölf Stunden webt, spinnt, bohrt, dreht, baut, schaufelt, Steine klopft, trägt usw. – gilt ihm dieses zwölfstündige Weben, Spinnen, Bohren, Drehen, Bauen, Schaufeln, Steinklopfen als Äußerung seines Lebens, als Leben?« (Karl Marx)

Oldboy (Spike Lee)Oldboy (Spike Lee)
In 25th Hour ging es um den letzten Tag vor einer Haftstrafe, in Inside Man um ein selbstgewähltes Gefängnis und in diesem Remake von Park Chan-wooks modernem Rache-Klassiker ist die Motivation für die Entlassung entscheidender als ein zwanzigjähriges Wegschließen von Josh Brolin. Liegt in diesem wiederkehrenden Thema die Botschaft von Spike Lees seltsamer Projektwahl versteckt?

Carrie (Kimberly Peirce)Carrie (Kimberly Peirce)
Warum »Old School« einfach mehr rockt. Trotz Judy Greer. Ein ziemlich ins Detail gehender Vergleich zwischen Stephen King, Brian De Palma und Kimberly Peirce. Unschuld, Mutterliebe, CGI, Splitscreen, high-tech bullying, full frontal nudity und political correctness.

Inside Llewyn Davis (Joel & Ethan Coen))Inside Llewyn Davis
(Joel & Ethan Coen)

Der interpretatorisch komplexeste Film der Coen-Brüder seit Barton Fink. Die authentischste Musikerbiographie seit Walk Hard – The Dewey Cox Story. Und beinahe genau so witzig. In der Titelrolle: Oscar Isaac, vielleicht die Entdeckung der Saison, als musikalische Streunekatze.

Blancanieves – Ein Märchen von Schwarz und Weiss (Pablo Berger)Blancanieves – Ein Märchen von Schwarz und Weiss (Pablo Berger)
Regisseur Pablo Berger: »Ich hatte acht Jahre an meinem Projekt gearbeitet, die Finanzierung stand, und wir waren kurz davor zu drehen. Und dann hörte ich vom großen Erfolg von The Artist [Cannes 2011]. Also der formale Überraschungseffekt war weg, Stummfilm und Schwarzweiß waren nichts Neues mehr. Das war wie ein Kübel kaltes Wasser auf den Kopf.«

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (Jennifer Lee, Chris Buck)Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (Jennifer Lee, Chris Buck)
Wenn in einem Disney-Film jemand langsam einfriert, kann man sich darauf verlassen, dass die Lippen als letzte erkalten. Denn wo sonst soll »Prince Charming« seinen »true love's kiss« hinsetzen? Doch diese Woche ist an der Märchenfront einiges anders …

Get a Horse! (Lauren MacMullan)Get a Horse! (Lauren MacMullan)
Obwohl in diesem Disney-Kurzfilm vor allem Mäuse, Katzen, Kühe und Pferde unterwegs sind, sieht der Filmredakteur doch wieder nur Schweinereien und schreibt einen Text über Russ-Meyer-Proportionen und einen voyeuristischen Lustmolch mit einer sehr visuellen Erektionsstörung.

Maman und ich (Guillaume Gallienne)Cinemania 104 – Wink mit dem Zaunpfahl
Basisinformationen zur 13. französischen Filmwoche und Rezensionen zu Alois Nebel (Tomás Lunák), Blue Jasmine (Woody Allen), Ganz weit hinten (Nat Faxon & Jim Rash), Goodbye Morocco (Nadir Moknèche), Maman und ich (Guillaume Gallienne), Machete Kills (Robert Rodriguez) und Der Mohnblumenberg (Goro Miyazaki).

Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)
Früher gab es in den Filmen von Woody Allen immer intellektuell-liberale Bücherregale zu bestaunen. In seinem neuesten Film stehen sieht man nur ein paar Videospiele neben der Wodkaflasche liegen. Und nein, dies ist kein Text, der in die falsche Spalte verrutscht ist, der Wahnsinn hat Methode.

Venus im Pelz (Roman Polanski)Venus im Pelz (Roman Polanski)
»Kindermisshandlung ist nur ein Problem der Scheiß-Gesellschaft.« In seiner Sacher-Masoch-Bearbeitung bietet Polanski viel Stoff für vermeintliche Skandalmeldungen. Doch eigentlich steht die angebotene PR-Leistung ganz im Dienste eines kleinen, aber genialen Theaterstücks.

Captain Phillips (Paul Greengrass)Captain Phillips (Paul Greengrass)
Nicht nur die Untergebenen von »Captain Phillips« (Tom Hanks auf dem Weg zum nächsten Oscar?) beschweren sich, dass sie zu wenig bezahlt bekommen, um gegen Piraten zu kämpfen. Auch die Piraten selbst sind unzufrieden: »It was supposed to be easy. I get ship, ransom. Nobody gets hurt.« Der Film spielt übrigens in diesem Jahrhundert und kommt ohne Johnny Depp aus.

Jenseits der Hügel (Cristian Mungiu)Jenseits der Hügel (Cristian Mungiu)
Noch überraschender und intensiver als im Fall von Iran und Griechenland hat sich die rumänische Nationalfilmographie innerhalb kürzester Zeit dem aufmerksamen Blick des Weltkinos gestellt, mit einem sehr humanistischen Kern und einem filmsprachlichen Selbstbewusstsein. Innerhalb des Landes ist Cristian Mungiu der prominenteste Filmemacher …

Jung und schön (François Ozon)Jung und schön (François Ozon)
Wer in einem Film über Prostitution und sexuelles Erwachen den Einstieg über filmhistorische Zitate aus John Carpenters Halloween und Friedrich Wilhelm Murnaus Nosferatu ebnet, steckt offensichtlich noch voller überraschender Ideen. Ozon ist wieder da!

Wrong (Quentin Dupieux)Wrong (Quentin Dupieux)
Die interessierte Presse durfte dieses DVD-Release schon beim Fantasy-Filmfest begutachten. Eine von zwei DVDs bzw. BluRays im November, die definitiv einen Kinostart verdient hätte. Der beste Film dieses Jahres, bei dem der Regisseur mit Vornamen »Quentin« heißt.

Fack ju Göhte (Bora Dagtekin)Fack ju Göhte (Bora Dagtekin)
Eine Pennäler-Komödie mit Katja Riemann, Uschi Glas und jeder Menge sehr gewollt erscheinender Rechtschreipfehler – das klingt eigentlich eher abtörnend. Doch das Ziel einer Komödie ist ja, das Publikum zum Lachen zu bringen. Und in dieser Hinsicht ist hier nicht nur das »Klassenziel erreicht«, sondern man befindet sich eindeutig im Bereich, wo ein simples »befriedigend« der Leistung nicht gerecht werden würde.

Thor: The Dark Kingdom (Alan Taylor)Thor: The Dark Kingdom (Alan Taylor)
Die als Mannschaft auftretenden Marvel-Filme nähern sich in ihrer Regelmäßigkeit dem Heftchen-Output des Comicverlags. Selbst, wenn man die S.H.I.E.L.D.-Fernsehserie außen vor lässt, gibt es aktuell jedes Jahr zwei Filme, was auch schon bis 2015 (Avengers 2 und Ant-Man) durchgeplant scheint. Mal sehen, was zuerst abbricht: Der Zuschauerzuspruch oder der Qualitätsanspruch.

Ich fühl mich Disco (Alex Ranisch)Ich fühl mich Disco (Alex Ranisch)
Der Beweis, dass man, um mit US-amerikanischen Erfolgskomödien mitzuhalten, nicht Nora Tschirner und Til Schweiger besetzen muss, sondern einfach ein bisschen Mut und Ehrlichkeit auf die Leinwand bringen muss. Und trotz holprigem Budget wird man an diesen Film noch denken, wenn man vom letzten Apatow nur noch eine vage Erinnerung hat.

Cinemania-LogoCinemania 102 – Whiteout
Rezensionen zu Alphabet (Erwin Wagenhofer), Im weißen Rössl – Wehe, Du singst! (Christian Theede), Jackpot (Magnus Martens), Das kleine Gespenst (Alain Gsponer), Runner Runner (Brad Furman) und Scherbenpark (Bettina Blümner).

Alles eine Frage der Zeit (Richard Curtis)Alles eine Frage der Zeit (Richard Curtis)
Richard Curtis hat begriffen, dass das Drehbuchschreiben wie eine Zeitreise ist. man kann immer wieder zurück auf Seite 17 (oder 2), um etwas zu verändern. Im günstigeren Fall, um es zu verbessern. Und so arbeiten Curtis (und sein Filmheld Domhnall Gleeson) an der großen Liebe – und dem perfekten Liebesfilm. »Give me the little bugger, let's see if she bounces.«

Unter dem Regenbogen - Ein Frühjahr in Paris (Agnès Jaoui)Unter dem Regenbogen - Ein Frühjahr in Paris (Agnès Jaoui)
Die Filme von Jaoui und Bacri verlassen die vertrauten Gefilde. Man verläuft sich im Wald, trifft auf einen bösen Wolf, muss sich mit einer schönheitsfixierten Stiefmutter rumärgern, nach dem Prinzenball den Träger eines Schuhs finden und bekommt dann zu allem Übel auch noch vor einer Hellseherin das eigene Todesdatum verraten. Keine Angst, es mag sich so anhören, aber es gibt keine übernatürlichen Elemente in dieser märcheninspirierten leichten Komödie.

Austenland (Jerusha Hess)Austenland (Jerusha Hess)
Das Team hinter Napoleon Dynamite und Nacho Libre darf jetzt Jane Austen durch den Wolf drehen? Und Stephenie »Twilight« Meyer produzierte? Das Resultat ist weitaus unterhaltsamer (und intelligenter) als man annehmen würde. Und komplett vampirfrei!

Drecksau (Jon S. Baird)Drecksau (Jon S. Baird)
»Filth« oder »Drecksau« ist nicht der beste Film des Jahres, auch nicht der zweitbeste. Aber zusammen mit »Spring Breakers« gehört er in die seltene Kategorie »Muss man gesehen haben«. Ein Film wie ein rotnasiger Clown, der einem in den Unterleib tritt.

Cinemania-LogoCinemania 10/3 – Kinofeiertag
Eine Kinoreise vom Hunsrück ins All – mit gänzlich unterschiedlichen Helden wie Niki Lauda, Liberace und Jean-Sol Partre. Rezensionen zu Filmen, die man am 3. Oktober feiern sollte: Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht (Edgar Reitz), Gravity (Alfonso Cuarón), Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (Steven Soderbergh), Rush (Ron Howard) und Der Schaum der Tage (Michel Gondry).

Not fade away (David Chase)Not fade away (David Chase)
In weniger als zwei Stunden versucht Sopranos-Schöpfer David Chase, eine Geschichte zu erzählen, die man auch auf zwei Staffeln einer Fernsehserie hätte verteilen können. Vielleicht ist hier ja mal zur Abwechslung die Zukunft des Fernsehens das Kino.

Albert Nobbs (Rodrigo Garcia)Albert Nobbs (Rodrigo Garcia)
Albert Nobbs (Glenn Close) hat bescheidene Ambitionen. Einen kleinen Tabakladen mit einer Wohnung dahinter, eine liebevolle Frau, die hinter der Theke stehen kann. Immerhin konnte Hauptdarstellerin, Koproduzentin und Ko-Autorin Glenn Close ihren Wunsch erfüllen, diese Geschichte auf die Leinwand zu bringen.

Riddick (David Twohy)Riddick (David Twohy)
Vin Diesel versuchte sich einst als James-Bond-Ersatz »Triple X«. Im dritten Film der Riddick-Serie gelingt es ihm immerhin, eine jahrzehntelange Tradition schlimmer Chauvi-Allüren, in denen Frauen die Halbwertzeit essbarer Unterwäsche nur selten überschritten, mit Leichtigkeit in den zappendüsteren Schatten zu stellen. Dafür aus dem Schaumbad von Howard Wolowitz aufgetaucht: Katee Sackhoff.

Die schönen Tage (Marion Vernoux)Die schönen Tage (Marion Vernoux)
Regisseurin Marion Vernoux ist vor allem bekannt für die Verfilmung einer der schönsten Dreiecksgeschichten der jüngeren Literaturgeschichte: Julian Barnes' »Talking it over« (dt.: Darüber reden), bei der ihre Filmfassung den Titel des Buchsequels vorwegnahm: »Love etc.« Anderthalb Jahrzehnte später ist ein anderer Dreiecksroman dran …

R.E.D. 2 – Retired Extremely Dangerous (Dean Parisot)R.E.D. 2 – Retired Extremely Dangerous (Dean Parisot)
»What are you doing kissing this guy?« – »Well, I didn't want to kill him.« – »What kind of logic is that?« Hier und da durchbricht Red 2 die üblichen Actionfilm-Klischees und das Ergebnis ist mitunter faszinierend.

Cinemania-LogoCinemania 101: Hühnerdiebe, Teufelspakte und Undercover-Dramen
Sieben neue Filme: Der Kongress (Ari Folman), 00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse (Helge Schneider), Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum (David Soren), 2 Guns (Baltasar Kormákur), Ummah – unter Freunden (Cüneyt Kaya), Voll und ganz und mittendrin (Steph Green), Geburtstag (Denis Dercourt).

König von Deutschland (David Dietl)König von Deutschland (David Dietl)
Siebziger-Jahre-Paranoia-Kino als eine Komödie mit Olli Dittrich verkleidet. Kann das funktionieren? Mit Veronica Ferres und Peter Illmann? Das Genre-Halbblut hat zwar einige Makel, kann sich aber mit stolzer Brust neben seine Eltern stellen. Wie Debüt-Regisseur David Dietl neben seinen Vater, der auch mal ein Hoffnungsträger war.

Shadow Dancer (James Marsh)Shadow Dancer (James Marsh)
Gleich zwei irische Ko-Produktionen starten diese Woche (Kritik zur anderen wird im Cinemania nachgeliefert). Wobei beide trotz kleinen Verleihfirmen durchaus Appeal für ein großes Publikum hätten. Wer George Clooney als The American mochte, könnte Shadow Dancer als etwas anderes Date Movie testen. Das Tempo ist etwas schneller, der Body Count auf dem Niveau von Romeo & Julia. England und Nordirland, »two countries, both alike in dignity« - kann das gut gehen?

Elysium (Neill Blomkamp)Elysium (Neill Blomkamp)
Matt Damon wirkt in seiner allzu amerikanisch wirkenden Heldenrolle wie eine der für ein politisch fragwürdiges Hollywood typischen Figuren, die jeweils für die Gleichberechtigung verschiedener Minderheiten stehen, obwohl sie gar nicht dazugehören, nach dem Motto »Man braucht einen Weißen / Hetero / Mann, um für die Rechte der Farbigen / Schwulen / Frauen zu kämpfen.«

The Bling Ring (Sofia Coppola)The Bling Ring (Sofia Coppola)
Paris Hilton hat nicht nur einen kurzen Gastauftritt, man drehte auch in ihrem Haus. Die Galerie von Titelbildern, die unzähligen Kissen mit ihrem Konterfei in Siebdruck, das »Nightclub-Zimmer« und der riesige begehbare Schuhschrank – das alles hätte mit aufwendigem Production-Design niemals absurder aussehen können als in der freiwilligen Zurschaustellung.

Gloria (Sebastian Lelio)Gloria (Sebastian Lelio)
Ein weiterer Beitrag zum Thema Altern in Würde, dem diesjährigen Favoriten im europäischen Autorenkino. Zur Abwechslung mal aus Chile. Außerdem: die hässlichste Katze der Welt und wie man sie inszeniert wie ein Goya-Gemälde.

Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)
Der Weltuntergang steht bevor, entgegen alle bisherigen Überzeugungen sucht man sein Heil nun doch noch im Gebet. Doch wer mal Gottes Mail-Box gesehen hat, weiß, dass es sich anbietet, eine griffige Betreffzeile zu formulieren: »Dear God [...] it's me, Jonah Hill... from Moneyball

Trance – Gefährliche Erinnerung (Danny Boyle)Trance – Gefährliche Erinnerung (Danny Boyle)
Was ist von international erfolgreichen Regisseuren noch zu erwarten, nachdem sie mal die Eröffnungsshow der Olympischen Spiele inszenieren durften? Nach Zhang Yimou nun Danny Boyle.

Wolverine: Weg des Kriegers (James Mangold)Wolverine: Weg des Kriegers (James Mangold)
Als Comicheld hat man es nicht leicht, Pazifist zu sein. Man wird aus den heimatlichen Wäldern, wo man in Einklang mit der Natur lebte, in eine fremdländische Millionenmetropole gelotst, und Heerscharen von Ninjas und Yakuza haben dort nichts dringlicheres vor, als dir in die Adamantiumkrallen zu springen. »Is that all the men you brought?«

Cinemania-LogoCinemania 100: Keine Jubelnummer
So schmeckt der Sommer, Teil 2. Kritiken zu Drei Stunden (Boris Kunz), La Grande Bellezza – Die große Schönheit (Paolo Sorrentino), Pacific Rim (Guillermo del Toro), Paulette (Jérôme Enrico), Virgin Tales (Mirjam von Arx) und We steal Secrets – Die WikiLeaks Geschichte (Alex Gibney).

Cinemania-LogoCinemania 99:
Inge, Jonah und die Kopten

Acht Sommer-Kinostarts und eine nicht mehr ganz taufrische DVD: Adieu Paris (Franziska Buch), The Call – Leg nicht auf (Brad Anderson), Fuck for Forest (Markus Marczak), Jonah Hex (Jimmy Hayward), Die Jungfrau, die Kopten und ich (Namir Abdel Messeeh), Papadopoulos & Söhne (Marcus Markou), 7 Tage in Havanna (Laurent Cantet, Benicio del Toro, Julio Medem, Gaspar Noé, Elia Suleiman, Juan Carlos Tabio, Pablo Trapero), Systemfehler – Wenn Inge tanzt (Wolfgang Groos), Die Unfassbaren – Now you see me (Louis Leterrier).

Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)
Schon 1897 erschien Henry James' Roman What Maisie knew, der auch heutzutage (wie in dieser ins heutige New York übertragenen Verfilmung) noch die Probleme, mit denen man als Scheidungskind konfrontiert wird, zielsicher beschreibt. In der besten aller Welten schaut ein Paar, das kurz vor der Scheidung steht, diesen Film, und überlegt es sich vielleicht nochmal …

His & Hers (Ken Wardrop)His & Hers (Ken Wardrop)
68 Frauen aus den »Irish Midlands« sprechen über ihre Väter, Söhne, Brüder, Liebhaber und Männer – daraus entsteht eine Art Liebesgeschichte als zeitliches Panorama, vom Baby bis zur Greisin. Filmisch sehr ansprechend und auch voller emotionaler Momente, ein schöner Dokumentarfilm, der es mit Verspätung in die deutschen Kinos schaffte.

World War Z (Marc Forster)World War Z (Marc Forster)
Ob romantische Komödien, Shakespeare-Updates oder Jane-Austen-Romane: Mit der bewährten Zutat »Zombies« lässt sich heute alles besser verkaufen. Warum also nicht auch eine Kombination aus politisch angehauchten Katastrophenszenario mit einem Familiendrama? Ein beherzter Schritt für die filmgeschichtliche Evolution der lebenden Toten.

Joël Séria, Und erlöse uns nicht von dem BösenKatastrophen einer Pubertät. Bücher von Corinna Engel & Christian Kaiser, Erlend Erichsen sowie ein wiederveröffentlichter Film von Joël Séria
Die schrecklichen Kinder: Zwei Bücher und ein Film führen ihre Helden in dunkle, gewalttätige Welten. Anja, die an ihrer Schule Opfer von Mobbingattacken wird; Runar und „Vinterblod“, die in die Black Metal-Subkultur abtauchen und sich Eltern und Freunden entfremden; die teuflischen Klosterschülerinnen Anne und Lore, die die Lektüre von Lautréamonts Gesängen des Maldodor und Baudelaires Blumen des Bösen beim Wort nehmen und literarische und pubertäre Phantasien auf grausam-tödliche Weise in der Wirklichkeit erproben. Dominik Irtenkauf über Seelenvernichter, Nationalsatanisten und Teufelsbraten.

Die Monster Uni (Dan Scanlon)Die Monster Uni (Dan Scanlon)
»We scare because we care« – dieser Slogan des bekannten Energiekonzerns könnte dem Prequel von Monsters Inc. das Genick brechen, denn zwischenzeitig sieht es wirklich so aus, als wäre das Happy End nur durch das Erschrecken eines Kindes möglich. Insgeheim dreht sich der Film vor allem darum, dieses Problem zu umgehen.

Man of Steel (Zack Snyder)Man of Steel (Zack Snyder)
War es reiner Zufall, dass Pro 7 am Montag jene Folge von The Big Bang Theory zeigte, in der man sich als Justice League of America verkleidete und Pennys geistig minderbemittelter Stecher Zack als Superman auftrat? Unterhaltsamer als das neueste Comic-Spektakel war das allemal.

Seelen (Andrew Niccol)Seelen (Andrew Niccol)
Der erklärte Twilight-Hasser Vorwerk war zur neuen Stephenie-Meyer-Verfilmung. Und hat sich seltsamerweise gut unterhalten gefühlt. Manche Filme muss man küssen, um von ihnen geohrfeigt zu werden …

After Earth (M. Night Shyamalan)After Earth (M. Night Shyamalan)
Deutschland hat Til Schweiger und seine Töchter, die USA müssen mit Will Smith und seinem »Karate Kid« Jaden vorlieb nehmen, der hier unter der Regie eines handverlesenen Regisseurs ein »zweistündiges Auditing vor CGI-Kulisse« (Andreas Borcholte in »Der Spiegel«) erlebt. Zum Fürchten öde.

Cinemania-LogoCinemania 98: Mayday, Mayday
Vier aktuelle Kinostarts und zwei Filme, die zumindest in je einem Kino präsentiert wurden: Algebra in Love (Whit Stillman), Canim Kreuzberg (Asli Özarslan & Canan Turan), Mutter und Sohn (Calin Peter Netzer), No Place on Earth – Kein Platz zum Leben (Janet Tobias), To the Wonder (Terrence Malick), Das Weiterleben der Ruth Klüger (Renata Schmidtkunz).

Playoff (Eran Riklis) | Die Lebenden (Barbara Albert)Playoff (Eran Riklis)
Die Lebenden (Barbara Albert)

Zwei Filme nicht-deutscher Inszenierung befassen sich an diesem Starttermin mit deutscher Vergangenheit. Also kommt es zu einem Showdown. Die Österreicherin Barbara Albert mit »Die Lebenden« gegen den aus Israel stammenden Eran Riklis mit »Playoff«. Ähnliche Ansätze, ähnliche Probleme, aber ein klarer Gewinner.

Evil Dead (Fede Alvarez)Evil Dead (Fede Alvarez)
Diesmal ohne Bleistift, dafür aber mit elektrischem Fleischmesser, Spiegelscherben, Vorschlaghammer, Motorsäge, fettem Budget, Lou Taylor Pucci, Jane Levy und Blutregen. Ko-Produzent Sam Raimi: »I dare you to see it …«

Now you don't.Now you don't.
Wenn man zum ersten Mal von einem Film hört, dann ist das, als wenn man zum ersten Mal eine Person sieht, die vielleicht die Liebe des Lebens werden könnte. Aber meistens wird man enttäuscht …

Stoker – Die Unschuld endet (Park Chan-wook)Stoker – Die Unschuld endet (Park Chan-wook)
Ein Production Design, für das selbst Tim Burton töten würde, eine feinsäuberlich abgestimmte Tonspur und jede Menge Close-Ups, Parallelmontagen, Split Screens, Freeze Frames und Match-Cuts. Kurzum: Eine Lektion in Sachen Möglichkeiten des Medium Film. Nur schade, dass die Geschichte zwar spannend, aber im Nachhinein ziemlich Banane ist.

Saiten des Lebens (Yaron Zilberman)Saiten des Lebens (Yaron Zilberman)
Shakespeares Macbeth wusste um den Stand des aktuellen US-Kinos: »a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing«. In diesem Film geht es zwar auch um »Schall und Wahn«, aber ohne fliegende Supersoldaten in 3D. Ein Streichquartett: der eine bläst aus dem letzten Loch (Christopher Walken), der andere will die erste Geige spielen (Philip Seymour Hoffman) – und es endet nicht mit einem Paukenschlag.

Frieda Grafe – 30 FilmeWie Film Geschichte anders schreibt: Frieda Grafe – 30 Filme
Vom 24. bis 28. April im Berliner Arsenal-Kino: die ersten zehn von dreißig Filmen, die die legendäre Filmkritikerin Frieda Grafe einst aussuchte. Nicht die langweiligen Kanon-Streifen, die man schon mitbeten kann, sondern einiges an Überraschungen.

Das hält kein Jahr..! (Dan Mazer)Das hält kein Jahr..! (Dan Mazer)
Wo andere Filme abblenden, Hochzeit mit Happy End, setzt hier die Handlung erst ein. Nat, Tochter aus bestem Hause, verfolgt zielstrebig eine Karriere als Geschäftsfrau. Zu Hause wartet Josh, verträumter Schluffi und minderproduktiver Schriftsteller, auf eine Frau, mit der er herumalbern kann. [Friederike Kapp]

Eine Dame in Paris (Ilmar Raag)Eine Dame in Paris (Ilmar Raag)
Was soll man von einem Film halten, der als »imdb-Keywords« einzig »Croissant« und »elderly people« vorweisen kann? In diesem Fall schon eine Menge mehr, denn die Hauptdarstellerinnen Laine Mägi und Jeanne Moreau sind eine angenehme Abwechslung zu den üblichen Stars von »Tantenfilmen« wie Judi Dench, Maggie Smith oder Helen Mirren.

Cinemania-LogoCinemania 97:
April is the cruellest month

Fünf aktuelle Kinostarts: Beerland (Matt Sweetwood), Charlies Welt - Wirklich nichts ist wirklich (Roman Coppola), Georg Baselitz (Evelyn Schels), Der Tag wird kommen (Gustave de Kervern & Benoît Delépine) und Rendezvous in Belgrad (Bojan Vuletic).

Oslo, 31. August (Joachim Trier)Oslo, 31. August (Joachim Trier)
Es gibt weitaus mehr Gründe, diesen Film zu lieben, aber in dieser Kritik wird es an zwei Punkten festgemacht. Wer The Big Lebowski, Elephant oder Forbidden Planet mag, sollte zumindest diese Kritik überfliegen. Ob deswegen auch der Film gefällt, muss man selbst eruieren.

Cinemania-LogoCinemania 96:
Kuckuckseier im Osterkorb

Vier aktuelle Kinostarts: Dead Man Down (Niels Arden Oplev), Hai-Alarm am Müggelsee (Leander Haußmann & Sven Regener), Heute bin ich blond (Marc Rothemund) & Mitternachtskinder (Deepa Mehta).

Spring Breakers (Harmony Korine)Spring Breakers (Harmony Korine)
Neongrüne Bikinis und Gesichtsmasken in Pink. Mit einem kleinen Einhorn drauf. Spring Breakers ist vielleicht auch ein »fashion statement«. Aber vor allem ein Film darüber, wie man viele neue Freunde findet. Die alle so ungemein nett und entgegenkommend sind. Frei ab 12 Jahren, wahrscheinlich waren bei der FSK-Prüfung gerade einige im Urlaub.

Unter Menschen (Christian Rost, Claus Strigel)Unter Menschen (Christian Rost, Claus Strigel)
Stell dir vor, du erwachst in einer Kiste. Immerhin so hoch, dass du stehen kannst. Man behandelt dich gut: Täglich bekommst du durch eine Klappe dein Essen. Jahrzehnte vergehen. Dein Aufenthalt dient einem höheren Zweck. Aber das kannst du nicht wissen. (Promo-Teaser)

The Girl (Julian Jarrold)»Just like Arbogast on the top two stairs« – »Hitchcock« (Sacha Gervasi) & »The Girl« (Julian Jarrold)
Zwei Filme über die Dreharbeiten drei aufeinanderfolgender Hitchcock-Filme: Psycho, The Birds und Marnie. In Hitchcock geht es auch sehr um Mrs. Hitchcock, Alma Reville (Helen Mirren), in The Girl um Tippi Hedren (Sienna Miller). Wer ist der bessere Sir Alfred? Anthony Hopkins oder Toby Jones?

Critics in loveCritics in love: Michelle Williams
In Take this Waltz spielt sie die Hauptrolle, als Glinda in Oz bekleidet sie eine wichtige Nebenrolle. Grund genug, mal auf ein paar andere Schmuckstücke aus der Filmographie von Michelle Williams aufmerksam zu machen …

Die fantastische Welt von Oz (Sam Raimi)Die fantastische Welt von Oz (Sam Raimi)
Weltrekord? Es gab ja schon Sequels nach 23 (Psycho II) bzw. 25 Jahren (The Color of Money), aber ein Prequel nach 74 Jahren? Wow! Die ursprünglichen Darsteller waren leider nicht verfügbar, um ihre jüngeren Versionen darzustellen, und so gibt es James Franco als jungen »Wizard of Oz«, Michelle Williams als »Glinda« - und wer die »Wicked Witch« hier spielt, soll wohl ein Geheimnis sein …

Take this Waltz (Sarah Polley)Take this Waltz (Sarah Polley)
Vollblutkomiker Seth Rogen und Sarah Silverman in einer Liebeskomödie? Könnte ein Schenkelklopfer sein. Ist aber ein bezaubernder, warmer Film mit großartigen Darstellern und einer Sarah Polley, die jetzt auch als Regisseurin kein »Geheimtip« mehr ist, sondern eine feste Größe.

berlinaleCinemania 95 : Berlinale-Rest und reguläre Kinostarts
Die letzten drei Berlinale-Filme, zwei reguläre Kinostart (mit Schnittmenge) und ein DVD-Release: Frances Ha (Noah Baumbach, Panorama), Hyde Park am Hudson (Roger Michell), Klein-Lulu (Seymour Kneitel, Izzy Sparber, DVD-Release), The Look of Love (Michael Winterbottom, Berlinale Special), The Master (Paul Thomas Anderson), Night Train to Lisbon / Nachtzug nach Lissabon (Bille August, Wettbewerb außer Konkurrenz).

Hänsel und Gretel: Hexenjäger (Tommy Wirkola)Hänsel und Gretel: Hexenjäger (Tommy Wirkola)
Weiter geht es mit der Märchenfilm-Welle. Wer dachte, dass Snow White & the Huntsman sich schon recht weit von der Grimmschen Vorlage entfernt, sollte erst mal diese Action-Horror-Western-Mixtur erleben, bei der Hänsels Diabetes infolge von Zwangsmästung noch zu den originalgetreusten Ideen gehört.

Sightseers (Ben Wheatley)Sightseers (Ben Wheatley)
Wie schreibt man einen Teaser, wenn man in der Kritik bemängelt, dass man schnell mehr über den Film weiß, als einer perfekten, unvoreingenommen Sichtung dienlich sein kann? Ich weiß es auch nicht.

berlinaleBerlinale 2013, die sechste
The Croods 3D (Kirk DeMicco, Chris Sanders, Wettbewerb außer Konkurrenz), Dark Blood (George Sluizer, Wettbewerb außer Konkurrenz), Echolot (Athanasios Karanikolas, Forum), Elle s'en va / On the Way (Emmanuelle Bercot, Wettbewerb) und Nugu-ui ttal-do anin Haewon / Nobody's Daughter Haewon (Hong Sangsoo, Wettbewerb).

Warm Bodies (Jonathan Levine)Warm Bodies (Jonathan Levine)
Isaac Marions Roman Warm Bodies nutzt zwar zum Leserfang ein Stephenie-Meyer-Zitat, ist aber mehr als nur »Twilight mit Zombies«. Immerhin knüpft man auch an einen RICHTIGEN Literaturklassiker an. Und die Verfilmung ist sogar noch besser als das Buch!

berlinaleCinemania 93: Berlinale 2013, die fünfte
Before Midnight (Richard Linklater, Wettbewerb außer Konkurrenz), Die mit dem Bauch tanzen (Carolin Genreith, Perspektive Deutsches Kino), Epizoda u zivotu beraca zelieza / An Episode in the Life of an Iron Picker (Danis Tanovic, Wettbewerb), Prince Avalanche (David Gordon Green, Wettbewerb), Side Effects (Steven Soderbergh, Wettbewerb). [Friederike Kapp | Thomas Vorwerk]

berlinaleCinemania 92: Berlinale 2013, die vierte
Chiralia (Santiago Gil, Perspektive Deutsches Kino), Gold (Thomas Arslan, Wettbewerb), I Used to be Darker (Matt Porterfield, Forum), Meine Schwestern (Lars Kraume, Panorama), Das merkwürdige Kätzchen (Ramon Zürcher, Forum), The Necessary Death of Charlie Countryman (Fredrik Bond, Wettbewerb) und A Single Shot (David M. Rosenthal, Forum).

berlinaleCinemania 91: Berlinale 2013, die dritte
Sechs Filme aus sechs Ländern, gedreht auf vier Kontinenten, gezeigt in einer Stadt: Boven is het still / Oben ist es still (Nanouk Leopold, Panorama), Fynbos (Harry Patramanis, Forum), La maison de la radio (Nicolas Philibert, Panorama), Promised Land (Gus Van Sant, Wettbewerb), Something in the Way (Teddy Soeriaatmadja, Panorama) & Will you still love me tomorrrow? (Arvin Chen, Panorama). [Sven Schlünzig | Thomas Vorwerk]

Parker (Taylor Hackford)Parker (Taylor Hackford)
Wer niemals von Richard Stark oder Donald E. Westlake gehört hat, könnte annehmen, dass die Spielregeln von Jason Statham in Parker denen ähneln, die er auch als Transporter mehrfach demonstriert hat. Aber das beweist nur, dass eine Reihe von drei mittelprächtigen Actionfilmen (lassen wir die Fernsehserie mal beiseite) im kulturellen Bewusstsein der westlichen Zivilisation halt mehr Eindruck schinden als 24 das gesamte Genre beeinflussende Parker-Kriminalromane.

berlinaleCinemania 90: Berlinale 2013, die zweite
Computer-Geeks, Old-Style-Zombies, Lederschwule, verrückte Nazi, Crossdressing und die mexikanische Version des Gangsta-Rap. Sechs weitere Berlinale-Kritiken: Computer Chess (Andrew Bujalski, Forum), Hitler's Madman (Douglas Sirk, Retrospektive), Interior. Leather Bar. (Travis Mathews & James Franco, Panorama), Narco Cultura (Shaul Schwarz, Panorama), Peter (Hermann Kosterlitz, Retrospektive) & Upstream Color (Shane Carruth, Panorama).

berlinaleCinemania 89: Berlinale 2013, die erste
Erste Berlinale-Tips: Joseph Gordon-Levitts Regiedebüt Don Jon's Addiction (eine Romantic Comedy über Pornosucht, mit Scarlett Johansson), Elelwani, eine südafrikanische Emanzipationsgeschichte, die zu Beginn etwas an Jane Austen erinnert, I kóri (The Daughter), ein Vertreter des neuen griechischen Kinos, Dokumentarfilmer Epstein und Friedman liefern einen Biopic-Spielfilm über Linda Lovelace (gespielt von Amanda Seyfried), und der Generation-KPlus-Eröffnungsfilm Nono, het zigzag kind (mit Burghard Klaußner und Isabella Rosselini).

Play (Ruben Östlund)Play (Ruben Östlund)
»Jeder, der so blöd ist und fünf Schwarzen sein Handy zeigt, ist selbst schuld.« Jugendkriminalität, Rassismus, Zivilcourage, Gesetzeslücken und ob man sie schließen sollte: Play ist ein Politikum und ein Aufreger. Aber auch ein verdammt guter Film, den der fugu-Filmverleih in Schweden entdeckt hat …

Cinemania-LogoCinemania 88: Kinostarts Januar 2013
Sechs recht unterschiedliche Januar-Kinostarts zusammengefasst in einem Cinemania: Blank City, House at the End of the Street, The Loneliest Planet, Die Männer der Emden, Mavericks - Lebe deinen Traum und Schlussmacher.

Frankenweenie (Tim Burton)Frankenweenie (Tim Burton)
In Tim Burton erstem Stop-Motion-Langfilm ging es um Halloween-Monster, die Weihnachten terrorisieren, im zweiten um eine verunglückte Hochzeit mit einer Leiche, und im dritten um einen reanimierten besten Freund, der aus einem beschaulichen Städtchen ein Katastrophengebiet macht. Da soll noch einer sagen, Burton biete uns und unseren Kindern keine Abwechslung!

Django Unchained (Quentin Tarantino)Django Unchained
(Quentin Tarantino)

»Our mutual friend has a flair for the dramatic.« Quentin Tarantino macht mal wieder, was er am besten kann. Doch er konnte es schon besser …

Cinemania-LogoCinemania 87: Französische Filmwoche, Teil 2
Die zweite Hälfte der Kritiken zur zwölften Französischen Filmwoche, diesmal mit: Après Mai, Camille redouble, Laurence Anyways, Der Mondmann, My Way - Ein Leben für den Chanson, Le tableau und Willkommen in der Bretagne.

Top-Filme 2012Top 20 Filme 2012 (von satt.org-Filmredakteur Thomas Vorwerk)
Filmschaffende, die mehrfach in der Top 20 des Jahres auftauchen: Carey Mulligan, Michael Shannon, sowie außer Konkurrenz Hayao Miyazaki.

Silver Linings (David O. Russell)Silver Linings (David O. Russell)
Der erste Film des Jahres ist vielleicht noch nicht der sprichwörtliche silberne Streifen am Horizont, aber er stimmt eher versöhnlich aufs Filmjahr 2013. »Let's be positive!«

Beasts of the Southern Wild (Benh Zeitlin)Beasts of the Southern Wild (Benh Zeitlin)
Lauschet wie Hushpuppy dem schlagenden Herzen des Universums! Regisseur Benh Zeitlin könnte der Terry Gilliam des 21. Jahrhunderts werden. (Keine Angst, Terry! Wir wissen, Du bist selbst auch noch da, aber die Welt könnte auch zwei oder drei Terry Gilliams vertragen …)

Cinemania-LogoCinemania 86: Kinostart Dezember 2012
Zur Weihnachtszeit brauchen die Kinos Horror und Action, Literaturverfilmungen (entweder von Dickens oder in 3D) und noch irgend was anderes: Du hast es versprochen, End of Watch, Große Erwartungen, Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger, Lola gegen den Rest der Welt, Maniac.

Superf*ckers von James KochalkaShitstorm, Motherf*ckers
Nach vier Heften eingestellt, nicht jugendfrei, infantil bis an die Schmerzgrenze und jetzt auch noch als animierte Web-Serie: James Kochalkas Superhelden-Parodie Superf*ckers.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (Peter Jackson)Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (Peter Jackson)
Viel Pathos und der Anspruch, nicht bloß eine Geschichte zu erzählen, sondern gewissermaßen mit vorsätzlichem Größenwahn einen ganzen Kosmos zu entwerfen, waren bei diesem Stoff Pflicht. Alles andere wäre dem Urtext der modernen Fantasy schlicht nicht gerecht geworden. [Simon Spiegel]

7 Psychos (Martin McDonagh)7 Psychos (Martin McDonagh)
Colin Farrell, Sam Rockwell, Christopher Walken, Woody Harrelson, Abby Cornish, Tom Waits, Harry Dean Stanton, Olga Kurylenko, Michael Pitt, Michael Stuhlbarg … Moment mal, das sind ja zehn …

Violeta Parra (Andrés Wood)Violeta Parra (Andrés Wood)
Folkloristische chilenische Kunst im Pariser Louvre, Hunderte von Protest-und Arbeiter-Songs, Liebesschmerz bis zur Raserei: das (und vieles mehr) ist Violeta Parra. Das Missing-Link zwischen Woody Guthrie und Frida Kahlo.

Parked - Gestrandet (Darragh Byrne)Parked - Gestrandet (Darragh Byrne)
Colm Meaney ist der Spencer Tracy unserer Tage, er hat beinahe in so vielen Star-Trek-Episoden mitgespielt wie Patrick Stewart und William Shatner zusammen, und wenn er mal alle Jubeljahre eine echte Hauptrolle auf den Leib geschrieben bekommt, dann sollte man gefälligst auch ins Kino gehen!

In ihrem Haus (François Ozon)In ihrem Haus (François Ozon)
Wie Woody Allen hat auch François Ozon in den letzten Jahren nicht nur verzückt. Doch jetzt kommt ein kleines Meisterwerk, in dem Woody Allen und Diane Keaton (etwa Anfang der Neunziger) sogar ein Ehepaar hätten spielen können (stattdessen gibt es Fabrice Luchini und Kristin Scott Thomas, auch kein schlechter Ersatz).

Cinemania-LogoFranzösische Filmwoche
Dans Paris - Paris im Film

Die zwölfte Französische Filmwoche und eine Filmreihe mit Parisfilmen (im Berliner Arsenal) werden vorgestellt: Crazy Horse, Dans Paris, Ein freudiges Ereignis, Der Geschmack von Rost und Knochen, Die Köchin und der Präsident, Populaire und Quelque part qulqu'un.

Puppe, Icke & der Dicke (Felix Stienz)Puppe, Icke & der Dicke (Felix Stienz)
Die erstaunliche Klasse der unbekannten Schauspieler zeigt sich daran, dass man sich das Ganze auch mit Peter Dinklage, Audrey Tautou und Gérard Depardieu vorstellen könnte – aber die Originale vorziehen würde.

Tony 10 (Mischa Kamp)Tony 10 (Mischa Kamp)
Wenn man nicht ganz zehn Jahre ist, ist es schlimm, wenn sich der Papa neu verliebt. Schlimmer, wenn die neue kein »Kranblut« (wie Tony und sein kranführender Paps) hat. Und am schlimmsten, wenn die Stiefmutter in spe Kinder mit Kranblut nicht mag. Wird Tony bis zu seinem Geburtstag seine Eltern neu »verkuppeln« können?

Cinemania-LogoCinemania 84: November 2012
Das November-Cinemania mit Kritiken zu Dredd, Omamamia, Pieta, Possession - Das Dunkle in mir und Das Schwergewicht.

Fraktus - Das letzte Kapitel der Musikgeschichte (Lars Jessen)Fraktus - Das letzte Kapitel der Musikgeschichte (Lars Jessen)
»Für mich waren Fraktus immer die Größten, muss ich sagen. Wir haben die sehr, sehr gut gefunden. Die Reduktion auf das Wesentliche, das haben die so gut gemacht. So haben wir selber das nie hingekriegt« (Stephan Remmler, Trio)

Die Kinder vom Napf (Alice Schmid)Die Kinder vom Napf (Alice Schmid)
Ein gut in Worte umzusetzender Höhepunkt des Films, der dem geneigten Leser auch klarmachen könnte, ob Die Kinder vom Napf ihn ansprechen könnten, ist eine Brieffreundschaft, von der wir aber nur in die eine Seite Einblick erhalten. »Dear David, I live in Romoos. That's a village near the Napf. I like the Napf.«

Robot & Frank (Jake Schreier)Robot & Frank (Jake Schreier)
In einer perfekten Welt wäre Frank Langella als Hauptdarsteller bereits Grund genug, die Massen ins Kino zu locken. In einer akzeptablen Welt reicht vielleicht der zusätzliche »Robot« als Dreingabe zu Frank. Und wer jetzt noch zögert: James Marsden, Susan Sarandon, Liv Tyler, Jeremy Sisto und Peter Sarsgaard (nur in der Originalfassung).

Angels' Share – Ein Schluck für die Engel (Ken Loach)Angels' Share – Ein Schluck für die Engel (Ken Loach)
Trotz einer unübersehbaren Altersmilde schafft es Ken Loach auch noch in Angels' Share, der britischen Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten - der große Unterschied ist dabei, dass die Schichten, die er jetzt angreift, mehr unter ihrer eigenen Dummheit als unter der Unterdrückung der Regierung oder Gesellschaft zu leiden scheinen.

Premium Rush (David Koepp)Premium Rush (David Koepp)
Filmtitel, die außer dem besprochenen Film in dieser Kritik auftauchen: Jurassic Park, Secret Window, Ghost Town, Looper, Sunset Boulevard, Lola rennt, Stranger than Fiction, Zombieland, Take Shelter.

Cinemania-LogoCinemania 83: Oktober 2012
Das etwas verspätete Oktober-Cinemania mit Kritiken zu Bombay Beach, Für Elise, Hotel Transsilvanien, Mann tut was Mann kann, Schönheit und Sushi in Suhl.

Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa (Rémi Bezançon, Jean-Christophe Lie)Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa (Rémi Bezançon, Jean-Christophe Lie)
1827 – die erste Giraffe wird in einem Pariser Zoo ausgestellt. Ausgehend von diesem historischen Ereignis erzählt Zarafa von Underdogs, den Problemen der Kolonialherrschaft, einer zeitlich vorgelagerten Multi-Kulti-Gesellschaft und dem »Circle of Life«. Ein richtiger Film, nicht nur die Frotzeleien von Figuren, die man in der Kindertüte einer Burgerkette wiederfindet.

„Griffen – Auf den Spuren von Peter Handke“. Ein Film von Bernd Liepold-Mosser.„Griffen – Auf den Spuren von Peter Handke“. Ein Film von Bernd Liepold-Mosser
„Griffen“ beschmutzt das ehrenwerte Genre des Dokumentarfilms durch sein tendenziöses Vorgehen bis in die kleinste Kameraeinstellung hinein. Praktiziert wird hier ein widerliches Draufhalten ohne jeden Erkenntniswert in der Tradition eines Sudeljournalismus, der sich an (situativen) Unzulänglichkeiten von Protagonisten ergötzt und eine Kritik an diesen Methoden mit unschuldiger Miene als „Authentizität“ rechtfertigt. [Lothar Struck]

Un amour de jeunesse (Mia Hansen-Løve)Un amour de jeunesse (Mia Hansen-Løve)
Von Beginn an spielt die Vergänglichkeit eine Rolle in dem Film. Das Erbe des Großvaters, das Kinderzimmer im Sommerhaus der Familie, der ältere Architekt, der Ruinen wiederbelebt. Doch im Widerstreit mit dem Motiv des »Circle of Life« geht es immer mehr um Begriffe wie »Reinheit« wie in dem unfassbaren Dialogsatz »Du bist nicht mehr das reine, junge Mädchen von früher«.

Der Fluss war einst ein Mensch (Jan Zabeil)Der Fluss war einst ein Mensch (Jan Zabeil)
Schauspieler Alexander Fehling ließ sich auf das Abenteuer ein, mit dem als Regisseur kaum erfahrenen Jan Zabeil ohne festes Drehbuch (und somit auch fast ohne Finanzierungsmöglichkeit) nach Afrika aufzubrechen, um dort mit einer vagen Idee im Kopf Zabeils einen Film auf die Beine zu stellen.

Liebe (Michael Haneke)Liebe (Michael Haneke)
Wenn Michael Haneke einen Film »Liebe« nennt, dann ist das so, als wenn Godard »Week-End« oder von Trier »Melancholie« als Titel wählt. Ganz sicher keine leichte Kost, und ein bisschen Provokation darf natürlich nicht fehlen. Doch kann man damit noch die (immer höheren) Erwartungen erfüllen?

Und nebenbei das große Glück (James Huth)Und nebenbei das große Glück (James Huth)
Gerhard Midding, frankophiler wie geschmackssicherer Kritikerkollege bei epd-Film, hat diesen Film verrissen, unter anderem aus Gründen, die unübersehbar sind, die man aber statt als Makel auch einfach als Anomalie werten kann. Ein Franz-Film, dessen französischste Elemente die filmischen Vorbilder sind: Aristocats und Casablanca.

Piranha 2 [in 3D] (John Gulager)Piranha 2 [in 3D] (John Gulager)
Der satt.org-Filmredakteur kann nicht für jeden Fan von Horrorfilmen sprechen, aber bei Piranha 3DD (Originaltitel) ist der Titel das mit Abstand cleverste, der Film selbst ist unterirdisch schlecht, dumm und auf teilweise menschenverachtende Art nicht einmal komisch.

Das Bourne Vermächtnis (Tony Gilroy)Das Bourne Vermächtnis (Tony Gilroy)
Nur wo Bourne draufsteht, ist auch Jason Bourne drin. Mit dem Umkehrschluss sollte man hingegen vorsichtig sein, denn die Hauptfigur dieses Films nennt sich zwischenzeitig »James« und wird von Jeremy Renner gespielt. Der Nachname dieses Geheimagenten beginnt aber nicht mit einem B, das würde nur zu Verwechslungen führen …

The Cabin in the Woods (Drew Goddard)The Cabin in the Woods (Drew Goddard)
Wir haben es immer geahnt, und dieser Film bestätigt es: Haarfärbemittel trüben die Wahrnehmung, weiche Drogen retten die Denkfähigkeit und es gibt Zombies, die wissen, wie man mit einer Bärenfalle arbeitet.

The Expendables 2 (Simon West)The Expendables 2 (Simon West)
Jason Statham im Presseheft: »Was macht einen großen Action-Held aus? Ich würde sagen: vier Rambo-Filme und sechs Rocky-Filme. [...] Diese Leute sind meine Vorbilder«.

Cinemania-LogoCinemania 82: Von Rom nach Süddeutschland: Hotel Mama, Küche Papa.
Wie schon im Juli wieder ein Monats-Cinemania: Entre les Bras: 3 Sterne. 2 Generationen. 1 Küche., Jeff, der noch zuhause lebt, Die Kirche bleibt im Dorf, To Rome with Love und Wer's glaubt wird selig.

Rum Diary (Bruce Robinson)Rum Diary (Bruce Robinson)
Laut Presseheft soll Johnny Depp persönlich den 2005 aus dem Leben geschiedenen Hunter S. Thompson zur Veröffentlichung eines frühen Manuskripts überredet haben. Ehrensache, dass er nun auch die Hauptrolle in der Verfilmung übernahm. Eine durchaus andere Rolle als in Fear and Loathing in Las Vegas.

Merida - Legende der Highlands (Mark Andrews, Brenda Chapman)Merida - Legende der Highlands (Mark Andrews, Brenda Chapman)
Während momentan scheinbar jedes zweite Grimm-Märchen in einen Realfilm verwandelt werden muss, ist es umso erfreulicher, wenn Pixar mal einen Stoff mit Märchenelementen nimmt, und daraus etwas bastelt, was spannender als Julia Roberts und schauspielerisch überzeugender als Kristen Stewart ist.

Olaf Brill: Der Caligari-KomplexOlaf Brill: Der Caligari-Komplex
Olaf Brill legt hier eine schöne Materialsammlung vor, die für eine eingehende Beschäftigung mit Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari einiges an Rüstzeug liefert. In dem voluminösen und schönen ausgestatteten Wälzer findet man etwa 24 zeitgenössische Filmkritiken, ein Faksimile des Illustrierten Film-Kuriers und ein umfassendes Einstellungsprotokoll.

Karen llora en un bus (Gabriel Rojas Vera)Karen llora en un bus (Gabriel Rojas Vera)
»Willst Du mich begleiten?« – »Nein. Paare, die diesen Berg besteigen, werden nie heiraten.« Karen llora en un bus ist irgendwie auch ein Liebesfilm, aber vor allem geht es um die Liebe zur Unabhängigkeit.

Die 1000-Euro-Generation (Massimo Venier)Die 1000-Euro-Generation (Massimo Venier)
Hauptfigur Matteo erklärt den Filmtitel, der übrigens einem Sachbuch entnommen wurde: »Ich verdiene tausend Euro im Monat mit einem Job, den ich nicht mag, für eine Firma, die mich nicht mag. Und jeder sagt mir, ich soll mich glücklich schätzen.« Sein Freund Francesco ist Filmvorführer und bekommt die schönsten Sätze des Drehbuchs.

Prometheus: Dunkle Zeichen (Ridley Scott)Periferic (Bogdan George Apetri)
»Du rauchst gut, hustest gar nicht.« Es wirkt absurd, aber dieser Satz einer Mutter zu ihrem achtjährigen Sohn ist in diesem Film ein Moment der tiefempfundenen Liebe, der Verbrüderung zwischen zwei geschundenen Seelen.

Das Haus auf Korsika (Pierre Duculot)Das Haus auf Korsika (Pierre Duculot)
Weil Christina findet, sie sei es ihrer Großmutter schuldig, sich das geerbte Haus auf Korsika zumindest anzuschauen, landet sie in »Mausoleo«, einer Ortschaft mit zwölf Einwohnern, wo selbst der Bürgermeister außerhalb der Saison nur am Wochenende vorbeischaut. Und längst nicht an jedem Wochenende.

Prometheus: Dunkle Zeichen (Ridley Scott)Prometheus: Dunkle Zeichen (Ridley Scott)
»Challenging the gods can be a very, very bad idea.« Wer in einem Raumschiff namens »Prometheus« durchs Weltall gondelt, sollte das eigentlich wissen. Aber in diesem Prequel, das kein Prequel ist (es muss nicht einmal vor Alien spielen, auch wenn vieles dafür spricht), ist man auch Androiden und Verantwortlichen der Weyland Corporation gegenüber eine Spur zu blauäugig …

Cinemania-LogoCinemania 81: Juli 2012
Nach dem mauen Kino-Juni nun ein dickes fettes Cinemania mit Fast verheiratet, Holidays by the Sea, Lady Vegas, The Raid, Sleep Tight, Töte mich und Woody Allen: A Documentary.

The Amazing Spider-Man  (Marc Webb)The Amazing Spider-Man (Marc Webb)
Gwen Stacy zu Peter Parker: »What you did was great. Stupid, but great!« With great power comes great responsibility. Mit einem erfolgreichen Franchise kommt das Versprechen kontinuierlich großer Gewinnmargen. Nach dem Film ist vor dem (nächsten) Film.

Noch tausend Worte (Brian Robbins)Noch tausend Worte (Brian Robbins)
Wer glaubt, dass Eddie Murphy manchmal eine ziemliche Labertante sein kann, sollte erst mal sehen, wie der Filmredakteur auf eine (höchstens implizite) Herausforderung Murphys eingeht und ihn in dieser Rezension quasi »totquatscht«, ohne über den recht nichtigen Film besonders viel zu sagen. Nach »Tantenfilmen« folgt hier die Beschreibung des Genres »Fluchkomödie«.

West is West (Andy De Emmony)West is West (Andy De Emmony)
Drehbuchautor Ayub Khan Din, der einst das autobiographisch fundierte Theaterstück East is East schrieb, hatte hehre Ziele im Sinn, für ihn war es »am allerwichtigsten, einen ganz anderen Film zu schreiben, der für sich selbst stehen kann. Er sollte so ehrlich und frisch und echt und anders sein, wie es East is East war.«

Ai Weiwei: Never Sorry (Alison Klayman)Ai Weiwei: Never Sorry (Alison Klayman)
Der chinesische Künstler Ai Weiwei ist ein Hooligan, die kommunistische Partei seines Landes besteht aber ebenfalls aus Hooligans. Das Scharmützel zwischen dem (sympathischen) Großmaul und den Schlägertypen dokumentiert dieser Film, der aber nebenbei auch einiges über Kunst, Geschichte und Philosophie zu sagen hat.

Jasmin (Jan Fehse)Jasmin (Jan Fehse)
Interessant an Jasmin ist die Form des Films, der größtenteils in einem Gefängnis-»Sprechzimmer« spielt, wo eine Psychiaterin auf die Mitarbeit der Kindsmörderin hofft, und - um das Ganze zu verschärfen - diese Psychiaterin durch eine begonnene Schwangerschaft noch eine besondere Beziehung zum Fall hat (auch, wenn sie Wert darauf legt, sich neutral und unvoreingenommen anzunähern).

Ehre (Aysun Bademsoy)Ehre (Aysun Bademsoy)
»Ich habe versucht, meine Gesprächspartner mit dem Begriff EHRE zu konfrontieren und herauszufinden, ob und welche Bedeutung er in ihrem Leben, in ihrem Alltag hat, welche Vorurteile ihn bestimmen, welche Hoffnungen sich an ihn heften.« (Regisseurin Aysun Bademsoy)

Safe - Todsicher (Boaz Yakin)Safe - Todsicher (Boaz Yakin)
Luke (Jason Statham) ist nicht nur Boxer, sondern auch noch Ex-Cop mit Eliteausbildung. Er kämpft nicht nur allein gegen die Russenmafia, sondern auch gegen die chinesischen Triaden und den fast durchgehend korruptem Polizeiapparat. Was durchaus interessant sein könnte, aber in diesem Fall stellt sich schnell eine Ermüdung ein.

Men in Black 3 (Barry Sonnenfeld)Men in Black 3 (Barry Sonnenfeld)
Barry Sonnenfeld war mal Kameramann bei den Coen-Brüdern (von Blood Simple bis Miller's Crossing). Immerhin scheint er begriffen zu haben, dass diese weitaus talentierter als er sind. Denn das Cleverste, was Sonnenfeld in MIB³ vollbringt, ist das Casting von Josh Brolin (bekannt aus No Country for Old Men) und Michael Stuhlbarg (A Serious Man). Doch genauso wenig wie Jemaine Clement (wer den nicht kennt, soll sich schämen) können sie den Film nicht retten.

Der Diktator (Larry Charles)Der Diktator (Larry Charles)
Ein politisch zutiefst unkorrekter und erstaunlich frauenfeindlicher Film, der sich dann aber zu einer politischen (!) Romantic Comedy mausert und zu guter Letzt beweist, dass der Film Forrest Gump (auf Umwegen) doch etwas dazu beigetragen hat, die Menschheit zu verbessern.

Lachsfischen im Jemen (Lasse Hallström)Lachsfischen im Jemen (Lasse Hallström)
Und noch ein Film über einen superreichen bärtigen Herrn aus dem mittleren Osten, der seltsame Hobbys hat. Scheich Muhammed hat in England das Fliegenfischen gelernt und will nun auch in seiner Heimat, dem Yemen, dieser Freizeitbeschäftigung nachkommen, wozu aber erst einmal in der Wüste ein Lachsbestand etabliert werden müsste …

Das Hochzeitsvideo (Sönke Wortmann)Das Hochzeitsvideo (Sönke Wortmann)
Das Hochzeitsvideo wird all jene unterhalten, die schon bei einem Satz wie »Meine Kehle ist trocken und mein Schlüpfer ist feucht« herzhaft lachen können. Und alle, die im Kino (oder kurz zuvor) immer mindestens zwei bis drei Flaschen Bier vertilgen.

Junges griechisches Kino»Junges griechisches Kino« im Berliner Kino Arsenal
Absurder Humor, Film-Noir-Anspielungen, Allegorien zur Wirtschaftskrise und dem Zustand des Landes. Das junge griechische Kino erinnert an die nouvelle vague und ungeachtet der Probleme, in Griechenland Filme zu finanzieren, boomt die nationale Kinematografie wie nur in wenigen Ländern.

The Cold Light of Day (Mabrouk El Mechri)The Cold Light of Day (Mabrouk El Mechri)
Wenn man so wie hier Henry Cavill in einem Film den Sohn von Bruce Willis spielt und der Film auch noch ein wenig an Die Hard erinnert, dann ist es eine nette Idee, die bekannte Szene mit dem Feuerwehrschlauch nachzuspielen. Nur hätte dieser Film weitaus mehr nette Ideen vertragen …

Marvel's The Avengers (Joss Whedon)Marvel's The Avengers (Joss Whedon)
Nach Iron Man, The Incredible Hulk, Iron Man 2, Thor und Captain America - The First Avenger kommt nun der (erste?) große Höhepunkt von Marvels ambitioniertem Viel-Film-Projekt. Der Hype des Jahres - und dank Joss Whedon der unterhaltsamste Popcorn-Film seit einiger Zeit.

The Lucky OneThe Lucky One (Scott Hicks)
Regisseur Scott Hicks brachte uns unter anderem Shine, Snow Falling on Cedars, die seltsame Stephen-King-Verfilmung Hearts in Atlantis und das Bella-Martha-Remake No Reservations. Und nun dies.

Totem (Jessica Krummacher)Totem (Jessica Krummacher)
Ein Film wie leichte Körperverletzung. Schlimmer als ein Familienbesuch, schlimmer als ein Zahnarztbesuch, schlimmer als ein Besuch bei einer Familie, die aus Zahnärzten besteht. Und die sich ausschließlich von »Curry-King« ernährt und den ganzen Tag auf voller Lautstärke immer wieder dasselbe Lied von Modern Talking hört.

Einmal ist keinmal (Julie Anne Robinson)Einmal ist keinmal (Julie Anne Robinson)
Wahrscheinlich muss man ein riesiger Fan von Grey's Anatomy sein, um der Kino-»Karriere« von Katherine Heigl (abgesehen von ihrem Leinwand-Debüt Knocked Up) noch irgendetwas abzugewinnen. Und weil Filmproduzenten mitunter gar nicht so dumm sind, haben sie den neuesten Film des verhinderten Stars zum einen mit TV-Kollegen verziert, und zum anderen haben sie den ersten Roman einer Bestseller-Reihe verfilmt. Aber ob das reichen wird?

My Week with Marilyn (Simon Curtis)My Week with Marilyn (Simon Curtis)
»It's agony for him, because he's an actor who wants to be a filmstar. And you're a filmstar who wants to be an actress. And this picture won't help any of you.« (über Sir Laurence Olivier und seine beinahe letzte Regiearbeit The Prince and the Showgirl)

Monsieur Lazhar (Philippe Falardeau)Monsieur Lazhar (Philippe Falardeau)
Zwei Kinderdarsteller, die an Drew Barrymore und Mathieu Amalric erinnern, ein gleichfalls großartiger Lehrer und sein Dilemma. Monsieur Lazhar holt aus einer traumatischen Prämisse jede Menge Lebensmut und menschliche Wärme. Ein Film zum Knuddeln. War nominiert für den Oscar als »Bester fremdsprachiger Film«.

Juan of the Dead (Alejandro Brugués)Juan of the Dead (Alejandro Brugués)
Wenn zu Beginn eines Film jemand sagt »I'm a survivor« und der Name dieser Figur auch im Filmtitel vorkommt, sind die Chancen auf ein Überleben groß. Wenn eine Frau sagt, sie würde sich für einen Mann selbst dann nicht entscheiden, wenn er der letzte auf der Welt wäre, dann sind die Chancen des Mannes innerhalb eines Zombiefilms immerhin nicht hoffnungslos. Das Einzige was hoffnungslos ist, ist der Film selbst.

berlinaleCinemania 80: Berlinale, die fünfte
Mit modischer Verspätung: weitere Rezensionen zu Berlinale-Filmen: diesmal zu Captive (Brillante Ma. Mendoza), L'enfant d'en haut / Sister (Ursula Meier), Jayne Mansfield's Car (Billy Bob Thornton), The Iron Lady / Die eiserne Lady (Phyllida Lloyd), Kazoku no kuni / Our Homeland (Yonghi Yang) und Pacha (Héctor Ferreiro).

Piraten: Ein Haufen merkwürdiger Typen (Peter Lord)Piraten: Ein Haufen merkwürdiger Typen (Peter Lord)
»Obviously he cannot talk,« said Darwin, turning on a few gaslights. But he is able to carry on a conversation by use of flash cards. Though I expect that sometime in the future, technology will move on, so that rather than to rely on the cards he'll be able to use ... oh, I don't know, refrigerator magnets, something like that.« (Gideon Defoe: The Pirates! in an Adventure with Scientists)

The Music Never Stopped (Jim Kohlberg)The Music Never Stopped (Jim Kohlberg)
Amusing Factoids: Der stets verdreckte »Pig-Pen« hatte seinen ersten Auftritt am 13. Juli 1954 bei den Peanuts. Robert McKernan, eines der Gründungsmitglieder von The Grateful Dead, nannte sich Jahre später ebenfalls Pigpen, der Musiker verstarb jedoch im März 1973 im Alter von 27 Jahren. In diesem Film geht es nicht um die Peanuts.

Die Tribute von Panem (Gary Ross)Die Tribute von Panem (Gary Ross)
So verlogen wie dieser Film ist nicht einmal RTL, und auch, wenn es in den nächsten zwei Teilen wahrscheinlich stärker um politische Belange geht, habe ich bereits keinen Appetit mehr.

Take Shelter – Ein Sturm zieht auf (Jeff Nichols)Take Shelter – Ein Sturm zieht auf (Jeff Nichols)
Jeff Nichols, der sich bereits mit seinem Regiedebüt Shotgun Stories als wichtige neue Stimme des US-Kinos etablierte, bringt jetzt die Krise aufs flache Land, zu den Arbeitern, und die apokalyptischen Visionen durchdringen hier vor allem die Psyche eines jungen Familienvaters.

Miriam Bratu Hansen: Cinema and Experience. Siegfried Kracauer, Walter Benjamin, and Theodor W. Adorno.In den Kriegszonen der Modernisierung: Cinema and Experience
Die Filmhistorikerin Miriam Bratu Hansen erkundet mit Siegfried Kracauer, Walter Benjamin und Theodor W. Adorno die Kritik der Moderne, in der technologische Medien eine Schlüsselrolle spielten. [Jörg Auberg]

Headhunters (Morten Tyldum)Headhunters (Morten Tyldum)
Roger Brown, die Hauptfigur dieses Films, erinnert ein wenig an den jungen Christopher Walken. Nur mit der kleinen Einschränkung, dass er 1,68 groß ist und auch ein bisschen an Peter Lorre oder Bernhard Hoëcker erinnert. Aber man leidet mit ihm mit wie mit Jerry Lundegaard oder Llewlyn Moss …

John Carter - Zwischen zwei Welten (Andrew Stanton)John Carter - Zwischen zwei Welten (Andrew Stanton)
»It also occurred to me that this would prove an excellent opportunity to test the qualities of Woola. I was convinced that the brute loved me« (aus: A Princess of Mars, Edgar Rice Burroughs, 1912) – Verehrt den Hund, meidet den Film!

Shame (Steve McQueen)Shame (Steve McQueen)
Regisseur McQueen arbeitet mit Stille, mit Geräuschen, mit Musik; mit komplizierten Plansequenzen, herkömmlichen Continuity-Editing oder mit Bilderstürmen, in denen ein gutes Dutzend Einstellungen von ein bis zwei Frames wie ein visueller Platzregen auf das Publikum herabstürzen. Und das alles zur Unterstützung seiner Inhalte, nicht als bloße Angeberei …

Das gibt Ärger (McG)Das gibt Ärger (McG)
Wenn mein Filmurteil zu This Means War einem Dreiparteien-Wahlsystem entsprechen würde, bei dem Langeweile, Ärgernis und Unterhaltung die drei Alternativen wären, so würde die Unterhaltung zwar nicht die absolute Mehrheit erreichen, wäre aber die stärkste Partei.

berlinaleCinemania 79: Berlinale, die vierte
Des Redakteurs Top20-Liste zur Berlinale und weitere Rezensionen: Barbara (Wettbewerb), Keyhole (Berlinale Special), En kongelig affære / Die Königin und der Leibarzt (Wettbewerb), Rentaneko / Rent-a-Cat (Panorama), This ain't California (Perspektive Deutsches Kino), Toata lumea din familia noastra / Everybody in our Family (Forum) und Die Vermissten (Perspektive Deutsches Kino).

Ghost Rider: Spirit of Vengeance (Neveldine & Taylor)Ghost Rider: Spirit of Vengeance (Neveldine & Taylor)
Das unerwartete Sequel zu Ghost Rider (und sogar wieder mit Nicolas Cage) wird vor allem damit umworben, dass der Film viel dunkler und härter sein soll. Auf die Animation des totenköpfigen Motorrad-Rächers bezogen kann ich das bestätigen. Aber abgesehen davon …

berlinaleCinemania 78: Berlinale, die dritte
Weitere Berlinale-Rezensionen: Cesare deve morire / Cesar must die (Wettbewerb), Die Farbe des Ozeans (Lola@Berlinale), For Ellen (Forum), Haywire (Sondervorführung), Keep the Lights on (Panorama) und Kid-Thing (Forum).

Gefährten (Steven Spielberg)Gefährten (Steven Spielberg)
Stell' Dir vor, es ist Krieg, und alle wollen das Pferd streicheln! Steven Spielberg hat es sich vorgestellt und seinen schlechtesten Film seit Hook gedreht.

berlinaleCinemania 77: Berlinale, die zweite
Weitere Berlinale-Rezensionen: Les adieux à la reine (Wettbewerb), Don - The King is Back (Berlinale Special), Formentera (Forum), König des Comics (Panorama), Kronjuvelerna (Generation 14plus).

Hugo Cabret (Martin Scorsese)Hugo Cabret (Martin Scorsese)
»Don't you like books?« Martin Scorsese hat es begriffen: Um der Jugend von heute Werte der Zivilisation näherzubringen, muss man sie austricksen und Mittel benutzen, mit denen sie vertraut sind. Hugo Cabret ist das Äquivalent eines vorinstallierten eBooks auf dem neuen iPhone, und wenn nur jedes tausendste Kind nach dem Kinobesuch neugierig wird …

Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre & Luc Dardenne)Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre & Luc Dardenne)
Wo Martin Scorsese das Genre des Kinderfilms nutzt, um seine Ziele umzusetzen, zaubern die Dardennes einen großartigen Kinderfilm, vermarkten ihn aber nicht so und verschenken somit einen großen Teil des Zuschauerpotentials. Aber die guten Filme waren schon immer die, die sich verstecken und nicht anpreisen.

berlinaleCinemania 76: Berlinale, die erste
Der erste Rutsch Berlinale-Kritiken: L'âge atomique (Panorama), Gegen Morgen (Perspektive deutsches Kino), Magi i luften (Generation 14plus), Vito (Panorama) und Young Adult (Berlinale Special) sowie als Bonus The Book Job (Simpsons-Episode).

Zettl (Helmut Dietl)Zettl (Helmut Dietl)
Nachwuchs-Journalist Zettl (Michael Herbig) soll die Netz-Nullnummer einer Berliner Version des »New Yorker« kreieren: Der New Berliner. Altmünchner Helmut Dietl macht aus dieser Geschichte eine filmische Nullnummer.

Dame, König, As, Spion (Tomas Alfredson)Dame, König, As, Spion (Tomas Alfredson)
Ironie des Schicksals: Der vormals als »Kinowelt« bekannte deutsche Verleih heißt nun »Studio Canal«. In den ersten potentiellen Blockbuster, der unter der neuen Marke anläuft, hat man als Co-Produzent (erstmals) einiges Geld gesteckt - weshalb im Nachspann Kinowelt auch genannt wird. Selten kam eine Umbenennung zu einem ungünstigeren Zeitpunkt.

The Descendants (Alexander Payne)The Descendants (Alexander Payne)
Schwarze Leinwand. Dann seltsame Geräusche, die langsam anschwellen. Motoren? Richtig geraten, man sieht eine Frau voller Verzückung auf einem Powerboat übers Wasser brettern. Nach der zweiten Schnittkante des Films liegt sie schon komatös in einem Krankenhausbett. Now that's what I call filmmaking …

Drive (Nicolas Winding Refn)Drive (Nicolas Winding Refn)
Driver (Ryan Gosling) schiebt seinen Einkaufswagen durch den Supermarkt, umkurvt hier und dort eine Ecke. Plötzlich bleibt er stehen wie vor einer Polizeiabsperrung am anderen Ende der Straße: Seine junge Nachbarin (Carey Mulligan) kauft mit ihrem Sohn ein.

Faust (Alexander Sokurow)Cinemania 75: Overkill Januar 2012
Ein stilles Jubiläum mit Rezensionen zu aktuellen Kinostarts: Alpha und Omega (DVD-Start), Arirang - Bekenntnisse eines Filmemachers, Faust, Jack & Jill, Ein riskanter Plan, Tage, die bleiben.

Thomas Waugh: The Right to Play OneselfDas Leben und nichts Anderes
Looking Back on Documentary Film

In seinem Buch »The Right to Play Oneself« beleuchtet Thomas Waugh die Interaktion zwischen Realität und Inszenierung im Dokumentarfilm. [Jörg Auberg]

Die Muppets (James Bobin)Die Muppets (James Bobin)
Everything is great, everything is grand / I've got the whole wide world in the palm of my hand / Everything is perfect, it's falling into place / I can't seem to wipe that smile off my face / Life's a happy song / with someone by your side to sing along.

Verblendung (David Fincher)Verblendung (David Fincher)
Als David Fincher seinen Alien-Film ablieferte, war er jung und brauchte das Geld (oder das Renommé). Doch was ist seine Ausrede für diese Bestsellerverfilmung, deren letzte Verfilmung keine drei Jahre zurückliegt? Verfilmt er als nächstes Simon Beckett?

William S. Burroughs - A Man within (Yony Leyser)William S. Burroughs - A Man within (Yony Leyser)
Er schoss auf Spraydosen und verkaufte es als Kunst, fürchtete am Nuklearkrieg nur, wer sich dann um seine Katzen kümmern würde, und war einer der ersten die die frühe CIA-Version von LSD testeten. William S. Burroughs ist ein hochinteressantes Filmthema - wenn nur diese Dokumentation etwas daraus machen würde …

Huhn mit Pflaumen (Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud)Huhn mit Pflaumen (Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud)
Szene einer Ehe: »Was machst du denn um diese Zeit schon im Bett?« »Ich habe beschlossen zu sterben!« »Und Cyrus?« »Der ist bei der Nachbarin.« Ein berühmtes Zitat von Donald Duck lautet »Ohne meinen Seestern ist mir das Leben verleidet.« Für den Violinisten Nasser-Ali Khan (Mathieu Amalric) ist das Leben ohne sein Instrument auch keinen Pfifferling wert.

Ich reise allein (Stian Kristiansen)Ich reise allein (Stian Kristiansen)
Was ist das Wichtigste im Leben? Proust’sche Onomastik? Billigschnaps aus Schweden? Oder der Kindergeburtstag einer Tochter, von der man vor einigen Wochen noch gar nichts wusste? Wer bei der Beantwortung dieser Frage Probleme hat, gehört genauso zum Zielpublikum dieses Films wie jene, die sich ganz sicher sind, dass es die Proust’sche Onomastik sein muss …

Lieblingsfilme 2011Lieblingsfilme 2011
Hier die jährliche Top 20 des Filmredakteurs. Wer ist diesmal ganz oben? Rooster Cogburn, Arrietty oder Jane Eyre? Polanski, Farhadi oder Dresen? Eddie Marsan, Andy Serkis oder Alexander Siddig?

Darkest Hour (Chris Gorak)A Letter to the Future (Renato Martins)
Darkest Hour (Chris Gorak)

Gründe für eine Doppelrezension finden sich immer. Diesmal geht es um zwei Filme, die am selben Tag starten, die der Filmredakteur kurz hintereinander sah, und die für ihn jeweils ein Dutzend vollmachten. Vorwerks zwölfter Dokumentarfilm 2011 und Vorwerks zwölfter 3D-Film 2011. Fazit: Zwölf sind noch viel zu viele.

Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín)Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín)
»Film im Film« eröffnet immer eine selbstreflexive Metaebene. Doch in diesem Fall geht es weniger um postmodernen Hokuspokus, sondern um das vielleicht beste Beispiel, wie man diese Rahmenstruktur eines Films zur Verstärkung des Themas nutzen kann. Wenn man die indigene Bevölkerung eines Teils von Bolivien motiviert, bei der Darstellung der Greueltaten unter Christopher Kolumbus mitzuwirken, dann sollte man nicht davon ausgehen, dass man die Darsteller so ausnutzen kann wie die historischen Figuren, denen sie ihr Antlitz schenken. »Two fucking dollars a day and they feel like kings« …

In guten Händen (Tanya Wexler)In guten Händen (Tanya Wexler)
Nach Irina Palm ist es jetzt ein Mann (Hugh Dancy), der (streng medizinisch) in guter alter »Handarbeit« die Londoner Damen des späten 18. Jahrhunderts aufgrund ihrer Diagnose »Hysterie« zu heilen sucht. Doch da auch ihm der Tennisarm droht, besinnt man sich auf ein elektrisches Hilfsinstrument, das noch heute in vielen Sockenschubladen versteckt wird. Die Tagline des Films lautet: »Selten hat es soviel Spaß gemacht, geheilt zu werden«.

The Ides of March (George Clooney)The Ides of March (George Clooney)
»Do you wanna work for your friend, or do you wanna work for the President?« Dieser Film über die Vorwahlen einer US-Präsidentschaftswahl stellt seinen Figuren viele solche Fragen, und Dank George Clooney und Ryan Gosling sind die Antworten nicht immer die besten »menschlich gesehen«, aber im Dienste eines packenden und cleveren Films.

The Help (Tate Taylor)The Help (Tate Taylor)
Kathryn Stocketts Bestseller The Help war von vornherein ein etwas kontroverses Buch. Ein Buch über das Leben farbiger Haushälterinnen im Jackson, Mississippi der 1960er Jahre ist ein interessantes Sujet, aber warum ausgerechnet eine weiße Journalistin, die zu der Zeit noch nicht geboren war, in ihrem Debütroman zu zwei Drittel nicht nur die Perspektive, sondern auch das schnell als »ungebildet« zu missverstehende vernacular der »Guten Geister« einzufangen versuchen soll, ist eine interessante Frage.

Der Gestiefelte Kater (Chris Miller)Der Gestiefelte Kater (Chris Miller)
Tanz das Katzenklo, verwandle Deinen Erzfeind in Spiegelei, hinterlasse Dein Markenzeichen, das geschlitzte P, und vielleicht kannst Du dabei aus dem Schatten des großen grünen Ogers hervortreten und selbst einen Multi-Millionen-Dollar-Film herausbringen. Das Prequel zu Shrek 2, in dem Shrek aber nicht auftaucht.

Die Reise des Personalmanagers (Eran Riklis)Die Reise des Personalmanagers (Eran Riklis)
»Wir schaffen das, Frau Konsulin! Denken sie nicht an den alten Wagen, sondern an den neuen, den sie sich leisten können, wenn sie zurück sind.« Ein Road Movie voller Versprechungen, die auch der Film nur sehr bedingt einlöst. Der Weg ist das Ziel, oder vielleicht die Selbstfindung eines Managers für »Human Resources« bei einer Odyssee durch Osteuropa.

Jane Eyre (Cary Joji Fukunaga)Jane Eyre (Cary Joji Fukunaga)
Jane Eyre beginnt fast wie die berühmte Türszene aus John Fords The Searchers. Aus dem Dunkel bricht eine Frau heraus in die (nicht viel hellere) freie Natur. Die Tonspur ist voll von ihren Atemgeräuschen, sie weint, die holprige Handkamera stolpert ihr hinterher und der erste Satz des Films ist »I want to die«. Janes Reise ins glückverheißende Licht reiht sich ein in großartige Verfilmungen historischer Romane wie Ang Lees Sense & Sensibility oder Martin Scorseses The Age of Innocence.

Happy Feet 2 (George Miller)Happy Feet 2 (George Miller)
Happy Feet Two bringt den Mikro- und den Makrokosmos zusammen. Und das in 3D. Von der Individualität zweier Mitglieder eines Krillschwarms geht es zu spektakulären Panoramen, die ganze Pinguin-Kolonien in von mehreren Choreographen betreuten Tanz- und Gesangseinlagen zeigen. Trotz einer oberflächlich betrachtet ganz ähnlichen Geschichte ist hier mal ausnahmsweise das Sequel gelungener als das Original.

Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Rod Lurie)Straw Dogs - Wer Gewalt sät (Rod Lurie)
Der Drehbuchautor David Sumner (James Marsden), ein Stadtmensch aus LA, schreibt über Stalingrad, über das Überleben, die menschliche Seele und das Zurückschlagen. In seinem neuen Domizil im Südstaatennest Blackwater, wird er sein theoretisches Wissen bald auch in die Praxis umsetzen müssen.

Another Earth (Mike Cahill)Another Earth (Mike Cahill)
Nicht fette Budgets und Effekte gepaart mit einer bombastischen Marketingkampagne machen einen Film aus, sondern eine gute Idee, künstlerische Ambition und überzeugende Darsteller. Another Earth hat läppische 200.000 Dollar gekostet, Regisseur Cahill hat ihn zusammen mit seiner Freundin Brit Marling, die auch als Protagonistin agiert, von Kopf bis Fuß federführend konzipiert und produziert. Der zweite Hauptdarsteller William Mapother ist für ein besseres Taschengeld angetreten. [Alexander Plaum]

Der Gott des Gemetzels (Roman Polanski)Der Gott des Gemetzels (Roman Polanski)
»Wir können ein Medikament doch nicht zurückziehen, nur weil drei Typen Schlagseite haben.« Christoph Waltz in seiner ersten Rolle seit Inglorious Basterds, die auf unterhaltsame Art hassenswert ist – obwohl er diesmal gar nicht den Oberschurken spielt.

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht, Teil 1 (Bill Condon)Breaking Dawn (Bill Condon)
Das junge Paar kann nun nach dem Eintritt in die Ehe endlich Bellas lang ersehnten Wünschen einer sexuellen Erfüllung nachgehen. Diese Sequenzen werden den Kultstatus, den die Figuren bei dem jugendlichen Publikum ohnehin bereits haben, ordentlich intensivieren. Doch was wäre auch die beste Ehe ohne Probleme? Sie beginnen damit, dass Edward beim Sex nicht bloß das Bett, sondern auch Bellas Rücken und Arm etwas ramponiert hat. [Andreas Jacke]

Halt auf freier Strecke (Andreas Dresen)Halt auf freier Strecke (Andreas Dresen)
Frank (Milan Peschel) hat einen Gehirntumor und nur noch Monate zu leben. Sein Smartphone nutzt er als Video-Tagebuch. »Heute hat Simone wieder geraucht. Ich könnte jetzt auch rauchen, eigentlich ganz cool.« Andreas Dresens bisher bester Film (und die anderen waren auch nicht von schlechten Eltern).

Anonymus (Roland Emmerich)Anonymus (Roland Emmerich)
In irgendeiner Simpsons-Halloween-Folge gräbt sich mal ein Shakespeare-Zombie aus seinem Grab, wird dann aber ziemlich schnell wieder umgelegt. Was ja schon eine Winzigkeit respektlos ist. Aber man stelle sich vor, Shakespeare würde zu neuem Leben erwachen, mit akzeptabler Textsicherheit murmelt er etwas wie »What angel wakes me from my flowery bed?« - und dann steht ihm Roland Emmerich gegenüber!

Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten)Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten)
Nach diversen Jahrzehnten Star Trek, der Back to the Future-Trilogie und den Terminator-Filmen ist auch das breite Publikum mit den Regeln der Zeitreise mittlerweile so vertraut, dass sich die Zeitreise immer mehr aus dem Sci-Fi-Umfeld verabschiedet, und in den Filmproduktionen des letzten Jahrzehnts kann man feststellen, dass die Zeitreise momentan eher das Instrument einer dramatisch überhöhten Liebesgeschichte ist.

Underwater Love – A Pink Musical (Shinji Imaoka)Underwater Love – A Pink Musical (Shinji Imaoka)
Im Gegensatz zu Zombies, Vampiren und ähnlichen Untoten sind die Kappas eher zurückhaltend bis freundlich, sie ernähren sich vorwiegend von kleinen Fischen, sind aber auch Salatgurken nicht abgeneigt. Wie Schildkröten sind auch Kappas amphibischer Natur, auf dem Kopf tragen sie eine sogenannte »Mulde« …

Eine ganz heiße Nummer (Markus Goller)Eine ganz heiße Nummer (Markus Goller)
Eine (etwas längere) Episode der Simpsons, wobei Springfield nach Niederbayern verlegt wurde. Die heuchlerische Chorleiterin Gerti erinnerte mich sehr an Helen Lovejoy, ihr Gatte, der Bürgermeister, ist eine Mischung aus Mayor Quimby und Ned Flanders (der Schnurrbart!), und der gemeinsame Sohn Jakob ist ein etwas älterer Milhouse, der sich mit seinem Fotohandy für einen investigativen Journalisten hält.

Poliezei (Maïwenn)Poliezei (Maïwenn)
»Aber Mama badet immer mit mir.« – »Bei Papa ist das was anderes.« Nicht nur im Bereich Kindesmisshandlungen (und wie man sie verhindert) beschickt Polisse einen großen Bereich voller Nuancen und Grauabstufungen. Außerdem ist der Film ein Musterbeispiel, um die Vorzüge von Dokumentar- und Spielfilmen gegeneinander auszuspielen.

Cirkus Columbia (Danis Tanovic)Cirkus Columbia (Danis Tanovic)
Sehr symbolkräftig verschwindet Divkos Glücksbringer, eine verhätschelte Katze namens »Boni«. Irgendwie scheint die Katze neben dem Glück auch Lethargie und Blindheit zu symbolisieren, denn den drohenden Krieg will im Dorf kaum jemand wahrhaben, man beschäftigt sich lieber mit Alltagsdetails.

Contagion (Steven Soderbergh)Contagion (Steven Soderbergh)
Eine hochansteckende und oft tödlich verlaufende Krankheit sucht (u. a.) die USA heim. Und das kurz vor Thanksgiving. »It’s the biggest shopping weekend of the year!« Der Film zum Sagrotan-Wahn.

Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)
»Jetzt ist es mit den Verbrennungen vorbei!« – »Das hast Du schon mal gesagt.« – »Das war verfrüht.« Ein Mad Scientist (Antonio Banderas) und seine Gefangene. Wenn daraus ein Stockholm-Syndrom erwachsen würde, wäre es schon irgendwie krank. Aber Almodóvar dreht die Daumenschrauben noch zwei mal weiter.

Tyrannosaur (Paddy Considine)Tyrannosaur (Paddy Considine)
»I feel safe with you.« – »Nobody’s safe with me.« Im Regiedeb üt des Schauspielers Paddy Considine treffen ein Mann und eine Frau aufeinander. Und der deutsche Zusatztitel nennt es »Eine Liebesgeschichte«. Es ist trotzdem nicht der Idealfilm für ein erstes Date.

Die Liebesfälscher (Abbas Kiarostami)Die Liebesfälscher (Abbas Kiarostami)
Vielleicht ist es besser für den Film, wenn man nicht auf einen »Kniff« lauert, sondern die Begegnung zwischen zwei Menschen, die einen Tag lang aus Gesprächen, Kaffees und Spaziergängen besteht, als eine Variation von Richard Linklaters Before Sunrise sieht. Das ändert aber nichts daran, dass dies Kiarostamis Variation davon ist, und er möchte gern über gewichtige Themen referieren.

Apollo 18 (Gonzalo López-Gallego)Apollo 18 (Gonzalo López-Gallego)
»How can there be a Russian on the moon and nobody knows about it?« – »We’re on the moon and nobody knows about it!« Die Wahrheit über die offiziell nie stattgefundene Mondmission! Rekonstruiert aus nie gesehenem Material! Für Hype-Junkies und Leute, die auch noch zu Paranormal Activity 3 gehen.

Fright Night (Craig Gillespie)Melancholia (Lars von Trier)
Claire (Charlotte Gainsbourg) und ihre Schwester Justine (Kirsten Dunst) leiden unter einer schwierigen Mutter (Charlotte Rampling), die es ihren Töchtern nicht gerade einfach gemacht hat, den Weg ins Leben zu finden. Der Planet Melancholia ist das überdimensionale Symbol dieser Mutter am traurigen Horizont des Melancholikers. [Andreas Jacke]

Fright Night (Craig Gillespie)Fright Night (Craig Gillespie)
In einer Trabantenstadt in der Nähe von Las Vegas entdeckt Charlie (Anton Yelchin), dass sein neuer Nachbar Jerry (Colin Farrell) ein Vampir ist. Lange Zeit geht die größte Gefahr aber nicht von dem Blutsauger aus, sondern von Charlies Angst, seine Freundin (Imogen Poots) oder Mutter (Toni Colette) könnten glauben, er benehme sich wie ein Nerd. "Is that a stake?" – »No! – Maybe ...«

Whores' Glory - Ein Triptychon zur Prostitution (Michael Glawogger)Whores' Glory - Ein Triptychon zur Prostitution (Michael Glawogger)
Regisseur Michael Glawogger: »Grundsätzlich ist man in einem Bordell ja als Journalist, Fotograf oder Filmemacher nicht sehr willkommen. Für jemanden, der recherchieren will, ist es wahrscheinlich der unfreundlichste Platz auf der ganzen Welt, mit Ausnahme des Vatikan.«

Portraits deutscher Alkoholiker (Carolin Schmitz)Portraits deutscher Alkoholiker (Carolin Schmitz)
Nicht nur aufgrund eines dunklen Vorhangstoffs, hinter dem sich schließlich eine feuchtfröhliche Aktivität zeigt, die zuvor verborgen blieb, erinnert mich Portraits deutscher Alkoholiker an vielen Stellen an David Lynchs Blue Velvet. [...] Deutschland, ein Volk der Dichter und Denker. Und Trinker.

Hell - Die Sonne wird euch verbrennen (Tim Fehlbaum)Hell - Die Sonne wird euch verbrennen (Tim Fehlbaum)
Was man für einen apokalyptischen Horrortrip außer einer Dose Pfirsiche alles so braucht, hat der deutsche Debüt-Regisseur Tim Fehlbaum fleißig bei der Cormac-McCarthy-Verfilmung The Road abgeschaut und dann mit ein bisschen Tobe Hooper und Michael Haneke nachgewürzt.

Attack the Block (Joe Cornish)Attack the Block (Joe Cornish)
»Ready or not. Here I come. You can't hide. Gonna fiiiiind you!« Selten wurde ein Popsong so genial in einen Film eingepasst wie hier Ready or Not von den Fugees. Attack the Block zeigt einem anderen Film über eine außerirdische Invasion, der im Sommer lief, wie man es richtig macht. Dafür braucht man weder Han Solo noch James Bond.

Easy Money (Daniél Espinosa)Easy Money (Daniél Espinosa)
»Las Vegas, Baby!« In Sachen Koksqualität scheint diese Formulierung das Nonplusultra zu beschreiben. In Sachen Lebensqualität (oder Lebenserwartung) hat der größenwahnsinnige BWL-Student Johan (Joel Kinnaman) bei seiner Exkursion in die Unterwelt die Erwartungen hingegen eher herunterzuschrauben.

Mein Stück vom Kuchen (Cédric Klapisch)Mein Stück vom Kuchen (Cédric Klapisch)
»Der Eiffelturm. Mein Schlafzimmer.« Von der phallischen Aussicht im Panoramafenster kommt Börsenspekulant »Steve« (Gilles Lelouch) gleich zurück zu den Basisinformationen für das neue Hausmädchen France (Karin Viard). Das war bereits die mit Abstand beste Szene des Films.

Le Havre (Aki Kaurismäki)Le Havre (Aki Kaurismäki)
Das Le Havre Kaurismäkis erstrahlt mal wieder in den Farben eines Douglas-Sirk-Films, doch die Fernsehnachrichten und Flüchtlingslager setzen die Melodramatik und den poetischen Realismus des Finnen in einen modernen Bezug. Kein anderer Regisseur seit Vittorio de Sica konnte die deprimierende Realität des Alltags so mit einer leise beschwingten Märchenhaftigkeit verbinden.

Tournee (Mathieu Amalric)Tournee (Mathieu Amalric)
»It’s our show - don’t forget that!« – »Yes, but it’s my country!« Regisseur Mathieu Almaric spielt auch den »schwierigen« Impressario Zand, der bei seiner Rückkehr nach Frankreich einige Stars des New Burlesque aus den Staaten mitgebracht hat. Für seinen spielerischen semidokumentarischen Stil bekam er 2010 in Cannes den Regiepreis.

How I ended this summer (Alexei Popogrebsky)How I ended this summer (Alexei Popogrebsky)
Zwei Silberne Bären bei der Berlinale 2010 (herausragende künstlerische Leistung, bester Darsteller), doch erst anderthalb Jahre später nimmt sich des Filmredakteurs kleiner aber feiner Lieblingsverleih FUGU dieses Kleinods an. Der Generationskonflikt zwischen Leuten, die noch wissen, wie man Fische ausnimmt und solchen, die sich dafür mit Emoticons auskennen.

Cairo Time (Ruba Nadda)Cairo Time (Ruba Nadda)
»This café is for men.« – »No one said anything ...« – » No, that would be rude.« Ohne Tareq (Alexander Siddig), den ehemaligen Assistenten ihres Mannes, würde Juliette (Patricia Clarkson) sich in der ägyptischen Hauptstadt wahrscheinlich weitaus weniger zurechtfinden …

Westwind (Robert Thalheim)Westwind (Robert Thalheim)
Diesmal geht es nicht Mit dem Wind nach Westen (unsäglicher Disneyfilm von 1982), sondern der Wind kommt aus dem Westen und verbessert somit den Empfang des Feindessenders mit dem Achtziger-Jahre-Pop (Depeche Mode, The Cure), der in dieser »wahren« Geschichte den Grundstein eines Fluchtversuchs ein Jahr vor dem Fall der Mauer legt. (Der Widerspruch in der Wahl der Metapher ist dem Autor bewusst.)

Final Destination 5 (Stephen Quale)Final Destination 5 (Stephen Quale)
Nach dem halbherzigen Reboot kehrt man zur fortlaufenden Numerierung zurück, orientiert sich aber auch an den Anfängen der Serie (inklusive der Rückkehr von Tony Todd). Wird insbesondere Akupunkturfreunden, Augenarztpatienten, Fabrikarbeitern, Geräteturnern und Köchen einige kribbelige Momente (oder Alpträume) bescheren.

Cowboys & Aliens (Jon Favreau)Cowboys & Aliens (Jon Favreau)
»He tried to make me look like a fool.« Jon Favreaus dritter Comicverfilmung in Folge geht es ähnlich wie der von Paul Dano gespielten Figur in Cowboys & Aliens. Der Streifen ist sich seiner mannigfaltig vorhandenen eigenen Narreteien nicht im geringsten bewusst.

Shopping Girls (Katarzyna Roslaniec)Shopping Girls (Katarzyna Roslaniec)
Inspiriert von realen Ereignissen, jungen Mädchen, die in Shopping Malls zumeist älteren Herren sexuelle Dienste anbieten und dafür mit Kosmetika, hippen Klamotten oder Handys vergütet werden, hat die Regisseurin zunächst einige der Mädchen interviewt, dann aber ihren Film gänzlich als Spielfilm realisiert.

Captain America: The First Avenger (Joe Johnston)Captain America: The First Avenger (Joe Johnston)
»Do you want to kill Nazis?« – »Is this a test?« – »Yes.« – »I don’t want to kill anyone. I just don’t like bullies, I don’t care where they’re from.« Solch eine tatsächlich heldenhafte Attitüde ist in Comicverfilmungen leider Mangelware. Und wenn man dann noch den Hänfling sieht, der das sagt …

Midnight in Paris (Woody Allen)Midnight in Paris (Woody Allen)
Nach London und Barcelona ist jetzt Paris dran. Woody Allen kreiert nicht nur seine eigene, blitzsaubere Märchenversion der französischen Hauptstadt (mit Carla Bruni als Touristenführerin), einen Großteil des Films verlegt er sogar in die 1920er, um dort seinen Stellvertreter Gil (Owen Wilson) mit Salvador Dali (Adrien Brody), Gertrude Stein (Kathy Bates), Zelda Fitzgerald (Alison Pill) u.v.a. interagieren zu lassen.

Shit Year (Cam Archer)Shit Year (Cam Archer)
Rick: »I stopped watching your movies.«
Colleen: »When?«
Rick: »A few years ago.«
Colleen: »Everybody else did, too!«
Die großartige Ellen Barkin als abgetretene Schauspielerin in einem arty-farty Spiel-/ Essay-Film, der ausnahmsweise sogar Spaß macht.

Planet der Affen: Prevolution (Rupert Wyatt)Planet der Affen:
Prevolution (Rupert Wyatt)

Es fängt damit an, dass der kleine Caesar auch mal wie die anderen Kinder auf einem Fahrrad über eine Schanze springen will - und endet (fast) damit, dass superintelligente Primaten in San Francisco eine Tram besetzen. Dieses Bild als Poster mit der Überschrift »A Streetcar named Apeshit« würde man sich sogar an die Wand hängen.

Green Lantern-SymbolCinemania 74:
Kino zum Abgewöhnen

Wer viel schaut, schaut leider auch vieles, was weniger bemerkenswert ist. Oder gar Filme, die in negativer Weise bemerkenswert sind (in diesem Cinemania: zwei der vier bisher schlechtesten Filme des Jahres). Rezensionen zu Green Lantern, Kein Mittel gegen Liebe, Mein bester Feind, Resturlaub, Shanghai und Yume.

Super 8 (J.J. Abrams)Super 8 (J.J. Abrams)
Geheimnisvolle Dinge passieren im Gebäude 47 von »Romero Chemicals«. Wird ein heldenhafter Ermittler einer nicht enden wollenden Flut blutgieriger Untoter Einhalt gebieten können? Und wie wird sich diese landesweite Krise auf seine Ehe auswirken? (Dies ist nicht der Teaser zu Super 8, sondern zu The Case, dem Film-im-Film.)

Cars 2 (John Lasseter)Cars 2 (John Lasseter)
Das Sequel, das irgendwie gar kein Sequel ist. Statt Capra-Schmonzette jetzt Agentenspannung auf drei Kontinenten. Der Film, den sich kein Zehn- bis Zwölfjähriger entgehen lassen wird.

Belgrad Radio Taxi (Srdjan Koljevic)Belgrad Radio Taxi (Srdjan Koljevic)
Überlagert vom Untergang eines Radiosenders verdichten sich in Belgrad die Schicksale von sechs Personen, die der Zuschauer trotz aller Hürden gerne zu drei Paaren zusammengefügt sähe. [Martina Gerhardt]

Win Win (Tom McCarthy)Win Win (Tom McCarthy)
Wie schon McCarthys frühere Filme ist auch Win Win eine Fundstätte großartiger, aber nicht jedermann bekannter Schauspieler, die man immer eine Spur zu selten sieht: Paul Giamatti, Amy Ryan, Jeffrey Tambor, Bobby Cannavale, Melanie Lynskey, Margo Martindale oder Burt Young. Another actor’s director!

Insidious (James Wan)Insidious (James Wan)
Insidious beginnt wie viele Horrorfilme unterschiedlicher Nebengleise. Hat man es mit einem Spukhaus zu tun (die Türen knartschen jedenfalls ausreichend), mit einem Poltergeist (sehr schön: die Hommage an die knorrige Baumhand am Fenster bei Hooper/Spielberg) oder gar mit einem Exorzismus? Diese Ungewissheit des Publikums nutzt der Film gleich zu Beginn des Films, wenn …

Arschkalt (André Erkau)Arschkalt (André Erkau)
Herbert Knaup philosophiert als Tiefkühlvertreter Berg über Einfriermethoden von Fischstäbchen, Brot, Dahlien usw. Nicht annähernd so universell und vermeintlich tiefgründig wie einst Peter Sellers als Gärtner Chance. Aber der Film mit dem derben Titel ist für eine deutsche Komödie erstaunlich pointensicher. »My hovercraft is full of eels.«

Nader und Simin - Eine Trennung (Asghar Farhadi)Nader und Simin (Asghar Farhadi) II
Ein Film des Monats verträgt auch zwei Kritiken … [Friederike Kapp]

Nader und Simin - Eine Trennung (Asghar Farhadi)Nader und Simin - Eine Trennung (Asghar Farhadi)
Modernes iranisches Kino mit einer ganz persönlichen Handschrift. Jeder, der diese Woche Nader und Simin schaut und dafür Harry und Ginny fernbleibt, ist ein echter Filmfreund. Und wird belohnt mit magischen Momenten, tragischen Geschicken und einer fesselnden Geschichte. Und echten Menschen.

Cedar Rapids (Miguel Arteta)Cedar Rapids (Miguel Arteta)
Company Men (John Wells)

Mindestens drei der Kinostarts dieser Woche befassen sich mit den Untiefen des Arbeitsalltags ganz normaler Menschen. Den Zoowärter mit Kevin James hat sich unser Filmredakteur vorsichtshalber geschenkt, aber da bei den anderen zwei Filmen immerhin gewisse Erwartungen im Spiel waren, konnten diese auch gehörig enttäuscht werden …

The Way Back (Peter Weir)The Way Back (Peter Weir)
Gesprengte Ketten verlegt nach Russland, dann jackson-tolkien’sche Gefährten quer durch die Wüste, das Ganze versetzt mit einem kräftigen Schuss Hollywood - und wer lange genug sucht, findet in diesem Rezept vielleicht auch noch eine Prise vom Regisseur Peter Weir.

Die Frau, die singt (Denis Villeneuve)Die Frau, die singt (Denis Villeneuve)
Die Zwillinge Jeanne und Simon haben mit ihrer Mutter schon einiges durchgemacht, doch dass diese sich laut Testament nackt mit dem Gesicht nach unten, sowie ohne Sarg oder Grabstein verscharren lassen will, eröffnet neue Abgründe im Leben einer Frau, die für ihre Kinder ein Mysterium blieb. Damit dies nicht so bleibt, beauftragt die Verstorbene ihre Kinder, nach einem zuvor nie erwähnten Halbbruder und ihrem Vater zu suchen …

Der Mandant (Brad Furman)Der Mandant (Brad Furman)
Die Finanzlage wie das Privatleben von Mick Haller (Matthew McConaughey) sind suboptimal, und so kommt ein lukrativ erscheinender Fall wie gerufen, in dem einem jungen Mann aus besserem Hause der Mord (und die Vergewaltigung) einer Frau aus suspekteren Kreisen angelastet wird.

Mr. Poppers Pinguine (Mark Waters)Mr. Poppers Pinguine (Mark Waters)
Die Hauptfiguren dieses Films heißen Captain, Nimrod, Loudy, Stinky, Bitey … und den sechsten habe ich vergessen. Der war aber sehr anhänglich, was sich auch in seinem Namen spiegelte. Ach ja, Jim Carrey spielt auch noch mit.

Mr. Nice (Bernard Rose)Mr. Nice (Bernard Rose)
In der Planungsphase des Films schwebte Marks als Darsteller seiner Person Sean Penn vor, erst mit Bernard Rose kam dann Rhys Ifans ins Spiel, nicht nur wie Marks »ein Typ aus Wales«, sondern eher für seine komischen Rollen bekannt, bis hin zu Enduring Love, wo Ifans bereits eine recht ähnliche Charakterzeichnung vorlegt, eine Art Komiker, der in einer Tragödie gefangen ist.

Kung Fu Panda 2 (Jennifer Yuh Nelson)Kung Fu Panda 2 (Jennifer Yuh Nelson)
»My son saved China. You too, can save! Buy one dumpling, get one free!« So nutzt Mr. Ping die Berühmtheit seines Sohnes Po, um sein Geschäft anzukurbeln. Dreamworks hält es mit diesem überflüssigen Sequel ganz ähnlich. Wer hier sparen will (Geld und Lebenszeit), geht ausnahmsweise nicht ins Kino. Oder zu einem anderen Film.

X-Men: Erste Entscheidung (Matthew Vaughn)X-Men: Erste Entscheidung (Matthew Vaughn)
Matthew Vaughn (Stardust, Kick-Ass) tritt das Erbe von Bryan Singer (Superman Returns) an und beginnt nach dreieinhalb X-Men-Filmen eine neue (zumindest geplante) Trilogie, die die Anfänge des Superhelden-Teams, Prof. Xaviers »Schule« und Magnetos Gegenbewegung der »Bruderschaft« zu Beginn der 1960er schildert. Dies aber ganz im Stil aktueller Superhelden-Comics.

Beginners (Mike Mills)Beginners (Mike Mills)
Regisseur Mike Mills (Thumbsucker) hat in seinen Film viel Autobiographisches einfließen lassen. Wie sein alter ego Oliver (Ewan MacGregor) ist Mills Grafikdesigner und erfuhr recht spät in seinem Leben, dass sein Vater schwul ist.

Hangover 2 (Todd Phillips)Hangover 2 (Todd Phillips)
»Ich wünschte, Affen könnten skypen!« Das unvermeidliche Sequel zu The Hangover transferiert die Geschichte von Las Vegas nach Bangkok, erzählt sie im Grunde noch mal, ist aber dabei eine Spur rabiater, wenn etwa statt der freundlich harmlosen Heather Graham als »Eskort-Dame« im Original diesmal die erweiterten Freizeitangebote Bangkoks die Altersfreigabe des Films etwas höher ansetzen.

Big Eden (Peter Dörfler)Big Eden (Peter Dörfler)
Rolf Eden in einer TV-Talkshow: »Ich war auch mal im Flatrate-Puff. 20 Frauen, Beine breit, jeder kann ran. Für Männer das Beste.« Seine Lebens­abschnitts­partnerin Brigitte bestürzt dazu: »Wir wissen, das ist Spaß. Aber die Leute in der Öffentlichkeit denken, du meinst das ernst!« Noch ein Zitat: »Hast Du sie überhaupt geliebt?« - »Naja, sie war mir sympathisch.«

9 Leben (Maria Speth)9 Leben (Maria Speth)
»Natürlich liebe ich meine Mutter irgendwie, aber das ist alles nur Hass – Hassgefühl.« Ästhetisierter Dokumentarfilm über Berliner »Straßenkinder«, die sich mitunter in Widersprüche verrennen. Was aber zum Charme des Films gehört.

Der Biber (Jodie Foster)Cinemania 73: Back from the Past
Die Rückkehr des Filmredakteurs aus einem kinolosen Loch, einem traumatischen Paralleluniversum. Etwas altes, etwas geborgtes, etwas blaues und etwas neues. Rezensionen zu Almanya - Willkommen in Deutschland, Der Biber, Blue Valentine, Coriolanus, Happythankyoumoreplease, Das Hausmädchen und The Roommate. [Friederike Kapp | Shirin Schönberg | Thomas Vorwerk]

Brighton Rock (Rowan Joffe)Brighton Rock (Rowan Joffe)
Nach True Grit und Submarine der dritte Film des Jahres, zu dem ich am liebsten sofort gleich hinterher die Literaturvorlage gelesen hätte. Leider gab es Graham Greenes bekanntesten Roman bei den üblichen Stellen nicht zu einem günstigen Preis. Doch auch ohne Hintergrundwissen ein schöner Film.

Retrospektive Jacques DemyRetrospektive Jacques Demy im Berliner Arsenal Kino
Vom 8. April bis 4. Mai widmet sich das Arsenal einer ausgedehnten Retrospektive des Werkes Jacques Demys, der mit seinen teilweise knallbunten Musicals innerhalb der Nouvelle Vague seiner Zeitgenossen eine ganz persönliche filmgeschichtliche Nische fand. Hier drei sehr unterschiedliche Kritiken zu dreien seiner Filme.

The Fighter (David O. Russell)The Fighter (David O. Russell)
Wenn ein junger zorniger Martin Scorsese zusammen mit der typischen Besetzung einer Jerry-Springer-Show einen Film drehen würde, könnte der im günstigen Fall so eindrucksvoll auf die Fresse hauen wie The Fighter, der Film, der den bisher besten Beweis liefert, dass die »supporting« Actors manchmal weitaus wichtiger sind als der gutaussehende Hauptstar.

Unter Dir die Stadt (Christoph Hochhäusler)Unter Dir die Stadt (Christoph Hochhäusler)
»Am Anfang war eigentlich die Erinnerung an die biblische Geschichte von David und Batseba. Mein Vater hat uns oft Geschichten erzählt, auch biblische Geschichten, und zu denen, die mir geblieben sind, gehört die von David und Batseba: David, der Liebling Gottes, der König, begehrt Batseba, die Frau seines Untergebenen Uria, den er an die Front schicken lässt, um freie Bahn zu haben.« (Regisseur Christoph Hochhäusler)

Winter’s Bone (Debra Granik)Winter’s Bone (Debra Granik)
Die 17jährige Ree (oscarnominiert: Jennifer Lawrence) ist auf der Suche nach ihrem Vater. Denn wenn dieser nicht in sieben Tagen vor Gericht erscheint, verliert Rees Familie, bestehend aus ihrer reichlich phlegmatischen Mutter und zwei jüngeren Geschwistern, das Haus, in dem sie leben.

Gnomeo & Julia (Kelly Asbury)Gnomeo & Julia (Kelly Asbury)
Zufällig überhörter Kommentar einer jungen Zuschauerin bei Baz Luhrmanns William Shakespeare's Romeo + Juliet, gegen Ende: »Verdammt, warum hat mir denn keiner gesagt, dass Leo stirbt?« Keine Angst, in dieser Shakespeare-Adaption wird der Body-Count an zerdepperten Gartenzwergen zuschauerfreundlich reduziert.

Das Schmuckstück (François Ozon)Das Schmuckstück (François Ozon)
»Wir haben uns im Laufe der Jahre immer wieder getroffen und jedes Mal ist es ganz natürlich. Ich liebe und bewundere ihn sehr. Er ist als Schauspieler so präsent und warm mit seinen Filmpartnern. Außerdem ist er lustig und...« (Catherine Deneuve über Gérard Depardieu)

Powder Girl (Phil Traill)Powder Girl (Phil Traill)
»Mikki, single guy from Finland.« – »Kim, not interested from Britain.« Mitunter wird man als Kritiker schwer gefordert, wenn man sich anhand spärlicher Notizen an einen vor sieben Wochen gesehenen Film erinnern soll, den man eigentlich schon nach sieben Minuten erfolgreich verdrängt hatte. »Chalet Girl, snowmantic comedy from Britain.« – »Critic, not interested from Germany.«

In einer besseren Welt (Susanne Bier)In einer besseren Welt (Susanne Bier)
Elias (Markus Rygaard) sieht aus wie ein 12jähriger Mads Mikkelsen, aber aus irgendwelchen Gründen (sein Vater ist Schwede) nennt man ihn in der Schule dennoch »Rattenkopf« und entfernt mit peinlicher Regelmäßigkeit die Ventile seines Fahrrads. Sein neuer Freund Christian (William Jøhnk Juels Nielsen), der eine Menge aufgestauten Zorn mit sich bringt, steht ihm bei seinen Problemen mit dem Oberbully Sofus bei …

Berlinale 2011Perspektive Deutsches Kino - Klappe, die zehnte
Rezensionen zu allen regulären Filmen der Perspektive Deutsches Kino 2011: Die Ausbildung, Dígame - Sag mir, Eisblumen, Kamakia - die Herren der Insel, Kampf der Königinnen, Lollipop Monster, Der Preis, Rotkohl und Blaukraut, Utopia Ltd., Vaterlandsverräter, Weisst du eigentlich dass ganz viele Blumen blühen im Park.

Biutiful (Alejandro González Iñárritu)Biutiful (Alejandro González Iñárritu)
»Wenn ein Film kein Dokument ist, ist er zwangsläufig ein Traum. Und als Träumer ist man immer allein, so wie ein Maler allein ist mit seiner weißen Leinwand. Und allein zu sein bedeutet, Fragen zu stellen (wie Godard einst gesagt hat) ... Und Filme zu machen bedeutet, diese Fragen zu beantworten.« (Alejandro González Iñárritu)

Berlinale 2011Berlinale 2011: The Cat’s Meow + Dreileben
Ein etwas anderes Cinemania. Zunächst vier Rezensionen zum Thema Katzen auf der Berlinale: The Future (Wettbewerb), Saranghanda, saranghaji anneunda (Wettbewerb), Une vie de chat (Generation Kplus) und Wer wenn nicht wir (Wettbewerb). Und außerdem ein längerer zusammenhängender Text zu Dreileben, dem im Rahmen von Forum und Panorama voraufgeführten Fernsehprojekt von Christian Petzold, Dominik Graf und Christoph Hochhäusler.

Unknown Identity (Jaume Collet-Serra)Unknown Identity (Jaume Collet-Serra)
Die Stadt Berlin erweist sich als äußerst kooperative Mitspielerin. Wahrzeichen des Stadtbildes wie Brandenburger Tor und Siegessäule vermitteln einen vielschichtigen Stadtraum, der die Komplexität der Handlung aufgreift und widerspiegelt. [Friederike Kapp]

Meine erfundene Frau (Dennis Dugan)Meine erfundene Frau (Dennis Dugan)
»Meine erfundene Frau« basiert auf dem Filmklassiker »Die Kaktusblüte« von 1969 mit Walter Matthau, Ingrid Bergman und Goldie Hawn. Man könnte auch sagen, dass »Meine erfundene Frau« ein Remake ist, das die Handlung nach Hawaii verlegt und Goldie Hawn durch ein Victoria’s Secret Model ersetzt. [Shirin Schönberg]

CinemaniaBerlinale 2011: Bergfest
Die zweite Rutsche Berlinale-Rezensionen mit 50% Market angereichert: Arrietty (European Film Market), Auf der Suche (Forum), Brownian Movement (Forum), Meek’s Cutoff (European Film Market), Moomin and the Comet Chase (European Film Market), Tomboy (Panorama).

True Grit (Joel & Ethan Coen)True Grit (Joel & Ethan Coen)
Ein reitender Bär, ein geschwätziger Matt Damon (in seiner besten Komödie seit Team America), ein taffes Mädchen, das sich aber dennoch zu sehr für Ponys begeistert, Jeff Bridges’ Schmerbauch, Hinrichtungen, Giftschlangen und politisch unkorrekt behandelte Ureinwohner. Der neue Film der Coen-Brothers bietet nicht nur den Beweis, dass sie sogar Remakes »können« – solange Tom Hanks nicht mitspielt.

Tucker & Dale vs Evil (Eli Craig)Tucker & Dale vs Evil (Eli Craig)
»Some people just don’t know how to react in a crisis.« Irgendwo im nordamerikanischen Hinterland, wo die Einwohner alle etwas degeneriert wirken. Hinter der Ecke einer unheimlich wirkenden Hütte kommt ein laut schreiender Hillbilly auf dich zu, der eine röhrende Kettensäge in den Händen hält. Wie würdest du reagieren?

Das Lied in mir (Florian Cossen)Das Lied in mir (Florian Cossen)
»Wir dachten, dass es so besser für dich ist. Hättest du als Kind gerne gehört, dass deine Eltern zu Tode gefoltert wurden?« Vermeintliche Elternliebe von vermeintlichen Eltern. Schwimmerin Maria (Jessica Schwarz) entdeckt zufällig die Wurzeln ihrer »echten« Familie.

Kick Off Kirkuk (Shawkat Amin Korki)Kick Off Kirkuk (Shawkat Amin Korki)
Eine Kritikerkollegin, die diesen Film nur von DVD sah, ist schier verrückt geworden, weil sie mit der Farbeinstellung kämpfte. »Do not adjust your television set.« Dieser Film sieht nur aus wie Schwarzweiß, wenn Farben auftauchen, kann man sie auch ganz schwach wahrnehmen. Sowas nennt man ein Stilmittel.

Freundschaft Plus (Ivan Reitman)Freundschaft Plus (Ivan Reitman)
Ein Film, der es irgendwie recht deutlich klar macht, warum er nicht schon am Valentinstag Kinostart hatte: Sex-Kumpel, Menstruations-Scherze und als Geschenk nach einem geglückten Schäferstündchen: ein Gas-Baloon mit der Aufschrift »Congrats«.

CinemaniaBerlinale 2011: Vorschau
Ein Überblick über die Perspektive Deutsches Kino, zwei Tips und eine Warnung zur Berlinale 2011: The Devil’s Double (Panorama), Knerten gifter seg / Knerten traut sich (Generation Kplus), Viva Riva! (Forum).

Submarine (Richard Ayoade)Submarine (Richard Ayoade)
Letztes Jahr gab es auf der Berlinale mit Youth in Revolt eine ähnlich vergnügliche Coming-of-Age-Literaturverfilmung mit Starbesetzung, die es aus unerfindlichen Gründen nicht zum regulären deutschen Kinostart geschafft hat. Wem dieser Film nicht »durch die Lappen« gehen soll, der muss sich rechtzeitig um Tickets kümmern.

Kokowääh (Til Schweiger)Kokowääh (Til Schweiger)
Die neue Regiearbeit von Til Schweiger. In den Hauptrollen: Til Schweiger und seine Tochter Emma. Vorsicht: Alle Vorurteile, die Til Schweiger gegenüber Kritikern hat, werden in diesem Text bestätigt. Und auch viele Vorurteile, die Kritiker gegenüber Til Schweiger haben.

Poll (Chris Kraus)Poll (Chris Kraus)
»Und hier, in dieser kleinen Drüse, sitzt das Böse. Das weiß ich ganz genau, weil ich das weiß. Deswegen haben sie mir den Lehrstuhl weggenommen.« Edgar Selge, irgendwo zwischen Baron Frankenstein und Dr. Mengele.

Tron Legacy (Joseph Kosinski)Tron Legacy (Joseph Kosinski)
»Just between you and me, Jules Verne is my favorite. Do you know Jules Verne?« – »Sure.« – »What’s he like?« (wer gut aufgepasst hat, weiß, dass dies kein Zitat aus Back to the Future III ist, sondern aus einem nicht ganz so bodenständigen SciFi-Sequel.)

Brothers (Jim Sheridan)Brothers (Jim Sheridan)
Natalie Portman überall. Sie gewann gerade einen Golden Globe für Black Swan, nächsten Monat startet ihre RomCom No Strings Attached (dt.: Freundschaft plus), und in diesem Film aus dem Jahre 2009 steht sie zwischen zwei Brüdern (Tobey Maguire & Jake Gyllenhaal).

Meat (Maartje Seyferth & Victor Nieuwenhuijs)Meat (Maartje Seyferth & Victor Nieuwenhuijs)
»I’ll stroke and lick you until you’re wet and shiny ...« Worte, die man nicht unbedingt von seinem unrasierten Vorgesetzten mit Bauchansatz ins Ohr geflüstert bekommen will. Aber immer noch verführerischer als einiges anderes, was in diesem Fleischerladen so vor sich geht.

Der Adel vom Görli (R: Volker Meyer-Dabisch)Der Adel vom Görli
(R: Volker Meyer-Dabisch)

»Deutsch und Türke leben hier alles zueinander.« Ein Dokumentarfilm über den Görlitzer Park, eine Multi-Kulti-Erholungsstätte im Herzen von Kreuzberg. »Magic moments«, aber auch »Hohes Frustpotential«.

72 Stunden - The Next Three Days (R: Paul Haggis)72 Stunden - The Next Three Days
(R: Paul Haggis)

»What kind of criminal drives a Prius?« Als Ausbrecherkönig aus Liebe verblüfft Russell Crowe nicht nur die Ermittler, auch der Film steckt voller Überraschungen …

Drei Date-Movies der untersten Kajüte:
Woher weißt du, dass es Liebe ist (James L. Brooks)Woher weißt du, dass es Liebe ist (James L. Brooks)
Dickste Freunde (Ron Howard)
Love and Other Drugs (Edward Zwick)

»I know I’m in love when I wear a condom with the other girls.« Schubladen voller Zahnbürsten, Smiley-Tattoos an delikater Stelle, Erektionshilfen und andere Nichtigkeiten, für die man seine Lebenszeit nicht im Kino verschwenden sollte.

The Green Hornet (R: Michel Gondry)The Green Hornet (R: Michel Gondry)
Christoph Waltz spielt mal wieder jemanden, den man nicht erzürnen sollte: »Ich nicht so gruselig wie so ein Idiot mit grüner Maske - jetzt ist aber gut hier.«

Satte Farben vor Schwarz (R: Sophie Heldman)Satte Farben vor Schwarz (R: Sophie Heldman)
PRESSENOTIZ: Satte Farben vor Schwarz erzählt eine starke Geschichte über eine kompromisslose Liebe, kleine Fluchten und reife Entscheidungen. [...] Als Paar, das seine Liebe bedingungslos lebt, konnte Sophie Heldman ihre Traumbesetzung gewinnen: Senta Berger und Bruno Ganz. Ihre Lebenserfahrung und ihr persönlicher Umgang mit dem Alter haben den intimen Film mitgeprägt.

Das Leben ist kein Heimspiel (R: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech)Das Leben ist kein Heimspiel (R: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech)
Von 2006 bis 2009 verfolgten zwei Dokumentarfilmer, wie eines der Wunder der jüngeren Fußballbundesliga entstand, wie der vermeintliche Traditionsverein TSG 1899 Hoffenheim durch geschickte Geschäftsführung und finanzielle Unterstützung des umstrittenen Mäzens Dietmar Hopp erst in die zweite und dann die erste Liga aufstieg.

Labyrinth der Wörter (R: Jean Becker)Labyrinth der Wörter (R: Jean Becker)
»Die Freundin meiner Mutter kaute auf Scrabble-Buchstaben rum, verschluckte sich am Z und starb.« Ein Film über die kleinen Freuden des Lebens: Tauben füttern, Lesen lernen und ein Sandwich teilen.

Heartless (R: Philip Ridley)Heartless (R: Philip Ridley)
Das Kernstück der Handlung von Heartless verbindet das Märchenhafte mit dem »Pakt mit dem Teufel«, wie er in Märchen wie Rumpelstilzchen ja auch ohne Probleme wiederzufinden ist. Auch hier ist man sich nicht sicher, ob die Person, mit der Jamie einen Deal eingeht, ihm wirklich helfen will, oder ob er sich durch seine Gegenleistung bereits selbst verdammt.

»Bibliothéque Pascal«Top 20 Filme 2010 des satt.org-Filmredakteurs Thomas Vorwerk
Max Schmeling? Scott Pilgrim? Mr. Fox? Werner Herzog, Sofia Coppola oder Hayao Miyazaki? Michelle Williams? Judy Greer? Rebecca Hall? Seht selbst, welche Filme es in die jährliche Top Twenty unseres Filmredakteurs geschafft haben …





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