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21. September 2016






Aktuelle Kinostarts:
(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

21. Juli:
BFG - Big Friendly Giant
(Steven Spielberg)
Star Trek Beyond
(Justin Lin)

28. Juli:
Legend of Tarzan
(David Yates)
Wiener Dog
(Todd Solondz)

4. August:
Julieta
(Pedro Almodóvar)
Maggies Plan
(Rebecca Miller)

18. August:
Captain Fantastic
(Matt Ross)
Suicide Squad
(David Ayer>

25. August:
Elliot, der Drache
(David Lowery)
Die fast perfekte Welt der Pauline
(Marie Belhomme)
El olivo - Der Olivenbaum
(Icíar Bollaín)
The Shallows
(Jaume Collet-Serra)

1. September:
Mike and Dave need Wedding Dates
(Jake Szymanski)
Von Trauben und Menschen
(Paul Lacoste)
Zero Days
(Alex Gibney)

8. September:
Don't breathe
(Fede Alvarez)
Molly Monster - Der Kinofilm
(Ted Sieger, Matthias Bruhn & Michael Ekbladh)
Nellys Abenteuer
(Dominik Wessely)
Nerve
(Henry Joost & Ariel Schulman)

15. September:
SMS für Dich
(Karoline Herfurth)
Tschick
(Fatih Akin)
Viva
(Paddy Breathnach)

22. September:
24 Wochen
(Anna Zohra Berrached)
Alice und das Meer
(Lucie Borleteau)
And-ek ghes...
(Philip Scheffner & Colorado Velcu)
Bad Moms
(Jon Lucas & Scott Moore)
Die glorreichen Sieben
(Antoine Fuqua)
Hedis Hochzeit
(Mohamed Ben Attia)
The Visit
(Michael Madsen)

29. September:
Findet Dorie
(Andrew Stanton)
Frantz
(François Ozon)
Raving Iran
(Susanne Regina Meures)

13. Oktober:
Swiss Army Man
(Daniel Scheinert & Dan Kwan)
Welcome to Norway
(Rune Denstad Langlo)
Die Welt der Wunderlichs
(Dani Levy)

20. Oktober:
Das kalte Herz
(Johannes Naber)
Where is Rocky II?
(Pierre Bismuth)

27. Oktober:
Allein gegen die Zeit
(Christian Theede)
Lotte
(Julius Schultheiß)
Das Versprechen
(Marcus Vetter & Karin Steinberger)
Die Wildente
(Simon Stone)

3. November:
Dieses Sommergefühl
(Mikhaël Hers)
Morris aus Amerika
(Chad Hartigan)
Die Tänzerin
(Stéphanie Di Giusto)

10. November:
Magnus
(Benjamin Ree)

17. November:
Amerikanisches Idyll
(Ewan McGregor)
Paterson
(Jim Jarmusch)

24. November:
Aloys
(Tobias Nölle)
Florence Foster Jenkins
(Stephen Frears)
Die Habenichtse
(Florian Hoffmeister)

1. Dezember:
Die Hände meiner Mutter
(Florian Eichinger)



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Film des Monats

Tschick (Fatih Akin)Tschick
(Fatih Akin)


Es sind unter anderem die kleinen Details, die einen für diese Bestseller-Adaption einnehmen. Der Plakat-Slogan »Hier zieht Freude ein«, die Autonummer B-MF 3869, die Nachtischportionen oder die Polizeikappe auf dem Gepäckträger - ganz wie in der Romanvorlage des zu früh verstorbenen Wolfgang Herrndorf.
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Film des Monats August:
Captain Fantastic (Matt Ross)Captain Fantastic
(Matt Ross)


Deutliche politische Aussagen mit einer funktionierenden Spannungsdramaturgie und einer Menge Humor zu verbinden - und sich dabei nicht von großen Teilen des möglichen Publikums zu entfremden: Diesen Drahtseilakt wagt Nachwuchsregisseur Matt Ross in diesem unterhaltsamen Film, der Fragen über Erziehung und Zivilisation aufwirft, aber die Beantwortung der Diskussion nach dem Film überlässt.
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Film des Monats Juli:
Toni Erdmann (Maren Ade)Toni Erdmann
(Maren Ade)


Der FilmRed hatte mal einen Freund (R.I.P., Jürgen!), der zwar oft ins Kino ging, aber deutsche Filme generell mied. Bei so zwei bis sechs Filmen im Jahr ist das eine Grundeinstellung, die einen wirklich wichtige und tolle Filme verpassen lässt. »Toni Erdmann« ist so ein Film, für den man dem deutschen Film unbedingt mal wieder eine Chance geben muss. Und das, obwohl er gleich zwei Schubladen abdeckt, bei denen man auf die schrecklichsten Ausgeburten des deutschen Kinos trifft: Komödien und Psychogramme. Der neue Film von Maren Ade ist mal wieder beides, aber auch so viel mehr.
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Film des Monats Juni:
Demolition (Jean-Marc Vallée)Demolition
(Jean-Marc Vallée)


»Demolition« nimmt quasi zwei beschädigte Teile aus komplett unterschiedlichen Geräten (zum Beispiel die verstopfte Milchschaumdüse einer Cappuccino-Maschine und den einst herausschnellenden Kuckuck einer alten Uhr) und bastelt beide irgendwie zusammen. Und auch wenn niemand kapiert, wie diese absurde Apparatur funktionieren soll, klappt das. Wie damals E.T.'s interplanetarisches Telefon. Was nicht zuletzt an Jake Gyllenhaal liegt.
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Film des Monats Mai:
Die Prüfung (Till Harms)Die Prüfung
(Till Harms)


Hin und wieder kommt auch mal ein Film daher, der allein als Existenzberechtigung für die Berlinale-Sektion »Perspektive Deutsches Kino« herhalten kann. »Die Prüfung« ist so ein Glücksfall, und im Jahr 2016 gewann der Film auch den verdienten Hauptpreis.
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Film des Monats April:
A War (Tobias Lindholm)A War
(Tobias Lindholm)


In einer mal wieder weitschweifigen Kritik geht es u.a. um die Besonderheiten des dänischen und deutschen Kinos - unter besonderer Berücksichtigung des Oscars für den besten nicht-englischsprachigen Film. Etwas frei assoziativ und durchaus anfechtbar, aber dafür fast spoilerfrei und mit überraschenden Rechercheteil.
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Film des Monats März 2:
Raum (Lenny Abrahamson)Raum
(Lenny Abrahamson)


5 Filme des Monats in drei Monaten? Klingt bescheuert, aber einige dieser Filme sind so gelungen, dass man ihnen das Privileg nicht entsagen darf, nur weil es einen noch besseren Film gab oder einen, bei dem die Pressebetreuung funktioniert hat. Fair geht vor! Und Lenny Abrahamson verehrt der Filmredakteur seit Adam and Paul. Nach dem ebenfalls kolossalen What Richard did (die Import-DVD lohnt sich!) nun der bisher beste Film des Iren!
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Film des Monsts März 1:
Zoomania (Byron Howard & Rich Moore)Zoomania (Byron Howard & Rich Moore)

Anhand des Trailers und der gesamten Werbekampagne würde kein Mensch drauf kommen, dass »Zoomania« ein durch und durch politischer Film ist, eine Allegorie in mindestens dreierlei Instanz, die kaum ein (erwachsener) Zuschauer übersehen kann. Das Erstaunliche ist dabei aber, dass der Film als flauschige Unterhaltung für die ganze Familie ebenso funktioniert.
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Film des Monats Februar:
Spotlight (Tom McCarthy)Spotlight
(Tom McCarthy)


»I was preyed upon – and I don't mean prayed for. Preyed upon!« Kindesmissbrauch unter dem grobgeschmückten rosa Deckmantel der katholischen Kirche ist mittlerweile fast zu einem filmischen Klischee verkommen. »Spotlight« schildert die Geschichte eines mit dem Pulitzer Preis ausgezeichneten Zeitungsartikel aus dem Januar 2002, der weltweit das kirchliche Schweigen durchbrach. Und dies weniger als Betroffenheitskino, sondern als trotz komplexer Recherche-Vorgänge großartiges Spannungskino mit einem tollen Schauspielensemble.
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Berlinale-Tipp

A Girl Asleep (Rosemary Myers) Girl Asleep
(Rosemary Myers)


Eigentlich noch besser als Spotlight, unser FDM-Aspirant im Februar, aber man muss ja auch mal Rücksicht auf die Leser nehmen, die nicht in Berlin wohnen – und vielleicht folgt der reguläre Kinostart ja noch. Wer von Wes Anderson, Hayao Miyazaki, Lewis Carroll, Michel Gondry, Napoleon Dynamite oder dem Wunder der Pubertät fasziniert ist, wird Girl Asleep lieben!
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Film des Monats Januar 2:
Anomalisa (Charlie Kaufman & Duke Johnson) Anomalisa (Charlie Kaufman & Duke Johnson)

Selbst als Presseschnösel hat man nicht zu Beginn des Monats bereits alles gesehen, und manchmal muss man dann einfach nachträglich noch hochleben lassen, was man eine Woche vorher noch nicht kannte. In diesem Fall »Anomalisa«, den vielleicht durchdachtesten Film des ohnehin über alle Maßen cleveren Charlie Kaufman (Being John Malkovich, Eternal Sunshine of the Spotless Mind). Liebenswert auf eine kranke Art …
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Film des Monats Januar 1:
The Danish Girl (Tom Hooper)The Danish Girl
(Tom Hooper)


An Eddie Redmayne (My Week with Marilyn, Oscar als Stephen Hawking) hat der FilmRed schon lange einen Narren gefressen. Und wenn der ein »dänisches Mädchen« (eigentlich Frau) spielt und ihm Matthias Schoenaerts, Alicia Vikander, Ben Whishaw und Amber Heard zur Seite stehen, kann ja nicht mehr viel schief gehen, oder? Politisch brisante Filme sind nur dann interessant, wenn sie auch interessant inszeniert sind.
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Film des Monats Dezember:
Carol (Todd Haynes)Carol (Todd Haynes)

Fünf Golden-Globe-Nominierungen: Film, Regie, Musik und das tolle Darstellerinnen-Paar Cate Blanchett und Rooney Mara tritt gegeneinander an. Carol ist filmisch, thematisch, ästhetisch und emotional ein echter Gewinner. Unser Weihnachtstip schlechthin!
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Film des Monats November:
The Diary of a Teenage Girl (Marielle Heller)The Diary of a Teenage Girl (Marielle Heller)

Es kommt selten vor und der FilmRed versucht es auch zu vermeiden, aber diesmal ist der »Film des Monats« wieder ein Film, zu dem die Kritik bereits im Januar online ging. Phoebe Gloeckner autobiographisch angehauchter Roman mit Comicelementen wurde aber so überzeugend auf die Leinwand übertragen, dass die Berlinale-Empfehlung ihre Gültigkeit behält. Bel Powley spielte seitdem auch Prinzessin Margaret in »A Royal Night Out« und Kristen Wiig und Alexander Skarsgård sind sowieso toll.
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Film des Monats Oktober:
A Perfect Day (Fernando Léon de Aranoa)A Perfect Day (Fernando Léon de Aranoa)

Hin und wieder muss man sich seine Integrität einfach mal durch eine nicht überall Begeisterung verursachende Entscheidung wahren. A Perfect Day überzeugt schon durch einigermaßen durchgezogene Einheit von Raum und Zeit – irgendwo im balkanischen Niemandsland zwischen Kammerspiel und Road-Movie. Und auch die Zielsetzung der Figuren ist minimalistisch wie in einem Dogma-Film: man benötigt ein Seil und einen Ball – wie die Symbole für Tod (Strick) und Jugend. Für diese simplen Eckpunkte der Story ist der Film erstaunlich unterhaltsam. Und tatsächlich hin und wieder auch berührend.
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Film des Monats September:
Am Ende ein Fest (Sharon Maymon, Tal Granit)Am Ende ein Fest (Sharon Maymon, Tal Granit)

Eingefahrene Genre-Konventionen in ganz anderen Zusammenhängen zu nutzen führt oft zu wirklich amüsanten Filmen. Das Paradebeispiel ist oft der hard-boiled Detektivroman, aus dem plötzlich eine Slacker-Komödie wie »The Big Lebowski« oder ein Highschool-Drama wie »Brick« wird. In der israelisch-deutschen Koproduktion »Am Ende ein Fest« verlegt man ein »caper movie« um ein Spezialisten-Team bei einem komplizierten Einbruch – in ein Altersheim.
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Film des Monats August:
Coconut Hero (Florian Cossen)Coconut Hero
(Florian Cossen)


Wenn der bekannteste Star einer Produktion Udo Kier ist, füllt einen das nicht automatisch mit Zuversicht, selbst wenn das Paar aus Regisseur und Drehbuchautorin zuvor den ganz passablen »Das Lied in mir« ablieferten. Aber »Coconut Hero« ist ein Geheimtip mit vielen tollen Momenten und einem jungen Paar zum Verlieben.
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Film des Monats Juli:
Am grünen Rand der Welt (Thomas Vinterberg)Am grünen Rand der Welt (Thomas Vinterberg)

Was die Spreu vom Weizen trennt (oder den Film des Monats von den ganzen anderen), das sind manchmal nur Nuancen, angedeutete, aber nicht ausgeführte Details, die aus einem konventionell wirkenden Schmachtfetzen ein zu Herzen gehendes kleines Beinahe-Meisterwerk machen können. Wenn der beste Film eines Regisseurs so großartig ist wie »Das Fest«, muss der zweitbeste kein »Verlierer« sein …
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Film des Monats Juni:
Die Lügen der Sieger (Christoph Hochhäusler)Die Lügen der Sieger (Christoph Hochhäusler)

Christoph Hochhäusler ist so ein Regisseur, der quasi zusammen mit satt.org »groß geworden« ist. Sein Debüt Milchwald lief 2003 im »Forum« – im Jahr, in dem der Filmredakteur seinen Rekord von 302 Kinobesuchen aufstellte – größtenteils Pressevorführungen und die »Magical History Tour« im Arsenal. Die Lügen der Sieger ist Hochhäuslers bisher reifster – und einem großen Publikum zugänglichster Film. Pakula (leider schon verstorben) und Petzold wären stolz auf den flügge gewordenen Regienachwuchs.
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Film des Monats Mai:
Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern (Stina Werenfels)Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern (Stina Werenfels)

Eigentlich unverständlich in einer Welt, wo der nächste Porno nur drei Mausklicks entfernt ist, aber Schocks, Tabubrüche und Sexthemen locken immer noch unzählige Kinogänger (und -innen) in die »50 Graustufen der nymphomanischen Feuchtgebiete«. »Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern« ist dabei aber spannender als aller sensationsgeiler Fleischbeschau – und gleichzeitig irgendwie auch realistischer UND romantischer …
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Film des Monats April:
Der kleine Tod (Josh Lawson)Der kleine Tod. Eine Komödie über Sex (Josh Lawson)

2015 scheint ein guter Jahrgang für Episodenfilme, und »The Little Death« ist der (bisher) gelungenste aus dem Strauß. Sehr witzig, mit tollen unverbrauchten Darstellern, einem Winz-Budget und einem teilweise verwegenen Drehbuch. Kino, wie es Spaß macht!
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Film des Monats März:
Still Alice – Mein Leben ohne Gestern (Richard Glatzer, Wash Westmoreland) Still Alice – Mein Leben ohne Gestern (Richard Glatzer, Wash Westmoreland)

Richard Glatzer und Wash Westmoreland, die Regisseure von »Still Alice«, zählen zu ihren Einflüssen Yasujiro Ozus »Tokyo monogatari« – eine ebenfalls unsentimentale Geschichte über den langsamen Verfall einer Familie. Und Shakespeares »King Lear«, in dem es um ein geistig verwirrtes Familienoberhaupt und sein Erbe geht. Beides wirft kein komplett neues Licht auf den Film, ist aber interessant …
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Film des Monats Februar:
Foxcatcher (Bennett Miller)Foxcatcher
(Bennett Miller)


Dafür, dass Bennett Miller mit Capote, Moneyball und Foxcatcher drei beeindruckende Spielfilme hintereinander abgeliefert hatte, sollten inzwischen mehr Leute seinen Namen kennen. Aber er stellt seine Inszenierungskunst immer in den Dienst der Geschichte und lässt lieber die Schauspieler besonders gut dastehen. Wenn Philip Seymour Hoffman damals nur eine beeindruckende Performance als Truman Capote abgeliefert hätte, aber der Film die Zuschauer nicht berührt hätte, wäre er vielleicht eine Spur weniger »unsterblich« in unserer Erinnerung verblieben. Bei Steve Carell liegt das ganz ähnlich …
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Film des Monats Januar:
Baymax – Riesiges Robowabohu (Don Hall, Chris Williams)Baymax – Riesiges Robowabohu (Don Hall, Chris Williams)

Mein Webmaster meckert manchmal, wenn meine Neigung zu Animationsfilmen mit mir durchgeht. Aber in diesem Fall bin ich mir sicher, dass er mir den Rücken stärkt. Denn Marvel-Superhelden in 3D und als Vorfilm dick und fett »dog content« – das wird auch ihn verzücken. Nicht von den ganz auf Komik getrimmten Trailern verunsichern lassen: Hier gibt es Sci-Fi-Action, das es nur so knallt. Fast so gut wie die Incredibles.
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Film des Monats Dezember:
Serena (Susanne Bier)Serena
(Susanne Bier)


Es gab ja auch schon mal einen Monat, in dem der »Film des Monats« mangels (gesichtetem) Angebot ausfiel, doch diesmal gibt es eine lange Kritik, die oft so klingt, als würde kein gutes Haar an dem Film gelassen – doch der Autor mag den Film auf eine Weise, wie ein Mutter ein Kind liebt, das auf den falschen Pfad geraten ist und nicht mal mehr zu Weihnachten anruft. Serena ist ein Film voller Hoffnungen – die nicht immer erfüllt werden. Und für Shakespeare-Freunde ein Zugang zur um einiges besseren Romanvorlage von Ron Rash.
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Film des Monats November:
Pride (Matthew Warchus)Plötzlich Gigolo
(John Turturro)


Das Woody-Allen-Universum beschränkt sich ja größtenteils auf einen liberal-intellektuellen Inzuchtbereich mit lauter kaukasischen Heteros in hochkreativen Berufen. Da ist John Turturros Version von New York mal eine echte Erfrischung, wo sich die Figuren nicht nur darüber definieren, dass sie abwechselnd in die Oper und in in Schwarzweiß-Dokumentarfilme gehen. Hier spielt man Baseball und hat Läuse …
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Film des Monats Oktober:
Pride (Matthew Warchus)Pride (Matthew Warchus)

»Pride« ist in zweifacher Weise ein politischer Film. In dem es um Konflikte geht. Doch wie bei einer Schluckimpfung werden die Themen massenkompatibel durch die Erzählform, eine konventionell wirkende Komödie. Süß, nahrhaft und gesund, was will man mehr?
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Film des Monats September:
Walking on Sunshine (Max Giwa & Dania Pasquini)Walking on Sunshine (Max Giwa & Dania Pasquini)

Ein sommerliches Musical um Liebe, junge hübsche Menschen und die Hits der 1980er. Normalerweise viel zu »low brow« für uns und unsere Leser, aber hin und wieder funktioniert auch verordnete Fröhlichkeit und man darf Filme ja nicht generell verurteilen, nur weil es um luxuriöse Scheinwelten und keine dringenderen Probleme als »die große Liebe« oder den Bettkollegen für heute Nacht geht. Der Filmredakteur schwört, dass ihm das glücksduselige Gedudel besser gefiel als Petzold, Kore-Eda und Cronenberg.
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Film des Monats August:
Sag nicht wer du bist (Xavier Dolan)Sag nicht wer du bist (Xavier Dolan)

Regie, Buch, Schnitt, Kostüme, Hauptdarsteller: das 25jährige kanadische Regie-Wunderkind Xavier Dolan (Laurence Anyways) zeichnet sich nicht durch Zurückhaltung oder Bescheidenheit aus. Aber seine trotzigen und rotzigen Filme mit Kanten und Ecken faszinieren trotz seines Hangs zur Prätentiösität.
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Film des Monats Juli:
Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (Don McKellar)Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (Don McKellar)

Don McKellar ist ein kanadisches Multitalent. Ob als Schauspieler (Scott Pilgrim), als Drehbuchautor (Blindness) oder hin und wieder auch als Regisseur (Childstar). Leider schaffen es nicht alle seine Filme zum deutschen Kinostart, daher ist es umso dringlicher, ihn zu unterstützen. Und man wird reich belohnt dafür. Denn selbst konservativer Mainstream kann wirklich Freude bereiten, wenn man es richtig macht.
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Film des Monats Juni:
Boyhood (Richard Linklater)Boyhood
(Richard Linklater)


Der beste Film des Monats ist zwar klar Maman und ich, aber Boyhood ist hier der Film, den man vermutlich gesehen haben muss, wenn man mitreden will, weil die Idee dahinter (unabhängig davon, ob sie perfekt umgesetzt werden konnte) so kolossal ist. Und so selten verwirklicht. Aber wer sich einen Gefallen tun will, schaut einfach beide.
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Film des Monats Mai:
Enemy (Denis Villeneuve)Enemy
(Denis Villeneuve)


Nach Incendies und Prisoners hat ein weiterer Film der kanadischen Regiehoffnung Denis Villeneuve es durch den eigentlich auf DVDs spezialisierten Capelight-Verleih auf deutsche Kinoleinwände geschafft, und das ist inmitten vieler überflüssiger Streifen, die Kinosäle blockieren, ein Grund zum Feiern. Ein Kino der Blicke, der Atmosphäre, des Visuellen, der Architektur. Frei nach dem Roman eines Nobelpreisträgers, mit einem der wichtigsten Motive der (phantastischen) Filmgeschichte und großartiger Besetzung. Zusammen mit Her der zweite überragende Höhepunkt des Kinojahres – und das noch einige Wochen vor dem Bergfest.
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Film des Monats April:
Museum Hours (Jem Cohen)Museum Hours
(Jem Cohen)


Nach Ship bun bereits der zweite Film des Monats 2014, der vermutlich nur ein sehr eingeschränktes Publikum erreichen wird. Doch Kino darf nicht nur von Besucherzahlen bestimmt werden, sondern von Erfahrungen und Erlebnissen. Ein Film, der den Wunsch entstehen lässt, mal wieder ins Museum zu gehen. Oder sich nach dem Kino mal angeregt zu unterhalten. Und nicht nur »Aber am geilsten war, als der LKW explodierte …«
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Film des Monats März:
Her (Spike Jonze)Her (Spike Jonze)

Nach zwei Charlie-Kaufman-Scripts und der Adaption eines Kinderbuchs hat Spike Jonze für seinen vierten Spielfilm erstmals das Drehbuch selbst geschrieben – und wurde dafür auch gleich mit einem Golden Globe und Oscar belohnt. Selten war ein Science-Fiction-Film so nah an der Gegenwart und eine absurd wirkende Liebesgeschichte so gut durchdacht.
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Film des Monats Februar:
Ship bun (Lee Yong-seung)Ship bun (Lee Yong-seung, Forum)

Als »Film des Monats« zeichnen wir nur ungern einen Berlinale-Film aus, weil das immer so elitär wirkt, Leser in Karlsruhe fühlen sich so schnell mal ausgebootet. Aber das reguläre Angebot im Februar war so jämmerlich, da musste man ein Zeichen setzen.
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Film des Monats Januar:
12 Years a Slave (Steve McQueen)12 Years a Slave
(Steve McQueen)


Steve McQueen wurde bei seinen ersten beiden Spielfilmen noch nicht ganz ernst genommen, doch inzwischen wurde aus dem »Künstler« ein veritabler Regiekünstler, der auch mit einem Riesenbudget und einem politisch relevanten Kostümfilm mit Starbesetzung mit Leichtigkeit fertig wird. Noch zwei, drei solche Filme, und der »andere« Steve McQueen aus der Filmbranche (der hellhäutige Actionstar aus den Siebzigern) könnte auf die Nummer zwei abrutschen.
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Film des Monats Dezember:
Inside Llewyn Davis (Joel & Ethan Coen)Inside Llewyn Davis
(Joel & Ethan Coen)


Was sind die Stärken der Coen-Brüder, die bereits seit drei Jahrzehnten ihre ganz persönliche Nische im Weltkino kultivieren? Ausgefeilte, prägnante Dialoge, etwas andere Period Pieces, ein außergewöhnliches Gespür fürs Casting, skurrile Nebenfiguren, absurde kleine Geschichten, ein versiertes Stützen auf Eckpfeiler der Film- und Literaturgeschichte? All dies und noch viel mehr, wie ihr neuer Film abermals beweist.
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3D-Film des Jahres

Get a Horse! (Lauren MacMullan)Get a Horse!
(Lauren MacMullan)


Wie zuletzt Day and Night nutzt auch dieser Film die Möglichkeiten des 3D-Kinos, um auf zwei Realitätsebenen zu spielen. Dabei wird aus der rasanten Disney-Variation von The Purple Rose of Cairo ein kleines Mausterwerk, das nebenbei auch noch die filmhistorischen Anfänge des Studios aus den späten 1920ern abfeiert.
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DVD des Monats
(Ausnahmerubrik)

Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen (Josh Boone)

DVDs werden auf satt.org nur sehr selten besprochen. Dieser Film war ursprünglich für eine Kino­aus­wer­tung vor­gese­hen, der Film­redakteur war so fasziniert, dass er den Streifen tatsächlich zweimal im Kino sah und ganz genau hinschaute. Quasi mit der Lesebrille. Denn die wichtigsten Requisiten des Films sind Bücher, und wer je aufmerksam das Bücher­regal eines Freundes inspizierte, könnte daran interessiert sein, sich auch im literarischen Reichtum des Regisseurs Josh Boone zu verlieren.
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Film des Monats November:
Jung und schön (François Ozon)Jung und schön
(François Ozon)


Ähnlich wie Cinq fois deux ist Jeune & jolie wieder ein kaleidoskop-ähnliches Gebilde, das in Schlüsselmomenten etwas über einen längeren Zeitraum aussagen will. Diesmal ein in vier Jahreszeiten aufgeteiltes Schuljahr, bei dem handverlesene Songs von Françoise Hardy jeweils noch eine zusätzliche Interpretationsebene anbieten. Ozon dazu: »Jede Jahreszeit beginnt mit dem Blickwinkel einer anderen Figur: Sommer ist Isabelles Bruder, Herbst ihr Kunde, Winter ihre Mutter und Frühling ihr Stiefvater.«
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Film des Monats Oktober:
Drecksau (Jon S. Baird)Drecksau
(Jon S. Baird)


Die Verfilmung von Irvine Welshs Trainspotting begründete einst die Karrieren von Danny Boyle und Ewan McGregor. Nach Ecstasy (straight to DVD) folgt nun Filth, der vielleicht nicht mit der filigranen Flashback-Struktur des »großen Bruders« mithalten kann, aber durch andere clevere Ideen und einer Kompromisslosigkeit gepaart mit politisch unkorrektem Humor ein ähnlicher Klassiker werden könnte. Und zumindest James McAvoy einen tüchtigen Karriereschub geben sollte.
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Film des Monats September:
Albert Nobbs (Rodrigo Garcia)Albert Nobbs
(Rodrigo Garcia)


Die Heterosexuellen haben es gut. Kaum ein Mensch würde auf die Idee kommen, einen Film zu drehen, der für die Rechte der Heten eintritt. Alle anders orientierten, die vielleicht nicht dauernd nur »herkömmliche« Romanzen mit dem putzigen Alibi-Schwulen in der Nebenrolle sehen wollen, bekommen hingegen in ihrer Sparte größtenteils »Kämpfer-Filme« vorgesetzt, was auch irgendwann langweilig wird. Auch Albert Nobbs (Glenn Close) kämpft, aber nur für den eigenen persönlichen kleinen Traum, nicht für die Rechte aller anderen unterdrückten und geknechteten. Und das ist (zur Abwechslung) auch mal gut so.
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Film des Monats August:
Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)Das ist das Ende (Evan Goldfarb & Seth Rogen)

Zu Zeiten von Jerry Lewis war Humor eine farbenfroh lackierte Schachtel, aus der ein gut geölter Kasper herausschnellte. Inzwischen ist diese Box ziemlich abgegriffen, hat etwas Rost angesetzt, und die Metall-Spirale des »Jack in the Box« wirkt eher wie Stacheldraht, den jemand als Lockenwickler benutzen wollte. Eine mitunter zähe, schmutzige und durchaus auch gefährliche Angelegenheit. Doch hin und wieder tritt dann jemand den Beweis an, dass die alte Schachtel doch noch funktioniert. Auf andere Weise, aber mit dem erwünschten Resultat.
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Film des Monats Juli:
Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)Das Glück der großen Dinge (Scott McGehee, David Siegel)

Diese Art von Independent-Filmen kämpft um ihr Überleben, während man Millionen für Totgeburten wie The Lone Ranger oder After Earth ausgibt. Etwas süßlich, aber voller wichtiger Einsichten und vermittelbarer Emotionen. Wer im Leben nur eine Henry-James-Verfilmung sehen will, dem schlagen wir What Maisie knew vor.
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Film des Monats Juni:
Laurence Anyways (Xavier Dolan)Laurence Anyways
(Xavier Dolan)


Früher war die Französische Filmwoche mitten im heißesten Sommer. Jetzt sind die dort gezeigten Filme ein halbes Jahr später (im Sommer) Film des Monats. Unser Tip: 168 Minuten in einem gut klimatisierten Kino diesen heißen Film schauen …
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Film des Monats Mai:
Die wilde Zeit (Olivier Assayas)Die wilde Zeit
(Olivier Assayas)


Der Film mit dem Originaltitel Après Mai (dt.: Nach dem Mai), was sich auf die französische Version der 1968er-»Revolution« bezieht, startet in Deutschland bereits am vorletzten Tag dieses Monats. Er spielt nicht etwa im Juni '68, sondern erst Anfang der Siebziger. Unsere Rezension entstand schon im Umfeld der »französischen Filmwoche« und ist eher kurz ausgefallen, großartig ist der Film ungeachtet dessen.
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Film des Monats April:
Oslo, 31. August (Joachim Trier)Oslo, 31. August
(Joachim Trier)


Samantha aus Sex and the City, betrachtet mit den Augen Schopenhauers. Wie in Reprise geht es auch im neuen Film von Joachim Trier um die kritische Durchleuchtung eines hippen Lebensentwurfs. Und um einen Tag im Leben eines Drogenabhängigen. Einsatz verschiedener Materialien, Kadrierung, Schauspiel (mit 20%iger Entgleisung der Gesichtszüge): die Meisterschaft ist mannigfaltig.
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Film des Monats März:
Take this Waltz (Sarah Polley)Take this Waltz
(Sarah Polley)


Sarah Polley wirkte einst wie ein jüngeres alter ego der Regisseurin Isabel Coixet (My Life without Me, The Secret Life of Words), mittlerweile ist sie selbst ins Regiefach gewechselt, und die beinahe gleichaltrige Michelle Williams könnte jetzt Polleys Schülerin sein, die vielleicht in zehn Jahren einen ähnlichen Weg einschlägt und einer jungen aufstrebenden Newcomerin Filmrollen auf den Leib schreibt. Eines steht fest: die Welt braucht mehr Filmregisseurinnen, und die hier angedeutete Stabübergabe würde man gerne für Jahrzehnte beobachten.
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Film des Monats Februar:
Sightseers (Ben Wheatley)Sightseers
(Ben Wheatley)


Im Urlaub darf man manche Dinge nicht machen, weil sie den Urlaub verderben könnten. Streitigkeiten unter Liebenden, Misstrauen, ausartende Zivilcourage, Dognapping – und natürlich Blutvergießen und Mord. Für manche Filme sind es aber gerade diese kleinen Details, die zu einem Gelingen beitragen. »So. You had a nice holiday?« – »I had a brilliant holiday!«
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Film des Monats Januar:
Frankenweenie (Tim Burton) Frankenweenie
(Tim Burton)


Tim Burton ist einerseits einer der unbeständigsten Regisseure, die man sich vorstellen kann, und mitunter bringt er schlimmen Mist ins Kino, aber wenn man für jede Alice in Wonderland als Belohnung einen Frankenweenie bekommt (ob wir von Burton oder Burton von Disney), dann geht das schon so in Ordnung. Wie ein Eisbecher mit heißen Himbeeren, nachdem man 40 m² Schnee schippen musste.
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Film des Monats Dezember:
7 Psychos (Martin McDonagh) 7 Psychos
(Martin McDonagh)


Seven Psychopaths funktioniert unter anderem auch wie ein Abzählreim, der auf zumeist originelle Weise die vermeintlichen Titelhelden vorstellt. Psychopath Nummer 1 tötet zwei Killer auf einer Brücke, die sich vor Ausführung ihres Jobs auf ziemlich stumpfsinnige Art über Details streiten. Die taratinoeske Grundstimmung des Films besteht also von Beginn an …
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Film des Monats November:
In ihrem Haus (François Ozon) In ihrem Haus
(François Ozon)


Es ist kein Geheimnis, dass François Ozon in den letzten Jahren ziemlich nachgelassen hat. Doch mit Dans la maison kehrt er wieder zur früheren Meisterschaft zurück, der Film ist sogar eine Art Gegenstück zu Swimming Pool, was das Wechselspiel zwischen Fiktion, Illusion und Realität angeht. Nur gibt es diesmal statt einer Krimiautorin einen Französischlehrer und statt eines Bikini-Mädchens einen Schüler.
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Film des Monats Oktober:
Robot & Frank (Jake Schreier) Robot & Frank (Jake Schreier)

Seit Star Wars ist Science Fiction im Medium Film vor allem eskapistisches Spektakel, gelegentliche Ausnahmen wie Blade Runner bestätigen nur die Regel. Doch in den letzten paar Jahren gab es neben dem grenzdebilen dreidimensionalen Popcorn-Mist auch einige Old-School-Sci-Fi-Filme, die Hoffnung verheißen. Nach Wall·E und Moon ist Robot & Frank ein weiterer. Und ein Film, den man auch Leuten empfehlen kann, die sich für SF keinen Deut interessieren.
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Film des Monats September:
Und nebenbei das große Glück (James Huth) Und nebenbei das große Glück (James Huth)

Während überall der neue Haneke abgefeiert oder zumindest diskutiert wird, erfreut sich der sonst so snobistische satt.org-Filmredakteur an einer Rom-Com ganz nach amerikanischem Strickmuster, ohne Tiefgang oder ernstzunehmende soziale Probleme. Kann ein solch eskapistisches »Glück« Film-des-Monats-technisch wirklich eine Alternative zu Hanekes Liebe sein?
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Film des Monats August:
Merida - Legende der Highlands (Mark Andrews, Brenda Chapman) Merida - Legende der Highlands (Mark Andrews, Brenda Chapman)

Trotz guter Arbeiten wird die Sequel-Häufigkeit bei Pixar langsam zum Abtörner, und umso mehr freut man sich, wenn die Computertrickser mal wieder ein komplett neues Meisterwerk aus dem Hut zaubern. Diesmal (erstmals!) mit einer weiblichen Hauptfigur, aber diese innerhalb eines größtenteils männlich konnotierten Umfelds: Barbaren und Bären, Bogenschießen und - na gut! - auch eine Königin und eine Hex-, äh, Holzschnitzerin!
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Film des Monats Juli:
Karen llora en un bus (Gabriel Rojas Vera) Karen llora en un bus (Gabriel Rojas Vera)

Karen hat nach zehn Jahren Ehe ihren Mann verlassen. Es gab keinen richtigen Knackpunkt, eigentlich haben sie nie richtig zusammengepasst, und irgendwann hat sie dann ihren Mut zusammengenommen und ist gegangen. Die Geschichte ist universell, könnte ebenso im Ruhrgebiet oder in Australien spielen, in diesem Fall ist aber Kolumbien der Ort des Geschehens.
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Film des Monats Mai:
Die Farbe des Ozeans (Maggie Peren) Die Farbe des Ozeans (Maggie Peren)

Das deutsche Kino, wie es viele Kritiker lieben (Berliner Schule, Andreas Dresen), hat es manchmal schwer, ein Publikum zu finden. Die Farbe des Ozeans schlägt die Brücke zwischen Anspruch und Qualität einerseits und dem Zugang des »ganz normalen« Zuschauers andererseits. Zwar geht es hier um Politik, aber es geht auch um Gefühle. Und somit scheint es mir möglich, dass sowohl der Akademiker als auch die Kassiererin bei Edeka (nicht, dass die nicht auch Akademikerin sein könnte) von diesem Film angerührt werden.
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Film des Monats April:
My Week with Marilyn (Simon Curtis) My Week with Marilyn (Simon Curtis)

Dem Mysterium Monroe versucht man in allen Kunstformen näherzukommen. Von Nicolas Roeg bis Joyce Carol Oates, von Andy Warhol bis Sonic Youth. In diesem Biopic nach den Tagebüchern von Colin Clark steht die Kunst nicht im Vordergrund, aber der Film erzählt kunstvoll (und unterstützt durch Michelle Williams) seine kleine Geschichte voller Mysterien.
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Film des Monats März:
Take Shelter – Ein Sturm zieht auf (Jeff Nichols) Take Shelter – Ein Sturm zieht auf (Jeff Nichols)

So wie Carrietta N. White (Sissy Spacek) in der Schulbibliothek nachschaut, was Telekinese ist, und Rosemary Woodhouse (Mia Farrow) in einer Bücherei recherchiert, welche Mieter vor ihr in dem Haus wohnten, das sie seit neuestem bewohnt, so informiert sich auch Curtis LaForche (Michael Shannon) darüber, welche psychische Fehlfunktion ihm das Leben schwer macht. Immerhin hat Curtis Glück, dass er nicht das Zentrum eines Horrorfilms ist und sein Schicksal nicht ähnlich biblisch unterfüttert ist.
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Film des Monats Februar:
Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre & Luc Dardenne) Der Junge mit dem Fahrrad (Jean-Pierre & Luc Dardenne)

Bei der Deutschland-Premiere des neuen Dardenne-Films wurden die Brüder dazu befragt, warum das gespaltene Verhältnis zum Vater immer wieder ein Thema in ihrem Werk ist. Sie gaben zu, dass ihnen das Thema wichtig ist, wollten aber die eigenen Familienverhältnisse nicht »kaputtanalysieren« lassen (paraphrasiert). Applaus dafür und für diesen Film.
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Film des Monats Januar:
Drive (Nicolas Winding Refn) Drive (Nicolas Winding Refn)

»Wir schließen diesen Deal ab, wir schütteln die Hände, und Du beginnst den Rest Deines Lebens. Was Deine Träume betrifft, Hoffnungen für die Zukunft: Die wirst Du auf Eis legen müssen. Für den Rest Deines Lebens wirst Du höllisch aufpassen müssen...« Driver (Ryan Gosling) ist ein Fahrer, Bernie (Albert Brooks) ein Gangster. Beide sind Meister ihres Faches, und dieser Film entscheidet sich darüber, wer von den beiden im Töten (und Überleben) mehr Professionalität an den Tag legt.
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Film des Monats Dezember:
Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín) Und dann der Regen - También la lluvia (Icíar Bollaín)

Wie bei einem Countdown der besten Filme eines ziemlich mauen Filmjahrs fing der Dezember mit Jane Eyre an, steigerte sich dann mit The Ides of March, und bringt am letztmöglichen Starttermin noch einen Film, der zu den Besten des Jahres gezählt werden muss. Wer eine Jahresliste der besten Filme aufstellen will, muss jetzt noch mal raus, wenn er oder sie den Gewinner des Publikums-Preises nicht schon beim Berlinale-Panorama gesehen hat.
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Film des Monats November:
Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten) Fenster zum Sommer (Hendrik Handloegten)

Echtes »Film des Monats«-Material ist auch Submarine, doch der hatte schon im Februar den Titel inne. Stattdessen der neue Film von Hendrik Handloegten (Liegen lernen), der sich in eine (recht neue) Tradition stellt mit Lola rennt, The Butterfly Effect und The Time Traveller’s Wife. Die schönste Zeitreisen-Romanze seit Robert Duncan McNeill und Sarah Silverman in Future’s End (Star Trek Voyager).
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Film des Monats Oktober:
Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar) Die Haut, in der ich wohne (Pedro Almodóvar)

Bei der Wahl des »Film des Monats« für den Oktober hätte eigentlich Tyrannosaur siegreich sein müssen, der Film hat als ganzes noch eine Spur besser funktioniert als La piel que habito. Aber Tyrannosaur spricht nur ein eingeschränktes Publikum an, während den Almodóvar eigentlich jeder sehen sollte.
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Film des Monats September:
Cairo Time (Ruba Nadda) Cairo Time
(Ruba Nadda)


Liebesfilme wurden traditionell auf einen Kuss und / oder eine Hochzeit hin inszeniert. Heutzutage landen die Liebenden meistens nach zwanzig Minuten im Bett und müssen sich dann den Rest des Films wieder zusammenraufen. Doch so wie in Girl with a Pearl Earring das Durchpieksen eines Ohrläppchen quasi eine Defloration symbolisiert, so nimmt in Cairo Time eine geteilte Wasserpfeife den Platz eines Kusses ein. Und die zart angedeutete Liebesgeschichte ist nur ein Aspekt dieses außergewöhnlichen Films.
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Film des Monats August:
Super 8 (J.J. Abrams) Super 8
(J.J. Abrams)


J.J. Abrams entwickelt sich zum Steven Spielberg unserer Tage, und als Ehrerbietung liefert er einen Film ab, der das Spielbergeske des ersten Blockbuster-Jahrzehnts des Herrn hinter Indiana Jones, Jurassic Park und E.T. besser zusammenfasst und kristallisiert als Chris Columbus oder Roland Emmerich es mit tausend Kameras und tausend jahren schaffen könnten.
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Film des Monats Juli:
Nader und Simin - Eine Trennung (Asghar Farhadi) Nader und Simin - Eine Trennung
(Asghar Farhadi)


Schon für seinen letzten Film wurde Asghar Farhadi auf der Berlinale 2009 mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Diesmal gab es nicht nur den Goldenen Bären, sondern auch noch die beiden Darstellerpreise - jeweils für die weiblichen bzw. männliche Hälfte des Ensembles. Jury-Leistungen sind oft fragwürdig, diesmal waren mit der Entscheidung überdurchschnittlich viele Kritiker und Kinogänger zufrieden. Unbedingt hingehen und selbst entscheiden.
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Film des Monats Juni:
Arrietty - Die wundersame Welt der Borger Arrietty - Die wundersame Welt der Borger
(Hiromasa Yonebayashi)


Die Buchvorlage von Mary Norton wurde bereits einmal mit John Goodman verfilmt, doch erst Hayao Miyazaki als Drehbuchautor und »Planer« weiß den Stoff (unter der Regie eines jungen Ghibli-Kollegen) wirklich zum Leben zu erwecken. Wahrscheinlich der spannendste und anrührendste Abenteuerfilm des Jahres - und das längst nicht nur für Kinder.
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Film des Monats April:
Brighton Rock (Rowan Joffe) Brighton Rock
(Rowan Joffe)


Vor seinem Kino-Regiedebüt schrieb Rowan Joffe (der Sohn von Roland Joffé) unter anderem die Drehbücher zu Pawel Pawlikowskis Last Resort und Anton Corbijns The American. Brighton Rock kombiniert Elemente dieser zwei Filme und zeugt von einem echten Auteur.
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Film des Monats März:
In einer besseren Welt (Susanne Bier) In einer besseren Welt (Susanne Bier)

And the winner is: Susanne Bier aus Dänemark (Oscar und Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film). Sie war bereits zuvor einmal für den Oscar nominiert, und mit ihren internationalen, aber dennoch sehr dänischen Filmen hat sie ihn definitiv verdient. Sie und ihr langjähriger Drehbuch-Kollaborateur Anders Thomas Jensen sind seit Lars von Trier und Dogma das beste aus dem Nachbarstaat im Norden.
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Film des Monats Februar:
Submarine (Richard Ayoade, Forum) Submarine
(Richard Ayoade, Forum)


Ein Film zum Verlieben. Und zum Kichern und Lachen, zum Staunen und Wiedererkennen. Zum Soundtrack-hinterher-runterladen. Zum Nochmal-Nachschauen, woher man eigentlich Paddy Considine und Noah Taylor kennen sollte. Zum Vorfreuen auf weitere Filme dieses Regisseurs. Kurzum: Ein Film zum Erwachsenwerden. Auch für Erwachsene.
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Film des Monats Januar:
Heartless (R: Philip Ridley) Heartless
(R: Philip Ridley)


Nach Jaco Van Dormaels Mr. Nobody ist Heartless von Philip Ridley innerhalb eines Jahres das zweite Comeback eines Regie-Wunderkinds vergangener Jahrzehnte, das man bereits für immer verloren wähnte. Die Begeisterung hängt erneut auch mit dem früheren Werk des Regisseurs zusammenhängt, in diesem Fall also dem überragenden The Reflecting Skin (dt.: Schrei in der Stille, 1990), dessen Themen sich größtenteils in Heartless wiederfinden.
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Film des Monats Dezember:
Ein Mann von Welt (R: Hans Petter Moland) Ein Mann von Welt (R: Hans Petter Moland)

Stellan Skarsgård spielt einen nach 12 Jahren freigelassenen Knacki, der in seinem neugewonnenen Leben andere Prioritäten setzen möchte als sich an dem Verräter zu rächen. Ein Pressekollege verließ der Vorführung vorzeitig, erklärte den Film zu »zynischem, menschenverachtenden Mist«. Doch wer Menschen verachtet, zeichnet seine Figuren nicht so liebevoll. The next best thing, solange Aki Kaurismäki nicht mal wieder einen Spielfilm präsentiert.
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Film des Monats November:
Still Walking (R: Hirokazu Kore-Eda) Still Walking (R: Hirokazu Kore-Eda)

Zum zweiten Mal in diesem Jahr eine sommerliche japanische Familiengeschichte (nach Summer Wars), und auch Hirakazo Kore-Eda reiht sich nach Nobody Knows in die Riege jener Regisseure, die schon mehrfach einen »Film des Monats« beistiften durften.
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Film des Monats Oktober:
Gainsbourg (R: Joann Sfar) Gainsbourg (R: Joann Sfar)

Wenn man ein Haus betritt, eine Katze kommt einem entgegen, und diese spricht »Mademoiselle bittet sie in den Salon. Ich habe heute abend frei.«, dann befindet man sich im Debütfilm des Comic-Künstlers Joann Sfar, der generell nichts gegen traditionelle Biopics hat, das Genre aber mit einer überbordenden Fantasie zu bereichern weiß.
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Film des Monats September:
Fish Tank (R: Andrea Arnold) Fish Tank (R: Andrea Arnold)

Die Handkamera fängt einerseits ähnlich wie bei den Brüdern Dardenne oder ähnlichen Filmen über die gewaltbereite urbane Jugend (Regarde-moi, Sebbe) ungeschönt die Machtkämpfe, Beleidigungen und Verletzungen ein, wie sie bei intimeren Szenen plötzlich Zeitlupe und warme Farben nutzt.
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Film des Monats August:
Summer Wars Summer Wars (R: Mamoru Hosoda)

Bis zu David Finchers »Facebook-Film« The Social Network ist es noch zwei Monate hin, hier ein etwas verspielteres Anime zum Thema, das den Kampf einer ganz normalen Familie gegen den Angriff eines Internet-Terroristen schildert. Eine gute Erinnerung daran, dass man niemandem seine Passwörter anvertraut. Schon gar nicht irgendwelchen seelenlosen Programmen ...
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3D-Film des Jahres:
Day and Night (R: Teddy Newton)
Day and Night (R: Teddy Newton)


Der neue Sechsminüter von Pixar steckt die ganzen Spektakelfilme mit Leichtigkeit in die Tasche. Hier eröffnet 3D tatsächlich zusätzliche Dimensionen, und zwar nicht nur optisch/physisch, sondern auch, was die Metaebene und die innovative Nutzung dieser Technologie angeht. Nicht für Harry Potter, sondern für solche Geniestreiche wurde das 3D-Kino erfunden.
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Film des Monats Juli:
Mr. Nobody (R: Jaco Van Dormael) Mr. Nobody (R: Jaco Van Dormael)

Mr. Nobody bietet unwiederbringliche große Kinomomente, wie man sie manchmal in einem ganzen Kinojahr kaum zusammenbekommt. Und Regisseur Jaco van Dormael ist dabei ein Meister aller filmsprachlichen Mittel.
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Film des Monats Juni:
Für immer Shrek (R: Mike Mitchell) Für immer Shrek (R: Mike Mitchell)

Zwei (allerdings sehr unterschiedliche) Animationsfilme hintereinander als "Filme des Monats" gab es bei satt.org auch noch nicht, aber der Juni 2010 ist ein extrem schlaffer Kinomonat, und der vierte Shrek-Film war wirklich eine positive Überraschung. Im Juli gibt es dann wieder einen Realfilm, fest versprochen ...
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Film des Monats Mai:
Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson) Der fantastische Mr. Fox (R: Wes Anderson)

Wer das Bonus-Material auf der DVD von Team America: World Police gesehen hat, weiß, dass die Inszenierung realer Explosionen inmitten von Miniaturwelten immens faszinierend sind. Stop-Motion-Explosionen aus gefärbter Watte sind aber auch nicht zu verachten.
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Film des Monats April:
Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga) Sin Nombre (R: Cary Joji Fukunaga)

Atom Egoyans Chloe war eigentlich eine Spur besser, aber gerade beim Film des Monats will man ja auf neue Talente hinweisen, und nicht immer den selben Quark (soll heißen: die selben, längst bekannten Filmemacher) wiederkäuen.
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Film des Monats März:
Die Fremde (R: Feo Aladag, Panorama) Die Fremde (R: Feo Aladag, Panorama)

Ich bin nicht besonders nahe am Wasser gebaut, und habe in den letzten fünf Jahren und 1000 Kinobesuchen vielleicht zwei- oder dreimal andeutungsweise feuchte Augen gehabt, aber hier habe ich geheult, und ich schäme mich dafür nicht.
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Film des Monats Februar:
Up in the Air (R: Jason Reitman) Up in the Air (R: Jason Reitman)

Jason Reitman, Sohn von Ivan “Ghostbusters” Reitman, hatte schon mit seinem dritten Spielfilm Juno mehr als nur einen Achtungserfolg. Mit Up in the Air kommt er jetzt ganz hoch hinaus. Einer von vielen Filmen des neuen (deutschen) Filmjahrs, die Leute bestrafen, die im Kino nicht abwarten können, bis der Abspann zuende ist. (Am 11. 2. starten zwei weitere.)
    » ausf. Kritik


Film des Monats Januar:
Ein Sommer in New York - The Visitor (R: Tom McCarthy) Ein Sommer in New York - The Visitor (Tom McCarthy)

Wie damals John Cassavetes muss sich Tom McCarthy zwischendurch als Schauspieler sein Geld beim „Feind“ (zum Beispiel für Roland Emmerich in 2012) verdienen, damit er weiter als Regisseur arbeiten kann. Noch ist er als Regisseur nicht so gut wie Cassavetes, aber der Qualitätsunterschied zum üblichen Hollywood-Quatsch ist ganz ähnlich.
    » ausf. Kritik


Film des Monats Dezember:
Wo die wilden Kerle wohnen (R: Spike Jonze) Wo die wilden Kerle wohnen (R: Spike Jonze)

Bei allem Respekt für Zombieland mussten wir hier die Vorzüge des Internets gegenüber Printmedien nutzen und den Film des Monats nochmal ändern. Where the Wild Things Are ist nicht unbedingt ein Film, den man mit der ganzen Familien schauen sollte – aber gleichzeitig ein Film, der Heranwachsende und schon zur vollen Größe aufgeblasene Zuschauer gleichermaßen verzücken wird. Nur nicht unbedingt gleichzeitig, denn es geht hier nicht um pädogogische Richtungshinweise, sondern um persönliches Reifen.
    » ausf. Kritik


Film des Monats November:
Ganz nah bei Dir (R: Almut Getto) Ganz nah bei Dir (R: Almut Getto)

Auch eine Romantic Comedy kann hin und wieder filmisch voll überzeugen. Dass dieser Beweis nicht aus Hollywood kommt, ist wenig überraschend. Doch dass man ausgerechnet in einem deutschen Film die rigiden Regeln dieses Genres zwar akzeptiert, aber mit einer spielerischen Leichtigkeit irgendwo im Hintergrund abstellt, ist eine echte Offenbarung.
    » ausf. Kritik


Film des Monats Oktober:
Shotgun Stories (R: Jeff Nichols) Shotgun Stories (R: Jeff Nichols)

Der fünfte Film des Berliner fugu-Filmverleihs, und bereits der dritte “Film des Monats”. Man könnte hier Vetternwirtschaft vermuten, doch der Fachbegriff ist “Qualität”. Michael Shannon trifft Terence Malick trifft William Shakespeare!
    » ausf. Kritik


Film des Monats September:
Schande (R: Steve Jacobs) Schande
(R: Steve Jacobs)


Kurz nach District 9 nun ein Film, der sich weitaus ernsthafter um die Probleme in Afrika beschäftigt. Der dort lebende Literatur-Nobelpreisträger J. M. Coetzee schrieb einen sehr bitteren Roman, und die Verfilmung ist zwar auch nicht gerade leicht verdaulich, aber durch einige winzige Kniffe gelang es der Drehbuchautorin Anna Maria Monticelli, den Zuschauer nicht ganz so niedergeschlagen das Kino verlassen zu lassen wie den Leser ...
    » ausf. Kritik


3D-Film des Jahres:
Oben (R: Pete Docter) Oben
(R: Pete Docter)


Es gab schon mal zwei “Filme des Monats”, aber man will es ja nicht einreißen lassen. Disgrace ist schon noch eine Spur großartiger als der neue Pixar-Film, aber da beide momentan zum besten halben Dutzend Filme dieses Jahres zählen, will man ihn auch nicht unter den Tisch fallen lassen. Der mit Abstand beste Grund, sich ganz konkret um eine 3D-Vorstellung zu kümmern ...
    » ausf. Kritik


Film des Monats August:
Hunger (R: Steve McQueen) Hunger (R: Steve McQueen)

Filme von dieser Qualität und Kom­pro­miss­losigkeit kommen nur alle Jubeljahre in die Kinos, und auch, wenn die geringe Kopienzahl es schwierig machen wird, sollte man diesen Film unbedingt im Kino sehen. Als Zuschauer ist man im positiven Sinne "gefangen", man "hungert" nach mehr, ja, trotz der oft extremen Bilder will man den Film am liebsten gleich noch mal sehen, um auf wirklich alles zu achten ...
    » ausf. Kritik


Film des Monats Juli:
BirdWatchers - Das Land der roten Männer (R: Marco Bechis) BirdWatchers - Das Land der roten Männer (R: Marco Bechis)

Das Kino sollte immer auch ein Ort der Entdeckungen bleiben - und nicht nur ein Ort der Sequels und Remakes. Ein brasilianischer Film eines italienischen Regisseurs über einen Indianerstamm, deren Angehörige die wenigsten von uns je zu Gesicht bekommen werde - aber ein Film, der weitaus mehr mit unserem alltäglichen Leben zu tun hat als Transformers III oder Ice Age VII.
    » ausf. Kritik


Film des Monats Juni:
Alle anderen (R: Maren Ade) Alle anderen
(R: Maren Ade)


Der Sommer ist da! Draußen ist es zwar noch etwas regnerisch, aber zumindest im Kino ist Urlaubslaune. Maren Ades Alle anderen wurde bereits auf der Berlinale mit zwei Hauptpreisen versehen, auch wenn die Aufnahme bei der Kritik eher zwiespältig war. Jetzt kann sich jeder selbst ein Bild machen, solange die Badeseen noch keine ernsthafte Konkurrenz für die Lichtspielhäuser darstellen …
    » ausf. Kritik


Film des Monats Mai:
Sunshine Cleaning (R: Christine Jeffs) Sunshine Cleaning (R: Christine Jeffs)

"Kleine" Filme sterben in den USA immer mehr aus. Alles muss der Super-Hype sein, mit Top-Stars und am Start-Wochenende auf Platz 1 der Charts. Dass drei Wochen später niemand mehr über Star Trek oder Illuminati spricht, ist uninteressant, solange die Kohle im Geldspeicher liegt und der Hauptdarsteller auch im nächsten Teil wieder mitspielt. Sunshine Cleaning ist ein Film wie aus einer besseren Zeit, als das Drehbuch noch wichtiger für den Film war als die Internet-Seite. Ein Kleinod, das den wenigen Zuschauern, die der Film finden wird, dafür eindeutig stärker ans Herz wachsen wird.
    » ausf. Kritik


Film des Monats April:
This Charming Girl (Lee Yoon-ki) This Charming Girl (Lee Yoon-ki)

In einem der schwächsten Kinomonate der letzten Jahre ist der beste Film (im direkten Vergleich eine Klasse für sich) bereits fast fünf Jahre alt, und die Kritik ist seit vier Jahren online. Was aber ebenso wie die späteren, schwächeren Filme des Regisseurs nichts an der Qualität des Films ändert. Asiatisches Kino jenseits von Geistererscheinungen und Samurai-Cyborgs.
    » ausf. Kritik


Film des Monats März:
Gran Torino (R: Clint Eastwood) Gran Torino (R: Clint Eastwood)

Clint Eastwood ist wahrscheinlich der größte Western-Held nach John Wayne. Da Eastwood sich seit längerem auch als Regisseur bewährt hat, gelang ihm nun ein Film, der sogar an Waynes mit Abstand besten Film erinnert, The Searchers. Und das Beste: Es ist nicht mal ein Western.
    » ausf. Kritik


Film des Monats Februar:
The Wrestler (R: Darren Aronofsky) The Wrestler (R: Darren Aronofsky)

Wie der nächste “Film des Monats”, der bereits eine Woche später startet, profitiert auch The Wrestler von einem cleveren Regisseur und einer Rolle, die dem betagten Hauptdarsteller auf den Leib geschneidert wurde. Im Februar sind Hauptdarsteller und Regisseur nur nicht dieselbe Person. Und beide sind verglichen mit Clint Eastwood echte Underdogs.
    » ausf. Kritik


Film des Monats Januar:
Der fremde Sohn (R: Clint Eastwood)Der fremde Sohn (R: Clint Eastwood)

Ich führe gern Buch darüber, welche Regisseure bereits mehrere „Filme des Monats“ inszeniert haben. Bei Clint Eastwood sah es für einige Stunden so aus, als wären zwei „Filme des Monats“ aus aufeinanderfolgenden Monaten sein Werk, doch dann wurde der Kinostart von Gran Torino auf März verschoben.
    » ausf. Kritik


Film des Monats Dezember:
Australia (R: Baz Luhrmann) Australia
(R: Baz Luhrmann)


Der neue Film von Baz Luhrmann ist eine altmodische Kombination der Handlung von Howard Hawks' Red River mit den Hauptfiguren aus John Hustons The African Queen – nur in Australien spielend und entsprechend mit Hugh Jackman und Nicole Kidman besetzt. Und erstaunlicherweise funktioniert das sogar! "Lady! This ain't trotting in Kensington Gardens!"
    » ausf. Kritik


Film des Monats November:
New York für Anfänger (R: Robert B. Weide) New York für Anfänger (R: Robert B. Weide)

Statt auf die mehrfache Nennung eines Regisseurs bei “Filmen des Monats” hinzuweisen, ist es diesmal recht aussagekräftig, dass die britische Comedy-Hoffnung Simon Pegg zum zweiten Mal nach “Hot Fuzz” die Hauptrolle in einem “Film des Monats” innehat ...
    » ausf. Kritik


Film des Monats Oktober (II):
Die Stadt der Blinden (R: Fernando Meirelles) Die Stadt der Blinden (R: Fernando Meirelles)

Die Gefahr, dass es passiert, ist eigentlich jeden Monat gegeben, und es gab sicher schon Monate, in denen der satt.org-Filmredakteur kurz darüber nachgedacht hat. Doch am 9. Oktober 2008 passierte es erstmals, dass nach Online-Stellen des “Film des Monats” (am Abend des 8. Oktober zu Lornas Schweigen) ein anderer in diesem Monat anlaufender Film gesichtet wurde, der es mindestens genausosehr verdient hatte, mit diesem Prädikat ausgezeichnet zu werden. Und da das Internet zwar im Gegensatz zu Printmedien die Chance offenbart, den einen “Film des Monats” sang- und klanglos wieder verschwinden zu lassen, solche “Geschichtsklitterung” aber nicht unser Ding ist, gibt es in diesem Monat halt zwei “Filme des Monats”. Wie Donald Duck sagen würde: “Das ist meine Lotterie. Da kann ich machen, was ich will!”
    » ausf. Kritik


Film des Monats Oktober (I):
Lornas Schweigen (R: Jean-Pierre & Luc Dardenne) Lornas Schweigen (R: Jean-Pierre & Luc Dardenne)

Das Schweigen als innerer Zustand der nicht ausgesprochenen Gedankengänge überträgt sich sowohl auf den Zuschauer als auch auf die Ausdrucksform des Films, sie sich diesmal über ein Stilmittel definiert, das auch zuvor bei den Brüdern Anwendung fand, sich hier aber unübersehbar in den Vordergrund spielt: Die Ellipse.
    » ausf. Kritik


Film des Monats September:
Wall·E (Andrew Stanton) WALL·E
(R: Andrew Stanton)


Die konsistente Qualität bei Pixar beschert uns auch in diesem Jahr einen Animationsfilm als "Film des Monats", Wall·E ist aber außerdem auch ein mehr als überdurchschnittlicher SF-Film, der geschickt auf den Klassikern der späten 1960er und 70er aufbaut, und dessen zweite, nicht im Werbematerial herausposaunte Hälfte gerade auch ein Erwachsenenpublikum begeistern dürfte.
    » ausf. Kritik


Film des Monats August:
Couscous mit Fisch (R: Abdellatif Kechiche) Couscous mit Fisch (R: Abdellatif Kechiche)

Vor dreieinhalb Jahren war schon sein L’esquive “Film des Monats”, und der dritte Film des in Tunis geborenen Abdellatif Kechiche konnte sich ähnlich überzeugend gegen die Konkurrenz durchsetzen. Vier Césars für den besten Film, die beste Regie, das beste Buch und die beste Nachwuchsschauspielerin (Hafsia Herzi).
    » ausf. Kritik


Film des Monats Juli:
Red Road (R: Andrea Arnold) Red Road (R: Andrea Arnold)

Dänische Filmemacher scheinen Regeln zu lieben ...
Lone Scherfig, die Regisseurin von Italienisch für Anfänger, hat sich zusammen mit Anders Thomas Jensen, einem der besten dänischen Drehbuchautoren (bei Adams Äpfel führte er außerdem Regie) zusammengetan und einen neuen Regelkatalog für ein auf drei Filme angelegtes Projekt namens "Advance Party" erstellt ...
    » ausf. Kritik


Film des Monats Juni:
All the Boys love Mandy Lane (R: Jonathan Levine) All the Boys love Mandy Lane
(R: Jonathan Levine)


Der “beste” Film dieses Kinojunis war wahrscheinlich Woody Allens Cassandra’s Dream, doch immer nur den Altmeistern huldigen ist langweilig, und so wurde kurzerhand ein durchaus zwiespältiges Regiedebüt zum “Film des Monats” erklärt, denn ab und zu will man ja auch ein bißchen provozieren - und auf Filme hinweisen, die ansonsten übersehen worden wären!
    » ausf. Kritik


Film des Monats Mai:
Paranoid Park (R: Gus van Sant) Paranoid Park
(R: Gus van Sant)


Mit seinem abermals wie Elephant in Cannes ausgezeichneten neuen Film reiht sich Gus van Sant in die exklusive Riege der mehrfach für "Filme des Monats" verantwortlichen Regisseure ein. Statt eines Zeitungsausschnitts ist diesmal ein Roman die Vorlage, doch die Stilmittel sind ähnlich (aber dennoch experimentell und innovativ) wie in seiner "Todes"-Trilogie
    » ausf. Kritik


Film des Monats April:
Abgedreht (R: Michel Gondry) Abgedreht
(R: Michel Gondry)


Der Monolith aus Kubricks 2001 wird zum Kühlschrank, Robocop zu einer Art Sperrmüllsammlung, in der irgendwo Jack Black umherstakst. Der ewig zwölfjährige Michel Gondry macht sich seine (Film-)Welt wiedewiedewie sie ihm gefällt...
    » ausf. Kritik


Film des Monats März:
Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel)Schmetterling und Taucherglocke (R: Julian Schnabel)

Wenn in Luis Bunuels La chien andalou ein Augapfel mit einer Rasierklinge durchschnitten wird, gehört dies zu den immer wieder zitierten Momenten der Filmgeschichte. In Julien Schnabel Le scaphandre et le papillon gibt es eine fast noch traumatischere Szene: Aus der subjektiven Sicht eines fast komplett gelähmten Schlaganfall-Opfers erleben wir, wie eines der Augen zugenäht wird. Und dies ist nur eine vieler großartiger Ideen des dafür bereits mehrfach ausgezeichneten Regisseur Julian Schnabel (Basquiat, Before Night Falls).
    » ausf. Kritik
Film des Monats Februar:
No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen)No Country for Old Men (R: Joel & Ethan Coen)

Die Coen-Brüder melden sich nach einigen auffallend kommerziellen und nicht immer voll überzeugenden Arbeiten mit ihrem besten Film seit Fargo zurück. Eine Art Neo-Western, bei dem die Oscar-Auszeichnung als »Bester Film« etwas überrascht hat (positiv überrascht, wohlgemerkt!), weil der Film seine Geschichte so gänzlich jenseits der üblichen Mainstream-Parameter erzählt.
    » ausf. Kritik
Film des Monats Januar:
Control (Anton Corbijn)Control (R: Anton Corbijn)

Statt von Ruhm und Prestige ist das Leben von Joy-Divison-Sänger Ian Curtis von Frustration, Selbstzweifeln und epileptischen Anfällen geprägt, sein Ende wirkt so unabwendbar wie selten in einem Biopic, und die gesamte dräuende Atmosphäre des Films ist eine gelungene Fortführung des musikalischen Werkes (“I feel they’re closing in, day in, day out ...”).
Control ist Pflichtprogramm nicht nur für Musik-Fans, sondern auch für Cineasten.
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Aktuelle Beiträge:

Hedis Hochzeit (Mohammed Ben Attia)Hedis Hochzeit (Mohammed Ben Attia)
Bester Debütfilm und bester Darsteller auf der Berlinale 2016: »Hedis Hochzeit« über einen jungen Mann auf der Flucht und der Suche im kargen Tunesien.

Viva (Paddy Breathnach)Viva (Paddy Breathnach)
Viva, ein Name, der wie ein (selbstauferlegter) Befehl klingt in diesem irisch-kubanischen Melodram um einen jungen Mann, der Drag-Queen werden will - und seinen Vater, der ihn lieber zusamenschlägt.

SMS für Dich (Karoline Herfurth)SMS für Dich (Karoline Herfurth)
Der Trailer wirkt wie von einer typischen Schweig(höf)er-Komödie, doch Karoline Herfurths Langfilm-Regiedebüt spielt definitiv in einer höheren Liga.

Tschick (Fatih Akin)Tschick (Fatih Akin)
Für Fatih Akin war es fast ein kurzfristiger Auftragsjob, aber die Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs Bestseller »Tschick« ist dem Deutschtürken besser gelungen als seine jüngsten persönlichen Arbeiten.

Zero Days (Alex Gibney)Cinemania 153: Doku Days
24 Wochen (Anne Zohra Berrached), Raving Iran (Susanne Regina Meures), Das Versprechen - Erste Liebe lebenslänglich (Marcus Vetter & Karin Steinberger), The Visit - eine außerirdische Begegnung (Michael Madsen), Von Trauben und Menschen (Paul Lacoste) & Zero Days (Alex Gibney).

Don't breathe (Fede Alvarez)Don't breathe (Fede Alvarez)
Regisseur Fede Alvarez (Evil Dead) konnte seine Hauptdarstellerin Jane Levy (Suburgatory) überreden, noch mal in einem Horror- (oder Thriller-)Film mitzuspielen. Ein Überraschungshit mit ein paar Problemen.

Nerve (Henry Joost & Ariel Schulman)Nerve (Henry Joost & Ariel Schulman)
„It's like »Truth or Dare«, but without the truth!“ - Hip, flashy, rasant und hier und da sogar romantisch: die neueste Verfilmung eines YA-Bestsellers.

Mike and Dave need Wedding DatesMike and Dave need Wedding Dates & Bad Moms
Zwei etwas anzügliche Komödien: Mike and Dave need Wedding Dates (Jake Szymanski) & Bad Moms (Jon Lucas & Scott Moore).

El olivo - der Olivenbaum (Icíar Bollaín)El olivo - der Olivenbaum (Icíar Bollaín)
Paul Laverty und Icíar Bollaín, das Team hinter »También la lluvia - und dann der Regen«, haben einen neuen Film. Laut Presseheft ein »Arthouse-Crowdpleaser«.

24 Wochen (Anne Zohra Berrached)Cinemania 152: Frauennamen
24 Wochen (Anne Zohra Berrached), Alice und das Meer (Lucie Borleteau), Die fast perfekte Welt der Pauline (Marie Belhomme), Nellys Abenteuer (Dominik Wessely) & The Shallows - Gefahr aus der Tiefe (Jaume Collet-Serra).

Suicide Squad (David Ayer)Suicide Squad (David Ayer)
Antisoziale Soziopathen sollen das DC Universum retten. Im Film gelingt dies, für die Qualitätskontrolle des Marvel-Konkurrenten sieht es indes übel aus.

Captain Fantastic (Matt Ross)Captain Fantastic (Matt Ross)
Ein Vater (Viggo Mortensen) und seine sechs in einer Blockhütte im Wald aufgewachsenen Kinder werden mit dem 'echten' Amerika konfrontiert. In Cannes mit einem Regiepreis ausgezeichnet, überzeugt Matt Ross vor allem durch seine Schauspielerführung bei den Kinderdarstellern.

Julieta (Pedro Almodóvar)Julieta (Pedro Almodóvar)
Der neue Almodóvar kombiniert drei Kurzgeschichten der Literatur-Nobelpreisträgerin Alice Munro - und macht daraus einen für den Regisseur typischen Frauenfilm. Der aber nicht recht begeistert.

Wiener Dog (Todd Solondz)Wiener Dog (Todd Solondz)
Eine politisch zutiefst unkorrekte Tragikomödie über die Abenteuer eines Dackels. Indie-Filmer Todd Solondz (Happiness, Palindromes) so erbarmungslos wie man ihn zu lieben gelernt hat.

Elliot, der Drache (David Lowery)Legend of Tarzan & Elliot, der Drache (David Yates bzw. Lowery)
In einer Doppelrezi wird der Wald durchforstet, von kolonialistischen Klischees bis zum glattgebügelten Disney-Bild geht es um die Verbindungen zwischen Mowgli, Tarzan, Pete und seinen Drachen Elliot, vormals bekannt als Schmunzelmonster.

BFG - Big Friendly Giant (Steven Spielberg)BFG - Big Friendly Giant (Steven Spielberg)
Bei diesem Herzensprojekt läuft Steven Spielberg mal wieder zu alter Form auf. Und Mark Rylance (Bridge of Spies) wird zum neuen Stern am Himmel der Motion-Capture-Schauspieltalente um Andy Serkis.

Star Trek Beyond (Justin Lin)Star Trek Beyond (Justin Lin)
Zum 50sten Jubiläum von Star Trek: eine Achterbahnfahrt (in 3D), in der nicht nur die Schwerkraft auf den Kopf gestellt wird.

Meine Brüder und Schwestern im Norden (Sung-Hyung Cho)Meine Brüder und Schwestern im Norden (Sung-Hyung Cho)
Die deutsch-koreanische Doku-Spezialistin Sung-Hyung Cho drehte einen Film in Nordkorea - und stellt die dortige Propaganda-Maschinerie auf sanfte Art zur Schau.

Toni Erdmann (Maren Ade)Toni Erdmann (Maren Ade)
Kaum ein deutscher Film der letzten Jahre konnte schon vor seinem Kinostart hierzulande eine derartige Erwartung schüren wie Maren Ades von der Cannes-Jury aus unerfindlichen Gründen fast ignorierter 'Toni Erdmann'.

Stadtlandliebe (Marco Kreuzpaintner)Cinemania 151: Landeier
Ferien (Bernadette Knoller), Frühstück bei Monsieur Henri (Ivan Calbérac), Stadtlandliebe (Marco Kreuzpaintner) & Unterwegs mit Jacqueline (Mohamed Hamidi).

Tangerine L.A. (Sean Baker)Tangerine L.A. (Sean Baker)
Ein erstaunlich bunter Mumblecore-Film über den Transgender-Straßenstrich zu Weihnachten in Los Angeles - gedreht mit einem iPhone!

High-Rise (Ben Wheatley)High-Rise (Ben Wheatley)
Ben Wheatley (»Sightseeing«) probiert sich an einer James-Graham-Ballard-Verfilmung, die er konsequent in den 1970ern spielen lässt. »High-Rise« trifft den Tonfall noch besser als David Cronenbergs »Crash«.

The Neon Demon (Nicolas Winding Refn)The Neon Demon (Nicolas Winding Refn)
Der Manierist und Gewaltfreund Nicolas Winding Refn (NWR) ist zurück. Mit einem sehr seltsamen Horrorfilm über die Mode- und Modelbranche in Los Angeles. Nichts für sensible Mägen.

Bastille Day (James Watkins)Bastille Day (James Watkins)
Bastille Day: ein billiger kleiner Action-Film mit Idris Elba und ein paar Logik-Löchern - aber er macht Spaß!

Das Talent des Genesis Potini (James Napier Robertson)Das Talent des Genesis Potini (James Napier Robertson)
Es gibt Genres, die vorhersehbarer als andere sind. Aber in diesem abenteuerlichen Genre-Mix nach einem Doku-Vorbild (!) gelten diese Erwartungs-Regeln nicht.

Demolition (Jean-Marc Vallée)Demolition (Jean-Marc Vallée)
Trauerarbeit der unterhaltsamen Art: Jake Gyllenhaal verliert seine Filmgattin und versucht danach, sein ramponiertes Leben neu zusammenzusetzen.

Ma ma - Der Ursprung der LiebeCinemania 150: Schöpferinnen
Caracas, eine Liebe (Lorenzo Vigas), Die Frau mit der Kamera (Claudia von Alemann), Himmelskind (Patrcia Riggen), Lou Andreas-Salomé (Cordula Kablitz-Post), Ma ma - Der Ursprung der Liebe (Julio Medem) und Miss Hokusai (Keiichi Hara).

Mikro & Sprit (Michel Gondry)Mikro & Sprit (Michel Gondry)
Daniel, Théo und das Fliwatüüt: Ein liebevoll zusammengehämmerter Jugendfilm vom ewigen Kindskopf Michel Gondry. Wer braucht eine Navi-App, wenn man wie Tom und Huck durch Frankreich vagabundieren kann?

Green Room (Jeremy Saulnier)Green Room (Jeremy Saulnier)
Als Punk unter glatzköpfigen Nazis zu stranden ist kein leichtes Los. Für Anton Yelchin kommt erschwerend hinzu, dass die Skinheads auch noch einen Mord vertuschen wollen. Als Obernazi dabei: Patrick Stewart!

Sing Street (John Carney)Sing Street (John Carney)
Auch eine Form der Kontaktaufnahme: die tolle Frau auf der anderen Straßenseite zu Videoaufnahmen einladen. Nur etwas doof, wenn man gar keine Band hat und nur eine handbeschriebene Visitenkarte des vermeintlichen Producers… [Friederike Kapp]

Der Nachtmahr (Akiz)Der Nachtmahr (Akiz)
Ein bereits preisgekrönter Regiedebütant mit Old-School-Wurzeln probiert sich an einem durchaus modernen Ableger eines filmischen »Nachtmahr«. Wie eine Miniaturausgabe von Max Schreck betrachtet durch eine App von David Lynch…

XX-Men: Apocalypse (Bryan Singer)
Wieder sind zehn Jahre vergangen im X-Men-Universum. Die Probleme sind die selben (Ausgrenzung, drohender Weltkrieg), aber ein paar neue Mutanten sind dazugekommen, z.B. junge Versionen von Halle Berry, Famke Janssen und Alan Cumming.

Die Prüfung (Till Harms)Die Prüfung (Till Harms)
Dass nicht jeder Schauspielprüfer auch ein Schauspieltalent ist, zeigt sich in einer langen Szene am auf sich warten lassenden Fahrstuhl. Man versichert sich 'no hard feelings', aber man erkennt so viel mehr in dieser Konstellation. Film des Monats: Die Prüfung, ein Doku-Debüt von Till Harms.

Mr. Gaga (Tomer Heymann)Mr. Gaga (Tomer Heymann)
Eine Doku über den israelischen Choreographen Ohad Naharin - Erst artig chronologisch, dann aber doch mit einem Paukenschlag.

DemainCinemania 149: Mängelexemplare
Mängelexemplar (Laura Lackmann), Die Poesie des Unendlichen (Matthew Brown), Tomorrow - Die Welt ist voller Lösungen (Cyril Dion & Mélanie Laurent), Victor Frankenstein - Genie und Wahnsinn (Paul McGuigan) und Whiskey Tango Foxtrot (Glenn Ficarra & John Requa).

La belle saison - Eine Sommerliebe (Catherine Corsini)La belle saison - Eine Sommerliebe (Catherine Corsini)
1971: Frauenrechte und Frauenliebe in Paris und in der Provinz - mal himmelhoch jauchzend, mal zu Tode betrübt. Aber durchgehend kraftvoll und von einer charmanten Nostalgie.

Lenas Klasse (Iwan I. Twerdowskij)Lenas Klasse (Iwan I. Twerdowskij)
»Solche Leute sollten kastriert werden, unsere Gene werden immer schlechter…«
»Lenas Klasse« beschreibt »Integrationsbemühungen« in Russland… definitiv kein Feelgood-Movie.

The First Avenger: Civil WarThe First Avenger: Civil War (Anthony & Joe Russo)
»Team Cap« gegen »Team Tony« - das mit IMAX-Kamera gedrehte dritte Viertel des neuen Marvel-Films verzaubert, der Rest ist immerhin ganz ordentlich. Jetzt auch mit Spider-Man und Black Panther …

Rico, Oskar und der Diebstahlstein (Neele Leana Vollmar)Cinemania 148: Mittelprächtiger Flachköpper
A Bigger Splash (Luca Guadagnino), Chevalier (Athina Rachel Tsangari), Ein Hologramm für den König (Tom Tykwer), Rico, Oskar und der Diebstahlstein (Neele Leana Vollmar) und Triple 9 (John Hillcoat).

A War (Tobias Lindholm)A War (Tobias Lindholm)
Papa ist im Krieg in Afghanistan, Mutti kämpft mit den Kindern zuhaus in Dänemark. Und dann muss Papa vor Gericht. »A War« ist einer der vier Filme, die dieses Jahr für den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert waren - und leer ausgingen.

Freeheld (Peter Sollett)Freeheld (Peter Sollett)
Julianne Moore kämpft um die Polizistenpension für ihre baldige Witwe Ellen Page. Peter Sollett inszenierte die Spielfilmfassung der gleichnamigen Kurzdoku »Freeheld«.

Das brandneue Testament (Jaco Van Dormael)Das brandneue Testament (Jaco Van Dormael)
Gottes elfjährige rebellische Tochter reißt von Zuhause aus und sammelt in den Straßen von Brüssel liebeskranke Loser, die sie ihre »Jünger« nennt. Jetzt auf DVD und Blu-Ray: der neue Film von Jaco Van Dormael.

Eddie the Eagle (Dexter Fletcher)Eddie the Eagle (Dexter Fletcher)
»Nach einem wahr gewordenen Traum« prangt es vom deutschen Plakat zum Film, der die Vorgeschichte eines etwas anderen Sportlers bei den Winterspielen 1988 in Calgary erzählt.

Batman v Superman: Dawn of Justice (Zack Snyder)Batman v Superman: Dawn of Justice (Zack Snyder)
Warner etabliert das Cinematic Universe von DC, indem man sich Superman und Batman kloppen lässt. Wonder Woman, Aquaman und The Flash sitzen schon auf der Reservebank. [Daniel Walther]

Wild (Nicolette Krebitz)Cinemania 147: Wilde Tiere und zahme Familien
Criminal Activities (Jackie Earle Haley), Hardcore (Ilya Naishuller), Im Himmel trägt man hohe Schuhe (Catherine Hardwicke), Rock the Kasbah (Barry Levinson), Silent Heart - Mein Leben gehört mir (Bille August) und Wild (Nicolette Krebitz).

Berlinale 2016Cinemania 146: Berlinale 2016 - Kleine und große Schicksale
Born to Dance (Tammy Davis, Generation 14plus), Jamais contente (Émilie Deleuze, Generation Kplus), Little Men (Ira Sachs, Generation Kplus), Lotte (Julius Schultheiß, Perspektive Deutsches Kino), A Quiet Passion (Terence Davies, Berlinale Special), Valentina (Maximilian Feldmann, Perspektive Deutsches Kino) und Yarden / The Yard (Måns Månsson, Forum). [Friederike Kapp | Elisabeth Nagy | Thomas Vorwerk]

Raum (Lenny Abrahamson)Raum (Lenny Abrahamson)
»When I was small I knew only small things, but now I'm five and I know everything!« Mit den großen Augen eines kleinen Jungen erlebt man in diesem Film die Welt auf neue Weise. »Ma, the door is ticking!«. Vier Oscar-Nominierungen, Brie Larson ist das Goldmännchen gegönnt, aber Buch, Regie und Film wurden allesamt betrogen!

Son of Saul (László Nemes)Son of Saul (László Nemes)
Kraftvoll, unerschrocken und größtenteils kompromisslos: »Son of Saul« ist so ein Film, der einen mal wieder daran erinnert, was das Medium Film alles kann: einen so lange herumstoßen, bis man orientierungslos ist und unter Klaustrophobie leidet. Aber alles im Dienste der Geschichte.

Zoomania (Byron Howard & Rich Moore)Zoomania (Byron Howard & Rich Moore)
Der Alptraum jedes Autofahrers: eine Politesse, die mit riesigen Ohren jede ablaufende Parkuhr registriert und springend und hakenschlagend jedem Parkzeitüberschreiter blitzschnell sein Ticket zukommen lässt! Darf ich vorstellen: Judy Hopps, die Hauptfigur aus »Zoomania«, unserem Film des Monats.

Berlinale 2016Cinemania 145: Berlinale 2016 - mit deutschem Verleih
Berlinale für alle: Ente gut! Mädchen allein zu Haus (Norbert Lechner, Generation Kplus), Grüße aus Fukushima (Doris Dörrie, Panorama), Indignation / Empörung (James Schamus, Panorama), Kollektivet / Die Kommune (Thomas Vinterberg, Wettbewerb), Das Tagebuch der Anne Frank (Hans Steinbichler, Generation 14plus) und Ted Sieger's Molly Monster / Molly Monster - Der Kinofilm (Ted Sieger, Matthias Bruhn & Michael Ekbladh, Generation Kplus).

Spotlight (Tom McCarthy)Spotlight (Tom McCarthy)
Ein beliebtes Spielchen deutscher Verleiher: Filme im Oscar-Rennen Tage vor der Verleihung starten. »Spotlight« ist u.a. im Rennen für den besten Film, Regie, Originaldrehbuch, Schnitt und Nebendarsteller Mark Ruffalo. Ein oder zwei Glitzermännchen sollten drin sein …

Berlinale 2016Cinemania 144:
Berlinale 2016 - World of Us

Der nächste Berlinale-Schwung: Aloys (Tobias Nölle, Panorama), And-ek ghes… / One fine day… (Colorado Velcu & Philip Scheffner, Forum), Bring me the Head of Tim Horton (Guy Maddin, Evan & Galen Johnson, Forum Expanded), Weekends (Lee Dong-ha, Panorama) und Woorideul / The World of Us (Yoon Ga-eun, Generation Kplus).

Berlinale 2016Cinemania 143:
Berlinale - Herz der Dunkelheit

Life on the Border (acht junge RegisseurInnen, Generation Sondervorführung), Mãe só há uma / Don't call me Son (Anna Muylaert, Panorama), Notre héritage (Jonathan Vinel, Berlinale Shorts), Nunca vas a estar solo / You'll never be alone (Alex Anwandter, Panorama), Ottaal / The Trap (Jayaraj Rajasekharan Nair, Generation Kplus) und Rauf (Baris Kaya, Generation Kplus).

Berlinale 2016Cinemania 142: Berlinale 2016 - Los geht's!
Berlinale-Eröffnung: Hail, Caesar! (Joel & Ethan Coen, Wettbewerb außer Konkurrenz), Jug-yeo-ju-neun yeo-ja / The Bacchus Lady (E J-yong, Panorama), Midnight Special (Jeff Nichols, Wettbewerb), Pallasseum - Unsichtbare Stadt (Manuel Inacker, Perspektive Deutsches Kino) und Les premiers, les derniers / The First, The Last (Bouli Lanners, Panorama).

Berlinale 2016Cinemania 141: Berlinale 2016 - Erste Vorab-Tipps
Der erste Berlinale-Schwung: Isolation of 1/880000 (Sogo Ishii, Forum), Maggie's Plan (Rebecca Miller, Panorama), Remainder (Omer Fast, Panorama), The Road Back (James Whale, Berlinale Classics) und Solan og Ludvig - Herfra til Flåklypa / Louis & Nolan - The Big Cheese Race (Rasmus A. Sivertsen, Generation Kplus).

Girl Asleep (Rosemary Myers)Girl Asleep (Rosemary Myers)
Berlinale frei ab 14 – aber auch für 84jährige (wenn sie Englisch verstehen) ein toller Film. Und wegen »Generation«, Gruppenermäßigung und Berlinale-Kinotag (siehe S. 46 im Programm) auch noch extrem günstig. Unser Berlinale-Tip: »Girl Asleep«, ein kleines Meisterwerk, das man nicht verschlafen sollte.

Suffragette (Sarah Gavron)Suffragette (Sarah Gavron)
In diesem durchaus auch männertauglichen »Frauenfilm« geht es um das Erringen des Frauenwahlrechts Anfang des 20. Jahrhunderts in Großbritannien. Der Titel lautet »Suffragette«, die entsprechenden Rollen sind u.a. von Carey Mulligan, Anne-Marie-Duff, Helena Bonham Carter, Natalie Press und Meryl Streep besetzt.

The Hateful 8 (Quentin Tarantino)The Hateful 8 (Quentin Tarantino)
Kein Regisseur hat heutzutage ein so deutliches Profil wie Mr, Tarantino: Seine blutigen Spuren im Schnee sind noch prägnanter als wenn Don Diego de la Vega oder Dieter Kolenda ihre Kurznamen signieren. Bisschen viel Hype und wenig Inhalt, aber eindeutig nicht Quentins schlechtester Western: »The Hateful 8«.

Brooklyn (John Crowley)Brooklyn (John Crowley)
Eigentlich hätte es im Januar drei Filme des Monats geben müssen. Und derjenige davon, den die meisten Leute lieben werden, ist ein kleines, aber fast perfektes Juwel namens »Brooklyn«. Tolle Darsteller, tolles Drehbuch, tolles Kinoerlebnis. Nicht rummäkeln – hingehen! Zack!

Anomalisa (Charlie Kaufman & Duke Johnson)Anomalisa (Charlie Kaufman & Duke Johnson)
»It is my privilege today to talk about customer service …« – Pah, das wahre Privileg ist es, (endlich) den neuen Charlie-Kaufman-Film »Anomalisa« im Kino zu sehen. Auf seine Art härter als Tarantino – und nur halb so lang!

BB 8Cinemania 140: Taktgefühl
Vier aktuelle Kinostarts: Die 5. Welle (J Blakeson), Dirigenten – Jede Bewegung zählt (Götz Schauder), Louder than Bombs (Joachim Trier) und Mademoiselle Hanna und die Kunst nein zu sagen (Baya Kasmi) …

Legend (Brian Helgeland)Legend (Brian Helgeland)
Tom Hardy spielt in Doppelrolle die berüchtigten Kray-Zwillinge, die in den 1960ern London unsicher machten. Der eine Zwilling verliebt sich in Emily Browning, der andere steht mehr auf Männer – und letztlich geht es vor allem um die Beziehung der Brüder. »It took a lot of love to hate you like I do.«

The Danish Girl (Tom Hooper)The Danish Girl (Tom Hooper)
Kostümfilmexperte Tom Hooper steckt diesmal Eddie Redmayne in einen Tütü und Netzstrumpfhose. Und plötzlich will Einar lieber Lili sein. Ein Film über komplexe Dreiecksbeziehungen, Kunst und auch über einen Gender-Pionier – »The Danish Girl«

Süßer HundDas Filmjahr 2015 im Rückblick
Jahreslisten-Zeit. Von Alice, Baymax und Carol bis Thomas Vinterberg, Kristen Wiig und Ze'ev Revach. Diesmal kurz und knapp.

Joy (David O. Russell)Joy (David O. Russell)
Ein Film über patriarchale und matriarchale Strukturen, Soap Operas, Jennifer Lawrence und ein Küchengerät, das vieles revolutionieren soll.

Mr. Holmes (Bill Condon)Veraltetes Speichermedium Mensch:
Mr. Holmes (Bill Condon) | Remember (Atom Egoyan)

Zwei aktuelle Kinostarts über die Abenteuer vergesslicher alter Männer: Christopher Plummer und Ian McKellen als dementer Detektiv respektive Rächer.

BB 8Cinemania 139:
Eine Menge Landschaft

Fünf aktuelle Kinostarts: Ich bin dann mal weg (Julia von Heinz), Madame Bovary (Sophie Barthes), The Revenant – Der Rückkehrer (Alejandro González Iñárritu), Star Wars – Episode VII: Das Erwachen der Macht (J.J. Abrams), Suite Française – Melodie der Liebe (Saul Dibb) …

Unsere kleine Schwester (Hirokazu Kore-Eda)Unsere kleine Schwester
(Hirokazu Kore-Eda)

Hirokazu Kore-Eda, der aktuell qualitativ beständigste Regisseur Japans, erzählt in seinem neuen Film »Unsere kleine Schwester« mal wieder von traditionellen und Familienwerten. Drei Schwestern laden die jüngere Halbschwester ein, mit ihnen zusammenzuziehen. Noch ein Film, der thematisch gut zum Weihnachtsfest passt. Vermutlich der besinnlichste und konfliktärmste.

Carol (Todd Haynes)Carol (Todd Haynes)
Der ultimative Weihnachtsfilm: Cate Blanchett und Rooney Mara in einer zärtlichen Liebesgeschichte in den restriktiven, aber stylischen 1950ern.

Der Perlmuttknopf (Patricio Guzmán)Zwei Dokus: Der Perlmuttknopf und Hasret (Sehnsucht)
Zwei aktuelle Kinostarts im Grenzbereich des Dokumentarfilms. Ben Hopkins soll einem Fernsehpublikum Istanbul näherbringen, während Patricio Guzmán über Chile, Wasser und Völkermord berichtet.

Mia madre (Nanni Moretti)Mia madre (Nanni Moretti)
Nanni Moretti hat schon mehrfach autobiographische Themen in seinen Filmen verarbeitet. in »Mia madre« geht es um den Tod seiner Mutter. Auch im Film ist eine ehemalige Lehrerin sterbenskrank, doch nicht deren Sohn (Moretti), sondern die Tochter (Margherite Buy) kämpft gleichzeitig auch mit ihrem Beruf als Regisseurin.

Irrational Man (Woody Allen)Irrational Man (Woody Allen)
Knapp drei Wochen vor seinem achtzigsten Geburtstag kommt Woody Allen unerwartet existenzialistisch daher. Joaquin Phoenix mimt den »Irrational Man«, Emma Stone und Parker Posey stehen ihm zur Seite.

Cinemania-LogoCinemania 138:
In fremden Wohnungen

Sechs aktuelle Kinostarts: HalloHallo (Maria Blom), James Bond 007: Spectre (Sam Mendes), Knock Knock (Eli Roth), Mistress America (Noah Baumbach), Riverbanks (Panos Karkanevatos), Virgin Mountain (Dagur Kári) …

Die Schüler der Madame Anne (Marie-Castille Mention-Schaar)Die Schüler der Madame Anne
(Marie-Castille Mention-Schaar)

Auf der Suche nach neuen Genre-Bezeichnungen hat der FilmRed schon den »Tanten-Film« entdeckt und den »Fake Found Footage« in der Nomenklatur korrigiert. Diesmal: der »Holocaust-Lehrerfilm«. Garantiert pädagogisch wertvoll und durchaus ganz unterhaltsam – selbst, wenn man schon zu viele davon gesehen hat.

Im Sommer wohnt er unten (Tom Sommerlatte)Im Sommer wohnt er unten (Tom Sommerlatte)
Nach Sommer fühlt es sich nicht mehr an, aber dieser Film überzeugt bei jedem Wetter: Urlaubsquerelen zwischen zwei Brüdern und ihrem Anhang: »Im Sommer wohnt er unten« ist eine ernstzunehmende Dramödie mit tollen Ideen und Schauspielern.

The Walk (Robert Zemeckis)The Walk (Robert Zemeckis)
Bisher dachte man beim Widerspruch zwischen dem »Vorher« und »Nachher« des World Trade Centers in der vom eigentlichen Attentat losgelösten Filmgeschichte zuerst an »Spider-Man« (die Reflexion auf dem Plakat), »A.I.« (das überholte Zukunftsbild) und »Gangs of New York« (das nostalgische Ausrufungszeichen). Nun will Robert Zemeckis da auch mitreden und erzählt von einem großen Abenteuer, das so nicht mehr möglich ist. Ein Drahtseilakt in mancherlei Beziehung.

A Perfect Day (Fernando Léon de Aranoa)A Perfect Day (Fernando Léon de Aranoa)
Ob Däne, Spanier oder Deutscher: nach »Hollywood« wollen viele Regisseure. Fernando Léon de Aranoa (Montags in der Sonne) versammelt in seinem englischsprachigen Debüt zwar echte Stars (u.a. Benicio del Toro und Tim Robbins), siedelt seinen Film aber dort an, wo es noch ungastlicher ist als in der Heimat: »Irgendwo im Balkan«.

Rettet Raffi! (Arend Agthe)Cinemania 137: Vierbeiner
Acht aktuelle Kinostarts und eine DVD: American Ultra (Nima Nourizadeh), Hockney (Randall Wright), Jonathan Strange & Mr Norrell (Toby Haynes), Macbeth (Justin Kurzel), Nicht schon wieder Rudi (Ismail Sahin & Oona-Devi Liebich), Pan (Joe Wright), Picknick mit Bären (Ken Kwapis), Rettet Raffi! (Arend Agthe) und Scultura: Hand. Werk. Kunst. (Francesco Clerici).

Der Marsianer – Rettet Mark Watney (Ridley Scott)Der Marsianer – Rettet Mark Watney (Ridley Scott)
Auf der Erde gibt es unzählige Arten von Helden, u.a. Pantoffelhelden. Auf dem Mars gibt es nur einen Kartoffelhelden: den Botaniker Mark Watney (Matt Damon), der sich mit Disco-Musik und »Jugend forscht« die Zeit vertreibt, bis sein Taxi kommt. »Der Marsianer« ist der beste Ridley-Scott-Film seit Jahrzehnten. Bei manchem anderen Regisseur wäre das eine bedeutendere Auszeichnung.

The Program – um jeden Preis (Stephen Frears)The Program – um jeden Preis (Stephen Frears)
»I'm Lance Armstrong and he's nobody!« Ben Foster spielt in Stephen Frears' Verbrecher-Biopic einen unsympathischen Typen, der mal das radelnde Idol einer Nation war. »It's not legs, it's not lungs. It's heart. And soul. It's guts!« Nee, vor allem sind es die richtigen Dopingspritzen …

Alles steht Kopf (Pete Docter)Alles steht Kopf (Pete Docter)
Das Pixar-Studio bietet tiefe Einblicke in das Innenleben eines präpubertären Mädchens: Wie stehen »imaginary boyfriends« wohl im Zusammenhang mit dem Meilenstein in der mentalen Topographie – der »tragic vampire romance island«? Alles, was sie schon immer über Broccoli wissen wollten – und nicht zu fragen wagten. (Nein, jetzt mal ehrlich: wieder ein toller Film!)

Sicario (Denis Villeneuve)Sicario (Denis Villeneuve)
Thematisch nahe an der Folterkritik von »Prisoners« traut sich der kanadische Ausnahmeregisseur Denis Villeneuve (Enemy) diesmal konkret an die US-Außenpolitik (mexikanischer Drogenkrieg). Und begibt sich damit auf dünnes Eis. Mit dabei: Emily Blunt als Clarice Starling für das neue Jahrhundert.

Man lernt nie aus (Nancy Myers)Man lernt nie aus (Nancy Myers)
Typische Frage bei einem Vorstellungsgespräch: »Wo sehen sie sich in zehn Jahren?« – Robert De Niro ist damit als 70jähriger Anwärter einer Praktikantenstelle geringfügig überfragt. Dafür übt er vor dem Spiegeln das demütige Blinzeln – so wie vor 40 Jahren das schnelle Ziehen seiner Knarre …

Am Ende ein Fest (Sharon Maymon, Tal Granit)Am Ende ein Fest
(Sharon Maymon, Tal Granit)

Einen witzigeren und spannenderen Film über Sterbehilfe und Altersdemenz wird man nirgendwo finden. Und trotzdem ist »Am Ende ein Fest« jederzeit in perfekter Balance zwischen den eher komplexen Themen (emotional wie politisch) und einer unauffälligen Genre-Parodie (oder Neuinterpretation). Sehr empfohlen.

Ich und Kaminski (Wolfgang Becker)Ich und Kaminski (Wolfgang Becker)
Andy Warhol, Bob Dylan, Alfred Hitchcock, die Beatles, Muhammad Ali – als großer Zampano zieht Wolfgang Becker nach einigen Jahren Kinopause wieder gehörig vom Leder und versucht quasi, das deutschsprachige Äquivalent zu »Citizen Kane«, »Zelig« und »Forrest Gump« gleichzeitig hervorzuzaubern. Das KANN ja nicht klappen – ist aber sehr gewinnbringend anzuschauen.

Fack ju Göhte 2 (Bora Dagtekin)Fack ju Göhte 2 (Bora Dagtekin)
Pünktlich zum Sequel tauchen noch Diamanten aus dem letzten Bruch auf, über deren Versteck ein soeben ausgebrochener den Knast-Lehrer Zeki Müller großzügig informiert. Mit weniger blödsinniger Handlung und überflüssigen Actionszenen hätte »Fack ju Göhte 2« ein toller Film werden können…

45 Years (Andrew Haigh)45 Years (Andrew Haigh)
Regisseur Andrew Haigh ist selbst gerade erst 42, erzählt aber mit Bravour von einer leise zerbröckelnden Ehe in der Generation seiner Eltern. Die eigentliche Story wirkt etwas plakativ, aber die Umsetzung ist detailliert und treffsicher wie die Pinzette eines Uhrmachers – weit entfernt von der heutzutage vorherrschenden Kinokost.

Cinemania 136: Rebel Yell
Aktuelle Kinostarts: How to change the World (Jerry Rothwell), Life (Anton Corbijn), Private Revolutions (Alexandra Schneider), Der Staat gegen Fritz Bauer (Lars Kraume) und Vilja und die Räuber (Marjut Kamulainen).

Frank (Lenny Abrahamson)Frank (Lenny Abrahamson)
Gevatter Filmredakteur mit seinem großen aufgeblasenen Wasserkopf hat wieder was zu mäkeln: Ein Text über das Verliebtsein und warum Vorwerk und »Frank« wohl »nur gute Freunde« werden können.

Das Märchen der Märchen (Matteo Garrone)Das Märchen der Märchen (Matteo Garrone)
Klassische Märchen verbindet ja etwas mit dem Horror-Genre, aber so teilweise knallhart wie hier hat das zuletzt Guillermo del Toro in »Pans Labyrinth« umgesetzt – und da ging es um ganz realen politischen Horror, während Matteo Garrone in seinem ersten englischsprachigen Film ganz eine eigene Fantasy-Welt kreiert, die aber hier und da ziemlich gruselig ist. Definitiv kein Familienfilm, aber toll!

Der Sommer mit Mamã (Anna Muylaert)Der Sommer mit Mamã (Anna Muylaert)
Die beiden Hauptdarstellerinnen wurden in Sundance ausgezeichnet, ein paar Wochen später gab es den Panorama-Publikumspreis auf der Berlinale, und ein halbes Jahr später, zum Höhepunkt des im deutschen Titel beschworenen Sommer einen deutschen Kinostart. Nicht lange die Kritik lesen, sondern hingehen!

Self/less – Der Fremde in mir (Tarsem Singh)Self/less – Der Fremde in mir (Tarsem Singh)
Unterhaltung plus: Für Regisseur Tarsem Singh mit weniger Ambition als erwartet, aber spannend und mit einigen wirklich hübschen Ideen und darstellerischen Leistungen (Ben Kingsley, Matthew Goode). Da lässt man sich auch Milchbubi Ryan Reynolds (hier etwas härter) gern gefallen.

Cinemania 135: Der F.A.N.T.A.-Test
Ein schnelles extra-aktuelles Cinemania zwischendurch: Codename U.N.C.L.E. (Guy Ritchie), Deathgasm (Jason Lei Howden), Fantastic Four (Josh Trank) und Rabid Dogs (Éric Hannezo).

Coconut Hero (Florian Cossen)Coconut Hero (Florian Cossen)
Ein deutscher Film, in dem kaum ein Wort Deutsch gesprochen wird. Florian Cossen und Elena von Saucken (»Das Lied in mir«) realisierten in Kanada eine tolle schwarze Coming-of-Age-Komödie, statt auf den gutgemeinten Ratschlag »Dreht das doch im Schwarzwald!« zu hören. Aber »Kokosnuss Held« wäre auch kein überzeugender Titel gewesen.

Cinemania 134: Therapiegründe
Fünf aktuelle Kinostarts: Aloha – Die Chance auf Glück (Cameron Crowe), Boy7 (Özgür Yildirim), Broadway Therapy (Peter Bogdanovich), Las insoladas – Sonnenstiche (Gustavo Taretto) und Therapie für einen Vampir (David Ruehm).

About a Girl (Mark Monheim)About a Girl (Mark Monheim)
»Wenn man jung stirbt, dann bleibt man für immer jung.«
»Aber auch für immer tot.«
Charleen (15 3/4) macht ein Praktikum bei einem Bestattungsunternehmer, fotografiert »Roadkill« und befasst sich bevorzugt mit Musikern wie Kurt Cobain, Jimi Hendrix und Amy Winehouse – und kommt, weil sie in letzter Zeit so mies drauf ist, auf die Idee, einen Fön mit in die Badewanne zu nehmen …

Mission: Impossible – Rogue Nation (Christopher McQuarrie)Mission: Impossible – Rogue Nation (Christopher McQuarrie)
Die Besetzung mit Tom Cruise ist zwar ein gewisses Manko, aber Ethan Hunt ist mittlerweile der bessere James Bond. Nicht zuletzt, weil seine Teamkollegen eine wichtige Rolle spielen und nicht nur bessere Stichwortgeber wie »Q« sind. Und die weibliche Hauptdarstellerin zwar im Badeanzug auf dem Pool steigen darf, aber der eigentlichen Hauptfigur nicht nur visuell die Show stiehlt.

Slow West (John Maclean)Slow West (John Maclean)
»Once upon a time, 1860, to be exact …« – so poetisch märchenhaft – und dabei sehr unterhaltsam und von einem leicht schwarzen Humor getragen – ist mir bisher noch kein Western untergekommen. Selbst Jim Jarmuschs »Dead Man« wirkt verglichen mit »Slow West« fast hölzern in seiner geradlinigen Aussage.

Gefühlt Mitte Zwanzig (Noah Baumbach)Gefühlt Mitte Zwanzig (Noah Baumbach)
Noah Baumbach hat seine sperrige Sturm-und-Drang-Phase mit Filmen wie »Greenberg« oder »Frances Ha« inzwischen hinter sich – und liefert eine intelligente Mainstream-Komödie, die an das Kino der 1980er anknüpft – und dabei so thematisch zeitlos wie im Tonfall modern.

Taxi (Kerstin Ahlrichs)Cinemania 133: Fahrstunden
Aktuelle Kinostarts: Learning to Drive – Fahrstunden fürs Leben (Isabel Coixet), Margos Spuren (Jake Schreier), Station to Station (Doug Aitken), Still the Water (Naomi Kawase) und Taxi (Kerstin Ahlrichs).

Ant-Man (Peyton Reed)Ant-Man (Peyton Reed)
Für die Fans des Marvel Cinematic Universe stehen die jeweils zwei Kinostarts zu Beginn und Mitte des Sommers mittlerweile schon auf Jahre im Voraus in den Kalender gekratzt. Diesmal wird mal wieder ein neuer Solo-Held etabliert: Paul Rudd als »Ant-Man«. Solide Qualitätsunterhaltung!

Am grünen Rand der Welt (Thomas Vinterberg)Am grünen Rand der Welt (Thomas Vinterberg)
Vergeblich vorm Altar warten; der großen Liebe hinterherschmachten und sich dabei heruntermachen lassen; oder sich von einer Scherzkarte zum Valentinstag quasi das Herz brechen lassen: Diese »Tätigkeiten« beschrieben hier jeweils gefühlsverwirrte Männer im Einflusskreis einer starken Frau, der »Herrin von Thornhill« (in dieser Fassung des bekannten Romans von Thomas Hardy gespielt von der dennoch fragil wirkenden Carey Mulligan).

Den Menschen so fern (David Oelhoffen)Den Menschen so fern (David Oelhoffen)
Fritz-Gerlich-Filmpreis 2015 für Menschenwürde und Zivilcourage: »Den Menschen so nah«. Aus der Begründung der Jury: »Sparsame, aber inhaltlich präzise Dialoge verdichten die Situationen, in die die Figuren hineingeworfen und mit grundlegenden ethischen Fragen konfrontiert werden.« Dass dieser Algerien-Western auch spannend ist, könnte das normale Publikum interessieren.

Ich seh ich seh (Veronika Franz & Severin Fiala)Ich seh ich seh (Veronika Franz & Severin Fiala)
Psychologischer Horror aus Österreich: Eine Mutter (Susanne Wuest), die sich untypisch verhält (»Unsere Mama macht so was nicht!«) und deshalb gefesselt, verhört und gefoltert wird. Kann sie ihre Identität beweisen oder haben die Zwillinge letztendlich sogar recht mit ihrem Verdacht? »Ich seh ich seh« …

Desaster (Justus von Dohnányi)Cinemania 132: Nomen est omen
Aktuelle Kinostarts: Der Bau (Jochen Alexander Freydank), Desaster (Justus von Dohnanyi), Für immer Adaline (Lee Toland Krieger), Seht mich verschwinden (Kiki Allgeier), Trash (Stephen Daldry) und Worst Case Scenario (Franz Müller).

Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen (Dominik Graf)Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen (Dominik Graf)
Dominik Graf und Michael Althen waren befreundet und haben zwei Dokumentarfilme gemeinsam gedreht. Graf war also die naheliegende Wahl für ein posthumes Porträt des Kritikers, das im Presseheft unermüdlich und immer wieder als »Essayfilm« bezeichnet wird – vermutlich eine Bezeichnung, die …

Die Lügen der Sieger (Christoph Hochhäusler)Die Lügen der Sieger (Christoph Hochhäusler)
Paranoia, Polit-Thriller, investigativer Journalismus: Themen, die das Kino der 1970er prägten. Und die auch heutzutage fernab all der 3D-Blockbuster für 16jährige das erwachsene Publikum begeistern. Und mit Florian David Fitz in der Hauptrolle könnten sich auch ein paar mehr Zuschauer ins Kino verirren. Äußerst spannend in Handlung wie Inszenierung!

Let’s Dance –  neue filmwissenschaftliche Reflektionen zum »Musical- und Tanzfilm«Let’s Dance – neue filmwissenschaftliche Reflektionen zum »Musical- und Tanzfilm«
424 Seiten über Musicals und Tanzfilme, im unverwechselbaren Reclam-Format: Singing in the Rain, Dancing in the Dark, Fairung the Lady und Blacking the Swan … In einer etwas längeren Rezension wird auf viele Themen und Kapitel dieser Anthologie eingegangen. [Andreas Jacke]

Das Zimmermädchen Lynn (Ingo Haeb)Cinemania 131: Von Lynn zu Victoria und der Dunkelfrau
Aktuelle Kinostarts: Das dunkle Gen (Miriam Jakobs & Gerhard Schick), Die Frau in Gold (Simon Curtis), Rico, Oskar und das Herzgebreche (Wolfgang Groos), Victoria (Sebastian Schipper), Von Caligari zu Hitler – Das deutsche Kino im Zeitalter der Massen (Rüdiger Suchsland) und Das Zimmermädchen Lynn (Ingo Haeb).

Poltergeist (Gil Kenan)Poltergeist (Gil Kenan)
Laut der englischen Wikipedia kommt das Wort »Poltergeist« aus dem Deutschen und bedeutet so viel wie »noisy ghost«. Immer ein schönes Gefühl, wenn man ein klitzekleines Quentchen mehr weiß als die komplette Schwarmintelligenz. Immerhin haben sie Zeitgeist, Weltschmerz und Kindergarten sprachlich korrekt erklärt.

A World Beyond (Brad Bird)A World Beyond (Brad Bird)
Bei »Tomorrowland« (Titel in Europa: »A World Beyond«) interessiert den Filmredakteur Superstar George Clooney (fett auffem Plakat) nicht annähernd so sehr wie der zuvor eigentlich makellose Regisseur Brad Bird (»The Incredibles«). Leider ist es der bisher enttäuschendste und überflüssigste Brad-Bird-Film. Außer, man findet alles super, was das Qualitätssiegel eines bestimmten Multimediakonzerns trägt.

Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern (Stina Werenfels)Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern (Stina Werenfels)
Sperma und Läsionen im Vaginalbereich, Hämatom in der Hüftgegend – »Scheidenpimmelchen ist schön!« Film des Monats: Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern, mit Victoria Schulz, Lars Eidinger – und den Eltern.

German AngstCinemania 130:
Psychos, Verräter und Kreativlinge

Aktuelle Kinostarts: Die Augen des Engels (Michael Winterbottom), Die Gärtnerin von Versailles (Alan Rickman), German Angst (Jörg Buttgereit, Michal Kosakowski, Andreas Marschall), Striche ziehen. (Gerd Kroske), The Voices (Marjane Satrapi).

Avengers 2Avengers: Age of Ultron (Joss Whedon)
Wer schon ganz heiß ist auf den neuen »Avengers«-Film, wird sich über die Meinung des Filmredakteurs dazu vermutlich nur aufregen. Und wer schon kapiert hat, dass es Wichtigeres im Leben (und im Kino!) gibt, der wird nicht viel Neues erfahren. So einen ausgesprochenen »Anti-Teaser« habt ihr jetzt nicht kommen sehen!

Big Eyes (Tim Burton)Big Eyes (Tim Burton)
Der zweite Golden Globe in Folge für Amy Adams. Und Kollege Christoph Waltz war immerhin auch nominiert. Konsequent wäre es aber gewesen, wenn man Waltz für die Hauptrolle in einer Komödie nominiert hätte und Adams für die Hauptrolle in einem Drama. Zumindest ist diese vermeintliche Diskrepanz ein Kritikpunkt, den man an vielen Stellen nachlesen kann …

The F-Word – Von wegen nur gute Freunde! (Michael Dowse)The F-Word – Von wegen nur gute Freunde! (Michael Dowse)
Wer weiß, bei welchen Filmen er klauen muss und welche durch kurze Ausschnitte sein Werk bereichern, hat schon mal eines goldrichtig gemacht. Kudos, Michael Dowse! (Übrigens Co-Autor von Don McKellars »The Grand Seduction«.)

Der kleine Tod. Eine Komödie über Sex (Josh Lawson)Der kleine Tod. Eine Komödie über Sex (Josh Lawson)
Lachen ist sexy, und wenn Sex zum Lachen animiert, muss er deshalb nicht schlecht sein. »The Little Death« ist der witzigste Film über »Thema Nr. 1« seit »Shortbus«. Nicht ganz so ambitioniert und fernab konventioneller Pärchen-Verteilung, aber trotzdem sehr zu empfehlen.

Zeige Deine Wunde. Kunst und Spiritualität bei Joseph BeuysFreiräume: Analysen eines beschädigten Lebens – der neue Film von Rüdiger Sünner: Zeige Deine Wunde. Kunst und Spiritualität bei Joseph Beuys
Der Nomade steht gegen das Besitztum, weil er über keinen Ort verfügt, an dem er seine Reichtümer anhäufen könnte. So bildet er das Gegenstück zum Bürger, der sich in seinem Interieur eingerichtet hat. Die Innenräume, um die es Joseph Beuys und seinen Dokumentaristen Rüdiger Sünner geht, sind demnach auch keine gemütlichen, in denen reales Inventar ausgestellt würde. Es sind künstlerisch spirituelle Freiräume … [Andreas Jacke]

Eine neue Freundin (François Ozon)Cinemania 129:
Sellerie – something new, something blue, something French

Kinostarts im März & April: 3 Herzen (Benoît Jacquot), Das blaue Zimmer (Mathieu Amalric), Eine neue Freundin (François Ozon), Nur eine Stunde Ruhe (Patrice Leconte) und That Lovely Girl (Keren Yedaya).

Shaun das Schaf – Der Film (Mark Burton, Richard Starzak)Shaun das Schaf – Der Film
(Mark Burton, Richard Starzak)

Zwei (wichtigere) neue Figuren gibt es im Shaun-Kinofilm, und beide werden wohl kaum in späteren Fernsehepisoden auftauchen: ein Tierfänger und ein sympathisches Tierchen, bei dem ich mir nicht ansatzweise sicher bin, ob es eine übergroße Ratte sein soll oder ein eher hässlicher Hund. Die Biologie-Experten unter den geneigten Lesern mögen sich ihr eigenes Urteil bilden.

Kingsman: The Secret Service (Matthew Vaughn)Kingsman: The Secret Service (Matthew Vaughn)
Der chinesische Geheimdienst ist besonders geheim, weil nicht jeder wie bei Mossad oder KGB seine Bezeichnung kennt. Nachdem Matthew Vaughn uns diese Info zukommen lässt, zeichnet sich seine Unterorganisiation des MI5 dadurch aus, dass man das verräterische Logo von Manschettenknöpfen bis zu Hubschrauberlandeplätzen überall anbringt. Schön blöd!

Die Trauzeugen AG (Jeremy Garelick)Die Trauzeugen AG (Jeremy Garelick)
Eine nervtötende Quasselstrippe, die Eddie Murphy mundfaul erscheinen lässt (Kevin Hart), ein Nerd, dessen bekannteste Filmrolle ein Schneemann war (Josh Gad) und eine TV-Ulknudel, die in bisher acht Staffeln einer Sitcom nicht einmal einen Nachnamen ergattern konnte (Kaley Cuoco-Sweeting): das sind die Stars der überraschend gelungenen RomCom »Die Trauzeugen AG«, in der übrigens auch »Frau Blücher« (passendes Geräusch dazudenken) mitspielt.

Chappie (Neill Blomkamp)Chappie (Neill Blomkamp)
Vergebung als Reset-Knopf, Familienglück unter Gangsta-Rappern, ein Katzenposter als Religionsersatz und ein Neuralhelm, der selbst die geheimen Wünsche einer Parkuhr erkennen würde: der neue Film von Neill Blomkamp (District 9) hat eine Menge Platz für Schnapsideen. Aber auch für ein paar interessante Denkansätze.

Still Alice – Mein Leben ohne Gestern (Richard Glatzer, Wash Westmoreland) Still Alice – Mein Leben ohne Gestern (Richard Glatzer, Wash Westmoreland)
Krankheitsdarstellungen sind eine gern gespielte Trumpfkarte im Spiel um die Oscars (das hat sogar für Angelina Jolie funktioniert), aber Julianne Moore würde Tante Schaumbootlippen nicht nur jederzeit blind an die Wand spielen – man gönnt ihr und diesem sehr persönlichen Film jeden Fitzel Aufmerksamkeit.

FlockenCinemania 128:
Nackte Gewalt im Kuschelzoo

Der letzte Berlinale-Schwung: Flocken / Flocking (Beata Gårdeler, Generation 14plus), Gukje Shijang / Ode to my Father (JK Youn, Panorama), The Naked Spur / Nackte Gewalt (Anthony Mann, Retrospektive), Petting Zoo (Micah Magee, Panorama) und Ten no Chasuke / Chasuke's Journey (Sabu, Wettbewerb).

BerlinaleCinemania 127: Kurz, aber oho!
Berlinale-Kurzfilme: Coach (Ben Adler), Dissonance (Till Novak), The Face of Ukraine: Casting Oksana Baiul (Kitty Green), Giovanni en het Waterballet (Astrid Bussink), Kacey Mottet-Klein: Naissance d'un acteur (Ursula Meier), Oscar Wilde's The Nightingale and the Rose (Del Kathryn Barton & Brendan Fletcher), Squirrel (Tomas Vengris), Take what you can carry (Matt Porterfield), Tuolla Puolen / Reunion (Iddo Soskolne & Janne Reinikainen) und Videojuegos / Videogames (Cecilia Kang).

Whiplash (Damien Chazelle)Whiplash (Damien Chazelle)
J.K. Simmons in Oscarlaune: »I push people beyond what's expected of them. That's absolutely essential. There are no two words in the English language more harmful than 'good job'. I never had a Charlie Parker, but I tried. And I will never apologize for having tried.« Der Musik-Thriller »Whiplash« hält sich eher an die Worte Yodas: »Do. Or do not. There is no try!«

BerlinaleCinemania 126:
Musik, Rausch, Glaube, Wahn

Mehr Berlinale, diesmal mit Als wir träumten (Andreas Dresen, Wettbewerb), Angelica (Mitchell Lichtenstein, Panorama), Cobain: Montage of Heck (Brett Morgn, Panorama), Hedi Schneider steckt fest (Sonja Heiss, Forum), Love & Mercy (Bill Pohlad, Berlinale Special) und Superwelt (Karl Markovicz).

BerlinaleCinemania 125: Exotisches
Weitere Kritiken zu Berlinale-Filmen: 14+ (Andrey Zaytsev, Generation 14plus), Histoire de Judas / The Story of Judas (Rabah Ameur-Zaïmeche, Forum), Nadie quiere la noche / Nobody wants the Night (Isabel Coixet, Wettbewerb), Sueñan los androides / Androiden träumen (Ion de Sosa, Forum), This is Cosmos (Anton Vidokle, Forum expanded), Wonderful World End (Daigo Matsui, Generation 14plus).

BerlinaleCinemania 124:
Viel Annehmbares* erwartet uns

Erste Kritiken zu Berlinale-Filmen: Antboy: den røde furies hævn / Antboy: Die Rache der Red Fury (Ask Hasselbalch, Generation Kplus), Enjo / Conflagration (Kon Ichikawa, Forum), I am Michael (Justin Kelly, Panorama), Mot naturen / Out of Nature (Ole Giæver, Panorama), Så meget godt i vente / Viel Gutes erwartet uns (Phie Ambo, Kulinarisches Kino).

Foxcatcher (Bennett Miller)Foxcatcher (Bennett Miller)
Man muss nicht das geringste Interesse am Ringen haben, um von diesem Film mit atemberaubender Wucht auf die Matte geschleudert zu werden. Eine auf mehreren Ebenen zu Herzen gehende Geschichte, die Regiemeister Bennett Miller in einem zermürbenden Tempo erzählt. Mit der Hilfe von Steve Carell, Channing Tatum und Mark Ruffalo. In einer gerechten Welt müsste es dafür Oscars regnen.

BerlinaleBerlinale Tipp 2: The Diary of a Teenage Girl (Marielle Heller, Generation 14plus)
Wenn die 16jährige Minnie mit dem mehr als doppelt so alten Freund ihrer Mutter auf der Couch sitzt, rutscht dessen Hand wie zufällig auf ihre Brust und in »The Diary of a Teenage Girl« (Generation 14plus) kommentiert sie diesen Moment wie folgt: »I wondered if my breast felt small.« Startpunkt einer bewegten Zeit im San Francisco der 1970er, Adaption eines (illustrierten) Romans von Phoebe Gloeckner.

BerlinaleBerlinale Tipp: The Forbidden Room (Guy Maddin & Evan Johnson, Forum)
Unser erster von mindestens zwei Berlinale-Tipps: der vielleicht schönste Film des Festivals: Guy Maddins Hommage an die Vielfältigkeit der Frühzeit des Films: Harte Männer, verrückte Wissenschaftler, Dschungelrituale, ein träumender Vulkan, die Vorteile eines Schaumbads und eine peitschenschwingende Geraldine Chaplin. Ein klaustrophobischer Alptraum, der einem multiple Film-Orgasmen verschafft.

Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (Alejandro G. Iñárritu)Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (Alejandro G. Iñárritu)
Die Bemühungen eines ehemaligen Superstars aus einer Filmreihe um den Superhelden »Birdman« (Michael Keaton), am Theater mit einer Carver-Adaption sein Comeback zu feiern, werden durch allerlei künstlerische wie menschliche Probleme sabotiert, wobei eine superbewegliche Kamera die diversen Handlungsstränge »wie ohne Schnitt« einfängt, und um das Theater herumwirbelt und dabei auch noch – wie nebenbei – die Gesetze von Raum und Zeit durchbricht.

Baymax – Riesiges Robowabohu (Don Hall, Chris Williams)Baymax – Riesiges Robowabohu (Don Hall, Chris Williams)
Der neue Disney-Knaller wendet sich nicht nur an Kinder und die üblichen Prinzessinnen, sondern an Nerds allen Alters. Handfeste Sci-Fi mit Superhelden-Action, böse Technik-Magnaten, Astronauten und alles was so dazugehört. Und einem außergewöhnlichen Roboter.

Cinemania 123: Der Weg ist das Ziel
Sechs Starts im Januar und Februar: Der große Trip – Wild (Jean-Marc Vallée), Guten Tag, Ramón (Jorge Ramírez-Suárez), Project Almanac (Dean Israelite), The Interview (Seth Rogen & Evan Goldberg), John Wick (Chad Stahelski), Manolo und das Buch des Lebens (Jorge Gutierrez).

Wild Tales: Jeder dreht mal durch! (Damián Szifron)Wild Tales: Jeder dreht mal durch! (Damián Szifron)
Die »Wild Tales« sind Vorzeige-Kino aus Argentinien, wurden aber auch schon als bester europäischer Film ausgezeichnet. Die Ko-Produktion mit Spanien (federführend dabei: Pedro Almodóvar) macht es möglich. Demnächst auch oscarprämiert …? Zumindest ist man noch im Rennen, während Dominik bereits »draußen warten« muss.

St. Vincent (Theodore Melfi)St. Vincent (Theodore Melfi)
All jene, die Filme mit Melissa McCarthy eher meiden, sollten in diesem Fall mal über ihren Schatten springen, denn auch wenn sie hier nominell so etwas wie die weibliche Hauptrolle spielt (und vermutlich auch ein paar Zuschauer anlocken wird), so wird man sie als zurückhaltende und »vernünftige« Mutter kaum wiedererkennen. Und »St.Vincent« ist vor allem ein Bill-Murray-Film, und zwar einer von fünfen oder so mit ihm in der Hauptrolle, die man unbedingt gesehen haben sollte.

EnemyDas Filmjahr 2014 im Rückblick
Jahreslisten-Zeit. Wer hat es diesmal geschafft? Diane Kruger, Werner Herzog, Bruno Ganz oder Uwe Boll? Drei Viertel dieser Filmschaffenden tauchen tatsächlich in der Top 20 auf, aber eher mit kleinen Rollen. Schon etwas stärker im Rampenlicht: Kamele, Vampire, Kricket und Eddie Marsan.

Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach (Roy Andersson)Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach (Roy Andersson)
Auf Twitter weisen wir auch immer auf die neuen Kritiken hin. In diesem Fall haben wir auf eine Nennung des Filmtitels verzichtet, weil der bereit 61 der 140 Zeichen für sich beansprucht hätte: »Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach« – muss man sich auf der Zunge zergehen lassen wie ein Garnelensandwich!

Die Wolken von Sils Maria (Olivier Assayas)Die Wolken von Sils Maria (Olivier Assayas)
Ein englischsprachiger Film, der in der Schweiz spielt und auf der französischen Filmwoche von Lars Eidinger und Angela Winkler vorgestellt wird. Wenn es sich nicht um den neuen Film von Olivier Assayas handeln würde, könnte man annehmen, das wäre jetzt Euro-Pudding in Reinkultur …

Serena (Susanne Bier)Serena (Susanne Bier)
In seinem Buch »Adventures in the Screen Trade« erklärt der zweifach mit einem Oscar ausgezeichnete Drehbuchautor William Goldman (»The Princess Bride«), wie die Wünsche von Stars, in Filmen positiv wahrgenommen zu werden, dem Autor das Leben schwer machen können und manchmal den Film zum Scheitern verurteilen. In »Serena« fragt man sich, inwiefern das auch auf Jennifer Lawrence und Bradley Cooper zutreffen könnte, die hier Figuren spielen, die mit der Romanvorlage von Ron Rash teilweise nicht einmal mehr den Namen teilen …

The Pirate (Vincente Minnelli)All Singing, All Dancing:
Hollywood-Musicals 1933–1957

»All Singing! All Dancing!«: über 20 US-Musicals aus den Jahren 1933-57. Fred Astaire, Ginger Rogers, Gene Kelly, Judy Garland, Lena Horne, Esther Williams, Frank Sinatra, Vincente Minnelli, Busby Berkeley – aber auch Marlon Brando und Rouben Mamoulian!

#Zeitgeist (Jason Reitman)#Zeitgeist (Jason Reitman)
Ehefrust, Pornosucht, virtuelle Überwachung, Magersucht, Oberflächlichkeit, Exhibitionismus, Profilierungsneurosen etc. – ein Film über einige Probleme dieser Zeit, festgemacht an den technologischen Errungenschaften. Wirkt sehr progressiv, ist aber letztendlich viel zu harmlos: #Zeitgeist, der Film mit dem eingebauten Hashtag.

Im Keller (Ulrich Seidl)Cinemania 122: Wohn- und Drehorte
Fünf Dezember-Stars: Dritte Person (Paul Haggis), Exhibition (Joanna Hogg), Im Keller (Ulrich Seidl), Magic in the Moonlight (Woody Allen) und Timbuktu (Abderrahmane Sissako).

The Drop – Bargeld (Michaël R. Roskam)The Drop – Bargeld (Michaël R. Roskam)
Blutgeld – im wortwörtlichen Sinne. Und eine stehengebliebene Armbanduhr, die zur Identifikation eines Räubers führt. »The Drop« ist kein geradliniger Krimi, trotz ein paar Leichen keine typische Mafia-Geschichte. Sondern die Geschichte eines Barkeepers, der als Hundehalter sein Leben umstrukturiert. Aber mit Tom Hardy und nach Dennis Lehane, und deshalb ein echtes Ereignis.

Ein Schotte macht noch keinen Sommer (Guy Jenkin, Andy Hamilton)Ein Schotte macht noch keinen Sommer (Guy Jenkin, Andy Hamilton)
Erwachsenenprobleme für Kinder (ganz groß: Emilia Jones, Bobby Smalldridge & Harriett Turnbull) in »What we did on our holiday« (blöder deutscher Titel: »Ein Schotte macht noch keinen Sommer«). Zum Beispiel ein Gespräch zwischen Mami (Rosamund Pike) und Papi (David Tennant): »For your information: Leon is my boss, the man I'm screwing is called Wallace!« – »Does he have a dog called Gromit?«

Die Legende der Prinzessin Kaguya (Isao Takahata)Die Legende der Prinzessin Kaguya (Isao Takahata)
Wenn es je einen Schwanengesang an »nicht mehr zeitgemäße« Animation und ihren unvergleichlichen Zauber gab, dann diesen leider vorvorletzten Film aus den japanischen Ghibli-Studios (der letzte war »Wie der Wind sich hebt«, der leider ebenfalls die kommerziellen Erwartungen nicht erfüllen konnte). Wer nur das geringste Interesse an Japan, Animation oder Märchen hat, sollte sich dieses Kino-Erlebnis nicht entgehen lassen. Ausnahmsweise vielleicht ohne die Kinder.

Mr. Turner – Meister des LichtsCinemania 121:
Winter- und Sommermärchen

Recht aktuell für Europäische Filmpreise nominiert: Höhere Gewalt als bester Film und Ruben Östlund für die Regie sowie Timothy Spall für seine Darstellung des Mr. Turner (von Mike Leigh). Außerdem im November-Cinemania: Bevor der Winter kommt (Philippe Claudel), Das grenzt an Liebe (Rob Reiner), Ich. Darf. Nicht. Schlafen (Rowan Joffe) und Die Mannschaft (Martin Christ, Jens Gronheid, Ulrich Voigt).

Wie schreibt man Liebe? (Marc Lawrence)Wie schreibt man Liebe? (Marc Lawrence)
Beinahe ein neuer Beitrag in der Reihe »Critics in Love«. Der Filmredakteur zeigt kaum Interesse an der angeblichen RomCom mit Hugh Grant und Marisa Tomei, sondern beobachtet lieber die namenlose Blondine hinten links im Drehbuchseminar (Nicole Patrick) oder Andrea (Emily Morden), Flo (Maggie Geha) und Karen (Bella Heathcote). Aber auch die Alibi-Nerds und großartige Nebendarsteller wie Chris Elliott, J.K. Simmonds und Allison Janney. Ein Geheimtip!

Plötzlich Gigolo (John Turturro)Plötzlich Gigolo (John Turturro)
Anfang Dezember kommt der neue Woody Allen, eine gewisse Müdigkeit verbindet den Filmemacher mit seinem Publikum. Da ist diese Regiearbeit von John Turturro (»Barton Fink«), der Allen geschickt als Schauspieler einsetzt (einer von zwei Credits in den letzten acht Jahren) eindeutig die bessere Wahl.

Monatsquiz auf satt.orgsatt.org-Monatsquiz
Das heitere Filmbilder-Suchspiel geht in die dritte und letzte Runde. Dass es in der Tat leichter wird, zeigt schon die Beteiligung. Im September gab es nur zwei fleißige Einzelkämpfer, im Oktober trudelten bereits vier Mails mit dem korrekten Lösungssatz ein. Bei bis zu acht richtigen Einsendungen im November werden alle eine DVD bekommen (Gewinnausschüttung frühestens im Dezember.)

Zwei Tage, eine Nacht (Jean-Pierre & Luc Dardenne)Zwei Tage, eine Nacht
(Jean-Pierre & Luc Dardenne)

In ihrem zweiten »Sommerfilm« (der erste war »Der Junge auf dem Fahrrad«) haben die Dardenne-Brüder erneut einen echten Star besetzt. Nach Cécile de France diesmal Oscar-Gewinnerin Marion Cotillard, die in einem grellbunten billigen Kaufhaustop um ihren Job kämpft. Nicht ihre strahlendste Rolle, aber vielleicht ihr bester Film.

Pride (Matthew Warchus)Pride (Matthew Warchus)
»Lesbians and Guys support the miners« – eine politische Bewegung in der Mitte der 1980er wird hier zum Hintergrund einer clever geschriebenen Komödie, die sich für den Filmredakteur anhört wie ein Duett von Billy Bragg und Morrissey.

Wild Child: Retrospektive Isild Le BescoWild Child:
Retrospektive Isild Le Besco
(Kino Arsenal, 18. – 31. Oktober)

Wer Isild Le Besco nicht kennt und in der zweiten Oktoberhälfte in Berlin ist, sollte unbedingt mal wieder ins Arsenal gehen. Dort kann man nicht nur eine sperrige Wildkatze von Schauspielerin kennenlernen, sondern auch eine ambitionierte Regisseurin mit einem zwar überschaubaren, aber fordernden Œuvre.

20.000 Days on Earth (Iain Forsyth, Jane Pollard)20.000 Days on Earth
(Iain Forsyth, Jane Pollard)

Im Filmgeschäft ist Nick Cave einigermaßen beschäftigt mit Drehbüchern, Filmmusiken und hin und wieder auch einem kleinen Auftritt. Aber diesmal hat er sich mit einigen Handlangern zusammen einfach mal gleich ein filmisches Denkmal gesetzt, dass mit einem Dokumentarfilm so viel gemeinsam hat wie Goofy mit einem Hund.

Jack (Edward Berger)Cinemania 120:
Schwarzweiß und stumm

Fünf Kinostarts und ein Pilotfilm: The Cut (Fatih Akin), Das grosse Museum (Johannes Holzhausen), Hüter der Erinnerungen – The Giver (Phillip Noyce), I Origins (Mike Cahill), Wish I was here (Zach Braff) und Gotham (Bruno Heller).

Jack (Edward Berger)Jack (Edward Berger)
Auch Jean-Pierre Léaud hat mal klein angefangen. »Jack« (Ivo Pietzcker) ist ein 10jähriger, der an Antoine Doinel erinnert – nur halt 50 Jahre später, in den Straßen von Berlin und mit einem kleinen Bruder, auf den er mitaufpasst. Der unauffälligste deutsche Berlinale-Wettbewerbsbeitrag 2014. Und klar der beste.

The Salvation (Kristian Levring)The Salvation (Kristian Levring)
Eine florierende Bank inmitten des Verfalls. Mads Mikkelsen in einem alttestamentarischen Rache-Western, der auch noch politisch ist und Eva Green, Mikael Persbrandt und Jonathan Pryce vorweisen kann. Könnte ein Instant-Klassiker sein, wenn man Filme heute leider nicht ganz anders drehen würde als zu Zeiten von John Ford und Sergio Leone.

Monatsquiz auf satt.orgsatt.org-Monatsquiz
Jauchzet und frohlocket. Über 30 DVDs tummeln sich inzwischen im Pott des großen satt.org-Film-Quiz. Löse das Rätsel und gehöre schon bald zu den glücklichen Gewinnern altertümlicher Datenträger, vollgestopft bis zum Rand mit ausgesuchten Perlen internationalen Filmschaffens. Collect them all.

Like Father, like Son (Hirokazu Kore-Eda)Like Father, like Son (Hirokazu Kore‑Eda)
Ryota, ein erfolgreicher Architekt, erfährt, dass der Junge, den er seit sechs Jahren für seinen eigenen hielt, nach der Geburt im Spital vertauscht wurde. Man weiß noch nicht recht, wie man reagieren soll, doch man nimmt erstmal Kontakt auf mit dem anderen Elternpaar, um den jeweils »richtigen« Sohn zu inspizieren. Aber den, mit dem man sechs Jahre lang verbracht hat, will man natürlich auch nicht einfach in eine fremde Familie abgeben …

Walking on Sunshine (Max Giwa & Dania Pasquini)Walking on Sunshine (Max Giwa & Dania Pasquini)
Apulien. Urlaubsstimmung. Zwei Schwestern und der Verlobte der einen, der die große Sommerliebe der anderen war. Wer's nicht gesehen hat, mag zweifeln, aber dies ist eine der großen positiven Kinoüberraschungen des Jahres. Auch ohne profunde Themen, oscarprämierte Darsteller und Regisseure, denen man vertraut. Der Film zu den letzten Sonnenstrahlen des Jahres.

Gemma Bovery (Anne Fontaine) Gemma Bovery (Anne Fontaine)
Dass Gemma Bovery etwas mit einem Klassiker der Literaturgeschichte (Flaubert!) zu tun haben könnte, dürfte manchem Filmfreund auffallen, dass die Titelfigur den selben Vornamen wie die Hauptdarstellerin hat (Arterton!), womöglich auch noch. Aber dass dies die ziemlich gelungene Adaption eines Klassikers von 1999 (Posy Simmonds!) ist, könnte manchem entgehen. Was in den meisten Kritiken zum Film vermutlich in drei Sätzen abgehandelt werden wird, wird hier ausreichend gewürdigt und analysiert.

Maps to the Stars (David Cronenberg)Maps to the Stars (David Cronenberg)
Als »Sunset Boulevard« herauskam, war Gloria Swanson 67 Jahre alt, David Cronenberg hingegen 7. Als Robert Altmans »The Player« in die Kinos kam, war Altman 67 – und Mia Wasikowska zweieinhalb. Eine tiefere Einsicht wird diese Zahlenspielerei nicht mit sich bringen, aber der Vollständigkeit halber muss noch erwähnt werden, dass David Cronenberg aktuell 71 ist und Julianne Moore dieses Jahr 54 wird.

Cinemania-LogoCinemania 119: Illegal Rebound
Lola auf der Erbse (Thomas Heinemann), Mit ganzer Kraft – Hürden gibt es nur im Kopf (Nils Tavernier), A Most Wanted Man (Anton Corbijn), Phoenix (Christian Petzold), Shirley – Visionen der Realität (Gustav Deutsch), Sin City 2: A Dame to Kill for (Robert Rodriguez & Frank Miller), SuperMensch – Wer ist Shep Gordon? (Mike Myers).

Monatsquiz auf satt.orgsatt.org-Monatsquiz
Das Guardians-Gewinnspiel ist noch nicht vorbei, da beginnt schon ein neues Quiz, bei dem (zirka) 20 DVDs verlost werden. Diesmal muss man anhand von Bildausschnitten Filme erkennen, und alle Filme haben eine Kritik auf satt.org, auf der man die entsprechenden Bilder sogar sehen kann. Das KANN doch nicht so schwer sein, oder?

Guardians of the Galaxy (James Gunn)Guardians of the Galaxy (James Gunn)
Endlich mal ein Marvelfilm, bei dem es nicht um die dickste phallusähnliche Waffe geht, sondern um Händchenhalten, Streicheleinheiten und Kuschelrock. Na gut, das glaubt mir kein Waschbär. Aber man trifft sich irgendwo in der Mitte zwischen Ballerspektakel und Friedensbotschaften für das alltägliche Leben.

Gewinnspiel zu »Guardians of the Galaxy«Gewinnspiel zu »Guardians of the Galaxy«
Guardians of the Galaxy-Gewinnspiel: deutsch- und englischsprachige US-Comics mit den Guardians, Adam Warlock, Deathlok, Thanos usw. – außerdem Fan-Pakete mit Poster, hübsch verpackten Stickern und einem Schlüsselring – also nichts wie hin!

»Guardians of the Galaxy«Guardians of the Galaxy:
Zwei Comics im Vergleich

Wer nicht abwarten kann, bis der Film kommt oder nach dem Film Lust auf mehr hat, erfährt hier einiges über die Panini-Veröffentlichungen zu »Guardians of the Galaxy«, die man auch gewinnen kann. Mit Iron Man, Thanos, Angela, Nebula und Peter Quills Vater.

Sag nicht wer du bist (Xavier Dolan)Sag nicht wer du bist (Xavier Dolan)
Die Verfilmung eines theatralen Kammerspiels wird bei Xavier Dolan zu einem filmischen Kabinettstückchen. Er lässt sich nicht gemächlich in eine narrative Zelle sperren, sondern nutzt filmsprachliche Mätzchen und erzählerische Ellipsen, um der Geschichte Raum zum Atmen zu geben.

Lucy (Luc Besson)Cinemania 118: Collateral Clownfish
Doktorspiele (Marco Petry), Ein Augenblick Liebe (Lisa Azuelas), Jimmy's Hall (Ken Loach), Lucy (Luc Besson), Night Moves (Kelly Reichardt) & Wolfskinder (Rick Ostermann). Sechs unterschiedlich große Enttäuschungen.

Planet der Affen: Revolution (Matt Reeves)Planet der Affen: Revolution (Matt Reeves)
Wenn man das abstrakte Konzept der Zukunft begriffen hat, ist man längst kein dummer Affe mehr. Wenn man indes keinen Raum mehr für Vertrauen sieht, verliert man seine Menschlichkeit. Sting sang einst »The Russians love their children too«. Das gilt auch im Gaza-Streifen oder in diesem Film.

Sequels: Heidi IIBesser als Titanic IV
Angeregt durch 22 Jump Street hat sich der Filmredakteur ein paar Gedanken darüber gemacht, wie man Sequels benennen kann, ohne zu langweilen. Also nicht immer Heidi II, Rocky III, Titanic IV und Henry V. Der Text selbst wurde auch so lang wie ein Dreiteiler …

Der Erfinder des Senkbleis ist unbekanntSchillernd in bunten Farben – Illustrierter assoziativer Schüttelreim zwischen Weimar und Schwarzenbach
Inspiriert durch die Sichtung eines aktuellen Kinofilms steigerte sich der Filmredakteur in eine assoziative Raserei, die seine ganz persönliche literarische Herkunft repräsentiert. Manchmal ist es nur ein schmaler Grat zwischen einer Blasen schlagenden Phantasie und der Verkäsung des Gehirns.

22 Jump Street (Phil Lord, Christopher Miller)22 Jump Street (Phil Lord, Christopher Miller)
Eine »Bromance«, die Zusammenführung der Worte »Bro« (kurz für Brother) und »Romance«, beschreibt eine nichtsexuelle Beziehung zwischen zwei Männern, die aber immer wieder durch Anspielungen etc. in einen Liebeskontext gebracht wird. Wenn also Ernie Bert Blumen schenkt, Batman mit Robin in die Oper geht oder Felix und Oscar sich aus irgendwelchen Gründen das Bett teilen müssen …

Wie der Wind sich hebt (Hayao Miyazaki)Feuerwerk am helllichten Tage (Diao Yinan)
Auf der Berlinale ausgezeichnet als bester Film und für den besten Schauspieler Liao Fan, ist der Film, der im Februar noch auf den internationalen Titel »Black Coal, Thin Ice« hörte, ein sperriges Stück Leinwandzauber, das den Erwartungen an einen brutalen Kriminalfall ODER eine politisch relevante nationale Zustandsschilderung, die sich gegen die chinesische Zensur durchsetzen muss, nicht unbedingt entspricht.

Wie der Wind sich hebt (Hayao Miyazaki)Wie der Wind sich hebt (Hayao Miyazaki)
Bei seiner vermutlich letzten Regiearbeit hat sich Animations-Altmeister Hayao Miyazaki noch mal einiges vorgenommen. Unter anderem wohl auch, noch einigen Leuten gewaltig auf die Füße zu treten und sich durch eine gewisse Unbelehrbarkeit auszuzeichnen. Der Film ist trotz einiger grenzwertiger Unkorrektheiten toll. Und sein vielleicht persönlichster.

Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (Don McKellar)Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt (Don McKellar)
Dieses neufundländische Küstenkaff hat alles: Kricket, Jazz und asiatische Küche. Zumindest will dies der Bürgermeister (Brendan Gleeson) einem zwangsversetzten Arzt (Taylor Kitsch) weismachen. Qualitätsgarantie nicht nur bei Remakes: wenn der Film beim ersten Mal Spaß macht, man sich aber bei der Zweitsichtung regelrecht verliebt.

Much Ado about NothingCinemania 117: Stairway to Shakespeare
Fünf Filme, die nichts mit Fußball zu tun haben: Mistaken for Strangers (Tom Berninger), Monsieur Claude und seine Töchter (Philippe de Chauveron), Sunshine on Leith (Dexter Fletcher), Viel Lärm um Nichts (Joss Whedon) und Wir sind die Neuen (Ralf Westhoff).

Mädelsabend – Nüchtern zu schüchtern! (Steven Brill)Mädelsabend – Nüchtern zu schüchtern! (Steven Brill)
Als Ergänzung zum »Mädelsabend« eine Nachhilfestunde in Englisch. Wer sich mit teilweise frauenfeindlichen Dating-Fachbegriffen wie »tramp stamp«, »wingman« und natürlich dem »walk of shame« schon auskennt, darf sich in der Bibliothek still beschäftigen.

No Turning Back (Steven Knight)No Turning Back (Steven Knight)
Ein Road Movie als Kammerspiel: Ein Mann (Tom Hardy), sein Auto und seine Freisprechanlage, zerrissen zwischen drei Pflichten, die er nicht gleichzeitig erfüllen kann. Regisseur Steven Knight vernachlässigt entsprechend visuelle Aufgaben und konzentriert sich vor allem auf die Dialogarbeit, unser Text liefert naheliegende Interpretationsansätze. »When it comes, you pump it.«

Dr. Jekyll & Mr. Hyde»Let's Misbehave! Hollywood vor dem Hays-Code 1930–1934« im Arsenal
»Let's Misbehave« lautet das Motto einer Filmreihe mit 30 US-amerikanischen frühen Tonfilmen, in denen Schnapsschmuggler und leichte Mädchen noch ihren Spaß haben durften (und das Publikum nebenbei), ehe dann genau reglementiert wurde, was moralisch vertretbar und pädagogisch wertvoll ist. Filmgeschichtlich sehr interessant und einfach ein Heidenspaß!

HarmsCinemania 116: Harte Kerle tanzen im Wüstenwind
Verglichen mit anderen Cinemanias ist die Qualität von fünf Sechstel der Filme diesmal durchaus akzeptabel: Chasing the Wind (Rune Denstad Langlo), Harms (Nikolai Müllerschön), Still (Matti Bauer), Violette (Martin Provost), Wolf Creek 2 (Greg McLean), Wüstentänzer (Richard Raymond).

Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Josh Boone)Das Schicksal ist ein mieser Verräter (Josh Boone)
Dass der Filmredakteur auf die Schlümpfe steht, hat er ja schon im letzten Sommer zugegeben. Aber hier folgt ein längerer Text zu einem Film, den er sozusagen »durch die Schlumpfbrille« gesehen hat. Alles, was sie schon immer über Schlumpfeis wissen wollten und nicht zu fragen wagten …

Best of Arab Cinema»Best of Arab Cinema«
im Berliner Kino Arsenal

Platz 1: Effendis gegen Grabräuber, Meuchelmörder lauern überall. Platz 2: Wenn Quasimodo und Ed Gein einen gemeinsamen Sohn hätten, den man glatt adoptieren würde. Platz 9: Gegen die Marseillaise und für alternative Nutzung von BHs. Acht der neun anerkannt besten arabischen Filme laufen vom 13. bis 18. Juni im Berliner Arsenal.

Boyhood (Richard Linklater)Boyhood (Richard Linklater)
Auf der Kino-Leinwand mitanzusehen, wie jemand älter wird (beispielsweise Jean-Pierre Leaud oder Drew Barrymore), ist meist ein Prozess, der sich über etliche Jahre hinzieht. Richard Linklater bietet mit »Boyhood« mal die kondensierte Fassung, ein Jahrzehnt in weniger als drei Stunden.

Edge of Tomorrow (Doug Liman)Edge of Tomorrow (Doug Liman)
Im Invasionskrieg gegen die Aliens sind Deutschland und Frankreich bereits verloren, aber kann Tom Cruise zumindest Emily Blunt retten? Oder den dicklichen Tony Way, der in diesem Film, der wie ein Computerspiel ohne Zwischenspeicher aufgebaut ist, immer wieder von einem fetten Fluggerät erschlagen wird? Live. Die. Reset. Und täglich grüßt die Normandie.

Die zwei Gesichter des Januar (Hossein Amini)Die zwei Gesichter des Januar (Hossein Amini)
Patricia Highsmith hat u.a. schon Alfred Hitchcock und Claude Chabrol mit ihren Romanen inspiriert. An diesen Vorbildern hat sich auch der Regieneuling Hossein Amini orientiert und schuf einen mediterranen Psycho-Thriller mit Ödipus-Anklängen und einem »leicht fauligen Beigeschmack«.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Bryan Singer)X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Bryan Singer)
Kann Wolverine (Hugh Jackman) durch eine Zeitreise die Welt retten? Kann man Raven (Jennifer Lawrence) davor retten, eine kaltblütige Killerin zu werden? Die einfachste Frage im Zusammenhang mit »X-Men: Days of Future Past« ist folgende: Kann Bryan Singer wieder brillieren wie einst? Aber sowas von!

Enemy (Denis Villeneuve)Enemy (Denis Villeneuve)
Unerklärliche Phänomene, Halluzinationen, Doppelgänger – das sind seit jeher die Säulen des phantastischen Films, auch wenn es aktuell einen Trend gibt, bodenständige, realistisch anmutende Probleme mit alptraumhaften Elementen zu vermischen, wie zuletzt recht genial in Jeff Nichols' »Take Shelter« umgesetzt. »Enemy« mit Jake Gyllenhaal in einer Doppelrolle ist DER Film, den man in diesem Quartal nicht verpassen sollte!

Meteora (Spiros Stathoulopoulos)Cinemania 115: Bei aller Liebe
Der Frühling kommt so langsam in die Gänge, und passend dazu sechs Filme, die sich etwas zähflüssig um das Thema Liebe drehen: Angélique (Ariel Zeïtoun), Liebe im Gepäck (David E. Talbert), Love & Engineering (Tonislav Hristov), Meteora (Spiros Stathoulopoulos), Einmal Hans mit scharfer Soße (Buket Alakus), Words and Pictures (Fred Schepisi).

Good Vibrations (Lisa Barros D'Sa, Glenn Leyburn)Good Vibrations (Lisa Barros D'Sa, Glenn Leyburn)
Wenn Donald Duck ein Mensch wäre, mit realen Problemen wie politischen Unruhen, brutalen Skinheads, einer scheiternden Ehe und einem Glasauge – dann könnte er Terri Hooley heißen. Bei der Verkehrskontrolle eines kleinen Tourbusses in der Nähe von Belfast: »You're telling me some of those people are protestants and some catholics?« – »It never occured to me to ask them …«

Labor Day (Jason Reitman)Labor Day (Jason Reitman)
Traumatische Erlebnisse, die zusammenschweißen; erzieherisches Feingefühl; kulinarische Metaphern; daumenbreit aufs Brot geschmierte Sinnlichkeit; und harmonische Tanzschritte in der Sommerhitze: Irgendwie zeichnet es Regisseur Jason Reitman auch aus, wie er hier ganz darin aufgeht, einen echten »Frauenfilm« zu erschaffen.

Beziehungsweise New York (Cédric Klapisch)Beziehungsweise New York (Cédric Klapisch)
Der Verwirrungszustand von Xavier (Romain Duris) war immer ein zentraler Teil dieser Filmreihe, doch diesmal ist sein wahnwitziges Unternehmen, seiner Exfrau nach New York hinterher zu reisen, um nicht den Kontakt zu den gemeinsamen Kindern zu verlieren, tatsächlich eine nachvollziehbare Motivation, auf der Regisseur Klapisch die obligatorischen Komplikationen folgen lassen kann.

Muppets Most WantedCinemania 114: Körperflüssigkeiten
Vielleicht muss man heutzutage als Kinogänger die stoische Restwürde eines Chauffeurs aufweisen, der auf den Hinweis »This is a bag full of vomit!« trocken antwortet »It's not my first.« Wiederzufinden in einem dieser Filme: Ai Weiwei The Fake Case (Andreas Johnsen), Für immer Single? (Tom Gormican), Irre sind männlich (Anno Saul), Muppets Most Wanted (James Bobin), Die Schadenfreundinnen (Nick Cassavetes), Watermark (Jennifer Baichwal, Edward Burtynsky).

Tao Jie – Ein einfaches Leben (Ann Hui)Tao Jie – Ein einfaches Leben (Ann Hui)
Fugu, der beste Filmverleih Deutschlands hat wieder ein kleines, unscheinbares Kleinod ausfindig gemacht, der trotz Auszeichnung in Venedig 2011 (beste Darstellerin: Deanie Ip) sonst vielleicht nicht einmal einen DVD-Start beschert bekommen hätte. Also: Ab ins fsk oder ein vergleichbares Kino eures Vertrauens und staunen und fühlen. Nach Lektüre weiß man auch, wen man gegebenenfalls mitnehmen könnte ins Kino …

MietrebellenMietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt (Gertrud Schulte Westenberg, Matthias Coers)
»Treffen sich ein Politiker, ein Investor und ein Spekulant im Bordell …« Nein, dieser allgemein bekannte und etwas gehässige Witz wird im Film »Mietrebellen« nicht erzählt. Aber in dem »historischen Dokument« geht es eindeutig nicht um Objektivität oder das harte Leben der Vermieter, sondern um den Widerstand gegen die grassierende Gentrifizierung mit ihren menschenunwürdigen Folgen.

SpideyThe Amazing Spider-Man 2:
Rise of Electro (Marc Webb)

Das olle Voltaire-Sprichwort »With great power comes great responsibility« kennen vermutlich mehr Leute aus dem Zusammenhang mit Spider-Man. Im neuen Film beweisen die Macher, dass sie andere Aspekte als wichtiger empfinden. Beispielsweise »fun« und »playfulness«. Böh!

Spuren (John Curran)Spuren (John Curran)
Robyn Davidson (Mia Wasikowska) hasst es, wenn man sie »camel lady« nennt: »It makes me sound like I'm a crazy woman.« Bei dieser Kritik haben der Autor und sein treuer HTML-Sklave sich mal einer Herausforderung gestellt und etwas (zumindest für satt.org) neues ausprobiert. Wir hoffen, es gefällt …

Museum Hours (Jem Cohen)Museum Hours (Jem Cohen)
»Museum Hours« – der Titel ist Programm, sollte aber nur jene abschrecken, denen eh nicht mehr zu helfen ist. Ein Film über die Kunst und das Leben, über Totenschädel, Stilleben, Zigarettenkippen und Bierdosen. Und Wien, eine Stadt ohne Frühling.

Cinemania-LogoCinemania 113: »Whan that Aprill with his shoures soote«
Zwei eigentümliche Schwangerschaften, zwei Geburtstage (25 & 60), zwei Morde an Geschwistern und drei Verkehrsunfälle. Verteilt auf sechs Filme: Auge um Auge (Scott Cooper), Ida (Pawel Pawlikowski), The Invisible Woman (Ralph Fiennes), Miss Sixty (Sigrid Hoerner), Molière auf dem Fahrrad (Philippe Le Guay), Sunny Days (Nariman Turebayev).

Stories we tell (Sarah Polley)Stories we tell (Sarah Polley)
Nach Away from her und Take this Waltz der dritte Langfilm der regieführenden Schauspielerin Sarah Polley. Und erstmals sieht man sie dabei hin und wieder auch vor der Kamera, denn sie interviewt die eigene Familie, um mehr über ihre zu früh verstorbenen Mutter Diane herauszubekommen.

Her (Spike Jonze)Her (Spike Jonze)
Samantha hat ein ähnliches Problem wie die »kleine Meerjungfrau«. Sie möchte mit ihrem Angebeteten (Joaquin Phoenix) spazieren gehen oder tanzen. Dazu fehlen ihr aber nicht nur die Beine, sondern der komplette Körper, denn sie ist nur ein sehr fortschrittliches Computerprogramm, eine Stimme (Scarlett Johannsson). Aber diese App kann weitaus mehr als »Siri« …

The Return of the First Avenger (Anthony & Joe Russo)The Return of the First Avenger (Anthony & Joe Russo)
Vielsagende Dialogzeilen: »I told you S.H.I.E.L.D. doesn't negotiate.« Oder »The price of freedom is high, it always has been, but I'm ready to pay it.« Und natürlich: »Hey Cap, how do we know the bad guys from the good guys?« – »If they're shooting at you, they're bad!«

Die schöne Krista (Antje Schneider)Die schöne Krista (Antje Schneider)
»They gotta be feminine and stylish« fasst ein Juror es zusammen – und die Schnittkante zeigt dazu die Titelheldin beim Pinkeln. In diesem Film geht es nicht nur um die Absurditäten bei Landwirtschaftsschauen, sondern um die Kluft zwischen schönem Schein und oft unausgesprochenen Problemen. Vordergründig plätschert es, aber man muss genau hinschauen.

Kreuzweg (Dietrich Brüggemann)Kreuzweg (Dietrich Brüggemann)
Das inzwischen eingespielte Autorenpaar Dietrich und Anna Brüggemann erhielt für diese durchaus kritische Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche einen »Silbernen Bären« – doch teilweise ist das Buch eine Spur zu clever und der Film zu durchkomponiert. Die Kritik ist übrigens eher für »nach dem Film« konzipiert.

AntboyCinemania 112:
Donnerstag, der Dreizehnte

Vier eher maue Kinostarts vom 13. März, eine »Preview of coming unattractions« und ein wirklich gelungener Kinderfilm: Antboy (Ask Hasselbalch), Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand (Felix Herngren), Non-Stop (Jaume Collet-Serra), Shanghai Shimen Road (Haolun Shu), Vampire Academy (Mark Waters) und Veronica Mars (Rob Thomas).

Beltracchi – Die Kunst der Fälschung (Arne Birkenstock)Beltracchi – Die Kunst der Fälschung (Arne Birkenstock)
Eine größenwahnsinnige Selbstdarstellung, ein Werbefilm für eine veränderte Marktsituation – aber auch ein ungemein unterhaltsamer Dokumentarfilm. Über den Arbeitsalltag eines Kunstfälschers. Aufbereitet vom Sohn seines Verteidigers.

Saving Mr. Banks (John Lee Hancock)Saving Mr. Banks (John Lee Hancock)
Nach »Me and Orson Welles« und »My Week with Marilyn« erneut ein »Ich kannte einen Superstar«-Biopic, bei dem aber seltsamerweise Walt Disney nicht einmal im Titel vorkommt. Oder Mary Poppins, P.L. Travers und die großartigen Sherman-Brüder.

BerlinaleCinemania 111:
Berlinale 2014, die fünfte

Aloft (Claudia Llosa, Wettbewerb), La belle et la bête / Die Schöne und das Biest (Jean Cocteau, Retrospektive respektive Christophe Gans, Wettbewerb außer Konkurrenz), Amma & Appa (Franziska Schönenberger, Jayakrishnan Subramanian, Perspektive Deutsches Kino), Kalle Kran (Johan Hagelbäck, Generation Kplus Kurzfilm), A Long Way Down (Pascal Chaumeil, Berlinale Special).

BerlinaleCinemania 110:
Berlinale 2014, die vierte

En du elsker / Someone you love (Pernille Fischer Christensen, Berlinale Special), Särtulis / Rotstift (Dace Ridüze, Generation Kplus Kurzfilme), She's lost Control (Anja Marquardt, Forum), Snowpiercer / Seolguk-yeolcha (Bong Joon-ho, Forum), Sprout / Spross (Yoon Ga-eun, Generation Kplus Kurzfilm), Tape_13 (Axel Stein, Perspektive Deutsches Kino).

BerlinaleCinemania 109:
Berlinale 2014, die dritte

George Clooney auf den Spuren von John Sturges, ein argentinisches Mädchen auf den Spuren seines Vaters, ein Audiokommentar zu einem alten Fußballspiel, ein erstaunlich gelungener Episodenfilm und ein Wettbewerbsbeitrag, den vermeintlich nur der satt.org-Filmredakteur mochte.

BerlinaleCinemania 108:
Berlinale 2014, die zweite

Weitere Berlinale-Kritiken: The Grand Budapest Hotel (Wes Anderson, Wettbewerb), Kumiko, the Treasure Hunter (David Zellner, Forum), Sto spiti / At Home (Athanasios Karanikolas, Forum), Things People Do (Saar Klein, Panorama), What we do in the Shadows (Taika Waititi & Jemaine Clement, Generation 14plus).

Berlinale»Stop the fucking movie!«
Tumult im Berlinale-Palast

Ich sitze im Berlinale-Palast gerne nahe des rechten Seitenausgang in der dritten Etage, weil man da ein bisschen Licht zum Schreiben hat, Platz, um seine Tasche und den (aktuell glücklicherweise nicht) Wintermantel abzustellen. Der Platz ist nicht optimal (ein Scheinwerfer ragt ein wenig in den Bildrand), aber mir gefällt’s.

RoboCop (José Padilha)RoboCop (José Padilha)
Der neue RoboCop findet sich wieder in einer unheiligen Dreieinigkeit: Batman aka Michael Keaton, Dracula aka Gary Oldmann und Freddie Krüger aka Jackie Earle Haley. Wer solche Vertrauenspersonen hat, sollte an allem und jedem zweifeln. »Conciousness is nothing more than the process of information – we're gonna fix him!«

Dallas Buyers Club (Jean-Marc Vallée)Dallas Buyers Club (Jean-Marc Vallée)
Cowboys und Sex: Eine langjährige Affäre mit der Academy of Motion Pictures and Sciences. 1969: Midnight Cowboy wird als bester Film, für die beste Regie und das beste Drehbuch ausgezeichnet, Dustin Hoffman und Jon Voight verlieren gegen John Wayne. 2005/2006: Brokeback Mountain: Beste Regie, bestes Drehbuch, beim Film übergangen, Ledger und Gyllenhaal haben auch kein Glück. Doch diesmal sind die Schauspieler dran …

Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag (Jimmy Hayward)Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag (Jimmy Hayward)
Halloween ist die Zeit des großen Kürbis, das ist allgemein bekannt. Wer hingegen glaubt, Thanksgiving sei der Feiertag, an dem sich die US-amerikanische Familie trifft, um einen großen Vogel aufzuschneiden, der kennt den großen Truthahn noch nicht. Ein Hoch auf Zeitreisefilme!

Jörg Buttgereits Captain Berlin #1Jörg Buttgereits Captain Berlin #1
Der multimediale »Trashkünstler mit Anspruch« Jörg Buttgereit hat seinen ureigenen Superhelden »Captain Berlin« jetzt endlich auch in einem Comicheft verewigt. Wenn der sich mit Adolf Hitler boxt, ist das spannender als Superman gegen Muhammed Ali!

BerlinaleCinemania 107:
Berlinale 2014, die erste

Ein ABC an Berlinale-Tips und -Warnungen: American Hustle (David O. Russell, Berlinale Special), The Better Angels (A.J. Edwards, Panorama), Calvary (John Michael McDonagh, Panorama), Oshidori utagassen / Singing Lovebirds (Masahiro Makino, Retrospektive) und Tante Hilda! (Jacques-Rémy Girerd & Benoît Chieux, Generation Kplus).

BerlinaleShip bun (Lee Yong-seung, Forum)
Eine komplexe Geschichte schnörkel- und fehlerlos erzählt. Auch in Südkorea ist ein Praktikum oft ein Sprungbrett für die Karriere, das zu einem schmerzhaften Flachköpper führen kann. Kein »Mobbing-Drama«, sondern eine gut beobachtete Charakterstudie.

Le Passé – Das Vergangene (Asghar Farhadi)Le Passé – Das Vergangene (Asghar Farhadi)
Eine Frau (Bérénice Bejo, hierfür preisgekrönt in Cannes), zwei Männer, drei Kinder. Mindestens eine Scheidung, und dann irgendwie noch zwei Frauen. Pubertäre Rebellion gegen den »aktuellen« Stiefvater, semi-detektivische Entwirrung komplizierter Tatumstände, Probleme beim Loslassen und beim Eingestehen von Fehlern. Der neue Asghar Farhadi (Nader & Simin).

Anchorman 2Cinemania 106: Forbidden Achselstein
Fünf Januar-Starts: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Adam McKay), Hannas Reise (Julia von Heinz), I, Frankenstein (Stuart Beattie), Nicht mein Tag (Peter Thorwarth) und Le Week-end (Roger Michell).

Nebraska (Alexander Payne)Nebraska (Alexander Payne)
Das man aus der winzigsten Prämisse noch einen großartigen Film machen kann, beweist diesmal »Nebraska«. Ein Abenteuer, das jeder von uns beim täglichen Öffnen des Briefkastens durchleben könnte. Sträflich missachtet bei der Golden-Globe-Verleihung (war fünf mal nominiert, verlor u.a. gegen Alfonso, Leonardo, Spike und Jennifer).

12 Years a Slave (Steve McQueen)12 Years a Slave (Steve McQueen)
»I apologize for my appearance, but I had a difficult time this past few years.« Die ganze Geschichte des Mr. Solomon Northup (nach dem Buch von selbigen) erzählt Steve McQueens »12 Years a Slave«, der am Montag den Golden Globe als »Bester Film (Drama)« gewann.

Fack ju GöhteDas Filmjahr 2013 im Rückblick
Jahreslisten-Zeit. Wer hat es diesmal geschafft? Das Coming-Out der Eiskönigin? Das Regiedebüt von Joseph Gordon-Levitt? Der Weltuntergang mit Riesendödel? Eine großartige Literaturverfilmung? Vorwerks Liste, mit auffallend viel Disney, Griechenland und LGBT.



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